Mrz
12

Im Wochenverlauf ist es am europäischen Zinsmarkt nur zu geringen Bewegungen gekommen. Dazu hat die vorläufige Stabilisierung in Griechenland ebenso beigetragen wie das Fehlen von neuen Konjunkturdaten. Überraschend ist, dass die starke Erholung des Aktienmarktes in den vergangenen beiden Wochen – der Dax bewegt sich gerade auf die 6.000er Marke zu – nicht zu einer Schwäche am Rentenmarkt geführt hat. Die bekannte Logik, dass der Rentenmarkt immer dann steigt, wenn die Börse schwächelt und umgekehrt, gilt also derzeit nicht. Vielmehr scheint der Euroland-Rentenmarkt die zu erwartende langfristige Wachstumsschwäche in Europa vorwegzunehmen. Die Welt ist aktuell in drei Zonen mit sehr unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten einzuteilen. Da gibt es die dynamischen BRIC-Länder, allen voran China, die die Finanzkrise recht schnell überstanden haben und zu den alten Wachstumswerten zurückgekehrt sind. Dort droht aufgrund der Nullzinspolitik in den USA sogar eine Überhitzung. Danach kommen die USA, die bereits wieder Wachstum zeigen, auch wenn dieses auf verhältnismäßig schwachen Beinen steht. Zuletzt blicken wir auf Europa mit den momentan schwächsten Kennzahlen. Da die ehemaligen europäischen Wachstumstreiber England, Spanien, Portugal, Irland und Griechenland gerade ein fiskalisches Fiasko erleben, tief in der Rezession stecken und die Konsumenten in den europäischen Kernländern noch mehr sparen als vor der Finanzkrise, sind auch die Wachstumsaussichten für die nächsten Jahre schlecht. Dies spiegelt sich in den tiefen Eurozinsen wieder. Die große Frage, die derzeit viele Investoren beschäftigt, ist: Wirkt diese Stagnation in Euroland disinflationär bzw. sogar deflatorisch? Oder erleben wir bald eine Stagflation, also eine Kombination aus ganz schwachem Wachstum, aber steigenden Preisen. Dass dieses Szenario nicht komplett ausgeschlossen wird, sieht man an den historisch hohen Zinsabständen zwischen ganz kurzen und langen Laufzeiten der Staatsanleihen in den USA und auch in Euroland. Die Notenbanken haben aktuell keinen Spielraum für Leitzinserhöhungen, die Investoren wollen aber eine Sicherheitsprämie für lange Zinsbindungen. Wir gehen davon aus, dass die Höhe dieser Sicherheitsprämie noch steigen wird und erwarten in den nächsten Monaten Aufwärtsdruck bei den langen Zinsbindungen.

Wir empfehlen Baufinanzierungskunden daher, zumindest den größten Teil ihrer Finanzierungssumme langfristig festzuschreiben. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Somit ist es mit erheblichen Risiken verbunden, zu kurze Zinsbindungen zu wählen. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf fünf oder gar zehn Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten zu den tiefsten der vergangenen 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in fünf oder zehn Jahren die Zinssätze deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Über lange Zinsbindungen können sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und durch den optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen. Dafür sollte man bei der Erarbeitung des richtigen Finanzierungskonzeptes Sorge tragen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz

kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Apr
09

Auch in dieser Woche standen die Anleihemärkte weiter unter Abgabedruck, obwohl es keine positiven Konjunkturmeldungen gegeben hat. Vielmehr scheint es nach den dramatischen Kursrückgängen an den Börsen, die wir in den vergangenen 12 Monaten gesehen haben, derzeit eine erste Stabilisierungsphase zu geben. Investoren sind nach der blinden Flucht in Staatsanleihen zum ersten Mal wieder etwas risikofreudiger geworden und kaufen Aktien und Unternehmensanleihen. Obwohl die Notenbanken die Leitzinsen auf historische Tiefstände gesenkt haben und sie dort auch für einige Zeit belassen werden, ist es bei den längeren Laufzeiten zu Gewinnmitnahmen gekommen. Es herrscht eine starke Verunsicherung, ob Deflation oder Inflation vor der Tür steht. Da derzeit viele Analysten und Investoren beginnen, das Inflationsszenario höher zu gewichten, fühlen sie sich mit langlaufenden Anleihen sehr unwohl. Eine steilere Zinskurve, also ein höherer Abstand zwischen Geldmarktzinsen und Kapitalmarktzinsen ist daher die Folge. Die drastische Erhöhung der Staatsverschuldung weltweit liefert für dieses Szenario die Argumente. Auch wenn wir erwarten, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen noch vor dem Sommer auf 1,0% senken wird, gehen wir trotzdem davon aus, dass in den nächsten Monaten aufgrund der oben beschriebenen Effekte bei den langfristigen Kapitalmarktzinsen die Schwankungen hoch bleiben werden.

Finanzierungskunden, die direkt von der aktuellen Situation tiefer Geldmarktzinsen profitieren wollen, können mit dem Interhyp-Kombi-Darlehen die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den niedrigen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombinieren. Dies führt direkt zu einer Verringerung der monatlichen Belastung. Auch von weiteren Leitzinssenkungen profitieren die Kunden unmittelbar über die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche. Zusätzliche Flexibilität bietet die Möglichkeit, diese Tranche jeweils zum Zinsanpassungstermin ganz oder teilweise zurückzuzahlen. Da der variable Darlehensteil später in ein Festzinsdarlehen wandelbar ist, kann zudem ohne weiteres Zinssicherheit für die Zukunft erlangt werden. Für Kunden, die vollständige Kalkulationssicherheit suchen, eignen sich Volltilger-Darlehen, da sie einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung und Konditionsvorteile bieten. Für Mieter erscheint der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch Tilgungen von 2% zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet. Anschlussfinanzierern raten wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen bei einer Reihe von Banken zu nutzen. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Mrz
29

Vor dem Hintergrund einer starken Erholung der Börsenkurse und divergierender Signale bei den Konjunkturindikatoren bleibt der Zinsmarkt sehr schwankungsanfällig und ohne klare Richtung. Während noch vor einer Woche die Ankündigung der US-Notenbank, jetzt mit dem Aufkauf von US-Staatsanleihen zu beginnen, auch in Euroland für einen Zinsruck nach unten sorgte, hat sich dieser Effekt im Wochenverlauf schon wieder zurückgebildet. Die kommende Woche wird aus zwei Gründen spannend: Einerseits werden die Arbeitsmarktzahlen in den USA für März einen Ausblick auf die weitere Entwicklung für den so wichtigen privaten Konsum ermöglichen und damit die Entwicklung am US-Anleihemarkt bewegen. Andererseits wird die Europäische Zentralbank (EZB) nach Meinung der meisten Analysten am Donnerstag eine weitere Leitzinssenkung um 0,50 Prozentpunkte auf dann 1,0% bekanntgeben. Wir gehen eher von einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte aus, da nach unserer Meinung die EZB noch immer versuchen wird, nicht ihr ganzes Pulver zu verschießen. Die zuletzt weiter sinkenden Zinsen für Laufzeiten von bis zu 24 Monaten nehmen diese Zinssenkung schon klar voraus und haben in den letzten Wochen zu einer kontinuierlich steileren Zinsstrukturkurve geführt. Dies bedeutet, dass die Geldmarktzinsen sinken, aber die langen Laufzeiten eine größere Risikoprämie behalten, um sich gegen mittelfristige Inflationstendenzen zu schützen.

Eine Möglichkeit, als Baufinanzierungskunde von dieser Entwicklung zu profitieren, bieten sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen. Dabei kann zum einen die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den niedrigen Zinsen einer variablen EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen führen durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erreicht werden kann. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei zu Konditionsvorteilen. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel mit einer Vier vor dem Komma optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren.

Tendenz der Zinsentwicklung 2009
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Mrz
22

Zwischen der EU und der USA ist ein heftiger Streit über die richtige Antwort auf die globale Krise entbrannt. Aus Washington werden Forderungen laut, die staatlichen Konjunkturprogramme müssen weiter aufgestockt werden. Doch dagegen wehren sich die meisten EU-Staaten und die EU-Kommission. Der Streit wurde durch Meldungen über Pläne der USA und Großbritanniens, auf dem Weltfinanzgipfel Anfang April ein gigantisches, kreditfinanziertes Paket gegen den Zusammenbruch des Welthandels vorzuschlagen, angeheizt. Larry Summers, Wirtschaftsberater von US-Präsident Obama, hatte die Europäer zudem aufgefordert, kurzfristig mehr zu unternehmen, um die weltweite Nachfrage zu stärken. Die USA ist besorgt darüber, dass das globale Sparen zu einer lang anhaltenden Rezession oder gar Depression führen könnte und übt deshalb Druck auf den Rest der Welt aus.

Auch die Zentralbanken der USA (FED) und des Euro-Raums (EZB) haben unterschiedliche Konzepte beim Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise. Die FED und auch die Bank of England versuchen auf der einen Seite unter allen Umständen eine lähmende Deflation zu verhindern. Die EZB auf der anderen Seite glaubt, dass eine solche Politik nicht kostenfrei zu haben ist. Ihre Überlegung ist, dass eine zu starke oder nicht rechtzeitig zurückgenommene Lockerung die Gefahr birgt, eine nächste Blase an den Märkten zu erzeugen.

Bereits im Jahr 2002 hat sich die Vorsicht der EZB als richtig erwiesen. Damals warnte der Internationale Währungsfonds (IWF) vor Deflationsgefahren. Die FED fuhr ihren Leitzins auf 1,25 Prozent zurück, doch die EZB senkte nicht unter zwei Prozent. Laut Meinung der Ökonomen hätte sich die darauf folgende Krise wesentlich stärker ausgewirkt, wenn die EZB damals dem Beispiel der FED gefolgt wäre.

Die FED und die Bank of England haben bei den Leitzinsen kaum noch Spielraum nach unten. Die Bank of England hat daher letzte Woche ein neues Kapitel im Kampf gegen die Rezession und die Finanzkrise aufgeschlagen und mit dem Ankauf von Staatsanleihen begonnen. Finanziert werden die Ankäufe durch die Notenpresse. Ziel dieser Maßnahme ist, mehr Geld in das Finanzsystem zu pumpen und dadurch den Kreditfluss von den Banken zu Unternehmen und Haushalten wieder in Gang zu bringen und so das Renditenniveau der Volkswirtschaft zu senken. Von der Rendite der Staatspapiere hängen zahlreiche weitere Zinssätze ab.

Die Meldungen rund um die Krise drehen sich vor allem um Verluste, hohe Ausgaben, Gefahren und negative Ausblicke. Lichtblicke gibt es indes für alle, die jetzt eine Baufinanzierung abschließen. Durchschnittlich 6,60 Prozent Zinsen musste ein Baugeldinteressent in den letzten 20 Jahren für sein Darlehen zahlen. Aktuell liegen die Zinsen für ein Darlehen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren bei nur 3,86 Prozent (Stand 19.03.2009). Daher raten wir allen Erstfinanzierern oder Darlehensnehmern, bei denen in den nächsten fünf Jahren eine Umfinanzierung ansteht, sich die derzeitigen Zinsen langfristig zu sichern. Selbst 30-jährige Zinsbindungen sind schon für unter 4,50 Prozent zu bekommen. Und das gesetzliche Kündigungsrecht gibt Ihnen die Möglichkeit, die Zinsen nach zehn Jahren neu festzusetzen. Eine Zinsbindung von dreißig Jahren birgt für Sie also kein größeres Risiko als ein Darlehen mit einer zehnjährigen Laufzeit.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2009 der Dr.Klein & Co. AG

Mrz
22

Mit der Ankündigung in Zukunft langlaufende Anleihen im Wert von über 1.000 Milliarden Dollar aufkaufen zu wollen, hat die US-Notenbank eine weitere Phase der Lockerung ihrer Geldpolitik eingeläutet. Ziel dieser Maßnahme ist es, weiteres Geld in das System zu pumpen und die Kosten für langfristige Kredite zu senken. Ben Bernanke startet damit das größte Experiment in der neueren Geschichte der Notenbanken. In der Theorie soll diese Maßnahme eine drohende Deflation verhindern und bei Erholung der Wirtschaft soll die dann überflüssige Liquidität wieder eingesammelt werden, um ein gesundes Maß an Inflation sicherzustellen. Ob dieses Wunschdenken aufgeht oder ob mit diesen Maßnahmen nicht mittelfristig weitere Verwerfungen an den Finanzmärkten produziert werden, ist völlig offen. Auffallend ist, dass die beiden Hauptverursacher der Kreditmarktkrise – nämlich die USA und England – mit ihren stark von der Politik beeinflussten Zentralbanken aggressiv zu bisher unerprobten Maßnahmen greifen, um den eigentlich notwendigen drastischen Anpassungen in ihren Ländern zu entgehen. Das Wachstum beider Staaten wird seit Jahrzehnten von kreditfinanziertem Konsum getrieben und dieses Modell ist jetzt gescheitert. Am amerikanischen Zinsmarkt hat die Ankündigung der Käufe der Notenbank zu einem Absinken der Renditen geführt und auch in Deutschland wurde der Zinsanstieg der vorherigen Tage seit gestern wieder korrigiert. Gleichzeitig ist aber bei den langen Laufzeiten eine gewisse Nervosität im Markt zu spüren, da niemand weiß, ob die Gelddruckaktionen der Notenbanken nicht mittelfristig zu unkontrollierbaren Inflationseffekten führen können.

Baufinanzierungskunden sollten in diesem Umfeld konservativ planen. Das heißt, dass hohe Planbarkeit der monatlichen Belastung und Flexibilität bei der Rückführung der Schulden im Vordergrund stehen sollten. Das kann einerseits durch lange Laufzeiten kombiniert mit Sondertilgungsoptionen erreicht werden. Andererseits können auch Kombi-Darlehen mit 50/50-Aufteilung eine interessante Alternative sein. Dabei kann zum einen die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. 10 oder 15 Jahre, mit den niedrigen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und auch weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit eingezogen werden kann. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Für Kunden, die vollständige Kalkulationssicherheit suchen, bieten sich Volltilgerdarlehen an, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung und Konditionsvorteile bieten. Für die individuelle Ausgestaltung und Optimierung Ihrer Baufinanzierung stehen Ihnen die Interhyp-Finanzierungsspezialisten jederzeit gerne zur Verfügung.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar von 20.März 2009 der Interhyp AG

Feb
15

Überaus schlechte Konjunkturzahlen in Europa und die steigende Unsicherheit über die Durchschlagskraft der neuen US-Regierung haben diese Woche zu einem Kursrückgang bei Aktien und zu Umschichtungen in Staatsanleihen geführt. Damit sind die Renditen bei den längeren Laufzeiten am Anleihemarkt überraschend gesunken. Sowohl die Aktien- als auch die Zinsmärkte sind derzeit sehr schwankungsanfällig und schaffen es nicht einen Trend zu entwickeln. Während am Zinsmarkt die Ausrichtung der Notenbanken klar ist und niemand daran zweifelt, dass in den USA die Leitzinsen noch lange nahe dem Nullpunkt bleiben werden (so wie in allen anderen großen Märkten die Leitzinsen auch gegen Null tendieren werden), ist die Unsicherheit bei den langen Laufzeiten sehr ausgeprägt. Einerseits gibt es die Furcht vor einer deflationären Entwicklung, die dafür sprechen würde, dass die langfristigen Zinsen noch weiter fallen können. Andererseits baut sich jedoch über die explosionsartig wachsende Staatsverschuldung ein Angebotsdruck am Kapitalmarkt auf, der zu sehr viel höheren Risikoprämien für Kredite und Anleihen mit langen Laufzeiten führen könnte. Besonders am amerikanischen Anleihemarkt, der maßgeblich auch den Trend an den übrigen Zinsmärkten bestimmt, gibt es große Verunsicherung über die Finanzierbarkeit der wachsenden Defizite, die ohne Kaufinteresse der Sparnationen China und Japan schwer darstellbar ist. Vor diesem Hintergrund ist es gefährlich, auf sinkende Baufinanzierungskonditionen zu spekulieren. Wir empfehlen, die Zinsrückgänge der vergangenen Tage konsequent zu nutzen und damit Kalkulationssicherheit zu erreichen. Der Wettbewerb unter den Banken führt weiterhin zu sehr attraktiven Konditionen über alle Laufzeiten. Besonders wichtig in diesen volatilen Marktphasen ist die Wahl der richtigen Finanzierungsstruktur in Bezug auf Laufzeiten, Tilgungsmöglichkeiten und Einsatz von Fördermitteln. So können Kombinationen aus 5-jährigen mit 15- oder 20-jährigen Zinsbindungen sehr sinnvoll sein, weil sie hohe Kalkulationssicherheit mit niedrigeren monatlichen Belastungen und Flexibilität bei der zukünftigen Rückzahlung verbinden. Wichtig für Anschlussfinanzierer: Banken gehen derzeit sehr unterschiedlich mit Forward-Aufschlägen um, woraus sich günstige Gelegenheiten ergeben können. Auch hier lohnt sich das Gespräch mit unseren Spezialisten, um das richtige Konzept für die Darlehensverlängerung zu finden.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2009 der Interhyp AG

Jan
24

Am Zinsmarkt beginnt ein neues Thema den Trend zu diktieren. Bis vergangene Woche haben die Investoren vor allem auf Konjunkturindikatoren und Leitzinssenkungen geachtet und durch Käufe von Staatsanleihen Sicherheit gesucht. Inzwischen machen sich Sorgen über die dramatische Ausweitung der Staatsdefizite und den daraus entstehenden Konsequenzen breit. In einer unglaublichen Geschwindigkeit sagen derzeit die Regierungen weltweit Rettungspakete, Garantiepakete und Konjunkturprogramme in Billionenhöhe zu. Ein Großteil dieser neuen Schulden wird zukünftig über neue Staatsanleihen refinanziert werden. In Erwartung dieser Flut an neuen Anleihen beginnen sich die Investoren zu positionieren und der Zinsaufschlag für lange Laufzeiten steigt. Die Notenbanken können mit den tiefen Leitzinsen zwar die ganz kurzen Laufzeiten und die Geldmarktzinsen niedrig halten, bei den langen Laufzeiten bildet sich das Zinsniveau aber nach Angebot und Nachfrage. Angebot wird es in Zukunft also genug geben, bleibt die Frage, ob genug Käufer da sein werden. Besonders in den USA, wo Präsident Barack Obama gerade die nächste große Neuverschuldung ankündigt und die jährlichen Budgetdefizite in den nächsten Jahren auf über 1000 Milliarden Dollar geschätzt werden, haben die langfristigen Kapitalmarktzinsen in den vergangenen Tagen schon scharf nach oben korrigiert. Die Eurozinsen vollziehen diese Bewegung gerade nach und wir rechnen in den nächsten Tagen auch mit Anhebungen der Baugeldzinsen für längere Laufzeiten. Die kurzfristigen Geldmarktzinsen dagegen bleiben tief und werden mit zu erwartenden Leitzinssenkungen der EZB auch in den nächsten Monaten noch weiter sinken. Die Folge wird ein wachsender Abstand zwischen den ganz kurzen und langen Zinsbindungen sein.

Baufinanzierungskunden sollten daher die nächsten Tage konsequent nutzen und die Konditionen festzurren. Gerade mit 10- oder 15-jährigen Zinsbindungen kann man immer noch für hohe Kalkulationssicherheit sorgen. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen, bevor die Banken die Aufschläge für die Absicherung anheben. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden zu Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel bei knapp über 4% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung erscheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, in dieser Phase eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie im Gegensatz zu vielen Anlageformen hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinkommentar der Interhyp AG

Jan
12

Die US-Wirtschaft befindet sich seit rund einem Jahr in einer Rezession. Die amerikanische Notenbank (FED) hatte Mitte Dezember den Leitzins überraschend auf eine Spanne von Null bis 0,25 Prozent gesenkt. Der Zins in den USA ist damit so niedrig wie seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr. Da die FED nun keinen Spielraum mehr für eine weitere Lockerung der Geldpolitik hat, will sie unter anderem Staatsanleihen oder mit Hypotheken unterlegte Anleihen der großen Hypothekenfinanzierer aufkaufen. Von Anfang Januar bis Mitte 2009 möchte die FED Hypothekenpapiere im Volumen von 500 Milliarden Dollar kaufen. Ziel ist es, die Kosten für Kredite zum Hauskauf zu senken und den Zugang zu diesen Darlehen zu verbessern. Die Pläne sind Teil der FED-Strategie, die weltgrößte Volkswirtschaft vor einer Kreditklemme zu bewahren.

Der Internationale Währungsfond (IWF) hat sich angesichts der anhaltenden Finanzkrise erneut für drastische weltweite Konjunkturmaßnahmen ausgesprochen. Weltweit sollten die Regierungen möglichst schnell umfangreiche und nachhaltige Fiskalmaßnahmen entwickeln. Diese Maßnahmen sollten aber nicht nur auf eine Stabilisierung des Finanzsystems abzielen, sondern auch die Nachfrage antreiben und das Verbrauchervertrauen wieder herstellen. Laut IWF wird die Finanzkrise noch einige Quartale andauern.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, ist über die konjunkturellen Aussichten im Euroraum in Sorge. Er gehe davon aus, dass im Hinblick auf das Wachstum die Abwärtsrisiken überwiegen. Die Notenbankvolkswirte rechnen damit, dass die Wirtschaft des Euroraums im Jahresdurchschnitt um etwa 0,5 Prozent schrumpfen wird. Zudem befürchten sie, dass sich die Inflationsrate zu weit nach unten von der Stabilitätsmarke entfernen könnte.

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die deutsche Volkswirtschaft liefen bisher aufgrund der engen Handelsverflechtungen mit den von der Finanzkrise noch direkter betroffenen Ländern vor allem über die außenwirtschaftlichen Kanäle. Eine ausgeprägte Kreditklemme ist hierzulande bislang noch nicht festzustellen, aber eine Reihe von Indikatoren weist auf verschärfte Bedingungen bei der Refinanzierung von Unternehmen hin.

Bei den Baufinanzierungszinsen befinden wir uns derzeit weiterhin auf einem sehr günstigen Niveau. Eine Erstfinanzierung mit einer Zinsbindung von fünf Jahren ist momentan schon für unter vier Prozent zu bekommen. Hier können wir allen Interessenten nur raten, sich jetzt für eine Finanzierung zu entscheiden. Wir gehen nämlich davon aus, dass dieses sehr günstige Niveau nicht mehr lange bestehen bleiben wird. Daher auch unser Tipp für alle Darlehensnehmer bei denen in den nächsten fünf Jahren eine Umfinanzierung ansteht: Sichern Sie sich die momentanen Zinsen mit einem Forward-Darlehen. So profitieren Sie auch in der Zukunft vom derzeitig niedrigen Zinsniveau. Ihre Experten von Dr. Klein beraten Sie gerne.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Dez
20

Nach den heftigen Bewegungen der letzten Wochen, versucht sich der Zinsmarkt derzeit wieder zu stabilisieren. Die Kaufpanik Anfang Dezember und die anschließenden Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt hatten zu enormen Tagesbewegungen geführt. Die Fundamentaldaten treten jetzt wieder stärker in den Vordergrund. Die Leitzinssenkung der US-Notenbank (Fed) auf die Spanne von 0 bis 0,25% unterstreicht die Rezession in den USA und unterstützt weiterhin die Nachfrage nach Anleihen im Dollarraum. Da die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst noch deutlich höhere Leitzinsen bevorzugt, hat der Euro als Währung an Attraktivität gewonnen und kräftige Kurssteigerungen gegen fast alle Währungen sind die Folge. Das wiederum bremst die Exportchancen auch in Deutschland und drückt auf eine ohnehin schon schwache Nachfrage in den traditionellen Exportmärkten. Der aktuelle Ifo-Geschäftsklima-Index, der den tiefsten Stand seit 1982 erreicht hat, spiegelt diese Effekte wider. Vor diesem Hintergrund ist im Januar oder Februar auf jeden Fall mit einem weiteren Zinsschritt der EZB zu rechnen und diese Erwartung wird auch in den nächsten Wochen die mittelfristigen und langfristigen Kapitalmarktzinsen stützen. Wichtig für die Konditionen von Baugeld sind jedoch nicht nur die Kapitalmarktzinsen und die Renditen von Staatsanleihen, sondern vor allem auch die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten ausweiten wird. Das heißt, dass sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden. Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten und sich dazu gerade längere Laufzeiten anbieten. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel deutlich unter 5% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten eine gute und sichere Anlage des Eigenkapitals zu sein. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Dez
15

Nach der Kaufpanik der Vorwoche ist es in dieser Woche am Anleihemarkt zu einer ausgeprägten Korrektur nach oben gekommen. Kräftige Gewinnmitnahmen bei den amerikanischen und europäischen Staatsanleihen ließen die Kurse deutlich sinken und haben damit die Renditen wieder steigen lassen. Dazu beigetragen hat auch eine gewisse Stabilisierung am Aktienmarkt, der trotz täglich neuer schlechter Nachrichten zum Konjunkturverlauf und zu einzelnen Unternehmensergebnissen derzeit überraschend fest bleibt. Es sieht so aus, als ob die Verkäufer vorerst ermüdet sind und daher der Druck nachgelassen hat. Die präferierte Parkposition der institutionellen Investoren bleiben vorerst ganz kurze Laufzeiten bei den Staatstiteln, die nicht nur höchste Bonität, sondern auch höchste Liquidität bedeuten. So ist die Verzinsung für die neuen 4-wöchigen US-Treasury Bills diese Woche sogar unter Null, also auf Negativverzinsung, gefallen. Damit bezahlen praktisch Anleger den amerikanischen Staat, damit er vier Wochen auf ihr Geld aufpasst. Bei den längeren Laufzeiten sieht das natürlich anders aus. Dort geht es um die Einschätzung, wie stark die Inflationsraten in den nächsten Monaten zurückgehen und wie stark die zu erwartende Flut von neuen Staatsanleihen das Kaufverhalten der Investoren beeinflusst. Die Europäische Zentralbank versucht vorerst, die Märkte hinzuhalten und hat noch keine weiteren Leitzinssenkungen für Januar angedeutet. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Leitzinsen im ersten Quartal auf mindestens 2,0% sinken werden. Für die langen Zinsbindungen erwarten wir nach der heftigen Aufwärtsbewegung der letzten Tage eine Seitwärtsbewegung in den nächsten Wochen.

Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten und sich dazu gerade längere Laufzeiten anbieten. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel deutlich unter 5% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten eine gute und sichere Anlage des Eigenkapitals zu sein. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwrts
mittelfristig: seitwrts