Jan
24

Am Zinsmarkt beginnt ein neues Thema den Trend zu diktieren. Bis vergangene Woche haben die Investoren vor allem auf Konjunkturindikatoren und Leitzinssenkungen geachtet und durch Käufe von Staatsanleihen Sicherheit gesucht. Inzwischen machen sich Sorgen über die dramatische Ausweitung der Staatsdefizite und den daraus entstehenden Konsequenzen breit. In einer unglaublichen Geschwindigkeit sagen derzeit die Regierungen weltweit Rettungspakete, Garantiepakete und Konjunkturprogramme in Billionenhöhe zu. Ein Großteil dieser neuen Schulden wird zukünftig über neue Staatsanleihen refinanziert werden. In Erwartung dieser Flut an neuen Anleihen beginnen sich die Investoren zu positionieren und der Zinsaufschlag für lange Laufzeiten steigt. Die Notenbanken können mit den tiefen Leitzinsen zwar die ganz kurzen Laufzeiten und die Geldmarktzinsen niedrig halten, bei den langen Laufzeiten bildet sich das Zinsniveau aber nach Angebot und Nachfrage. Angebot wird es in Zukunft also genug geben, bleibt die Frage, ob genug Käufer da sein werden. Besonders in den USA, wo Präsident Barack Obama gerade die nächste große Neuverschuldung ankündigt und die jährlichen Budgetdefizite in den nächsten Jahren auf über 1000 Milliarden Dollar geschätzt werden, haben die langfristigen Kapitalmarktzinsen in den vergangenen Tagen schon scharf nach oben korrigiert. Die Eurozinsen vollziehen diese Bewegung gerade nach und wir rechnen in den nächsten Tagen auch mit Anhebungen der Baugeldzinsen für längere Laufzeiten. Die kurzfristigen Geldmarktzinsen dagegen bleiben tief und werden mit zu erwartenden Leitzinssenkungen der EZB auch in den nächsten Monaten noch weiter sinken. Die Folge wird ein wachsender Abstand zwischen den ganz kurzen und langen Zinsbindungen sein.

Baufinanzierungskunden sollten daher die nächsten Tage konsequent nutzen und die Konditionen festzurren. Gerade mit 10- oder 15-jährigen Zinsbindungen kann man immer noch für hohe Kalkulationssicherheit sorgen. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen, bevor die Banken die Aufschläge für die Absicherung anheben. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden zu Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel bei knapp über 4% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung erscheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, in dieser Phase eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie im Gegensatz zu vielen Anlageformen hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinkommentar der Interhyp AG

Jan
21

Verteuerung wahrscheinlich / Langfristige Zinsbindungen jetzt sichern
(München, 21. Januar 2009) Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins von 2,5 auf 2,0 Prozent gesenkt hat, haben sich die Konditionen für private Baufinanzierungen nicht noch einmal nach unten bewegt: “Der Zinsschritt der EZB heißt eben nicht automatisch, dass auch die Baufinanzierungskonditionen für Laufzeiten von 10 oder 15 Jahren sinken. Schließlich kommt es hier darauf an, wie sich die langfristigen Kapitalmarktzinsen entwickeln – und diese könnten sich bald verteuern”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG. Daher raten die Finanzierungsexperten von Interhyp Immobilienkäufern und Anschlussfinanzieren zu handeln, um sich die derzeit günstigen Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum zu sichern: Die Top-Konditionen für 10jährige bzw. 15jährige Zinsbindungen liegen momentan bei 4,19 Prozent bzw. 4,33 Prozent effektiv.

“Während eine Leitzinssenkung direkt auf die Konditionen für ganz kurze Zinsbindungen durchschlägt, bilden sich die langfristigen Zinsen über Angebot und Nachfrage am Anleihemarkt. Da Investoren derzeit die mittelfristigen Auswirkungen der dramatischen weltweiten Neuverschuldung der Staaten nicht klar abschätzen können, werden sie zunehmend einen Risikoaufschlag für langfristige Zinsbindungen fordern – auch weitere Leitzinssenkungen können daher verpuffen”, analysiert Haselsteiner die derzeitige Zinssituation. Sein Rat lautet deshalb wie folgt: “Wer ein konkretes Immobilienobjekt vor Augen hat oder demnächst eine Anschlussfinanzierung vornehmen muss, sollte die Konditionen jetzt fixieren – und das mit langfristigen Zinsbindungen von zehn oder fünfzehn Jahren. Kalkulationssicherheit geht in der Baufinanzierung vor Zinsspekulation.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG

Jan
17

Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) gestern den Leitzins um 0,50 Prozentpunkte auf nunmehr 2,00% gesenkt. Damit hat sie auf die sehr schwachen Konjunkturindikatoren der letzten Wochen reagiert. Die rasante Abwärtsbewegung bei der Inflationsrate, die im Dezember mit nur mehr 1,6% in den Zielkorridor der Notenbank zurückgefallen ist, hat diesen Schritt leicht gemacht. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat angedeutet, dass für die nächste Sitzung des Zentralbankrates im Februar keine Neuigkeiten zu erwarten sind. Wir gehen jedoch davon aus, dass im März bei weiterhin schwächeren Konjunkturzahlen ein zusätzlicher Schritt nach unten folgen wird. Dieser Schritt ist in den Renditen der kurzfristigen Bundesanleihen aber bereits jetzt eingepreist. So rentieren 1-jährige Bundesanleihen derzeit bei nur noch 1,35% und die 5-jährigen Bundesanleihen bei knapp über 2%. 10-jährige Bundesanleihen lagen gestern bei einem neuen Tiefstand von 2,88%, während die für Baugeldkonditionen relevanten Pfandbriefrenditen mit 3,90% um rund einen Prozentpunkt höher stehen. In diesem Abstand spiegeln sich die aufgrund der Finanzkrise höheren Refinanzierungskonditionen der Banken wieder. Für Baugeldkunden ist also erkennbar nicht der EZB-Zins die ausschlaggebende Größe, sondern die Höhe der längerfristigen Kapitalmarktzinsen, die sich nach Angebot und Nachfrage bei Investoren bilden. Derzeit wird die Zinsstrukturkurve immer steiler, weil Investoren die Auswirkungen der dramatischen Neuverschuldung der Staaten nur schwer abschätzen können und daher für langfristige Zinsbindungen einen Risikoaufschlag gegenüber den Geldmarktzinsen fordern. Darüber hinaus werden die Banken aufgrund ihrer schwierigen finanziellen Situation versuchen, die Kreditmargen zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten weiter ausweiten wird. Das heißt, dass selbst sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden. Für die nächsten Wochen werden die Impulse für Zinsbewegungen eher vom US-Anleihemarkt kommen – Korrekturen nach oben sind daher jederzeit möglich.

Baufinanzierungskunden sollten daher die Verbilligung der vergangenen Monate jetzt konsequent nutzen und in den nächsten Tagen die Konditionen festzurren. Gerade mit 10- oder 15-jährigen Zinsbindungen kann man für hohe Kalkulationssicherheit sorgen. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen, bevor die Banken die Prämien für die Absicherung erhöhen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel mit knapp über 4% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Aber auch für Mieter scheint der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher in dieser Phase mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie im Gegensatz zu vielen Anlageformen hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Dez
15

Europäische Zentralbank senkt Leitzinsen im Euroraum deutlich

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen im Euroraum auf ihrer regulären Sitzung letzte Woche um 75 Basispunkte auf nun 2,50 Prozent gesenkt. Dies ist der größte Zinsschritt in der Geschichte der EZB. Die Entscheidung war bereits im Vorfeld von den meisten Analysten erwartet worden. Der erneute Spielraum für eine Zinssenkung ergab sich für die EZB, da die Preisstabilität wieder hergestellt ist. In der Euro-Zone halbierte sich die Inflationsrate zuletzt auf 2,1 Prozent.

Auch in Deutschland sorgte vor allem der Preisverfall bei Benzin und Heizöl im November für die geringste Teuerung seit fast zwei Jahren. Laut Statistischem Bundesamt sind die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat nur noch um 1,4 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate blieb damit erstmals seit Juni 2007 unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die EZB von stabilen Preisen spricht.

Noch vor wenigen Wochen galt die Inflation als größte Gefahr für Wirtschaft und Verbraucher. Seither drückt der weltweite Abschwung auf die Preise. Experten glauben, dass 2009 im gesamten Euroraum sogar für ein oder zwei Monate ein Minuszeichen vor der Inflationsrate stehen könnte. Jetzt warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vor den Gefahren einer internationalen Deflation. Die Deflation ist durch einen Preisverfall auf breiter Front und über einen längeren Zeitraum hinweg gekennzeichnet. Beginnen die Preise für Waren und Dienstleistungen erst einmal zu sinken, lauern Verbraucher auf noch günstigere Angebote. Das hat verheerende Folgen für den Konsum. Umsatz und Gewinn der Unternehmen brechen ein. Sie treten auf die Kostenbremse, investieren nicht mehr und bauen massiv Stellen ab.

Auch in den USA sind die Prognosen für die Konjunktur schlecht. Um das Wachstum zu fördern schließt Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (FED), weitere Zinssenkungen nicht aus. Zuletzt hatte die FED die Leitzinsen wegen der Finanzkrise und der drohenden Rezession auf ungewöhnlich niedrige 1,0 Prozent gesenkt. Manche Ökonomen erwarten, dass die FED spätestens im Frühjahr 2009 ihren gesamten geldpolitischen Spielraum ausnutzt und die Leitzinsen auf null Prozent senkt.

Die Baugeldzinsen sind momentan besonders für die Laufzeiten von 15 Jahren und mehr auf einem historisch günstigen Niveau. Zinsen von unter vier Prozent für ein Darlehen mit einer Laufzeit von 20 oder 30 Jahren waren bis vor kurzem noch undenkbar. Selbst vor etwa drei bis sechs Monaten waren die Zinsen noch 1 Prozent höher. Bei einem Darlehen von 150.000 Euro liegt die Ersparnis bei einem um 1 Prozent günstigeren Zinsniveau bei 125 Euro im Monat und bei einer Laufzeit von 20 Jahren bei insgesamt 30.000 Euro. Für alle Darlehensnehmer, bei denen in den nächsten Monaten eine Umfinanzierung ansteht, bieten wir Forward-Darlehen an. So können Sie auch zukünftig von den jetzt sehr günstigen Zinsen profitieren. Bis zum Jahresende können wir Ihnen durch unsere Bankpartner sogar noch Forward-Darlehen mit einer Vorlaufzeit von bis zu 48 Monaten ohne Zinsaufschlag anbieten.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Quelle: Zinskommentar von Dr.Klein

Dez
05

Top-Konditionen für 20jährige Zinsbindungen liegen bei nur noch 4 Prozent effektiv / Zwischentief sollte umgehend genutzt werden
(München, 5. Dezember 2008) Wie erwartet, hat die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent gesenkt. Die Aussicht auf einen deutlich niedrigeren Leitzins hat bereits die Woche über zu fallenden Baugeld-Konditionen geführt. Damit liegen die Baugeld-Zinsen nur knapp über dem historischen Allzeittief von September 2005. Nach Gewinnmitnahmen am Rentenmarkt ist jedoch laut den Baufinanzierungsexperten von Interhyp bereits in den nächsten Tagen wieder mit Zinsanstiegen zu rechnen.

“Der kontinuierliche Zinsrückgang im Oktober und November wurde diese Woche besonders drastisch: Die Best-Konditionen für 20jährige Baudarlehen tendieren heute bei 4 Prozent effektiv, das ist historisch niedrig”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG. “Dieses Zinstief gilt es jetzt zu nutzen, da die Bestätigung der erwarteten Leitzinssenkung bereits zu ersten Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt geführt hat. Das bedeutet, dass die Banken nicht lange warten können, bis sie wieder Zinsanhebungen vornehmen, um ihre Refinanzierungskosten auszugleichen.”

Haselsteiner rät: “Wer jetzt schnell handelt, kann von historisch niedrigen Baugeldzinsen profitieren und sich so schnelle Schuldenfreiheit und hohe Kalkulationssicherheit zum absoluten Sparpreis sichern.”

Die Bestsätze bei Annuitätendarlehen für fünf Jahre liegen derzeit bei 3,65%, für zehn Jahre bei 3,87%, für 15 Jahre bei 3,90%, für 20 Jahre bei 4,03% und für 25 Jahre bei 3,97% effektiv.

Über die Interhyp AG: Mit einem abgeschlossenen Finanzierungsvolumen von 5,7 Milliarden Euro in 2007 ist die Interhyp AG der größte Vermittler für private Baufinanzierungen in Deutschland. Interhyp vergibt selbst keine Darlehen, sondern wählt unabhängig aus über 70 Banken, Bausparkassen, Sparkassen und Versicherungen die optimale Finanzierung für den Kunden aus. Dabei kombiniert das Unternehmen die Vorteile des Internet mit kompetenter unabhängiger Beratung durch über 250 Baufinanzierungsspezialisten. Dadurch liegen die Interhyp-Konditionen deutlich unter denen, die bei traditionellen Filialbanken erhältlich sind. Mit bundesweit insgesamt 18 Niederlassungen sind die Interhyp-Berater auch für eine persönliche Beratung vor Ort in folgenden Städten erreichbar: Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wiesbaden.

Die Aktien der Interhyp AG sind im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Kürzel IYP, ISIN: DE 00005121701, notiert.

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG

Nov
29

Im Kampf gegen die Rezession in den USA hatten die Währungshüter der amerikanischen Notenbank (FED) Ende Oktober den Leitzins um 50 Basispunkte auf ein Prozent gesenkt. Nun sieht die FED die USA in eine tiefgreifende Rezession abrutschen und schließt eine weitere Zinssenkung nicht aus. Trotz der jüngsten geldpolitischen Lockerung blieben Abwärtsrisiken für die Konjunktur. Für dieses Jahr korrigierte die Notenbank ihre Prognose nach unten und erwartet bestenfalls ein Wachstum von 0,3 Prozent, schließt aber auch eine Stagnation nicht aus. Für 2009 erwartet die FED, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent schrumpft.

Auch in Europa lässt die derzeitige Entwicklung Handlungsspielraum für die Europäische Zentralbank (EZB). Bundesbankpräsident Alex Weber sagte, dass die Entwicklung bei den Verbraucherpreisen die Möglichkeiten der Geldpolitik vergrößere. Wenn die Preisstabilität so wenig riskant sei, wie es derzeit der Fall sei, dann habe die EZB Spielraum. Die EZB hat in diesem Jahr angesichts der Wachstumsschwäche im Euroraum ihre Zinsen um 100 Basispunkte auf 3,25 Prozent gesenkt. Beobachter rechnen mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik im Dezember.

Das Münchener Ifo-Institut sieht eine Rezession für die globale Wirtschaft voraus. Im vierten Quartal 2008 ist das Weltwirtschaftsklima auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren gesunken. Vor allem die Einschätzung der gegenwärtigen Lage hat sich deutlich eingetrübt. Nicht nur die großen Wirtschaftsregionen sind von der Abkühlung des Wirtschaftsklimas betroffen. Auch in Mittel- und Osteuropa, Russland, Lateinamerika und Japan trübte sich die Stimmung ein. Für die kommenden sechs Monate wird kaum mit einer Erholung gerechnet. Laut Ifo-Experten ist das größte Problem weltweit die mangelnde Nachfrage.

FED-Präsident Bernanke sieht das größte Problem derzeit in der zu beobachtenden Kreditklemme. Die Banken vergeben Kredite vor allem an Unternehmen und Kommunen immer restriktiver. Sie begründen dieses Vorgehen damit, dass sie selbst kein Geld mehr bekämen. Tatsächlich leihen sich die Banken untereinander immer weniger Geld und parken es über Nacht sicher bei den Notenbanken. Vor kurzem lag die sogenannte Einlagenfazilität bei der EZB fast sechsmal so hoch wie es noch vor wenigen Wochen die Regel war. Die Folge ist, dass der Geldmarkt immer weiter austrocknet.

Die Lage auf dem Refinanzierungsmarkt ist für die Banken zurzeit sehr unruhig. Das spiegelt sich auch bei den Baugeldkonditionen wider. Die Zinsen sind aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau, schwanken weiterhin aber fast täglich. Falls Sie in der nächsten Zeit eine Erstfinanzierung abschließen möchten, möchten wir Ihnen an dieser Stelle wie auch schon in den letzten Wochen den Rat geben, die Konditionen zu beobachten und ein Zwischentief für Ihre Finanzierung zu nutzen. Besonders die Zinsen für lange Laufzeiten (15 bis 30 Jahre) sind auf einem sehr günstigen Niveau. Denken Sie daran, dass Ihnen dabei das gesetzliche Sonderkündigungsrecht nach zehn Jahren ermöglicht, eventuell niedrigere Zinsen neu festzusetzen. Sie gehen also durch die lange Zinsbindung kein Risiko ein, sondern sichern sich die Chance auf günstige Zinsen bis zum Ende der Laufzeit.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend