Alle Beiträge zum Thema'3. Modernisieren'

Dez
30

– Neuer Standard KfW-Effizienzhaus Denkmal ab April
– Barrierereduziertes Wohnen bleibt weiter im Fokus
– Investitionszuschüsse für energetische Sanierungen steigen auf
bis zu 20 %

Die KfW Bankengruppe weitet 2012 die Förderung für Sanierungen von Wohngebäuden aus und intensiviert damit ihr Engagement bei der Bewältigung des Klimawandels und der wachsenden demographischen Herausforderungen. Mit dem neuen Förderstandard “KfW-Effizienzhaus Denkmal” wird eine vereinfachte Förderung für denkmalgeschützte und darüber hinaus für besonders erhaltenswerte Bausubstanz eingeführt. Damit wird den besonderen Herausforderungen, die ein energetischer Umbau z.B. bei einer historisch oder architektonisch besonders wertvollen Fassade mit sich bringt, Rechnung getragen.

Barrierereduziertes Wohnen bleibt ebenfalls ein Schwerpunkt. Die KfW führt das Förderprogramm “Altersgerecht Umbauen” mit eigenen Mitteln fort. Unterstützt werden Modernisierungsmaßnahmen zum Abbau von Barrieren, z.B. der Umbau von Bädern, Verbreiterung von Wohnungsfluren, Einbau von Aufzügen oder Anbau von Balkonen. Neu ist die Einführung des Förderstandards “Altersgerechtes Haus” für umfassende Modernisierungen mit dem Ziel eines weitgehend barrierereduzierten Hauses.

“Mit der Weiterentwicklung der wohnwirtschaftlichen KfW-Programme wollen wir dazu beitragen, den Wohnungsbestand nachhaltig zukunftsfähig zu machen. Die energetische Sanierung ist dabei ein zentrales Element, denn damit können wir nicht nur die Wohnqualität verbessern, sondern nicht zuletzt auch dem Klimawandel wirksam entgegenwirken. Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Förderung bleibt der Abbau von Barrieren in unseren Häusern und Wohnungen.
Unser Ziel muss es sein, dass Menschen jeden Alters, besonders ältere Menschen, ohne unnötige Barrieren darin wohnen und auch möglichst lange verbleiben können. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung liegt der Schlüssel hierfür in der Sanierung des Wohnungsbestandes und der Anpassung an individuelle Wohnbedürfnisse”
sagte Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.
“Die KfW gibt nicht nur finanzielle Anreize, sondern definiert auch Standards, welches Zielniveau ein Gebäude mit einer energetischen oder barrierereduzierten Modernisierung erreichen kann. Damit wird den Bauherren eine gute Orientierung gegeben.”

Bauherren, die energiesparend modernisieren oder einen energetischen Neubau realisieren möchten, werden wie bisher mit Förderkrediten aus den mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgelegten Programmen “Energieeffizient Bauen” und “Energieeffizient Sanieren” unterstützt.

Im Programm Energieeffizient Sanieren können private Bauherren mit max. zwei Wohneinheiten statt eines zinsverbilligten Kredits (Effektivzinssatz aktuell 1 % in allen Laufzeiten) auch einen Investitionszuschuss bekommen. Die Höhe der Investitionszuschüsse wird ab 1. Januar 2012 auf bis zu 20% der Investitionssumme (max.
15.000 EUR) steigen.

Die Fachplanung und Begleitung durch einen Energieberater während einer energetischen Sanierung wird von der KfW in Höhe von 50 % der Kosten unterstützt. Der Förderhöchstbetrag erhöht sich ab Januar 2012 auf 4.000 EUR (vorher: 2.000 EUR).

Ab April 2012 wird die Optimierung der Wärmeverteilung bei bestehenden Heizungsanlagen im Programm Energieeffizient Sanieren zukünftig auch als Einzelmaßnahme gefördert. Das umfasst u.a. die richtige Einstellung der Heizungsregelung, die Abstimmung der einzelnen Teile der Heizungsanlage oder den Ersatz bestehender Pumpen durch Hocheffizienzpumpen.

Eine Übersicht über die KfW-Wohnförderung steht unter www.kfw.de/infografik zum Download bereit.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter 0800 / 539 9002 erhältlich.

Quelle: Pressemitteilung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vom 30.12.2011

Dez
20

Wenn der Eigenheimwunsch zur Realität wird, sollte man nicht nur die kostengünstige Finanzierung der Traumimmobilie anstreben, sondern sich auch rechtzeitig mit den notwendigen Versicherungen rund ums Eigenheim beschäftigen. Der Immobilienexperte Dr. Klein entwickelte Checklisten für Bauherren, die diese Versicherungen für jeden verständlich erklären. Eine Übersicht gibt an, welche Versicherungen für Bau, Kauf oder Sanierung von Immobilien zu prüfen sind. Dabei wird jede Versicherung anhand von Beispielen kurz erklärt. Zudem zeigt die Liste, worauf beim Abschluss der einzelnen Versicherungen zu achten ist, und was bei bestehenden Policen überprüft werden muss.

Neben dem Zeitaufwand schreckt die Komplexität vieler Versicherungsprodukte die Menschen ab, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, will dem entgegentreten: “Der Markt für Versicherungen muss sich neu gestalten, um die Menschen tatsächlich erreichen und unterstützen zu können. Dafür sollten die Angaben zu den versicherten Risiken, den Versicherungsleistungen und weitere wichtige Informationen nicht mehr Platz einnehmen als der Beipackzettel eines Medikamentes.” Dass dies für Produktkategorien schon heute geht, beweist der Dr. Klein-Ratgeber Bauherren für Versicherungen rund um die Immobilie. Unterteilt in “Neubau”, “Kauf” und “Sanierung” listet der Ratgeber die wichtigsten Versicherungen auf und nutzt pro Versicherung nicht mehr als eine halbe DIN-A4 Seite. Alle Ratgeber können auf der Dr. Klein-Webseite kostenlos heruntergeladen werden.

Das Sprichwort “gehe langsam, wenn du es eilig hast” gilt auch für Bauherren und angehende Eigenheimbesitzer. Wer sich für eine Immobilie entscheidet, sollte nicht nur tiefe Zinsen für die Baufinanzierung (www.drklein.de/baufinanzierung.html), steigende Inflation und unsichere Rentensysteme vor Augen haben. Ein Erdrutsch beim Bau, ein Einbruch im neu gekauften Haus oder der Unfall eines Bekannten, der bei der Wohnungssanierung helfen wollte: Im Schadensfall schützen die richtigen Versicherungen den Eigentümer und sein Traum vom Eigenheim. Wer eine Immobilie kaufen, bauen oder sanieren will, sollte sich die Zeit nehmen und die wenigen, wirklich wichtigen Versicherungen für sich prüfen.

Quelle: Pressemitteilung der Dr. Klein & Co. AG vom 15.12.2011

Nov
23

Fast drei Viertel der Immobilienprofis empfehlen Eigentümern Wärmedämmung des Dachs / Bei Mietimmobilien ist moderne Wärmeschutzverglasung am rentabelsten / Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, präsentiert die Ergebnisse der Studie Marktmonitor Immobilien 2011 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen

Wer über eine kostspielige Sanierung nachdenkt, sollte sich genau informieren, welche Maßnahmen am rentabelsten sind. Die repräsentative Studie Marktmonitor Immobilien 2011, die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen entstanden ist, gibt einen Überblick über alle Empfehlungen.

Das raten deutsche Immobilienmakler Eigentümern
71 Prozent der deutschen Immobilienprofis raten Eigentümern, die über einen Verkauf nachdenken, zu einer Dachdämmung. Weitere sinnvolle Investitionen im Vorfeld eines Verkaufs sind ihrer Meinung nach Fassadendämmung (60 Prozent) und Wärmeschutzverglasung (59 Prozent).

Tipps der Immobilienmakler für Vermieter
Eigentümern, die ihre Immobilie vermieten möchten, raten die Makler am häufigsten, ihr Geld in eine fortschrittliche Wärmeschutzverglasung zu investieren (63 Prozent). Auf Platz zwei und drei der Empfehlungen für Vermieter liegen Fassadendämmung (57 Prozent) und Brennwertheizung (44 Prozent).

Insgesamt halten die deutschen Makler energetische Sanierungsmaßnahmen oder Teilsanierungen für sinnvolle Investitionen, um den Marktwert einer Immobilie zu steigern – besonders, wenn ein Verkauf oder eine Neuvermietung anstehen. Denn vor allem für Kaufinteressierte spielt der energetische Zustand einer Immobilie eine immer größere Rolle, da sie mögliche Mängel nach dem Kauf aus der eigenen Tasche beheben lassen müssten.

Über den Marktmonitor Immobilien 2011

Der Marktmonitor Immobilien 2011 ist eine repräsentative Studie von immowelt.de in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Die Daten für die Studie wurden innerhalb des Immobilien-Professional-Panels (IPP) der Immowelt AG erhoben, dem ersten deutschen Profi-Panel für Marktforschung in der Immobilienbranche. Am IPP nehmen ausschließlich Fachleute aus der Immobilienwirtschaft teil. Für den Marktmonitor Immobilien 2011 wurden 397 zufällig ausgewählte Makler aus ganz Deutschland befragt.

Quelle: Pressemitteilung der Immowelt AG vom 22.11.2011

Nov
08

• Weiteres Plus: bis zu 12,5% Tilgungszuschuss zum Kredit
• Tempo bei energetischer Sanierung in Deutschland muss erhöht werden
• Anreize zum Energiesparen

Die KfW Bankengruppe vergibt Förderkredite für energieeffiziente Sanierungen derzeit zum effektiven Jahreszinssatz von 1,00% in allen Laufzeiten. Dazu kommt bei besonders energiesparenden Umbauten ein Tilgungszuschuss von 2,5% bis 12,5%. Bei einem Kredit von 75.000 Euro für eine Umrüstung zum KfW-Effizienzhaus 55* müssen beispielsweise 9.375 EUR weniger zurückgezahlt werden.

„Mit Beginn der kalten Jahreszeit denken Bauherren verstärkt daran, ihr Haus oder ihre Wohnung energetisch zu modernisieren und so dauerhaft Heizkosten zu sparen. Die attraktive Förderung soll einen Anstoß geben, das auch umzusetzen. Energiesparende Gebäude sind ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. In Deutschland werden 35% der Energie für Heizen und warmes Wasser verbraucht“ sagt Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Private Bauherren und Wohnungseigentümergemeinschaften, die für die energetische Modernisierung der Eigentumswohnung oder des Ein- und Zweifamilienhauses keinen Kredit aufnehmen möchten, können alternativ einen Investitionszuschuss von bis zu 17,5% (max. 13.125 Euro pro abgeschlossene Wohnung) bei der KfW beantragen.

Auch den energieeffizienten Neubau fördert die KfW mit sehr günstigen Krediten und Tilgungszuschüssen. Im Programm Energieeffizient Bauen liegen die effektiven Jahreszinsen derzeit zwischen 1,51% und 2,02%. Fast jede zweite neu hergestellte Wohnung in Deutschland wird mittlerweile mit „Energieeffizient Bauen“ gefördert. Das bedeutet, dass das energetische Niveau von Neubauten oftmals besser ist, als gesetzlich gefordert. Dadurch werden der CO2-Austoß und der Energieverbrauch deutlich reduziert.

Weitere Informationen zu den mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgelegten Förderprogrammen für energetisches Bauen und Sanieren sind auf der Internetseite www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter 0800 / 539 9002 erhältlich.

*Erklärung KfW-Effizienzhaus
Der Begriff Effizienzhaus ist ein Qualitätszeichen, das von der KfW, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) entwickelt wurde. Die Zahl nach dem Begriff „KfW-Effizienzhaus“ gibt an, wie hoch der Jahres¬primär¬energiebedarf (Qp) in Relation (%) zu einem vergleichbaren Neubau nach den Vorgaben der Energieeinspar¬verordnung (EnEV) sein darf. Beispiel: Das KfW-Effizienzhaus 70 hat höchstens 70 % des Jahresprimärenergiebedarfs des entsprechenden Referenzgebäudes. Je kleiner die Zahl, desto niedriger und besser das Energieniveau.

Quelle: Pressemitteilung der KfW vom 07.11.2011

Jul
29

Wie beim Auto bestimmte Wartungsintervalle eingehalten werden müssen, können auch bei einer Immobilie Reparaturen, eine Sanierung oder eine Modernisierung nicht unbegrenzt aufgeschoben werden. „Jeder Immobilienbesitzer sollte deshalb schon zu Beginn einen Maßnahmenplan erstellen und entsprechend Rücklagen bilden“, rät Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Reichen die Rücklagen nicht aus, gibt es verschiedene Finanzierungsoptionen, die geprüft werden sollen.

Trotz Rücklagen und Ersparnissen kann nicht jede Maßnahme durch vorhandenes Eigenkapital abgedeckt werden und der Gang zur Bank ist unumgänglich. Hier empfiehlt es sich laut HypothekenDiscount, rechtzeitig Informationen einzuholen und verschiedene Möglichkeiten und Anbieter zu vergleichen. Gerade im aktuellen Zinsumfeld, das von Leitzinserhöhungen und kaum vorhersehbaren Wirtschaftsentwicklungen bestimmt wird, müssen Immobilienbesitzer intensiver denn je vergleichen, da die Konditionen stark schwanken.

Oppel: „Eigentümer, bei denen die Sanierung eigentlich erst für das kommende Jahr geplant ist, sollten zudem nicht länger Zeit verstreichen lassen und sich jetzt informieren. Zum einen kann man von einem steigenden Zinsniveau ausgehen und zum anderen laufen einige staatliche Förderprogramme aus.“ Grundsätzlich gibt es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten.

Kapitalbeschaffung
Ist das Objekt schuldenfrei, ist es möglich, die Immobilien einfach neu zu beleihen und ein zinsgünstiges Annuitätendarlehen aufzunehmen. „Ein solches Darlehen bietet sich für größere Modernisierungen ab einem Darlehensbetrag von 25.000 Euro an“, erklärt der HypothekenDiscount Finanzierungsexperte. „So bleiben Aufwand und Nebenkosten für den Grundbucheintrag im Verhältnis.“

Modernisierungsdarlehen
Viele Banken bieten inzwischen spezielle Modernisierungsdarlehen an. Diese Programme richten sich bevorzugt an Bauherren, die eine energetische Sanierung planen oder in regenerative Energien investieren wollen. Ein Beispiel ist das EnergiePlus-Darlehen der SKG-Bank. Bei Darlehenssummen von 5.000 bis 50.000 Euro sind aktuell sowohl kleinere als auch größere Umbauten zu Konditionen von 4,99 Prozent möglich. Die Laufzeiten liegen zwischen 12 und 60 Monate. Sondertilgungen sind kostenfrei.

Ratenkredite
Für Renovierungsarbeiten oder Umbauten bis zu einer Investitionssumme von 10.000 Euro, die keine energetischen Verbesserung mit sich bringen und auch sonst nicht förderfähig sind, können Ratenkredite die richtige Wahl sein. Allerdings sind diese meist zwischen 1 und 3 Prozent teurer als spezielle Energiedarlehen für Immobilieneigentümer. Oppel: „Ein solcher Kreditvertrag muss nicht immer mit der Bank geschlossen werden. Zum Teil bieten auch Fachhandel und Baumärkte interessante Finanzierungen an.“ Preisvergleiche sind Pflicht.

KfW-Mittel
Kaum ein Bauherr wird heute darauf verzichten, wenn Dach, Heizung oder Fassade erneuert werden, das Objekt auch energetisch aufzuwerten. Die Bankengruppe KfW unterstützt seit Jahren energetische Sanierungen mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen. Die Programme „Energieeffizient Sanieren“ (Programmnummern 151 und 152) werden derzeit mit Zinssätzen ab 1,81 Prozent effektiv pro Jahr angeboten. Grundsätzlich gilt: Je höher die erreichte Energieeffizienz, desto höher die Förderung. Darüber hinaus gibt es Programme zum altersgerechten Umbauen (Programmnummern 155 und 455) und zur Wohnraummodernisierung allgemein (Programmnummer 141). „Allerdings stehen für die Programme ‚Altersgerechter Umbau‘ ab 2012 voraussichtlich keine Mittel mehr zur Verfügung“, sagt Oppel. „Wer diese nutzen will, sollte bis spätesten Ende November alle Unterlagen eingereicht haben.“

5 Tipps zur Sanierungsplanung
1. Maßnahmenplan über mindesten 30 Jahre
2. Rücklagen bilden: 10 Euro/qm p.a.
3. Rechtzeitig informieren, Kreditmarkt beobachten
4. Passende Finanzierungsmöglichkeit auswählen
5. Finanzierungsanbieter vergleichen

Quelle : Pressemitteilung von HypothekenDiscount vom 26.07.2011

Jul
20

Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende wird auch den Trend zu energiesparenden Immobilien verstärken. Zu Recht, denn Wohnungen und Häuser mit einer guten Energiebilanz schützen die Eigentümer und Mieter vor steigenden Nebenkosten und bieten meist auch einen überdurchschnittlichen Wohnkomfort. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) rät deshalb allen, die nach einem neuen Zuhause suchen, sich vor Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags den bedarfsbasierten Energieausweis zeigen zu lassen. Er weist die energetische Qualität eines Hauses aus. “Zukünftige Hausbesitzer sollten einen genauen Blick auf den energetischen Zustand des Hauses werfen. Immerhin verbrauchen deutsche Haushalte die meiste Energie für die Heizung: Rund 87 Prozent der von Haushalten insgesamt benötigten Endenergie entfallen auf die Erzeugung von Wärme”, betont Christian Stolte, Bereichsleiter der dena. Schlecht gedämmte Wände und Dächer sowie alte Fenster können dann schnell zu hohen Energiekosten führen.

Der Energieausweis nimmt ein Gebäude genau unter die Lupe und bewertet den Zustand von Wänden, Fenstern, Dach und Heizung. Das Herzstück des Energieausweises ist eine Farbskala von grün bis rot. Sie zeigt, wie viel Energie in diesem Gebäude im Durchschnitt für Heizung und Warmwasser benötigt wird. Liegt der angezeigte Wert des Gebäudes im grünen Bereich, verbraucht es wenig Energie für die Wärmeerzeugung. Liegt er dagegen im roten Bereich, werden die Energiekosten bei durchschnittlichem Heizverhalten hoch ausfallen.

Für Käufer von Immobilien ist neben der Farbskala der Blick in die Modernisierungsempfehlungen im Energieausweis besonders wichtig. Diese individuellen Maßnahmen zeigen, wie hoch der Sanierungsbedarf ist und welche Kosten eventuell in den nächsten Jahren auf den neuen Besitzer zukommen. Bei einem Neubau oder einem energetisch sanierten Gebäude gibt es keine Empfehlungen.

Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten. Der Verbrauchsausweis basiert auf dem Energieverbrauch der Bewohner in den letzten drei Jahren und wird durch die Heizkostenabrechnungen bestimmt. Bei der Ausstellung eines Bedarfsausweises nimmt der Fachmann dagegen die baulichen Bestandteile eines Gebäudes genau unter die Lupe. “Die dena empfiehlt für Wohngebäude den bedarfsbasierten Energieausweis. Dieser Ausweis analysiert den Zustand des Hauses und nicht das Verhalten der Bewohner wie der Verbrauchsausweis. Ob jemand viel oder wenig heizt, spielt beim Bedarfsausweis keine Rolle”, so dena-Experte Stolte. Ist ein dena-Gütesiegel drauf, können sich Eigentümer auf die Qualität des Energieausweises verlassen und haben ein Dokument vor sich, das viele nützliche Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes und seine mögliche Verbesserung enthält.

Seit 2008 besteht in Deutschland die Energieausweispflicht für Wohnhäuser. Eigentümer, die eine Wohnung oder ein Haus vermieten, verkaufen oder verpachten, müssen potenziellen Interessenten einen Energieausweis vorlegen. Unter www.zukunft-haus.info/energieausweis sind weitere Informationen zum Energieausweis zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) vom 18.07.2011

Jun
17

Das Bundeskabinett hat heute das Gesetz zur Stärkung der klimagerechten Stadtentwicklung verabschiedet. Die Wohnungswirtschaft begrüßt, dass im Entwurf die Regelungen für die Förderprogramme “Stadtumbau” und “Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme” entsprechend erweitert wurden.

“Mit dem Gesetzentwurf hat die Bundesregierung erkannt, dass die Städte bei der Energiewende eine tragende Rolle spielen. Es liegt auf der Hand, dass kompakte Stadtstrukturen die Erreichung klima- und energiepolitischer Ziele erleichtern, während Zersiedlung erschwerend wirkt”, sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.

Der Gesetzentwurf will den Klimaschutz unter anderem durch eine Klimaschutzklausel stärken. Außerdem sieht er die Erweiterung der Festsetzungsmöglichkeiten zum Einsatz und zur Nutzung erneuerbarer Energien und Energiegewinnung aus Kraft-Wärme-Kopplung sowie die planungsrechtliche Absicherung nachträglicher Wärmedämmung vor.

“Die Vorschläge zur Novellierung des Bauplanungsrechts stärken die rechtlichen Grundlagen für das kommunale Handeln”, so Gedaschko. Darüber hinaus sei es ausdrücklich zu begrüßen, dass der Gesetzentwurf auf die Städtebauförderung als besonders geeignetem Instrument zur raschen Unterstützung von Maßnahmen der klimagerechten Stadtentwicklung setzt und die gesetzlichen Regelungen für die Förderprogramme “Stadtumbau” und “Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme” entsprechend erweitert”, so Gedaschko. Damit kommt der Gesetzentwurf der Forderung der Wohnungswirtschaft entgegen, die Förderung gebäudebezogener Maßnahmen mit der Förderung von Maßnahmen im Quartierszusammenhang zu verbinden.

Netzausbau als Knackpunkt der schwarz-gelben Energiewende

Die Planungs- und Bauzeit für neue Stromautobahnen soll nach dem Willen von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) von zehn auf vier Jahre reduziert werden. Die Verbraucher müssten sich auf moderat höhere Strompreise einstellen. Rösler sprach von 35 bis 40 Euro im Jahr für einen vierköpfigen Haushalt.

Umgekehrt will die Regierung Millionen Haus- und Wohnungsbesitzer bei der Öko-Sanierung stärker unterstützen. Ab dem Jahr 2012 soll es dafür jährlich 1,5 Milliarden Euro geben. Zudem können zehn Prozent der Kosten für die energetische Sanierung von der Steuer abgesetzt werden, ein Volumen von weiteren 1,5 Milliarden.

“Die beabsichtigten neuen Regelungen müssen nun mit einer angemessenen Förderung hinterlegt sein, sonst können sie keine praktische Wirkung entfalten”, so Gedaschko. Er appellierte in diesem Zusammenhang an die Bundesregierung, die Städtebauförderung als zentrales Entwicklungsinstrument für Deutschlands Städte wieder auf ein den Problemen angemessenes Niveau aufzustocken.

Quelle: Haufe Online-Redaktion

Mrz
21

Damit der Kauf der Traumimmobilie nicht zum Albtraum wird, sollten besonders Neulinge beim Erwerb genau hinsehen. „Für arglistig verdeckte Mängel würde der Verkäufer zwar auch nach dem Verkauf haften, wenn er davon wusste und wenn dies nachweisbar ist. Offensichtliche Mängel muss der Käufer jedoch selbst erkennen“, sagt Robert Anzenberger, Vorstand des Immobiliendienstleisters PlanetHome AG.

Ob eine fehlende Abdichtung oder vertikal altes Ziegelmauerwerk: Gründe für eindringende Feuchtigkeit gibt es viele. „Immer wieder kommt es bei Immobilien zu Schimmelbildung an den üblichen Kältebrücken an Gebäuden aus bestimmten Baujahren. Besonders auf Keller sollte ein genauer Blick geworfen werden“, erklärt Anzenberger. Der Zustand der Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser sollte ebenso inspiziert werden wie die Dacheindeckung.

Ebenfalls nicht selten bei Immobilien sind Rissbildungen in den Tiefgeschossen oder bei im Trockenbau ausgebauten Dachgeschossen. Während erste gefährlich und teuer sind, handelt es sich im Dachgeschoss meist um leicht zu behebende Spannungsrisse.

Das Problem: Während der Laie das problemlos Sichtbare wie Risse oder Schimmel meist erkennt, verkennt das wenig geübte Käuferauge laut PlanetHome den Renovierungsaufwand, um beispielsweise die aktuellen Vorgaben der Energieeinsparverordnung zu erfüllen. „Erfahrene Makler können hier meist Auskunft geben und für Käufer und Verkäufer eine faire Lösung beim Immobiliengeschäft bieten. Wer sich als Käufer unsicher ist, sollte einen Gutachter oder Architekten hinzuziehen, für den meist um die 1.500 Euro zu veranschlagen sind. Anzenberger: „Wer selbst noch nie gekauft oder modernisiert hat, sollte stets einen Experten einschalten, der ihm die Sicherheit gibt. Das investierte Geld zahlt sich spätestens bei der ersten vorhergesehenen Reparatur an der neu erworbenen Immobilie aus.

Quelle: Pressemitteilung der Planethome AG vom 18. März 2011

Feb
02

Private Immobilienbesitzer, die ihr Haus umfassend sanieren, tun dies in erster Linie aus Eigeninitiative und nicht aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das zeigt eine aktuelle GfK-Untersuchung im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS), die Wohneigentümer nach ihren Motiven für die Modernisierungsmaßnahmen der letzten drei Jahre gefragt hat. Danach gaben in fast der Hälfte aller Fälle folgende Gründe den Ausschlag: der Wunsch nach höherem Wohnkomfort, die Behebung von akuten Schäden sowie die Minderung der Energiekosten. Mit großer Wirkung übrigens, so die Experten der LBS – denn in Deutschland wird inzwischen dreimal soviel für die Sanierung des Wohngebäudebestandes ausgegeben wie für den Neubau.

Die Sanierung des Gebäudebestandes hat große Bedeutung für die Erreichung klimapolitischer Ziele. Doch nach Auskunft von LBS Research geht es für den einzelnen Immobilienbesitzer zunächst um die Schonung des eigenen Geldbeutels. Nur 15 Prozent gaben nämlich als Grund für die Modernisierung den Begriff “Umweltschutz” an. Für fast dreimal so viele war dagegen der handfeste Faktor “Energiebilanz” maßgeblich.

Der Wunsch nach mehr Wohnkomfort steht für viele Immobilienbesitzer im Vordergrund. Doch genauso häufig werden die Maßnahmen durch konkreten Reparaturbedarf ausgelöst. Die Umfrage zeigt nach Angaben der LBS-Experten aber gleichzeitig, dass dann nicht nur der jeweils akute einzelne Schaden beseitigt wird, sondern aus diesem Anlass zugleich meist weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Gebäudes angegangen werden.

Staatlicher Druck ist dagegen nach Information von LBS Research ein weit weniger ausschlaggebendes Motiv. Nur zwei Prozent gaben an, durch gesetzliche Vorgaben zu größeren Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen veranlasst worden zu sein. Finanzierungshilfen sind dagegen weitaus wichtiger. Immerhin für zwölf Prozent der Befragten waren nämlich öffentliche Zuschüsse von Bedeutung. Fast genauso viele, nämlich acht Prozent, wurden aber schlicht dadurch zur Modernisierungsentscheidung animiert, dass Geldmittel frei wurden, wie etwa ein zugeteilter Bausparvertrag. Dies zeigt nach Angaben der LBS-Experten, wie wichtig es ist, dass auch Immobilienbesitzer gezielt Mittel vorsparen, um bei Bedarf Maßnahmen zur Verbesserung ihres Objekts durchführen zu können.

Nach Auskunft von LBS Research wurde im Rahmen der Untersuchung gleichzeitig abgefragt, welches die wichtigsten Investitionsmotive für zukünftig geplante Modernisierungsmaßnahmen sind. Dabei zeigt sich, dass sich im Blick nach vorn an der Reihenfolge der drei wichtigsten Maßnahmen kaum etwas ändert. Interessant ist jedoch, dass für die künftigen Modernisierer öffentliche Zuschüsse eine weniger ausschlaggebende Rolle spielen als für diejenigen, die in den letzten drei Jahren aktiv geworden sind. Dagegen wird das altersgerechte Wohnen für künftige Generationen offenbar wichtiger. Denn mit neun Prozent geben fast doppelt so viele Immobilienbesitzer dieses Motiv als Investitionsargument für die Zukunft an, wie diejenigen, die in den letzten drei Jahren aktiv geworden sind.

GfK hat im Auftrag der Landesbausparkassen bundesweit insgesamt über 3.100 Hauseigentümer zu ihrem Modernisierungsverhalten in den letzten drei Jahren bzw. zu den entsprechenden Planungen für die nächsten drei Jahre befragt. In der Untersuchung sind alle Modernisierungsmaßnahmen betrachtet worden, die mit einem Kostenaufwand von mehr als 5.000 Euro verbunden waren.

Pressemitteilung des Bundesverbandes des Landesbausparkassen vom 31.01.2011

Feb
01

Die in 2009 gegründete HypZert Fachgruppe Energie & Umwelt wird zur kommenden Jahrestagung der HypZert GmbH am 9./10. Februar 2011 die Ergebnisse ihrer zweijährigen Fachgruppenarbeit vorstellen. Mit der Studie “Energieeffizienz der Gebäude – ein Hauptaspekt der Nachhaltigkeit” sollen dem mit der Immobilienbewertung befassten Gutachter wesentliche Informationen zu diesem Thema vermittelt und Lösungsansätze vorgestellt werden, wie die energetischen Eigenschaften einer Immobilie in der Wertermittlung berücksichtigt werden können. Dazu werden in der Ausarbeitung neben den gesetzlichen Vorgaben auch die wichtigsten Kenngrößen der Energieeffizienz von Gebäuden, die Entwicklung der Bau- bzw. Gebäudetechnik und die Vor- und Nachteile bzw. der Umgang mit den Ergebnissen aus dem Energieausweis näher beleuchtet. Des Weiteren werden Möglichkeiten einer Berücksichtigung der Gebäudeenergieeffizienz im Gutachten, d.h. erkennbare Lösungsansätze in den wichtigsten Wertermittlungsverfahren, dargestellt.

Die derzeitige Informationsvielfalt sowie die intensive Auseinandersetzung, insbesondere auch mit dem Thema Nachhaltigkeit zeigt, dass der vorrangige Fokus der Fachgruppe aktuell darin besteht, das Thema für die Immobilienbewertung transparent werden zu lassen, um dann in einem nächsten Schritt den Einfluss der Nachhaltigkeit auf die Wertermittlung von Immobilien anhand der Marktevidenz aufzeigen zu können. In einer zweiten Studie mit dem Titel “Nachhaltigkeit von Immobilien und die Berücksichtigung in der Wertermittlung” hat die Fachgruppe alle grundlegenden Informationen zu den verschiedenen Zertifizierungssystemen, zum nachhaltigen Bauen und die damit beeinflussten Marktchancen, aber auch die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in Forschungsvorhaben, Richtlinien, Berufsstandsempfehlungen und Rating-Modellen dargestellt. Die Vielzahl unterschiedlicher, derzeit am Markt diskutierter Ansätze wurde erfasst, analysiert und gegenübergestellt. Aus all diesen Informationen wurde letztendlich ein Vorschlag für einen Nachhaltigkeitscheck im Wertgutachten entwickelt. “Die zwei Studien sind ein hervorragender Einstieg, aber auch detaillierte Nachschlagewerke für dieses umfassende Themengebiet. Sie reihen sich in die bisherige Qualität der Ausarbeitungen der HypZert Fachgruppen hervorragend ein,” so Reiner Lux, Geschäftsführer der HypZert GmbH.

Alle Studien und Veröffentlichungen der HypZert Fachgruppen können online über den HypZert Shop bestellt werden.

Quelle: Pressemitteilung der HypZert GmbH vom 27.01.2011