Sep
27

Wie prognostiziert waren die Baufinanzierungszinsen der letzten drei Wochen von starken Bewegungen geprägt: Von Mitte bis Ende August stiegen die durchschnittlichen Zinsen über alle Laufzeiten um ca. 0,15 Prozentpunkte an, ab Anfang September sanken sie dann um mehr als 0,30 Prozentpunkte. Hintergrund für die letzte Bewegung waren wieder einmal die Unsicherheiten auf den internationalen Finanzmärkten, die Anleger vermehrt in sichere Bundesanleihen investieren ließ. Konsequenz war, dass die Renditen dieser und infolgedessen die Renditen auf dem Markt für Pfandbriefe sanken. Banken, die den Pfandbriefmarkt als Refinanzierungsquelle nutzen, konnten die günstigeren Einstände an Baufinanzierungskunden weitergeben.

Letzten Donnerstag verkündete Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen im Euroraum unverändert bei 1,5 Prozent zu belassen. Zudem deutete er ein Pausieren bei weiteren Zinserhöhungen an, obwohl die Inflationsrate im August bei 2,5 Prozent – und damit über der Richtgröße der EZB von zwei Prozent –lag. Hintergrund der Entscheidung ist das nachlassende Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union (EU): So revidierten die Ökonomen der EZB die Wachstumsprognose auf Jahressicht um 0,3 Prozent auf nunmehr 1,6 Prozent. Im Zuge nachlassenden Wachstums wird angenommen, dass das allgemeine Preiswachstum aufgrund fallender Rohstoffkosten ebenfalls zurückgehen wird.

Kritik erntete die EZB in den vergangenen Wochen erneut für den anhaltenden Aufkauf von Staatsanleihen von Ländern wie Spanien und Italien. Selbst der sich stets neutral verhaltende Bundespräsident, Christian Wulff, erinnerte die EZB an die eigentliche Aufgabe, die Wirtschaft mit Bargeld zu versorgen sowie die Inflation zu bekämpfen. Ziel des Aufkauf-Programms ist zum einen, die Preise der Staatsanleihen künstlich hoch zu halten (und im Gegenzug die Renditen niedrig zu halten), damit eine neue Schuldenaufnahme der Länder am Kapitalmarkt zu angemessenen Zinsen erfolgen kann. Zum anderen verhindert das Vorgehen, dass Banken, die in Staatsanleihen entsprechender Länder investiert sind, Abschreibungen bei Wertverlusten der Anleihen vornehmen müssten, was deren Eigenkapitalbasis vermindern würde. Wie ernst gerade der letzte Punkt von Seiten der Banken gesehen wird, spiegelte sich Ende August in der Tatsache wider, dass die Summen, die sich die Banken untereinander zu Refinanzierung leihen (und die das Vertrauen der Banken untereinander widerspiegeln), stark zurückgingen.

Am Freitag letzter Woche erfolgte der nächste Paukenschlag, der die Finanzmärkte nachhaltig erschütterte: Der Chefvolkswirt der EZB, Jürgen Stark, verkündete seinen Rückzug aus dem Gremium der EZB zum Jahresende. Sowohl der Deutsche Aktienindex DAX als auch der Euro verloren deutlich an Wert. Herr Stark gilt seit Langem als Kritiker des Anleihen-Aufkauf-Programms der EZB und Verfechter einer nachhaltigen Finanzpolitik von Staaten. Finanzmarktteilnehmer vermuten, dass Herr Stark mit seinen Ansichten zunehmend isoliert war und gehen davon aus, dass die Schuldenkrise in Europa noch lange nicht ausgestanden ist.

Die griechische Regierung meldete z.B. jüngst, dass Steuerschulden nur schleppend und geringer als kalkuliert eingetrieben werden können, und dass die Löhne der Staatsbediensteten sowie die Renten nur noch bis Oktober bezahlt werden können. Die in den letzten Wochen häufig andiskutierte Lösung der europäischen Finanzmisere durch Einführung von sogenannten Eurobonds erhielt zwischenzeitlich einen deutlichen Dämpfer: Die Ratingagentur S&P teilt mit, diese Art von Anleihen nur mit dem Rating des schwächsten Mitgliedslandes – also Griechenland – einstufen zu wollen, was eine überdurchschnittliche Zinszahlung zur Folge hätte.

Aufgrund der weiterhin zu erwartenden Unsicherheit auf den Finanzmärkten gehen wir von sehr starken Schwankungen des Zinsniveaus für die kommenden Wochen aus. Sollte sich die Situation in der Euro-Zone weiter zuspitzen, sind nochmals tiefere Zinsen für Baufinanzierungen möglich. Werden tragfähige Lösungen zur Schuldenproblematik gefunden, so dass sich die Märkte beruhigen, kann der Zinsmarkt jedoch auch schnell wieder um 0,20 bis 0,40 Prozentpunkte ansteigen. Kunden, die eine Baufinanzierung benötigen, sollten nicht auf noch niedrigere Zinsen spekulieren. Das historisch günstige Zinsniveau, das im Herbst letzten Jahres vorlag, wurde aktuell annähernd wieder erreicht. Besonders Kunden, die eine Anschlussfinanzierung in 12-60 Monaten für ihr Eigenheim benötigen, sollten sich intensiv mit dem Gedanken auseinandersetzen, sich bereits jetzt die Anschlussfinanzierung – mit Forward-Darlehen – zu sichern.

Kurzfristig: stark schwankend
Langfristig: steigend

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2013 der Dr. Klein & Co. AG vom 15.September 2011

Mai
20

Im Rahmen ihrer ersten Leitzinserhöhung Anfang April hatte die Europäische Zentralbank (EZB) ihrem Postulat Ausdruck verliehen, die Inflation unterhalb des Ziels von 2% halten zu wollen. Analysten rechneten auf Grund der Rhetorik des EZB-Präsidents, Trichet, bereits im Juni mit einer weiteren Erhöhung. Auf Grund der Aussagen, die auf der monatlichen Sitzung der EZB Anfang Mai getätigt wurden, muss jedoch davon ausgegangen werden, dass ein erneuter Zinsschritt erst im Juli evtl. sogar noch später im Jahr erfolgen wird.

Als Konsequenz fiel der Wert des Euros in den darauf folgenden Tagen deutlich, da Investoren Kapital abzogen, die in naher Zukunft eher mit einer höheren Verzinsung Ihrer Anlage gerechnet hatten. Die Zinsen für Baugeld unterschiedlicher Zinsbindung verbilligten sich in den letzten zwei Wochen deutlich um bis zu 0,20 Prozentpunkte. Das zögerliche Handeln der EZB bei den Leitzinsen wirft Fragen auf, zumal die EZB noch im April beteuerte, Zweitrundeneffekte (z.B. Lohnerhöhungen in Folge gestiegener Lebenshaltungskosten) um jeden Preis verhindern zu wollen. Mit jedem Monat, den die EZB nicht reagiert, wird jedoch genau dieses Risiko größer. So kletterte z.B. die Inflation im wirtschaftlich starken Deutschland im April um 2,7% (Euroraum: 2,8%), welches dem höchsten Wert seit 2008 – also dem Beginn der Finanzkrise – entspricht.

Haben die Mitglieder der EZB die Befürchtung, das europäische Wirtschaftswachstum durch eine zu schnelle Leitzinserhöhung auszubremsen? Oder wird gar auf die wirtschaftlichen Belange einzelner, wirtschaftlich angeschlagener Mitgliedsstaaten – wie Griechenland, Portugal oder Irland – Rücksicht genommen, deren Wirtschaft besonders anfällig für die Verteuerung von Krediten ist?

Apropos Griechenland: Die finanzielle Situation entwickelt sich mittlerweile zur größten Bewährungsprobe für unsere gemeinsame Währung. Auf Grund eines schwachen Wirtschaftswachstums (+0,8% im ersten Quartal 2011), hoher Arbeitslosigkeit sowie eines Reform-, Spar- und Privatisierungswillens der griechischen Regierung, welcher von Vertretern sowohl der EU als auch des Internationalen Währungsfonds (IWF) als noch zu gering angestuft wird, steigt die Verschuldung nach wie vor an. Analysten gehen zumindest bis 2013 von einer weiteren Zunahme aus, bis die jetzigen Maßnahmen Wirkung zeigen werden. Der Abschluss eines weiteren Rettungspakets mit einem Volumen von bis zu 60 Mrd. Euro wird immer wahrscheinlicher, um Griechenland bis 2013 Luft zu verschaffen.

Der deutliche Rückgang der Baugeldzinsen in den letzten Wochen ist unseres Erachtens der Sorge um den Euro geschuldet. Sollten das Thema „Inflation“ in den nächsten Wochen wieder in den Vordergrund rücken, dürfte sich der Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Da die Zinsaufschläge für Darlehen mit 15, 20 oder sogar 30 Jahren Zinsbindung nur moderat sind (flache Zinsstrukturkurve), sollten Kunden die eine Finanzierung benötigen, die Vorzüge einer langfristigen Zinsbindung prüfen. Die letzten acht Monate haben eindrucksvoll gezeigt, wie schnell der Zinsmarkt ansteigen kann.

Quelle: Zinsprognose 2012 der Dr. Klein & Co. AG vom 19.05.2011 auf Zinsentwicklung.de

Mrz
10

Zur Überraschung der Marktteilnehmer hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag nicht nur klar und deutlich vor den Inflationsgefahren im Euroraum gewarnt, sondern auch eine Leitzinserhöhung schon für die nächste Sitzung im April in den Bereich des Möglichen gerückt. Damit hat er die Renditen am Anleihemarkt erst einmal kräftig nach oben schnappen lassen, nachdem sich in den Wochen zuvor eher eine Tendenz sinkender Renditen gezeigt hatte. Auf den ersten Blick erscheinen die Aussagen von Herrn Trichet logisch und im Sinne einer stabilitätsorientierten Geldpolitik der EZB nur konsequent. Fast möchte man sagen, Herr Trichet wollte damit bewusst zeigen, dass der Abgang von Bundesbankpräsident Axel Weber, den viele Beobachter ja als klaren Protest gegen eine zukünftig politisch opportun agierende Notenbank interpretiert haben, unbegründet ist. Also ein klares Zeichen an die Politik und an die Märkte, dass die EZB auch in Zukunft unabhängig von politischen Einflüssen agieren wird. Dazu muss man auch sehen, dass Herr Trichet am Ende seiner Amtszeit steht und nichts mehr zu verlieren hat. Auf jeden Fall möchte er als erfolgreicher und konsequenter Notenbanker in die Geschichtsbücher eingehen und nicht als derjenige, der die EZB der Willkür der Politik ausgeliefert hat. Aber gerade dieser Trichet war es auch, der gegen den Widerstand der Bundesbank und einiger anderer Traditionalisten das Ankaufsprogramm für Staatsanleihen gestartet hat und damit den eigentlichen Sündenfall aus Sicht Vieler verantwortet. Ist der jetzt eingeschlagene scharfe Ton also doch nur eine Maßnahme, um die eigene Reputation wieder zu verbessern?

Preissteigerungen bei Energie-, Rohstoff- und FinanzierungskostenKlar ist, dass die zuletzt stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise und die gut laufende Konjunktur in einer Reihe von Ländern zu Preissteigerungen führen. Besonders in den BRIC-Ländern, die besonders dynamisch wachsen, ist dieser Druck mit Sorge zu erkennen. Eine Hauptursache für die Dynamik in diesen Ländern liegt aber auch in der Dollar-Koppelung ihrer Währungen und damit im Import der Null-Zins-Politik der USA. Zinserhöhungen in der Eurozone werden daran nichts ändern, solange nicht auch die US-Notenbank auf einen restriktiveren Kurs einschwenkt. Davon ist aber vorerst nichts zu sehen. Die jetzige Ankündigung treibt vielmehr den Euro gegenüber dem Dollar und den anderen dollargebundenen Währungen nach oben und schwächt so die europäischen Wachstumsaussichten. Dazu kommt, dass der starke Anstieg der Energiepreise auch von der aktuell instabilen Lage in den nordafrikanischen und arabischen Ländern getrieben wird. Gegen diese Preistreiber können aber auch höhere Zinsen nichts ausrichten – im Gegenteil, sie erhöhen die Kreditkosten und führen zu noch mehr Preisauftrieb. Zu guter Letzt ist zu beachten, dass die Welt und auch Europa derzeit unter einer schweren Schuldenkrise leidet und daher jeder Anstieg der Finanzierungskosten zu einer weiteren Erhöhung der Defizite führt. Zinserhöhungen führen somit zu weiteren Spannungen im Eurogebiet, da besonders die schwachen Euroländer bereits an der Kippe zu Zahlungsunfähigkeit stehen. Aber auch in den noch als stark geltenden Ländern ist die Schuldenlage kritisch und schränkt bereits jetzt die Handlungsfähigkeit der Regierungen ein. Auch wenn Herr Trichet mit den Äußerungen von gestern den Finanzmärkten ein Zeichen der Berechenbarkeit und der Stabilitätsorientierung senden wollte, so muss man sich doch über das Timing wundern.Bezüglich der Zinsentwicklung 2011 scheinen Leitzinserhöhungen in Euroland schon im April auf jeden Fall zu früh zu sein. Die Gefahr besteht, dass man sich von der Konjunkturerholung in Deutschland blenden lässt und vorschnell auf Bremsmanöver setzt während der große Rest Europas in einer strukturellen Krise verharrt und durch einen restriktiven Kurs der Notenbank behindert wird. Japan hat in den vergangenen zehn Jahren mehrmals diesen Fehler gemacht und ist damit immer tiefer in die Deflationsspirale geraten.

Tendenz zu höheren Zinsen über alle Laufzeiten
Ziel von Herrn Trichet ist es sicher auch, durch eine Erhöhung der kurzen Zinsen auch die Inflationserwartungen und damit die Risikoaufschläge für langlaufende Staatsanleihen zu kontrollieren. Gestern ist ihm das nicht gelungen. Die Märkte sind eher verunsichert worden, weil davon ausgegangen wird, dass es nicht bei einem Zinsschritt bleibt, wenn Trichet erst mal anfängt die Leitzinsen zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass diese Verunsicherung auch die nächsten Wochen anhalten wird und erwarten recht deutliche Schwankungen am Zinsmarkt mit einer Tendenz zu höheren Zinsen bei allen Laufzeiten.

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2011 der Interhyp AG von 04.03.2011

Feb
24

Die Politik und Finanzwelt wurde vor kurzem von Axel Weber, Präsident der Bundesbank, überrascht, der mitteilte, seinen Posten zu Ende April dieses Jahres ruhen zu lassen. Weber gilt als Zentralbanker, der konsequent auf das Ziel der Preisstabilität bedacht ist und dieses auch offen gegenüber seinen europäischen Amtskollegen vertritt. So stellte er sich als Mitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) im Rahmen der Euro-Verschuldungskrise gegen den Plan, Staatsanleihen finanziell schwacher, europäischer Länder durch die EZB aufzukaufen und warnte stattdessen vor schwer zu prognostizierenden Inflationsrisiken. Mit seinem designierten Nachfolger, Jens Weidemann, tritt nun ein erst 42-jähriger jedoch beruflich erfahrener Ökonom seine Nachfolge an. Als enger Mitarbeiter der Bundeskanzlerin verantwortete er unter anderem die Vorbereitung von G-8 und G-20 Treffen der Staats- und Regierungschefs und war gerade in jüngster Zeit maßgeblich in die Ausarbeitung der Krisenrettungs-Pläne im Rahmen der europäischen Finanz- und Wirtschaftkrise eingebunden. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich der neue Bundesbankpräsident, der bereits einmal als
Abteilungsleiter für Geldpolitik und monetäre Analyse bei der Bundesbank tätig war, in seiner neuen Aufgabe gegenüber der Politik profilieren kann und mit welcher Deutlichkeit dann auch das Thema Geldwertstabilität auf europäischer Ebene weiterverfolgt wird. Apropos Geldwertstabilität: Während Jean-Claude Trichet (Chef der EZB) Ende Januar noch keine nachhaltigen Inflationsgefahren sah, deutete das EZB-Mitglied Bini-Smaghi letzte Woche vielleicht schon die Zinswende an: „ Da die Wirtschaft sich schrittweise erholt und der Inflationsdruck steigt, muss die geldpolitische Lockerung überprüft und möglicherweise korrigiert werden.“ Zu der Entwicklung der Rohstoffpreise stellte er weiterhin fest, dass diese ebenfalls einen unvermeidbaren Einfluss hätte, die EZB die Inflationserwartung kontrollieren müsse und dass man dazu bereit wäre – falls nötig – auch vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

Ein zusätzlicher Anstieg des Ölpreises – neben anziehender wirtschaftlicher Entwicklung weltweit – ist seit kurzem der Entwicklung in einigen arabischen und nordafrikanischen Staaten geschuldet: Zum einen produzieren einige Staaten selbst Öl zum anderen sind manche Anrainer-Staaten am Suezkanal, einem der wichtigsten Seewege für die westliche Welt. Unruhen oder gar Bürgerkriege hätten weiter steigende Ölpreise bzw. erhöhte Frachtkosten auf Grund längerer Seewege zur Folge. Ungeachtet aller europäischen und weltwirtschaftlichen Ereignisse entwickelt sich die Stimmung im deutschen Unternehmenssektor dynamisch. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im Februar erneut und erreichte wieder einen Rekordwert seit der Wiedervereinigung. Auf europäischer Ebene bleibt abzuwarten, ob Portugal – entgegen eigenen Aussagen – EU-Hilfe in Anspruch nehmen und unter den Rettungsschirm schlüpfen muss. Die nächsten Anleihe-Auktionen von Portugal stehen zwar erst in der ersten und zweiten Märzwoche an, schon jetzt ist allerdings zu beobachten, dass die Renditeaufschläge z.B. gegenüber Bundesanleihen wieder signifikant ansteigen.
Auf Grund der vielschichtigen, marktbewegenden Themen gehen wir in den nächsten Wochen von überdurchschnittlich stark schwankenden Entwicklungen auf dem Zinsmarkt aus. Finanzierungskunden sollten vorübergehende Rückgänge konsequent nutzen, um Finanzierungen langfristig mit einer Tilgung von mindestens 2 Prozent abzuschließen. Eine 15-jährige Zinsbindung ist derzeit 0,40 Prozentpunkte teurer als eine 10-jährige Zinsbindung. Obwohl dies auf den ersten Blick deutlich teuer erscheint, kann sich der Finanzierungskunde weitere fünf Jahre Zinssicherheit erkaufen. Sollten die Zinsen in zehn Jahren noch einmal deutlich günstiger sein, steht darüber hinaus einer Umschuldung auf Grund des gesetzlichen Sonderkündigungsrechts nichts im Wege. Welche Zinsbindung die geeignete ist, erörtert gerne einer unserer Baufinanzierungsberater.

Tendenz:
Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2012 der Dr. Klein & Co. AG vom 24.02.2011

Jan
08

2011 wird für die Zinsmärkte ein Jahr voller Herausforderungen werden. Für Kreditkunden bedeutet das erhöhte Aufmerksamkeit. Aus unserer Sicht haben die Kapitalmarktzinsen in den USA und damit auch in Euroland im September den 30-jährigen Abwärtstrend gebrochen und eine lang andauernde Phase steigender Zinsen eingeleitet. Ein solcher Trendwechsel historischer Dimension braucht natürlich Zeit, sich auszubilden und somit sehen wir 2011 als ein Übergangsjahr, in dem es zu heftigen Schwankungen kommen wird. Gerade in den ersten Wochen des Jahres halten wir nach den Zinsanstiegen seit September eine technische Gegenbewegung nach unten für möglich und empfehlen Baugeldkunden, diese konsequent zur Sicherung ihrer Konditionen zu nutzen.

Mehrere Gründe sind für den Trendwechsel am Zinsmarkt verantwortlich: Die entwickelten Volkswirtschaften befinden sich in einer historischen Schuldenkrise. Das gilt für die USA im Besonderen, aber auch für weite Teile Europas und für Japan. Da das Wachstum in diesen Ländern nicht mehr ausreicht, um eine sichere Bedienung dieser zunehmenden Schulden sicherzustellen, sind die Notenbanken inzwischen eingesprungen und leisten Überbrückungshilfe durch Nullzinspolitik und Aufkäufe von Staatsanleihen. Trotz dieser Maßnahmen haben die langlaufenden Anleihen aber begonnen, deutlich höhere Risikoprämien aufzubauen, da den Investoren klar ist, dass die Notenbanken nicht auf Dauer die Staatsdefizite finanzieren können. Dieser Trend wird sich fortsetzen, da das Gelddrucken der Notenbanken auch noch den Nebeneffekt hat, dass die Investoren steigende Inflationsraten befürchten und damit Sachwerte vorziehen. Höhere Zinsen werden aber die Finanzierung der Schulden noch schwieriger gestalten. Eine Fortsetzung und Ausdehnung der Schuldenkrise in Euroland ist daher wahrscheinlich. Und die USA laufen immer mehr Gefahr, ihren AAA-Status zu verlieren. Es scheint jedenfalls so, als hätten die Notenbanken die Kontrolle über die langfristigen Kapitalmarktzinsen verloren.

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2011 der Interhyp AG vom 07.01.2011

Dez
28

Trendwende erreicht / Langfristige Baukredite und Forward-Darlehen werden teurer

Der anstehende Jahreswechsel ist ein guter Anlass, um einen Blick auf die Entwicklung der Baugeldzinsen in 2011 zu wagen. Robert Haselsteiner, Zinsexperte und Vorstand der Interhyp AG, analysiert die Marktentwicklungen der vergangenen Monate, deren Folgen für Baugeldkonditionen und gibt Tipps, worauf Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer im neuen Jahr achten sollten.

Rückblick 2010

“Das Jahr 2010 war von der Schuldenkrise in Euroland, der anhaltenden Wirtschaftsschwäche der USA und einer starken Erholung in Asien und gerade auch im exportstarken Deutschland geprägt. Die Notenbanken haben zwar die Leitzinsen auf den historisch tiefen Ständen belassen, mit dem massiven Aufkauf von Staatsanleihen aber auch die Furcht vor Inflation und Währungsverfall geschürt. Das führt seit September zu steigenden Kapitalmarktzinsen und Baugeldkonditionen”, so Haselsteiner und fügt hinzu: “Die Trendwende am Zinsmarkt hat sich damit aus unserer Sicht vollzogen.”

Doch trotz der jüngsten Anstiege gehören die aktuellen Zinssätze mit unter 4,5 Prozent effektiv für lange Laufzeiten zu den niedrigsten der vergangenen 50 Jahre. So kann selbst bei einer Tilgung von 2 Prozent mit einer Monatsrate von 780 Euro ein 15jähriges Darlehen über 150.000 Euro aufgenommen werden. Für ein 200.000 Euro-Kredit fällt eine Rate von 1.040 Euro an.

Ausblick für die Zinsentwicklung 2011

Zinsexperte Haselsteiner rechnet für 2011 mit tendenziell steigenden Zinsen, da die Notenbanken zunehmend unter Druck stehen werden die Liquiditätshilfen schrittweise aus dem Markt zu nehmen. “Erste Leitzinserhöhungen in der 2. Jahreshälfte könnten das unterstreichen. Während die Defizitländer in Europa weiterhin mit Wachstumsschwierigkeiten kämpfen werden und auch von einer weiteren Zuspitzung des Schuldenkonflikts auszugehen ist, erwarten wir für Deutschland nur Positives. Die strengen Reformen und der Verzicht der letzten zehn Jahre machen sich jetzt bezahlt und haben Deutschland extrem wettbewerbsfähig gemacht. Starkes Wachstum und hohe Beschäftigung sind daher auch die Grundlage für einen anziehenden Immobilienmarkt”, fügt er an. Sein Rat lautet: “Kaufinteressenten sollten nicht zu lange warten, sondern die Gunst der Stunde nutzen, bevor die Preise und die Zinsen zu stark steigen.”

Handlungsempfehlungen 2011

Die ersten Monate des neuen Jahres sollten Bauherren und Immobilienkäufer nutzen, um die Baugeldkonditionen für einen möglichst langen Zeitraum festzuschreiben. Des Weiteren erlauben die niedrigen Zinsen eine erhöhte Tilgungsrate und damit eine schnellere Schuldenfreiheit.

Darlehensnehmer, die bereits in den eigenen vier Wänden wohnen, sollten im Frühjahr 2011 mit einem unabhängigen Berater klären, wie sie bei ihrer Anschlussfinanzierung ein späteres Zinsanstiegsrisiko vermeiden können. Denn auch wenn die Sollzinsbindung bestehender Baukredite erst in 12 bis 60 Monaten abläuft, können Immobilienbesitzer schon heute von den niedrigen Zinsen profitieren – je nach Vorlaufzeit durch bereitstellungszinsfreie Baukredite oder Forward-Darlehen.

Quelle: Pressemitteilung zur Zinsentwicklung 2011 der Interhyp AG vom 28.12.2010

Aug
23

Weiterhin enttäuschende Konjunkturindikatoren in den USA haben den Pessimisten neue Nahrung gegeben und die Zinsen für US-Staatsanleihen weiter nach unten getrieben. Gleichzeitig sind die Aktienkurse noch mehr unter Druck gekommen, da viele Investoren die Gewinnaussichten der Unternehmen vor diesem Hintergrund kritischer einschätzen. Für das zweite Quartal wird in den USA jetzt mit einem Wirtschaftswachstum von nur noch 1,4% annualisiert gerechnet. Dies ist viel zu wenig, um dem schwachen Arbeitsmarkt positive Impulse geben zu können. Die hohe Arbeitslosigkeit scheint noch viele Quartale das dominante Thema in Amerika zu bleiben und drückt zusammen mit den sehr schwachen Immobilienpreisen weiterhin auf die Konsumnachfrage, die für rund 70% der US-Wirtschaftsleistung verantwortlich ist. Die Euro-Zinsen gehen derzeit im Gleichschritt mit nach unten. Besonders die deutschen Bundesanleihen sind als Hort der Sicherheit bei Investoren gefragt. Die zehnjährigen Bunds haben diese Woche mit 2,29% einen neuen historischen Tiefstand erreicht, da offensichtlich auch im Eurogebiet derzeit die Deflationsangst stärker ist als die Furcht vor mittelfristigen Inflationsschüben. Es scheint ganz so, als ob sich die von den Notenbanken in den vergangenen zwei Jahren im Zuge der Krisenbekämpfung geschaffene Liquidität damit verstärkt in den Anleihemärkten ansammelt. Nach den Aktienmärkten zur Jahrtausendwende und den angloamerikanischen Immobilienmärkten von 2005 bis 2007 entsteht damit die nächste große Blase, die durch die lockere Geldpolitik der Notenbanken gefördert wird. Wann diese platzt, ist genauso wie bei den früheren Ereignissen schwer vorhersehbar. Dass dies dennoch passieren wird, steht fest. Derzeit scheint jedoch die Nachfrage nach Anleihen weiter ungebrochen und dies treibt vorerst das Geschehen. Für die nächsten Tage erwarten wir weitere Senkungen der Baugeldzinsen durch die Banken, die inzwischen von den günstigeren Refinanzierungskonditionen am Rentenmarkt profitieren und diese schrittweise an die Kunden weitergeben.

Für Baugeldkunden bleibt die Spekulation auf sinkende Zinsen jedoch riskant. Jederzeit können technische Korrekturen zu kräftigen Zinsanstiegen führen. Das mittelfristige Bild bleibt angesichts der oben beschriebenen Blase gefährlich. Baufinanzierungen laufen in der Regel 25-30 Jahre und daher ist es sicherlich empfehlenswert, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme bei den aktuell historisch tiefen Niveaus festzuschreiben und abzusichern. Grundsätzlich raten wir, bei diesen niedrigen Zinsen eine Tilgung von zwei bis drei Prozent zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind momentan zum Beispiel sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit bereits jetzt ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung 2011 eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: abwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2011 der Interhyp AG

Jul
17

Trotz leichter Schwankungen im Wochenverlauf schließt der Zinsmarkt praktisch unverändert zum vergangenen Freitag. Und trotz schwacher Konjunkturzahlen in den USA und einem im Gegensatz zu den Erwartungen im zweiten Quartal etwas schwächeren Wirtschaftswachstum in China zeigten sich die Investoren doch risikobereiter. Leichte Kursgewinne an den Aktienmärkten und eine gute Nachfrage nach höher verzinsten Anleihen schwächerer Schuldner waren die Folge. Auch am signifikanten Wertzuwachs des Euro gegenüber dem US-Dollar ist diese Tendenz zu erkennen. Das hat zu einer recht deutlichen Korrektur des Goldpreises geführt, der von einem Höchststand von 1.040 Euro pro Unze auf jetzt 920 Euro korrigiert hat. Der Euro hat selbst gegenüber Schweizer Franken und Sterling im Wochenverlauf deutlich gewonnen. Offensichtlich haben viele Investoren zuletzt doch gemerkt, dass der Euro nicht nur aus Griechenland, Portugal und Spanien besteht, sondern auch Globalisierungsgewinner wie Deutschland und Holland enthält, die sich zuletzt sehr viel besser schlugen als die USA. Die alte D-Mark wäre daher sicher derzeit ähnlich stark wie der Schweizer Franken. Von den Notenbanken ist vorerst keine Gefahr für den Zinsmarkt zu erkennen. Die US-Notenbank hat angesichts einer abflauenden Konjunktur und eines schwachen Arbeitsmarktes keinen Spielraum für eine restriktivere Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank muss weiterhin ihre Zinspolitik nach den schwachen Südländern ausrichten und die Banken mit billigem Geld versorgen. Für Deutschland ist das vorerst ein perfektes Umfeld. Hohe Produktivität, attraktive Produkte und jetzt zusätzlich noch Kapitalmarktzinsen, die bezogen auf die deutsche Konjunktursituation eigentlich zu niedrig sind, bieten gute Chancen für weiteres Exportwachstum und steigenden Binnenkonsum. Davon könnte in den nächsten Jahren ebenso der Immobilienmarkt stark profitieren. Die tiefsten Finanzierungskonditionen seit 50 Jahren treffen auf erhöhte Kaufkraft und ein zuletzt geringes Angebot an neuen Immobilien. In vielen Städten liegen die Kaufpreise für Bestandsimmobilien noch dazu deutlich unter den heutigen Herstellungskosten. Vor diesem Hintergrund könnte nach rund 15 Jahren Flaute wieder Bewegung in den Markt kommen.

Baugeldkunden sollten die aktuell sehr tiefen Zinsen konsequent nutzen und ihre Konditionen mit längeren Laufzeiten absichern. Trotz aller kurzfristigen Schwankungen und der Verlockung noch tieferer Konditionen, gilt weiterhin: Wir empfehlen, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Sollzinsbindungen festzuschreiben und damit für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Baufinanzierungskunden müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken, in denen sie monatliche Zahlungen leisten. Daher sollten sie sich auf keine Spekulation einlassen. Die Zinsen sind derzeit historisch tief und implizieren ein Deflationsumfeld für die nächsten Jahre. Eine Inflationsprämie ist in den aktuellen Zinssätzen nicht mehr enthalten. Grundsätzlich empfehlen wir, bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2 bis 3 Prozent zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind momentan zum Beispiel sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit bereits jetzt ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinsprognose 2011 der Interhyp AG

Jun
19

In der vergangenen Woche ist es sowohl am Devisen- als auch am Zinsmarkt zu einer Atempause gekommen. Fast scheint es so, als ob die Euro-Bären kurzfristig ermüdet sind und einige davon auch Gewinne auf ihren Positionen gegen den US-Dollar mitgenommen hätten. Gleichzeitig sind auch die Fluchtkäufer von deutschen Bundesanleihen erlahmt. Dies hat die Zinsen in Deutschland um rund 0,15 Prozentpunkte ansteigen lassen. Offensichtlich warten viele Investoren, die grundsätzlich mit einem weiteren Rückgang des Euro rechnen, ab, ob es von den EU-Politikern weitere Hinweise gibt, wie sie mit der Schuldenkrise und dabei vor allem mit den Herausforderungen Spaniens umgehen wollen. In solchen Marktphasen sind Gewinnmitnahmen daher verständlich. Dies führt zu einer gefühlten Entspannung an den Märkten. Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass diese Ruhe lange anhält. Für Euro-Bären ist ein Wechselkurs von 1,23 gegen den Dollar eher wieder eine Einladung, neue Euro-Short Positionen aufzubauen. Schließlich erwarten diese Investoren auf jeden Fall eine 1:1-Relation der beiden Währungen. Mehr Unruhe am Devisenmarkt wird aber auch die Stimmung an den Aktienmärkten eintrüben und dann sind Bundesanleihen wieder gesucht. Wir rechnen daher in den nächsten Wochen mit durchaus stärkeren Tagesschwankungen am Zinsmarkt, wobei wir uns gemessen am Bund-Future zwischen 127,70 und 130,00 Punkten bewegen sollten. Dass Gold im Wochenverlauf fast auf den alten Höchststand von 1250 Dollar geklettert ist, deutet auf die stetige Sorge hin, die unter einer ruhigeren Oberfläche regiert.

Baugeldkunden sollten daher Tage mit Zinsausschlägen nach unten nutzen und ihre Konditionen mit längeren Zimslaufzeiten absichern. Trotz aller kurzfristigen Schwankungen und der Verlockung auf noch tiefere Konditionen zu warten, gilt weiterhin eine Grundaussage: Wir empfehlen, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Sollzinsbindungen festzuschreiben und damit für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Baufinanzierungskunden müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken, in denen sie monatliche Zahlungen leisten. Daher sollten sie sich auf keine Spekulation einlassen. Die Zinsen sind derzeit historisch tief und implizieren ein Deflationsumfeld für die nächsten Jahre. Eine Inflationsprämie ist in den aktuellen Zinssätzen nicht mehr enthalten. Grundsätzlich empfehlen wir bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2 bis 3 Prozent zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind momentan zum Beispiel sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zu vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit bereits jetzt ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung bis 2011 eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Interhyp AG vom 18.06.2010

Apr
06

Schwache Konjunkturdaten in den USA haben diese Woche den Anleihemarkt unterstützt und die Nachfrage nach Staatsanleihen hoch gehalten. Besonders der US-Arbeitsmarkt zeigt weiterhin keine wirkliche Dynamik und nach Angaben der privaten Arbeitsagentur ADP scheinen, entgegen den Erwartungen, auch im März wieder Arbeitsplätze abgebaut worden zu sein. Auch in Euroland blieb die Nachfrage nach sicheren Bundesanleihen angesichts der anhaltenden Diskussion um Griechenland hoch. Das hat die Zinsentwicklung für die langfristigen Zinsen vorerst tief gehalten. Zwar hat Griechenland diese Woche eine neue siebenjährige Anleihe platzieren können, der Risikoaufschlag betrug aber mehr als drei Prozent gegenüber Deutschland. Das wirft weiterhin große Fragezeichen bezüglich der mittelfristigen Fähigkeit Griechenlands auf, seine Staatsschulden bedienen zu können. Generell wird das Thema Staatsverschuldung für die mittelfristige Entwicklung der Zinsmärkte (z.B.Zinsentwicklung 2011) eine immer bedeutendere Rolle einnehmen, da Griechenland nur die Spitze eines großen Eisberges ist.

Baugeldkunden sollten die aktuell historisch tiefen Zinsen konsequent nutzen, um für langfristige Kalkulierbarkeit ihrer finanziellen Belastung zu sorgen. Da die meisten Finanzierungen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung laufen, ist es mit erheblichen Risiken verbunden, zu kurze Zinsbindungen zu wählen. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf fünf oder gar zehn Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten jedoch zu den tiefsten der vergangenen 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Zinssätze in fünf oder zehn Jahren deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Über lange Zinsbindungen können Sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und durch den optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen. Dafür sollte man bei der Erarbeitung des richtigen Finanzierungskonzeptes Sorge tragen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Interhyp AG