Jan
16

Die Zinsmärkte befinden sich weiterhin im Spannungsfeld der Konjunkturerwartungen. Waren noch im Dezember die Zinssätze für kurze Laufzeiten um rund 0,25 Prozentpunkte angestiegen, so hat sich diese Bewegung in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres schon wieder umgekehrt. Noch Ende des vierten Quartals 2009 sahen die Investoren das Konjunkturglas halb voll und tippten auf eine erste Leitzinserhöhung der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) für Sommer 2010. Nun macht sich die Überzeugung breit, dass frühestens im vierten Quartal 2010 der erste Zinsschritt kommen wird. Damit fühlen sich die eher nervösen Anleger in langlaufenden Anleihen wieder etwas sicherer und die Zinsen für diese Instrumente sind zuletzt um rund 0,15 Prozentpunkte gefallen. Die weltweite Konjunkturentwicklung zeigt weiterhin eine klare Zweiteilung. Die USA, Europa und Japan, also die alten Industrieländer, bauen immer noch Arbeitsplätze ab und belasten so den privaten Konsum und damit ihre Wachstumspotentiale. China, Indien, Brasilien und viele weitere Emerging Markets wachsen dagegen sehr dynamisch und bieten den alten Industrieländern zumindest Exportchancen. Diese Länder profitieren aber auch von den für ihr Wachstum viel zu niedrigen Zinsen, die aufgrund der Dollar-Koppelungen ihrer Währungen eigentlich von der US-Notenbank gesetzt werden. Ähnliches haben wir in den vergangenen zehn Jahren in Euroland gesehen, wo Länder wie Spanien, Irland, Portugal oder Griechenland von Euro-Zinsen profitiert haben, die in Bezug auf ihr eigenes Wachstumstempo viel zu tief waren und zu spekulativen Entwicklungen führten, die geplatzt sind. Im Kern ist die US-Notenbank die Welt-Notenbank geworden, die einerseits die dramatisch angeschlagene US-Wirtschaft unterstützen soll, andererseits für Blasenbildungen in China und den aufstrebenden Märkten verantwortlich gemacht werden wird. Solange die US-Notenbank bei den Leitzinsen tief bleibt, kann auch die EZB nur still halten, will sie nicht einen deutlich stärkeren Euro und damit einen Konjunkturdämpfer für Europa produzieren. Die Notenbanken sind nicht zu beneiden. Schwere Monate stehen ihnen bevor.
Baugeldkunden profitieren derzeit jedoch in zweifacher Hinsicht: einerseits von den niedrigen absoluten Zinsen am Kapitalmarkt, andererseits aber auch von der wieder verbesserten Bereitschaft einzelner Banken, diese günstigen Kapitalmarktzinsen an die Kunden weiter zu geben, nachdem die Refinanzierungsmöglichkeiten der Institute sich erneut verbessert haben. Umso wichtiger ist es, den Markt genau zu durchleuchten, um den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Die Spezialisten bei Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie gerne dabei. Prinzipiell sollten Baugeldkunden derzeit die Absicherung auf lange Frist suchen. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Daher ist es mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Zinsbindungen wählt. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf fünf oder gar zehn Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten jedoch zu den tiefsten der letzten 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in fünf oder zehn Jahren die Zinssätze deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Über lange Zinsbindungen können Sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und durch den optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Jan
14

Die Teuerungsrate im Euroland ist so hoch wie seit Monaten nicht mehr und hat zum Jahresende deutlich zugelegt. Die jährliche Inflationsrate betrug im Dezember 0,9 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Im November hatten die Preise 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und in den Monaten davor waren sie sogar rückläufig gewesen. Als Hauptgrund für die steigenden Lebenshaltungskosten gilt der höhere Ölpreis. Ökonomen erwarten dennoch keine Inflationswelle, da wahrscheinlich hohe Arbeitslosenzahlen und schlechte Aussichten der Industrie eine Blasenbildung verhindern.
Einige Ökonomen, Notenbanker und Vertreter von Finanzministerien machen die lange Zeit lockere Geldpolitik vor allem der USA für die derzeitige Finanzkrise mitverantwortlich. Daher warnen sie davor, die gleichen Fehler noch einmal zu begehen, und drängen die Notenbanken, frühzeitig Szenarien für einen Ausstieg aus der großzügigen Liquiditätsbereitstellung festzulegen und die Geldpolitik wieder zu straffen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) reduziert derweil die Liquidität, mit der sie seit Ausbruch der Finanzkrise das europäische Bankensystem gestützt hat. Im vergangenen Jahr ist die Bilanzsumme der EZB, die die an die Kreditwirtschaft geflossenen Mittel widerspiegelt, bereits um 9,5 Prozent zurückgegangen.
Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (FED), hat erneut die Politik der FED vor Ausbruch der Finanzkrise verteidigt und sagte, dass nicht der niedrige Leitzins, sondern “exotische Hypotheken” und ein zu starkes Vertrauen in die Immobilienpreise die schlimmste Rezession in den USA seit den 1930er Jahren ausgelöst hätten. Der beste Weg, die Blase am Häusermarkt und den Konjunktureinbruch zu verhindern, sei eine strengere Finanzregulierung gewesen, so Bernanke. Sorge bereitet den Mitgliedern der FED zurzeit zunehmend der Arbeitsmarkt. Im Vergleich zu früheren schweren Rezessionen gestaltet sich die Erholung nach Meinung von Mitgliedern der FED eher verhalten. Die Arbeitslosigkeit in den USA werde vermutlich für einige Zeit hoch bleiben, die Wirtschaft werde sich hingegen erholen, so die FED. Weiterhin rechnen einige Mitglieder der FED mit Risiken durch den Ausstieg aus dem massiven Ankauf von hypothekengesicherten Anleihen. Dadurch könne die Erholung des Immobilienmarktes gefährdet werden.
2009 lagen die Zinsen für Baugeld weit unter dem historischen Mittelwert. Besonders zum Jahresende sanken die Zinsen noch einmal. Im Vergleich zum Herbst 2008 sind die Konditionen für ein Darlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung etwa ein Prozent günstiger. Wir raten allen Kunden, diese Ersparnis zur höheren Tilgung einzusetzen und so schneller zu entschulden. Doch die Baugeldzinsen werden auf dem günstigen Niveau nicht verharren. Gerade die Zinsen für Finanzierungen mit einer Zinsbindung von fünf oder zehn Jahren werden vermutlich in den nächsten Monaten steigen. Handeln Sie daher rasch und sichern Sie sich so die günstigen Konditionen. Ihr Finanzierungsexperte von Dr. Klein berät Sie gern!

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Dez
19

Auf ihrer Sitzung letzte Woche Donnerstag hat die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen, den Ausstieg aus der krisenbedingten expansiven Geldpolitik zu beginnen. Aufgrund der verbesserten Bedingungen an den Finanzmärkten würden nicht mehr alle Liquiditätsmaßnahmen im gleichen Maße wie bisher benötigt. Ziel ist es, die Liquiditätsversorgung in der zweiten Jahreshälfte 2010 zurückzufahren und zu verteuern. Ab Januar wird die EZB einjährige Refinanzierungskredite für Banken nicht mehr anbieten. Als Reaktion auf die Finanzkrise hatte sie die Märkte mit diesen Krediten praktisch geflutet. Eine Erhöhung der Leitzinsen des Euroraums hat es dagegen nicht gegeben. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet betonte, dass der Leitzins von derzeit einem Prozent angemessen sei.
Bei der US-Notenbank FED wird offenbar heftig über eine Exit-Strategie gestritten. Dabei geht es um den Zeitpunkt und die Schnelligkeit beim Abbau der in der Krise in den Markt gepumpten Billionenliquidität. Einige Mitglieder der FED wollen im Gegensatz zu FED-Chef Ben Bernanke auch bei schwachem Wirtschaftswachstum zügig und drastisch vorgehen. Wann die FED eine Ausstiegsstrategie nutzt, ist deshalb weiterhin unklar. Ökonomen erwarten eine straffere Geldpolitik frühestens Mitte 2011.

Die FED hatte sich zuletzt selbst drei Kriterien gesetzt: die Inflationserwartungen, die Inflation und die Kapazitätsauslastung in der Industrie. Keine Risiken für die Geldwertstabilität signalisieren bislang die messbare Inflation und die geringe Kapazitätsauslastung. Die Rekordjagd des Goldes deutet dafür auf eine drastisch gestiegene Inflationserwartung hin, die in eine reale Inflation umschlagen könnte. Analysten sehen noch keinen Handlungszwang für die FED, aber das könne sich schnell ändern.
Auch bei anderen Volkswirtschaften geht es weiterhin turbulent zu. In Japan wurde für Oktober ein leichter Zuwachs verzeichnet, doch die japanische Volkswirtschaft erholt sich nur langsam von der Krise. Sollte es an den Finanzmärkten zu weiteren Turbulenzen kommen, so hat Japans Notenbank weitere Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft in Aussicht gestellt. Japan steckt wieder in einer „milden Deflationsphase“, das mussten Regierung und Notenbank einräumen. Infolge fallender Preise fürchtet die Regierung einen Rückfall in die Rezession und hat zuletzt den Druck auf die Bank of Japan erhöht. Die hat jedoch erklärt, dass sie abgesehen von einer Fortsetzung ihrer Nullzinspolitik nur wenig Spielraum hat. Der stark exportlastigen japanischen Wirtschaft macht neben dem Preisverfall auch der Absturz des Dollars zu schaffen.

Die Baufinanzierungszinsen sind in den letzten Wochen weiter gesunken. Im Vergleich zu den Baugeldzinsen von vor eineinhalb Jahren sind jetzt für ein Darlehen mit 20-jähriger Zinsbindung rund 0,80 Prozent weniger zu zahlen.

Das entspricht bei einer Finanzierungssumme von 150.000 Euro monatlich 100 Euro oder 24.000 Euro in zwanzig Jahren.

Bei einer Zinsbindung von zehn Jahren sind die Konditionen sogar um 1,10 Prozent gesunken, was monatlich 137,50 Euro oder 16.500 Euro in zehn Jahren entspricht.

Die Experten sind sich einig: Das aktuelle Zinstief wird nicht ewig dauern. Entscheiden Sie sich also jetzt für Ihre Baufinanzierung!

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Quelle: Zinsprognose 2010 der Dr.Klein & Co. AG auf Zinsentwicklung.de

Jul
05

Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer gestrigen Sitzung die Leitzinsen für den Euroraum nicht weiter gesenkt. Sie bleibt damit in Wartestellung um den weiteren Konjunkturverlauf in der zweiten Jahreshälfte besser einschätzen zu können. Die Augen richten sich dabei besonders auf die Entwicklung in den USA, da von diesem Markt die ersten Erholungsimpulse für die Weltwirtschaft erwartet werden. Die Arbeitsmarktzahlen dieser Woche zeichnen aber ein weiterhin angespanntes Bild. So haben US-Unternehmen auch im Juni wieder 467.000 Stellen gestrichen und die Arbeitslosenrate hat mit 9,5% den höchsten Stand seit 1983 erreicht. Das drückt weiter auf die so wichtige Konsumnachfrage und belastet damit auch die Exportaussichten für europäische und asiatische Unternehmen. Vor diesem Hintergrund haben zuletzt die Kurse an den Börsen nachgegeben und die Nachfrage nach sicheren Anleihen hat auch die längerfristigen Kapitalmarktzinsen sinken lassen. Während das fundamentale Bild daher nicht für steigende Zinsen spricht, machen sich viele Investoren jedoch große Sorgen um die mittelfristigen Folgen der enormen Zuwächse in der Staatsverschuldung die als Folge von Konjunkturprogrammen und Rettungsaktionen derzeit von den Politikern weltweit billigend in Kauf genommen wird. Gerade für längere Laufzeiten wird daher ein Risikoaufschlag verlangt, der sich in einer sehr steilen Zinsstrukturkurve widerspiegelt. Wir sehen die aktuell tieferen Zinsen als Zwischentief und erwarten für die nächsten Wochen wieder eine Aufwärtstendenz bei den Kapitalmarktzinsen und damit auch bei den Baugeldkonditionen.

Vor diesem Hintergrund ist es riskant, auf sinkende Baufinanzierungskonditionen zu spekulieren. Wir empfehlen, die Zinsrückgänge der letzten Tage konsequent zu nutzen und damit Kalkulationssicherheit zu erreichen. Der Wettbewerb unter den Banken führt weiterhin zu sehr attraktiven Konditionen über alle Laufzeiten. Besonders wichtig in diesen volatilen Marktphasen ist die Wahl der richtigen Finanzierungsstruktur in Bezug auf Laufzeiten, Tilgungsmöglichkeiten und Einsatz von Fördermitteln. So können Kombinationen aus 5-jährigen und 15- oder 20-jährigen Zinsbindungen sehr sinnvoll sein, weil sie hohe Kalkulationssicherheit mit niedrigeren monatlichen Belastungen und Flexibilität bei der zukünftigen Rückzahlung verbinden. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei wegen der steilen Zinskurve zu Konditionsvorteilen. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung erscheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher in dieser Phase eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie im Gegensatz zu vielen Anlageformen hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Apr
07

Jetzt Erspartes in die Immobilienfinanzierung einsetzen und Top-Konditionen sichern

(München, 31. März 2009) Während noch vor wenigen Monaten die Banken vor dem Hintergrund hoher Leitzinsen mit Tagesgeldzinsen von 5 Prozent und mehr um private Guthaben buhlten, müssen sich Sparer heutzutage glücklich schätzen, wenn sie für ihre Rücklage mehr als 2 Prozent Verzinsung bekommen. “Das momentane Zinsumfeld ist ungeeignet, um mittels kontinuierlichen Sparens für später vorzusorgen”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und empfiehlt: “Sparer sollten in der jetzigen Zinssituation vielmehr überlegen, ob sie nicht die niedrigen Baugeld-Konditionen nutzen wollen, um über den Kauf einer eigenen Immobilie einen soliden Vermögensaufbau voran zu treiben. Denn in diesen unsicheren Zeiten ist privates Wohneigentum mit die sicherste Anlage des Eigenkapitals.”

Mit den Leitzinssenkungen der vergangenen Monate ist auch die Guthabenverzinsung für Tages- und Festgeld drastisch nach unten gegangen. Ein Ende der Niedrigverzinsung ist nicht in Sicht, EZB-Präsident Trichet hat jüngst erklärt, dass der Leitzins noch nicht auf seinem niedrigsten Stand angekommen sei. Dementsprechend könnte bereits diesen Donnerstag in der nächsten EZB-Sitzung ein weiterer Zinsschritt nach unten verkündet werden. So unschön diese Situation für Sparer auch ist, so bietet dieses Umfeld doch auch erhebliche Chancen: Schließlich befinden sich auch die Baugeld-Konditionen auf Tiefniveau während die Immobilienpreise in Deutschland seit Jahren stagnieren. Ideale Bedingungen also, um als Kapitalanleger oder Eigenheimnutzer einen Haus- oder Wohnungskauf zu finanzieren.

Aktuell kostet ein 10-Jahres-Darlehen 3,99 Prozent effektiv, wer 15jährige Zinssicherheit wünscht, erhält einen Baukredit bereits ab 4,26 Prozent. Zum Vergleich: Im Juli 2008 waren die Top-Konditionen mit 5,0 bzw. 5,2 Prozent einen ganzen Prozentpunkt teurer. “Da es bei einer Baufinanzierung meist um große Summen geht, zahlen sich die jetzt erzielbaren Zinsvorteile besonders aus”, weiß Haselsteiner und verdeutlicht: “Das eigene Sparguthaben als Eigenkapital in die Finanzierung einzubauen ist bei den derzeit tiefen Einlagezinsen besonders vorteilhaft, da Banken einen hohen Eigenkapitalanteil mit sehr günstigen Baugeld-Konditionen honorieren.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG

Apr
04

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf den neuen Tiefstand von 1,25% gesenkt. Damit hat sie die Erwartungen der meisten Analysten und auch die der Politiker, die auf 0,50 Prozentpunkte gehofft hatten, nicht erfüllt. Die EZB hat damit einmal mehr bewiesen, dass sie unabhängig agiert und sich auch von einem gleichzeitig stattfindenden G20-Gipfel in London nicht unter Druck setzen lässt. Sie hält damit, anders als die US-Notenbank oder die Bank of Japan, zumindest weiteres Pulver trocken und wahrt sich einen kleinen Handlungsspielraum. Am Anleihemarkt hat diese Entscheidung zu Gewinnmitnahmen geführt und die Renditen sind über alle Laufzeiten in den vergangenen 24 Stunden um ca. 0,20 Prozentpunkte angestiegen. Wir gehen davon aus, dass die EZB in den kommenden Monaten auf Zeit spielen wird, um zu sehen, inwieweit die drastischen Zinsmaßnahmen der US-Notenbank und der Bank of England wirken. Sie wird auch versuchen, durch eine kalkulierbare unabhängige Vorgehensweise das Vertrauen in den Euro und die Werthaltigkeit von europäischen Staatsanleihen zu stützen. Damit unterscheidet sie sich signifikant von dem extrem riskanten Handeln in den USA, wo die Notenbank in enger Koordination mit der Politik begonnen hat, Anleihen aufzukaufen und damit Inflation zu fördern. Die Vorgehensweise der EZB zielt auch darauf ab, die langfristigen Kapitalmarktzinsen stabil zu halten. Die Gefahr bleibt aber bestehen, dass die dramatische Ausweitung der Staatsdefizite im Dollarraum zu höheren Langfristzinsen führt. Während also die ganz kurzfristigen Geldmarktzinsen auf tiefem Niveau festgezurrt scheinen, werden lange Zinsbindungen schwankungsanfällig bleiben. Für die nächsten Tage erwarten wir, dass die Banken die Baugeldkonditionen als Reaktion auf die Marktzinssteigerungen nach oben nehmen werden.

Eine Möglichkeit, als Baufinanzierungskunde von den tiefen Geldmarktzinsen zu profitieren, bieten sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den niedrigen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen führen durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erreicht werden kann. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei zu Konditionsvorteilen. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel mit einer Vier vor dem Komma optimiert werden. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG,

Mrz
06

Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) gestern die Leitzinsen gesenkt. Mit der Senkung um 0,50 Prozentpunkte auf nunmehr 1,50% haben die Notenbanker auf die sehr schwachen Konjunkturindikatoren der vergangenen Wochen reagiert und versuchen gemeinsam mit den anderen großen Zentralbanken nach ihren Möglichkeiten die Realwirtschaft über günstigere Kreditkonditionen zu stützen. Diese Vorgehensweise, die ja bereits die US-Notenbank auf einen Leitzins von praktisch Null und die Bank of England auf 0,50% geführt hat, hat nur zwei Haken: Die tieferen Leitzinsen werden von den Banken nur sehr zögerlich an die Kunden, also Unternehmen und Privatpersonen weitergegeben, da die Banken derzeit jeden Spielraum auf der Ertragsseite nutzen müssen, um den Verlusten aus Abschreibungen etwas entgegenzusetzen und höhere Risikopuffer für die Zukunft aufzubauen. Dazu kommt noch, dass nur wenige Kredite direkt an die Geldmarktzinsen und damit an den Leitzinssatz gekoppelt sind. Die meisten Kredite sind langfristig und somit hängen deren Konditionen von den langfristigen Kapitalmarktzinsen ab. Die Zinssätze bei den längeren Zinsbindungen reagieren aber nur bedingt auf die Leitzinsentwicklung, sondern bilden sich über Angebot und Nachfrage am Anleihemarkt. Da das Angebot dort derzeit über die zunehmende Staatsverschuldung und die starke Kreditaufnahme von Unternehmen aber sehr schnell ansteigt und auch weiter ansteigen wird, verlangen die Investoren einen zunehmenden Risikoaufschlag, um sich langfristig zu binden. Daher sind die Renditen von 10-jährigen Pfandbriefen, die auch als Referenz für Baugeldkonditionen gleicher Laufzeit dienen, trotz Leitzinssenkung nur um rund 15 Renditestellen gesunken. Für die nächste Woche erwarten wir eine Seitwärtsbewegung der Konditionen auf dem nun etwas tieferen Niveau.

Kreditnehmer, die direkt von den Leitzinssenkungen profitieren wollen, können mit dem Interhyp Kombi-Darlehen die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer Euribor-Tranche kombinieren. Damit fallen die monatlichen Belastungen deutlich und auch weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erlangt wird. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Für Kunden, die vollständige Kalkulationssicherheit suchen, bieten sich Volltilger-Darlehen an, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten und auch zu Konditionsvorteilen führen. Für die individuelle Ausgestaltung und Optimierung Ihrer Baufinanzierung stehen Ihnen die Interhyp-Finanzierungsspezialisten jederzeit gerne zur Verfügung.

Tendenz der Zinsentwicklung:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Mrz
05

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat soeben in ihrer heutigen Sitzung eine weitere Senkung des Leitzinses im Euroraum beschlossen. Dieser wurde von bisher zwei Prozent auf 1,5 Prozent herabgesetzt. Bereits letzte Woche erklärte Bundesbank-Chef Axel Weber in einem Interview, dass er angesichts der Rezession zu weiteren Zinssenkungen bereit sei. Ganz klar sprach sich Weber gegen eine Nullzinspolitik nach dem Vorbild Japans oder der USA aus. Die Untergrenze für die Leitzinsen im Euroraum liege für ihn bei einem Prozent, so Weber. Danach müssten die Zinsen rasch wieder erhöht werden, um bei einem Aufschwung nach dem Ende der Rezession gegen einen Teuerungsanstieg gerüstet zu sein.

Unterdessen mahnte der EZB-Chef Jean-Claude Trichet, im Kampf gegen die globale Finanzkrise und weltweite Rezession nicht die Grundlage für die nächste Krise zu legen. Die EZB ist in Sorge, dass Regierungen und Notenbanken, wie nach dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000, aggressiv gegensteuern und so die Basis für neue Probleme bereiten. Gerade der niedrige US-Leitzins gilt als mitverantwortlich für die Kreditexzesse der vergangenen Jahre. Aus diesem Grund ist die EZB auch vorsichtiger als andere Notenbanken, die ihre Leitzinsen immer weiter gesenkt haben und die Geld- und Kreditmärkte mit Liquidität fluten.

In den USA versucht die US-Notenbank (FED) weiterhin, der angeschlagenen Finanzbranche mit Zinsen nahe null Prozent und massiven Liquiditätsspritzen zu helfen und die Konjunktur zu stabilisieren. Ben Bernanke, Präsident der FED, glaubt, dass ein Ende der Wirtschaftsflaute im Jahr 2009 und eine Erholung im kommenden Jahr nur möglich sind, wenn die von Regierung und Notenbanken eingeleiteten Gegenmaßnahmen wirken. Doch seiner Ansicht nach sind die Risiken für eine Verschlechterung der Lage zurzeit höher als die Chancen auf eine Verbesserung. Ein vollständiges Überwinden der Rezession werde den USA erst in zwei bis drei Jahren gelingen.

Die FED hat für ihre Arbeit zudem Reformen angekündigt. So soll zukünftig ein Inflationsziel festgelegt und die Langfristvorhersage der FED von drei auf sechs Jahre ausgeweitet werden. Die Prognose zur mittelfristigen Preisentwicklung soll wiederum als Richtschnur für das angestrebte Inflationsziel dienen. Gemäß dem Auftrag des US-Kongresses ist die FED zur Sicherung der Preisstabilität und des nachhaltigen Beschäftigungsniveaus verpflichtet. Das mittelfristig angestrebte Inflationsniveau soll die Erreichung dieser beiden Ziele unterstützen.

Bei den Baufinanzierungszinsen haben sich die Aufschläge für Finanzierungen mit weniger Eigenkapital in den vergangenen Wochen immer weiter erhöht. Vor allem Finanzierungen mit einem Beleihungsauslauf von über 80 Prozent sind dadurch teurer geworden. Hier müssen die Banken immer höhere Risikokosten einkalkulieren und die Aufschläge auf die Basiskondition bis zu (meist) 54 Prozent des Kaufpreises erhöhen sich. Bei manchen Konstellationen kann es dann vorteilhafter für den Kunden sein, ein Privatdarlehen in die Finanzierung zu integrieren, um in eine niedrige Auslaufklasse zu gelangen. Sie zahlen dann zwar für den kleinen Teil des Privatdarlehens einen höheren Zins, doch der Mischzins ist deutlich geringer. Ihre Baufinanzierungsspezialisten von Dr. Klein beraten Sie hier gerne. Wir finden die optimale Finanzierung für Sie!

Tendenz der Zinsentwicklung:
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Feb
07

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihrer gestrigen Sitzung die Leitzinsen wie erwartet unverändert bei 2,0% belassen. Da die Konjunkturzahlen für Januar aber eine weitere Eintrübung der Wirtschaftsstimmung aufzeigen und gleichzeitig die Inflationszahlen weiter rückläufig sind, gehen wir davon aus, dass bei der nächsten Sitzung im März die Leitzinsen auf 1,50% gesenkt werden. Die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet im Anschluss an die Zentralbanksitzung deuten ebenfalls in diese Richtung. Trotzdem hat der Anleihemarkt bei den längeren Laufzeiten nicht mit sinkenden Zinsen reagiert, sondern orientiert sich weiterhin an den Vorgaben aus den USA. Dort regiert im Moment die Sorge vor den immer größer werdenden Konjunkturpaketen und dem damit verbundenen explodierenden Finanzierungsbedarf des Staates. Selbst die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen, die im Januar einen Zuwachs von fast 600.000 Arbeitslosen zeigten, führen nicht zu sinkenden Renditen.

Damit zeigt sich, dass die US-Notenbank mit ihrem Leitzins von 0% bereits in der Falle sitzt. Alles was sie jetzt noch tun kann, wird von den Investoren als inflationsfördernd interpretiert und schwächt daher das Vertrauen in die Werthaltigkeit von langfristigen US-Staatsanleihen. Dementsprechend sind zuletzt die Renditen angestiegen und beeinflussen auch den Zinstrend in Euroland. Für die kommende Woche erwarten wir daher eine leicht ansteigende Tendenz bei den längerfristigen Baugeldkonditionen.

Baufinanzierungskunden sollten daher die nächsten Tage konsequent nutzen und die Konditionen festzurren. Gerade mit 10- oder 15-jährigen Zinsbindungen kann man für hohe Kalkulationssicherheit sorgen. Auch Kombinationen von 5- und 15-jährigen Zinsbindungen können sinnvoll sein. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen, bevor die Banken die Aufschläge für die Absicherung erhöhen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel bei knapp über 4% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen der Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung erscheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher in dieser Phase mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie im Gegensatz zu vielen Anlageformen eine hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Jan
31

Trotz weiterhin sehr sehr schwacher Konjunkturindikatoren und Wachstumsprognosen sind die längerfristigen Kapitalmarktzinsen im Verlauf der Woche kräftig angestiegen. Ausschlaggebend dafür ist die zunehmende Besorgnis, dass die nicht enden wollenden Ankündigungen von immer neuen Rettungs- und Konjunkturpaketen in den USA, Europa und inzwischen auch Asien zu einem Refinanzierungsbedarf der Staaten führt, der an den Kapitalmärkten nur schwer auf dem heutigen tiefen Zinsniveau zu platzieren sein wird. Damit steigt der Risikoaufschlag, den Investoren fr eine längere Kapitalbindung fordern und lange Zinsbindungen werden für Kreditnehmer teurer. Die US-Notenbank hat diese Woche die Leitzinsen unverändert auf dem historisch tiefen Niveau von 0% – 0,25% belassen und gleichzeitig angekündigt, dass sie durch Käufe von langfristigen US-Staatsanleihen auch die langfristigen Zinsen absenken möchte. Da dieser Schritt allerdings von vielen Marktteilnehmern als fast schon verzweifelte Manahme zum Gelddrucken gesehen wird, die mittelfristig die Kaufkraft des Dollars unterminiert, steigt auch die Besorgnis um die Wertstabilität von langfristigen amerikanischen Staatsanleihen. Euroland kann sich von der amerikanischen Zinstendenz nicht abkoppeln und folgt den Bewegungen dort. Da wir für die nächste Sitzung der Europischen Zentralbank kommende Woche keine Leitzinssenkung erwarten, gehen wir für die nächsten Tage von einer Seitwärtsentwicklung der Kapitalmarktzinsen und damit auch der Baugeldzinsen aus.

Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten und sich insbesondere längere Laufzeiten dafür anbieten. Zur Optimierung der laufenden Zinsbelastung können auch Kombinationen aus 5- und 15-jährigen Laufzeiten sinnvoll sein. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 mit Zinssätzen von ber 6% knnen jetzt bei einem Bankwechsel mit einer Vier vor dem Komma optimiert werden. Die Spezialisten fr Anschlussfinanzierungen bei Interhyp knnen auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch Tilgungen von 2% zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG