Angesichts der zuletzt angespannten Stimmung zwischen den USA, Europa und China war der G20-Gipfel von Seoul von vielen Marktteilnehmern als Chance für klare Worte und Ankündigung von Taten gesehen worden. Das Ergebnis erscheint dagegen recht dürftig zu sein. Zwar wird der Geist der gemeinsamen Ziele im Abschluss-Kommuniqué beschworen, positive Überraschungen hat es neben den bereits lange bekannten Beschlüssen zu Basel III und zur IWF-Reform nicht gegeben. Mit Basel III sollen die Eigenkapitalvorschriften für die Banken in einer Übergangsphase von 2013 bis 2019 verschärft werden. Allein an diesem zeitlichen Rahmen lässt sich erkennen, dass die Banken die Politiker weiterhin lobbymäßig gut im Griff haben und nicht umgekehrt. Es ist sogar davon auszugehen, dass bis dahin gerade der amerikanischen Politik, die ja schon Basel II nicht umgesetzt hat, wieder Gründe für eine Aufweichung einfallen werden. Schließlich sind in 2012 die nächsten Wahlen und ob dann eine republikanische Administration nicht eine ganz andere Agenda haben wird, ist offen. Konkret scheint derzeit nur der politische Wille der EU zu sein, trotz heftigster Attacken von außen, den Euroraum zusammenzuhalten. Irland und Portugal stehen – wie zuvor schon Griechenland – kräftig unter Beschuss und die Zinsen für dortige Staatsanleihen unterstellen inzwischen eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Umschuldung in den nächsten Jahren kommen wird. Die EU verweist auf den Rettungsschirm und versucht zu beruhigen. Gelingen will das angesichts der prekären Budgetlage in diesen Ländern aber nicht wirklich. Die große Gefahr bleibt, dass auch Spanien oder sogar Italien in diese Spekulationen mit hineingezogen werden. Dementsprechend nervös handeln momentan die Anleihemärkte. Tagesbewegungen von 15 Renditestellen bei Bundesanleihen sind derzeit die Regel, da das Sentiment der Investoren ständig zwischen Flucht in beste Bonität und Angst vor dem Zinsanstieg hin und her schwankt. Wir bleiben bei unserer Aussage, dass die Zinsrichtung auch für den Euroraum am Ende des Tages in den USA entschieden wird. Der Blick auf die US-Notenbank und die US-Konjunkturentwicklung bleibt also wichtig. Kommt es dort zum Dreh, werden auch die langfristigen Zinsen in Deutschland ansteigen. Der 30-jährige Bullmarkt für Anleihen dürfte sich angesichts der geöffneten Schleusen der Notenbanken bald dem Ende zuneigen.
Wir empfehlen daher Baufinanzierungskunden, nicht mehr auf sinkende Zinsen zu spekulieren, sondern für Sicherheit zu sorgen. Bauherren und Immobilienkäufer müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken – diese Periode heute zu historisch tiefen Zinssätzen abzusichern, kann kein Fehler sein. Zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme sollte man dabei über lange Sollzinsbindungen festschreiben und damit für Kalkulationssicherheit sorgen. Grundsätzlich ist bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2% bis 3% empfehlenswert, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind aus diesem Grund derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zu vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Zinsprognose 2011 eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.
Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
Quelle: Zinsprognose 2011 / Zinkommentar der Interhyp AG vom 12.11.2010
Die Notenbanken stecken momentan in einem Dilemma. Um die Erholung nach der weltweiten Wirtschaftskrise nicht aufs Spiel zu setzten, wollen sie auf der einen Seite nicht zu früh aus der extrem lockeren Geldpolitik aussteigen. Um nicht Inflation und neue Finanzexzesse zu schüren, wollen sie aber andererseits nicht zu lange an ihrem aktuellen Kurs festhalten. Dies führt zu unterschiedlichen Schwerpunkten der Notenbanken. Die amerikanische Notenbank (Fed) kündigte neue Käufe von Staatsanleihen an, um die Wirtschaft zu stützen. Notenbankchef Ben Bernanke begründete dies mit der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Diese Entscheidung konnte die Fed aber nur gegen großen internen Widerstand treffen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dagegen einen früheren Ausstieg geplant. Dafür will sie, sobald sich die Märkte normalisieren, die außergewöhnlichen Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft schrittweise zurückfahren. Doch nachdem die schlechten Nachrichten aus Irland die Angst vor Staatsanleihen erneut entfachte, hat die EZB wieder Stützungskäufe im Umfang von 173 Millionen Euro getätigt. Laut Jean-Claude Trichet, EZB-Präsident, normalisieren sich die Märkte aber bereits schrittweise. Die Lage sei zwar weiter unsicher, aber er sehe derzeit weder Inflations- noch Deflationsgefahren in der Eurozone.
Bei der Bank of England (BoE) gehen die Meinungen um den richtigen Kurs weit auseinander. Die Inflationsrate in Großbritannien liegt weit höher als in der Eurozone oder den USA. Es gibt zudem Anzeichen, dass das zuletzt kräftige Wirtschaftswachstum ins Stocken gerät. Doch ein eindeutiger Trend lässt sich aus den jüngsten Zahlen nicht ablesen. Während ein Notenbanker auf der letzten Sitzung der BoE dafür war, den Zins von aktuell 0,5 Prozent sofort anzuheben, sind andere im Zweifelsfall bereit, die Staatsanleihekäufe auszuweiten. Spätestens nach der Veröffentlichung der Wachstumsrate für das dritte Quartal im November dürfte die BoE sich auf einen Kurs festlegen.
Die Organisation der Industriestaaten OECD hat derweil die Notenbanken gewarnt, den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik aufzuschieben. Laut ihrer Zinsprognose bis 2011 wird sich die Wirtschaft in den Industrieländern stärker abschwächen als bislang erwartet. Diese Verlangsamung ist laut OECD allerdings nur vorübergehend. Doch sie fordert sogar neue geldpolitische Maßnahmen, sollte die Abschwächung länger anhalten. Diese Empfehlungen stützt die OECD auf ihre revidierte Prognose, dass in der zweiten Jahreshälfte auf das Jahr hochgerechnet für die G7-Staaten nur noch anderthalb Prozent Wachstum zu erwarten ist.
Unsere Empfehlung für alle Baugeldinteressenten lautet weiterhin: Jetzt zugreifen und dabei mindestens eine Tilgung von zwei Prozent vereinbaren! Das aktuelle Zinstief wird nicht ewig auf diesem Niveau verharren, daher sollten Sie sich jetzt um die passende Finanzierung bemühen. Um nicht in die Tilgungsfalle zu tappen, sollte die Tilgung möglichst hoch gewählt werden. Wählt man eine Tilgung von einem Prozent, so liegt die Laufzeit des Darlehens bei dem jetzigen Zinsniveau bei über 40 Jahren. Die Laufzeit kann mit einer höheren Tilgung weit verringert werden, bei einer Tilgung von zwei Prozent liegt sie bei etwa 30 Jahren.
Tendenz:
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend
Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Dr.Klein & Co. AG
Die US-Notenbank (Fed) ist wieder im Krisenmodus: Die US-Wirtschaft entwickelt sich schwächer als von der Fed erwartet. Um die Ökonomie zu stützen, pumpt sie erneut Geld ins System. So kündigte die Notenbank an, fällige Wertpapiere in ihrer Bilanz zu ersetzen, indem sie für das frei werdende Geld Staatsanleihen kauft. Der Bestand an Anleihen soll so stabil gehalten werden – bislang hat die Fed solche Papiere auslaufen lassen und das Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Der Beschluss, nur frei werdendes Geld zu nutzen, wird von vielen Experten als Kompromiss innerhalb der Fed gesehen. So gibt es auf der einen Seite Mitglieder der Fed, die angesichts des schwachen Wachstums und der hohen Arbeitslosigkeit weitere Hilfen fordern, und auf der anderen Seite jene, die diese Hilfen ablehnen, weil sie nicht glauben, dass entsprechende Hilfe einen großen Beitrag gegen die aktuellen Probleme der US-Wirtschaft leisten kann.
Die anderen Notenbanken werden durch den Kurswechsel der Fed hin zu weiteren Hilfen für die Wirtschaft unter Druck gesetzt. Durch eine komplett andere Politik und sogar Leitzinserhöhungen würden sie riskieren, dass ihre Währungen stark zum US-Dollar aufwerten. Dies würde die Exporte und die Wirtschaft der jeweiligen Länder stark belasten. Außerdem ist der Einfluss der US-Wirtschaft auf die Weltwirtschaft sehr groß. So hatte die Europäische Zentralbank sich stärker in Richtung Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik bewegt, daraufhin legte der Euro zwischenzeitlich kräftig zu. Auch die Bank of Japan beobachtet genau, was die Fed macht, da der Yen seit langem im Verhältnis zum Dollar steigt.
Die Sorgen um die Banken in Europa und die Verschuldung der Euro-Randstaaten kehren wenige Wochen nach der Veröffentlichung der Stresstestergebnisse zurück. Diesmal steht Irland im Blickpunkt der Finanzmärkte. Es wird um die Standhaftigkeit der irischen Geldhäuser gefürchtet. Dabei kommt es unerwartet, dass Irland so stark betroffen ist. Obwohl Irland durch das jähe Ende eines Immobilienbooms in eine schwere Krise stürzte, gilt es als Vorbild für andere schuldengeplagte Euro-Länder. Die Regierung schlug früh einen strikten Sparkurs ein, der bisher ohne große Schwierigkeiten durchgesetzt werden konnte. Doch nun kommen Zweifel auf: Die Bank of Ireland meldete einen Vorsteuerverlust von 1,2 Milliarden Euro, rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem genehmigte die Europäische Kommission eine weitere Kapitalspritze für die verstaatliche Anglo Irish Bank, die höher ausfiel als erwartet. Weiterer Punkt zur Sorge ist die risikoreiche und teure Sanierung des Bankensektors. Als zentraler Bestandteil des Versuchs, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, wurde eine Bad Bank gegründet, die den Banken faule Immobilienkredite von rund 80 Milliarden Euro abnehmen soll.
Die Baufinanzierungskonditionen befinden sich momentan auf einem historischen Tiefststand. Für alle Baugeldinteressenten heißt es: Jetzt zugreifen! Bei der Wahl des Tilgungssatzes ist momentan große Sorgfalt geboten: Wählt man eine Tilgung von einem Prozent, so liegt die Laufzeit des Darlehens bei dem jetzigen Zinsniveau bei über 40 Jahren. Unsere Empfehlung ist daher weiterhin, eine erhöhte Tilgung zu wählen. Mit einer Tilgung von zwei Prozent kann die Laufzeit schon deutlich reduziert werden. Durch die von vielen Banken angebotene, oft sogar kostenlose, Option zum Tilgungssatzwechsel während der Sollzinsbindungsperiode, kann aber gleichzeitig die Flexibilität der Finanzierung gewahrt werden.
Tendenz:Kurzfristig: gleichbleibend
Langfristig: steigend
Dank des Konjunkturprogramms und der lockeren Geldpolitik ist die US-Wirtschaft im vierten Quartal schneller gewachsen als ursprünglich geschätzt. Das Plus lag bei 5,9 Prozent, das ist der stärkste Zuwachs seit sechs Jahren. Die Prognosen für 2010 sehen diesen Aufwärtstrend weiter bestehen, wenn auch verhaltener. Trotz der günstigen Prognose erholen sich die USA nur langsam von der schwersten Rezession seit Jahrzehnten, denn der Aufschwung kommt auf dem Arbeitsmarkt nicht an. Das birgt die Gefahr, dass die Verbraucher sich mit ihren Ausgaben immer mehr zurückhalten und mehr und mehr Hausbesitzer in Zahlungsschwierigkeiten geraten.
Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (FED), versucht derweil, die Märkte zu beruhigen. Seiner Meinung nach befindet sich die Erholung der Wirtschaft erst am Anfang. Zudem wird die FED die Leitzinsen entgegen der Befürchtung von Investoren noch für geraume Zeit niedrig lassen. Ein endgültiger Ausstieg aus den billionenschweren Konjunkturstützungsprogrammen stehe vorerst nicht an, so Bernanke. In der Finanzkrise hatte die FED nicht nur den Leitzins sehr stark gesenkt, sondern auch für über eine Billion Dollar Hypotheken aufgekauft, um den Hypothekenmarkt zu stützen. Als die FED dann überraschend den Diskontsatz, also den Zins für Notfallkredite an Banken, anhob, weckte dies Ängste vor einer schneller als erwartet kommenden und konjunkturschädigenden Straffung der Geldpolitik. Bernanke bezeichnete die Maßnahmen der FED aber als „Normalisierung“ und nicht als „Straffung“ der Geldpolitik.
Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat angekündigt, dass sie bei der Zinsentwicklung 2011 ihre großzügige Geldversorgung der Banken länger aufrechterhalten will. Zwar fährt sie die Liquiditätsspritzen langsam zurück, doch noch bis Mitte Oktober können Finanzhäuser bei den wöchentlichen Finanzierungsgeschäften so viel Geld abrufen, wie sie wünschen. Das gab EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach der Sitzung des EZB-Rates bekannt. Seit Ausbruch der Finanzkrise können Banken so viel Geld abrufen, wie sie brauchen. Bis zur Finanzkrise mussten sie üblicherweise in einem Bieterverfahren um frisches Geld kämpfen. Ziel der EZB ist es, langfristig zu dem alten Verfahren zurückzukehren.
Die Zinsen für Baugeld bewegen sich weiterhin auf einem historisch günstigen Niveau. So lagen die Konditionen für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung vor gut einem halben Jahr noch etwa 0,40 Prozent über dem heutigen Zinssatz. Bei einem Darlehen von 150.000 Euro entspricht das auf die Zinsbindungsdauer gesehen einem Zinsmehraufwand von 6.000 Euro. Nutzen Sie daher jetzt die günstigen Konditionen. Läuft bei Ihrer Erstfinanzierung die Zinsbindung aus, so können wir Ihnen auch hier attraktive Konditionen bieten. Lassen Sie sich von unseren Baufinanzierungsexperten beraten und kommen Sie so in den Genuss eines Zinsabschlags von bis zu 0,20 Prozent bei Umschuldungen.
Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend
Gespannt verfolgen die Investoren und die Notenbanken derzeit die Konjunkturindikatoren und die Preisentwicklung in den verschiedensten Asset-Klassen. Da sowohl die Leitzinsen als auch die Renditen von längerfristigen Staatsanleihen in den USA und in Europa auf oder nahe den historischen Tiefständen stehen, steigt die Nervosität der Anleger in Bezug auf ihre Positionierung am Anleihemarkt. Die enormen Staatsdefizite führen zu nie dagewesenen Volumina an neu aufgelegten Staatsanleihen – und dies zu einem Zeitpunkt, an dem die Renditen historisch tief sind. Nur wenn genug Anleger kaufen, können sich die Zinsniveaus auf diesen tiefen Niveaus halten. Derzeit sorgt die Nullzinspolitik der Notenbanken dafür, dass Anleger für Cash praktisch keine Zinsen mehr bekommen und daher in längere Laufzeiten oder höhere Risikoklassen gedrängt werden. Das stützt die Nachfrage. Aber was passiert, wenn die Notenbanken die Liquidität doch wieder einsammeln müssen, um die mittelfristigen Inflationserwartungen zu kontrollieren? Wer wird noch 10-jährige Bundesanleihen bei 3,30% kaufen, wenn für Cash mal wieder 3% bezahlt werden? Auf fallende Zinsen zu setzen ist, bezogen auf den Zinszyklus der letzten 60 Jahre, eine gewagte Wette. Jeder, der das tut, rechnet implizit mit einem Japan-Szenario für Europa und die USA: eine lange Phase von Stagnation und Deflation. Gerade weil dieses Szenario auch das von den Notenbanken am meisten gefürchtete ist, werden sie länger als erwartet bei der Nullzinspolitik bleiben. Das stützt vorerst auch die langfristigen Zinsen, aber die Nervosität auf der Inflationsseite wird dadurch immer stärker werden. Wir erwarten daher für die nächsten Monate gerade bei den langen Laufzeiten kräftige Schwankungen.
Baugeldkunden sollten keineswegs spekulieren, sondern sorgsam mit ihrem Budget die monatliche Belastung über die nächsten 20 bis 25 Jahre planen. Da es sich bei der Baufinanzierung um eine sehr langfristige finanzielle Verpflichtung handelt, ist es entscheidend, sich gegen Zinsanstiege und zukünftig überraschend hohe Belastungen zu schützen. Wir bleiben daher bei unserer Empfehlung, zumindest einen großen Teil der Kreditsumme mit langen Zinsbindungen abzusichern. Wichtig in diesen volatilen Marktphasen ist auch die Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten und der optimale Einsatz von Fördermitteln. So können Kombinationen aus 5-jährigen und 15- oder 20-jährigen Zinsbindungen sehr sinnvoll sein, weil sie hohe Kalkulationssicherheit mit einer niedrigeren monatlichen Belastung und Flexibilität bei der zukünftigen Rückzahlung verbinden. Besonders gefragt sind derzeit sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere vereinbarte Tilgung führt dabei zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2010 der Interhyp AG
Vor dem Hintergrund einer weiterhin sehr guten Börsenstimmung haben in den vergangenen zwei Wochen die Konjunkturoptimisten auch an den Zinsmärkten die Oberhand gewonnen und durch Verkäufe von Anleihen bereits vor 2010 für steigende Zinsen gesorgt. Damit positionieren sich einzelne Investoren bereits für die Phase, in der die Notenbanken beginnen werden, schrittweise Liquidität aus dem Geldmarkt zu ziehen. Nicht nur bei den langen Laufzeiten, sondern auch bei den kurzfristigen Zinsbindungen ist es zuletzt zu einem Zinsanstieg um rund 0,20 Prozentpunkte gekommen. Ein weiterer Grund für die Korrektur am Zinsmarkt liegt in den enormen Volumina an neuen Staatsanleihen, die derzeit am Markt platziert werden. Allein die USA bringen in der kommenden Woche Staatsanleihen über 123 Mrd. Dollar in den Markt, die Abnehmer finden müssen. Entscheidend für die Richtung an den Zinsmärkten und die Zinsentwicklung 2010 bleiben aber die Signale der Notenbanken in den nächsten Wochen. Je länger sie mit dem Einsammeln der Liquidität warten, desto größer ist die Gefahr, dass diese Mittel die Preise vieler Anlageklassen nach oben treiben. Und umso größer ist das Rückschlagpotential, wenn diese notwendigen Schritte dann doch kommen. Für die kommende Woche erwarten wir, dass die Banken die Baugeldkonditionen entsprechend der Tendenz am Anleihemarkt anheben werden.
Wir empfehlen daher, die aktuellen Konditionen rasch zu sichern. Da Baugeldkunden sorgsam mit ihrem Budget für die monatliche Belastung über die nächsten 20-25 Jahre planen müssen, ist es entscheidend sich vor Zinsanstiegen im Jahr 2010 und zukünftig überraschend hohen Belastungen zu schützen. Wir raten deshalb, zumindest einen großen Teil der Kreditsumme mit langen Zinsbindungen abzusichern. Besonders wichtig in diesen volatilen Marktphasen ist die Wahl der richtigen Finanzierungsstruktur in Bezug auf Laufzeiten, Tilgungsmöglichkeiten und Einsatz von Fördermitteln. So können Kombinationen aus 5-jährigen und 15- oder 20-jährigen Zinsbindungen sehr sinnvoll sein, weil sie hohe Kalkulationssicherheit mit niedrigeren monatlichen Belastungen und Flexibilität bei der zukünftigen Rückzahlung verbinden. Besonders gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen feststehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höher festgelegte Tilgung führt dabei zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.
Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts
Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG vom 23.10.2009
Die Zins- und Aktienmärkte haben in der vergangenen Woche wieder stärkere Schwankungen gezeigt und sehr nervös gehandelt. Die enorme Liquidität, die im Markt vorhanden ist, treibt vorerst alle Anlageklassen: Anleihe-, Aktien-, Rohstoff- und Goldkurse steigen. Natürlich findet sich auch für jede dieser Bewegungen eine schlüssige Argumentationskette, aber der Verdacht bleibt, dass viele Anlageentscheidungen nicht auf Vernunft basieren, sondern von technischen Faktoren getrieben werden, die ihre Ursache in der Null-Zins-Politik der Notenbanken haben. So führt die Tatsache, dass derzeit für kurzfristige Geldmarktanlagen praktisch keine Zinsen mehr zu erhalten sind, dazu, dass Investoren immer längere Zinsbindungen kaufen und wie wild Unternehmensanleihen einsammeln – und das bei extrem tiefen Langfristzinsen. Gleichzeitig kaufen Anleger Aktien, weil sie sich dort Dividenden versprechen, die attraktiver sind als Festgeldkonditionen unter einem Prozent. Die Notenbanken haben durch ihre Nullzinspolitik damit schon wieder einmal sicher gestellt, dass Investoren weltweit Risiken eingehen, die sie nicht verstehen und tragen können. So wie schon in jeder Krise der letzten 15 Jahre, von der Russland- über die Asienkrise und New Economy Blase bis zur jetzigen US-Immobilienmarkt- und Bankenkrise mussten es immer Leitzinssenkungen richten. Jetzt sind wir aber bei Nullzinsen angelangt und wenn die Notenbanken nicht die Kontrolle mittelfristig verlieren wollen, dann werden sie schon in den nächsten Monaten anfangen müssen, die Überschussliquidität wieder einzusammeln, die Leitzinsen hoch zu nehmen und damit für 2010 ein steigende Zinsentwicklung in Kauf zu nehmen. Die Politik wird dagegen wettern, weil diese Maßnahmen zu Korrekturen an den Aktienmärkten und am Rentenmarkt führen werden. Behalten die Notenbanken aber die Nullzinspolitik zu lange bei, werden die nächsten spekulativen Blasen entstehen und es wird dann kein Spielraum mehr da sein, die Konsequenzen über Zinspolitik aufzufangen. Gerade in Bezug auf die Zinsentwicklung 2010 stehe die Präsidenten der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank, Ben Bernanke und Jean-Claude Trichet, vor den entscheidensten Wochen ihrer Karrieren.
Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2010 der Interhyp AG