Nov
16

- Gebrauchte Eigenheime 3 Prozent teurer als vor einem Jahr
- Keine Gefahr von Preisblasen

Das Kaufinteresse im Wohnungsmarkt nimmt nach den Beobachtungen der Immobilienmakler von LBS und Sparkassen noch weiter zu. Das schlägt sich auch in höheren Preisen für gebrauchte Objekte nieder; 3 Prozent beträgt die durchschnittliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr bei Eigenheimen und 5 Prozent bei Eigentumswohnungen. “Trotzdem ist das vereinzelte pauschale Gerede über eine Preisblase völlig unbegründet!”, so LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. “Denn immer noch sind die Preise günstig, im Schnitt bleiben sie hinter den Werten des Jahres 2000 um mehr als 10 Prozent zurück.”

Die Maklergesellschaften, an denen die Landesbausparkassen beteiligt sind (neun regionale LBS-Immobiliengesellschaften und die Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-GmbH in Bayern), haben in den ersten neun Monaten des Jahres bereits über 25.000 Immobilien absetzen können, 8 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Besonders stark war dabei das dritte Quartal mit einem Plus von 14 Prozent. Der Löwenanteil entfiel mit 18.000 Objekten auf gebrauchte Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. “Sie finden vor allem wegen der günstigen Einstiegspreise größtes Interesse”, so Hamm.

Eigenheime aus dem Bestand kosteten bei den Vermittlern von LBS und Sparkassen im Jahre 2011 bisher im Durchschnitt gut 153.000 Euro. Das ist nur wenig mehr als die Hälfte der Neubaupreise von gut 290.000 Euro. Bei Eigentumswohnungen ist der Abstand sogar noch größer, denn 96.000 Euro für Gebrauchtobjekte stehen 196.000 Euro für neue Eigentumswohnungen gegenüber. “Dabei sind die gestiegenen Preise für Neubauten zugleich Ausdruck der Tatsache, dass diese immer stärker in den Zentren der Nachfrage – den großen Ballungsräumen – entstehen”, so der LBS-Sprecher.

Nach Jahren der Preisstabilität oder leichten Preisrückgängen sei allerdings jetzt auch bei Bestandsobjekten wieder ein Preisanstieg zu beobachten; denn der Neubau reiche nicht aus, um die anziehende Nachfrage zu befriedigen. So kosteten gebrauchte Eigenheime 2011 rund 3 Prozent mehr als vor einem Jahr, bei Eigentumswohnungen aus dem Bestand liege der Preisanstieg im Schnitt bei fast 5 Prozent. Dabei gebe es zum Teil spürbare regionale Unterschiede. “Insgesamt ist das aber eine gesunde Aufholentwicklung – und weit entfernt von der Gefahr von Preisblasen”, machte Hamm deutlich. Denn der Blick zurück zeige, dass etwa zu Beginn des Jahrzehnts die Preise durchschnittlich um gut 10 Prozent höher lagen als heute. Selbst 1995 seien die Gebrauchtimmobilienpreise bundesweit nicht niedriger gewesen als jetzt.

Die Zeichen für eine weitere Aufwärtsentwicklung bei der Immobiliennachfrage sind nach Angaben des LBS-Sprechers günstig: Nach wie vor finde man historisch gute Finanzierungsbedingungen vor. Die Immobilie gelte zudem gerade jetzt als attraktive, sichere Anlage und sei eine beliebte Altersvorsorge. Hinzu komme, dass die Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven von den Menschen nach wie vor positiv eingeschätzt würden. Das sei auch an den im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegenen Baugenehmigungszahlen abzulesen. “Ein Plus von 22 Prozent in den ersten acht Monaten gegenüber 2010 spricht eine deutliche Sprache.”

Quelle: Pressemitteilung der Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen vom 15.11.2011

Sep
27

Die Eurokrise hat die Nachfrage nach Immobilien steigen lassen. Das merken auch die Maklerunternehmen. Denn viele Käufer und Verkäufer von Immobilien holen sich für den Transaktionsprozess Hilfe, um kein Risiko einzugehen. Das Problem: Die Berufsbezeichnung Immobilienmakler ist nicht geschützt. In Deutschland kann sich jeder so nennen, der die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Eine fachliche Qualifikation ist dafür nicht nötig. Doch der Beruf ist sehr komplex. Eine falsche Beratung kann die Betroffenen viel Geld kosten. Die PlanetHome AG rät daher, bei der Wahl eines Immobilienmaklers auf konkrete Punkte zu achten.

Wer im Immobiliengeschäft einen Makler als Berater hinzuzieht, will sich Zeit, Nerven und Geld sparen. Dies gelingt aber nur, wenn der Makler seriös und kompetent ist und sich auf seinen Beruf versteht. Das ist nicht automatisch der Fall, denn in Deutschland kann sich jeder als Makler bezeichnen, der eine Erlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung (GewO) besitzt. Benötigt werden hierzu ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister, eine Unbedenklichkeits-bescheinigung vom Finanzamt und Bescheinigungen, dass kein Eintrag in der Schuldnerliste vorliegt und kein Konkursverfahren anhängig ist. „Der Nachweis gesonderter Sach- oder Fachkunde ist für diese Erlaubnis nicht nötig“, erläutert Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG. Der Immobilienexperte sieht darin ein großes Problem: „Der Maklerberuf ist äußerst komplex – er geht weit darüber hinaus, Besichtigungen durchzuführen.“ Anzenberger rät daher, bei der Wahl des Maklers zunächst auf die Ausbildung zu achten: „Denn nur, wenn er sein Handwerk gründlich gelernt hat, ist ein Immobilienvermittler in der Lage, fundierte Informationen über Zustand und Wert eines Objektes abzugeben.“ Darüber hinaus könne er den jeweiligen Standort der Immobilie sowie die allgemeine Marktsituation einschätzen. Maklerrecht, Notarrecht, Grundbuchrecht und Vertragsrecht seien ihm ebenfalls nicht fremd. „Außerdem weiß ein gut ausgebildeter Makler genau, was sich hinter Abkürzungen von Fachbegriffen wie GFZ, GRZ, WEG, BauNVO oder EnEV verbirgt“, so Anzenberger weiter. Dies alles sei wichtig, um sowohl Käufer als auch Verkäufer kompetent und ausführlich beraten zu können.

Des Weiteren sei darauf zu achten, ob der ImmobiliemMakler Respekt vor dem Eigentum anderer erkennen lasse. Für Anzenberger ist das neben der Ausbildung die Basis des Maklerberufes. „Denn Immobilien haben nicht nur einen hohen Sachwert – sie haben auch einen emotionalen Wert für uns Menschen“, erläutert der Experte. „Ein seriöser, kompetenter Makler weiß, dass Häuser, Wohnungen und Grundstücke für die meisten Menschen mehr sind als reine Geschäftsgegenstände. Deshalb versteht er sich nicht ausschließlich als Vermittler, sondern eben auch als loyale Vertrauensperson, die sich Zeit nimmt – und Zeit für Entscheidungen gestattet.“

Auch das Verhalten bei einer Besichtigung lässt laut Anzenberger Seriosität und Kompetenz erkennen. Ein Makler sei nicht bloß ‚Türenöffner‘, sondern Moderator und ‚Bindeglied‘ zwischen Käufer und Verkäufer. „Bevor es zu einer Besichtigung kommt, hat er sich daher über die Immobilie ausreichend informiert. Er kennt ihren Zustand, weiß über eventuell erforderlichen Renovierungsbedarf Bescheid und kann über Vor- und Nachteile des Objektes Auskunft geben.“

Ein Punkt ist Anzenberger besonders wichtig: Vertrauen. „Immobilien haben einen hohen Stellenwert für uns Menschen. Sie bilden unser Zuhause, und wir verbringen dort einen großen Teil unseres Lebens. Für viele ist die Immobilie zudem das ganze Vermögen, das sie besitzen.“ Sowohl Kauf als auch Verkauf einer Wohnung, eines Hauses oder Grundstücks seien also weitreichende Entscheidungen. Deshalb ist die menschliche Komponente für den PlanetHome Vorstand nicht zu vernachlässigen. Sie zähle bei der Maklerwahl genauso wie bei der Wahl eines Anwalts oder Arztes. „Zwar sagt die persönliche Sympathie nichts über die Fachkenntnis aus – aber sie schafft Vertrauen.“ Und Vertrauen sei im Immobiliengeschäft ebenso wichtig wie bei den Themen Recht und Gesundheit.

Quelle: Pressemitteilung der Planethome AG vom 14.September 2011

Sep
08

Das Makler-Ranking für Immobilienmakler von “immobilienmanager”: BNP Paribas Real Estate erringt den Spitzenplatz im gewerblichen Segment, beim Wohnen trägt die Sparkassen-Finanzgruppe/LBS den Sieg davon.

Den Siegerkranz des Makler-Rankings von “immobilienmanager” darf sich BNP Paribas Real Estate aufsetzen. Die Berater-Tochter der französischen Bank hat im Jahr 2010 den höchsten Nettoumsatz unter den Gewerbemaklern erreicht. Bei den Wohnungsmaklern heißt der Erstplatzierte Sparkassen-Finanzgruppe/LBS. “immobilienmanager” publiziert das Ranking in seiner aktuellen Ausgabe 9-2011. Erstmals wurde die Rangliste in diesem Jahr in die beiden Bereiche Gewerbe und Wohnen gesplittet.

Für die Vermittlerbranche war 2010 ein gutes Jahr. Die Umsätze zogen im Vergleich zu 2009 deutlich an, wie die Zahlen des Rankings belegen. Besonders auffällig ist der Einzelhandelsspezialist Lührmann, der sich 2010 wieder vom drastischen Umsatzeinbruch des Jahres 2009 erholen konnte.

Wohnimmobilien waren im Jahr 2010 die größten Umsatzbringer für Immobilienmakler. Auf einen Netto-Umsatz von fast 278 Millionen Euro kam die Sparkassen-Finanzgruppe/LBS, gefolgt von Engel & Völkers mit 77 Millionen Euro. Mit Gewerbeobjekten machte BNP Paribas Real Estate einen Umsatz von knapp 67 Millionen Euro, der Zweitplatzierte Jones Lang LaSalle erreichte 64 Millionen Euro.

Quelle: Pressemitteilung der Immobilien Manager Verlag IMV GmbH & Co. KG vom 07.09.2011

Aug
23

Wichtigste Kriterien für Makler beim Besichtigungstermin: Berufsstatus des Interessenten und eigene Intuition/ Potentielle Mieter können mit guter Vorbereitung und Pünktlichkeit punkten – so das Ergebnis der Studie Marktmonitor Immobilien 2011 von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen

Nürnberg, 18. August 2011. Makler vertrauen ihrer Intuition: 81 Prozent beurteilen Zuverlässigkeit und Solvenz der Interessenten beim Besichtigungstermin nach ihrem Bauchgefühl. Das ergibt die repräsentative Studie Marktmonitor Immobilien 2011 von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Noch wichtiger als die subjektive Einschätzung ist jedoch der Berufsstatus des potentiellen Mieters. 85 Prozent der Makler lassen sich davon beeinflussen, ob dieser selbstständig, verbeamtet oder angestellt ist.

Der erste Eindruck zählt
Wie seriös ein Kunde ist, machen Makler an verschiedenen Merkmalen fest: 84 Prozent achten darauf, wie gut sich ein Interessent auf den Besichtigungstermin vorbereitet. Für 80 Prozent spielt die Pünktlichkeit des potentiellen Mieters eine wichtige Rolle. Ist derjenige nicht bei der Sache, kann es sich ebenfalls auf die Einschätzung des Maklers auswirken. 66 Prozent der Immobilienprofis beobachten, wie konzentriert ein Kunde beim ersten Termin ist.

Abbruch von Kundenkontakten
Machen sie mit einem Kunden schlechte Erfahrungen, scheuen sich 76 Prozent der Makler nicht, den Kontakt abzubrechen. Die häufigsten Gründe dafür sind unrealistische Preisvorstellungen oder unsachliches und unverschämtes Auftreten. Auch mangelnde Bonität und Unzuverlässigkeit können zum Abbruch des Kundenkontakts führen.

Über den Marktmonitor Immobilien 2011
Der Marktmonitor Immobilien 2011 ist eine repräsentative Studie von immowelt.de in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Die Daten für die Studie wurden innerhalb des Immobilien-Professional-Panels (IPP) der Immowelt AG erhoben, dem ersten deutschen Profi-Panel für Marktforschung in der Immobilienbranche. Am IPP nehmen ausschließlich Fachleute aus der Immobilienwirtschaft teil. Für den Marktmonitor Immobilien 2011 wurden 397 zufällig ausgewählte Makler aus ganz Deutschland befragt.

Quelle: Pressemitteilung der Immowelt AG vom 18.August 2011

Mrz
28

Immobilienmakler sind verpflichtet, Kaufangebote von Dritten an ihre Kunden weiterzuleiten. Das gilt auch für höhere Kaufangebote, die von weiteren Interessenten im Verlauf von Verkaufsverhandlungen abgegeben werden. Dies stellte auch der Ombudsmann Immobilien im IVD in seiner aktuellen Entscheidung noch einmal klar. „Interessenten können nicht erwarten, dass Immobilienmakler ihren Kunden bessere Angebote verschweigen“, erklärt Dr. Peter Breiholdt, Rechtsanwalt aus Hamburg, der seit zwei Jahren das Amt des Ombudsmannes innehat. „Der Makler würde sich in einem solchen Falle Schadensersatzansprüchen des Eigentümers aussetzen.“

Im vorliegenden Fall wurde ein Ehepaar aus Schleswig-Holstein bei der Ombudsstelle vorstellig, das sich für ein zu einem bestimmten Kaufpreis angebotenes Grundstück interessiert hatte. „Da das Angebot des Ehepaares unter den abgegebenen das niedrigste war, sprach der IVD-Makler die Empfehlung aus, dieses nachzubessern“, berichtet Dr. Breiholdt. Nach einem Gespräch mit ihrer Bank teilten die Eheleute dem Immobilienmakler mit, dass sie das Grundstück zu dem abgegebenen Angebot gerne erwerben würden. Dieser wiederum hatte in der Zwischenzeit den Verkäufer über alle abgegebenen Angebote unterrichtet, worauf sich der Verkäufer für einen anderen Interessenten entschieden hatte.

Das Ehepaar warf nun dem Immobilienmakler vor, dieser habe zu einem unzulässigen Bieterverfahren aufgerufen. Diesen Vorwurf konnte der Ombudsmann Immobilien jedoch nicht bestätigen. „Es handelte sich hier nicht um einen Aufruf zum Bieterverfahren. Der Immobilienmakler ist lediglich seiner Verpflichtung nachgekommen, seinen Kunden über höhere Kaufangebote zu informieren, so dass dieser sich auf Basis aller abgegebenen Angebote für einen Interessenten entscheiden kann“, erläutert Dr. Breiholdt seine Entscheidung. Es sei zwar verständlich, dass das Ehepaar enttäuscht gewesen sei, den Zuschlag nicht erhalten zu haben. Dennoch könne in diesem Fall nicht dem Makler die Schuld gegeben werden. Dieser habe schließlich nur seine ihm nach der Rechtsprechung obliegenden Verpflichtungen gegenüber seinem Kunden wahrgenommen.

Quelle: Pressemitteilung des IVD vom 24.03.2011

Mrz
11

Immobilienmakler sind nicht befugt, einen Gläubiger als Beteiligten im Sinne von § 9 ZVG in einem gerichtlichen Zwangsversteigerungsverfahren zu vertreten. Dies stellte der Bundesgerichtshof jetzt in einem Versäumnisurteil(I ZR 122/09)  fest. Einen Bieter dürfen Immobilienmakler dagegen weiterhin in einer Zwangsversteigerung vertreten.

Rechtsanwälte, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit für Gläubiger gerichtliche Zwangsversteigerungstermine wahrnehmen hatten gegen eine Immobilienmaklerin geklagt, die ihren Kunden diese Dienstleistung ebenfalls anbot. Die Rechtsanwälte vertreten die Ansicht, seit dem Inkrafttreten des Rechtsdienstleistungsgesetzes am 1. Juli 2008 sei die Vertretung in Zwangsversteigerungsverfahren nur noch Rechtsanwälten und denjenigen Personen gestattet, welche die in § 79 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 bis 4 ZPO genannten Kriterien erfüllten. Immobilienmakler gehörten jedoch nicht dazu. Da die Immobilienmaklerin auch nach dem 1. Juli 2008 ihr Angebot aufrechterhielt, sahen die Kläger einen wettbewerbsrechtlich relevanten Verstoß. Dem gab das Landgericht auch statt. Der Bundesgerichtshof bestätigte dieses Urteil jetzt im Revisionsverfahren(I ZR 122/09).

Mrz
10

In einem spürbar lebhafteren Wohnungsmarkt verzeichnen die zehn LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I), die größte Maklergruppe Deutschlands, mit 31.500 verkauften Immobilien im Wert von über 4,5 Milliarden Euro für 2010 wie schon im Vorjahr ein Wachstum von 10 Prozent. Insgesamt ist das Vermittlungsergebnis mit Abstand das beste des Jahrzehnts. “Im wichtigsten Bereich, bei Einfamilienhäusern, wurde mit 14.500 Objekten sogar ein absoluter Rekord erreicht”, hob LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm hervor. Neun von zehn Angeboten für Eigenheime und Eigentumswohnungen kämen zwar aus dem Bestand. Erstmals nach vielen Jahren sei jedoch auch wieder ein Anstieg beim Kauf von Neubauten zu verzeichnen.

Der Wohnungsmarkt hat sich nach LBS-Angaben in Deutschland ganz anders entwickelt als in vielen Ländern, wo Preisblasen geplatzt seien und jetzt anhaltendes Überangebot herrsche. Hierzulande habe sich bereits 2009 abgezeichnet, dass die Wohnungsnachfrage gestärkt aus der Krise hervorgeht. Mit der Wirtschafts- und Arbeitsmarktbelebung würden nun vermehrt die günstigen Finanzierungsbedingungen zum Kauf von Immobilien genutzt. Das gilt inzwischen auch für Mietobjekte, die wieder als sichere und ertragreiche Anlage geschätzt werden, nach wie vor aber auch für das selbstgenutzte Wohneigentum, das sich nach den Worten des LBS-Sprechers in der Krise besonders bewährt habe und attraktiver denn je sei.

Vor allem Gebrauchtobjekte mit ihrer vielfach guten Lage in gewachsenen Strukturen verkauften sich nach wie vor auch über den Preis. So habe im Jahr 2010 ein Eigenheim aus dem Bestand im Schnitt knapp 150.000 Euro gekostet, für Eigentumswohnungen habe der Durchschnittspreis bei rund 92.000 Euro gelegen. “Die Zeit der Schnäppchen bei den Gebrauchtimmobilien geht jedoch zu Ende, denn ihre Preise sind zuletzt weiter angestiegen, und zwar nach unseren Marktdaten um zwei bis vier Prozent gegenüber dem Vorjahr,” so Hamm.

Noch allerdings ist nach Hamms Worten der Preisabstand zu Neubauobjekten im LBS-I-Angebot beträchtlich und bietet fast überall gute Einstiegsbedingungen auch für Normalverdiener. Dagegen seien neue Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Durchschnittspreis von deutlich über 250.000 Euro vermittelt worden, also um mehr als zwei Drittel teurer als gebrauchte Eigenheime. Neue Eigentumswohnungen wiesen im Schnitt mit gut 195.000 Euro sogar mehr als doppelt so hohe Preise auf wie Bestandsobjekte. Allerdings böten Neubauten insbesondere bei der energetischen Qualität erhebliche Vorteile, und sie entstünden zunehmend in den attraktiven Ballungsregionen. Bei den Preisvorteilen der Gebrauchtimmobilien sei zudem zu beachten, dass auf die Käufer häufig in diesem Zusammenhang Modernisierungsaufwand zukomme.

Für 2011 sieht der LBS-Sprecher gute Anzeichen für eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Sobald den Kaufinteressenten klarer werde, dass die Immobilienangebote knapper bzw. tendenziell teurer werden und auch die Zinsen eher steigen als sinken, dürften sie die in den letzten Jahren noch gezeigte Zurückhaltung aufgeben. “Außerdem ist vielen noch gar nicht so richtig bewusst, dass der Staat sie über Wohn-Riester-Zulagen und -Steuervergünstigungen beim Bau oder Kauf mit hohen fünfstelligen Beträgen unterstützt, und dies ohne dass es Einkommensgrenzen gäbe”, schließt Hamm.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen vom 10.03.2011

Feb
17

 Im Gegensatz zu anderen Institutionen der Branche, wertet die Deutsche ImmobilienberaterVerbund (DIV) GmbH die Ablehnung der Bundesregierung, Maklergebühren gesetzlich zu regeln, als nicht positiv. Dessen Geschäftsführer Raimund Wurzel begründet dies: “Nahezu alle Länder in Europa sowie vorbildhaft USA und Kanada haben ihr Maklergewerbe und die damit zusammenhängende Maklerprovision durch Gesetze und Vorschriften geregelt. In diesen Staaten werden fast 100 Prozent der Immobilientransaktionen über Immobilienmakler abgewickelt, die ein hohes Ansehen genießen. Als eines der wenigen europäischen Länder hat Deutschland keine solche Regelung – obwohl wir die gleichen Strukturen aufweisen. Um dem Schutz- und Sicherheitsbedürfnis der Verbraucher Rechnung zu tragen, ist es meiner Ansicht nach notwendig, auch in Deutschland eine bundesweit einheitliche Anpassung an die europäische Dienstleistungsrichtlinie einzuführen – analog der Finanzdienstleister.”

Eine qualitative Zulassungsregelung für Makler zur Eröffnung eines Immobilienbüros sei sinnvoll und stelle keine Einschränkung der Gewerbefreiheit dar. Schließlich dürften auch Selbstständige – wie beispielsweise Kfz-Betriebe oder Friseure – ihre Geschäftstätigkeit nur aufnehmen, wenn sie einen Meisterbrief vorweisen können. Dies diene zur Sicherheit der Kunden und stärke das Vertrauen in die Dienstleistung.

Die Freiheit der Wirtschaft ende dort, wo das Schutzbedürfnis der Verbraucher berührt werde. Zu diesem sicherheitsrelevanten Bereich gehören laut Wurzel auch die Vermögenswerte der Bürger – vor allem wenn es sich um größere Summen handele, wie es langläufig in Verbindung mit Immobilien der Fall sei. In der Vergangenheit hätte sich gezeigt, dass eine Regulierung nicht dem Markt alleine überlassen werden könne.

Seit vielen Jahren fordern Makler eine gesetzliche Regelung zur Ausbildung und Zulassung, so Wurzel. Da die Provisionsfrage in den anderen europäischen Ländern geklärt sei, solle dies auch im deutschen Markt möglich sein. DIV arbeitet überwiegend mit Innenprovision – was sich in der Praxis bereits bewährt hat.

Quelle: Pressemitteilung der ImmobilienberaterVerbund (DIV) GmbH vom 04.02.2011

Dez
01

Lärm- und Geruchsbelästigung hohe Hürden bei der Vermarktung von Immobilien / Auch hoher Migrantenanteil macht Verkauf und Vermietung schwierig / Studie Marktmonitor Immobilien 2010 von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen, zeigt Unterschiede zwischen Groß- und Kleinstadt.

Die Lage spielt für Immobiliensuchende eine entscheidende Rolle. In einer Gegend, in der die Wohnqualität durch Lärm oder Gerüche beeinträchtigt wird, gestaltet sich die Immobilienvermarktung daher schwierig. Das gilt auch für ein Objekt in einer Umgebung mit hohem Migrantenanteil. So das Ergebnis der repräsentativen Studie Marktmonitor Immobilien 2010 von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen, bei der 752 Immobilienmakler aus ganz Deutschland befragt wurden.

Hohe Hürden bei der Vermarktung
Von den befragten Immobilienmaklern gaben 82 Prozent an, dass der Verkauf bzw. die Vermietung eines Hauses oder einer Wohnung durch Lärmbelästigung im Umfeld stark bis sehr stark beeinflusst wird. Ähnlich problematisch beurteilen 78 Prozent der Befragten die Situation bei Geruchsbeeinträchtigung. Bei Immobilien in einer Gegend mit hohem Migrantenanteil sehen 75 Prozent der Makler ihre Arbeit als stark bis sehr stark erschwert an: Wo sich viele Menschen einer bestimmten Herkunft niedergelassen haben, sind die Objekte nur schwer an andere Personengruppen zu vermitteln.

Unterschiedliche Wahrnehmung in Stadt und Land
Lärmbelästigung ist vor allem ein Großstadtproblem. 60 Prozent der Großstadt-Makler stufen eine laute Umgebung als sehr negativ ein, während die Makler, die hauptsächlich in mittelgroßen Städten tätig sind, nur zu 47 Prozent und die Kleinstadt-Makler nur zu 46 Prozent die Beeinflussung als sehr stark empfinden.

Auch die Geruchsbelästigung sehen allen voran die Großstadt-Makler zu 57 Prozent als sehr negativ an, gefolgt von den Maklern aus mittelgroßen Städten mit 54 Prozent. Die Kleinstadt-Makler jedoch teilen nur zu 41 Prozent diese Ansicht, was sich mit der höheren Toleranz in ländlichen Gegenden gegenüber den typischen Landwirtschaftsgerüchen erklären lässt.

Das Fazit für die Immobilienvermarktung in Großstädten: Verkehrs- und Gewerbelärm sowie Abgase und Industriegerüche gehören hier zur Tagesordnung, sodass Wohnungen und Häuser in einer ruhigen Lage besonders gefragt sind.

Die repräsentative Studie Marktmonitor Immobilien 2010 wurde in Zusammenarbeit von Immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen erstellt. Befragt wurden 752 zufällig ausgewählte Immobilienmakler aus ganz Deutschland.

Quelle: Pressemitteilung der Immowelt AG vom 30.11.2010

Okt
12

Kunden werden in Maklerbüros insgesamt gut beraten, aber bei Objektbesichtigungen präsentieren sich die Mitarbeiter zu häufig mit mangelnden Kenntnissen. Dies ergab eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Die Marktforscher analysierten insgesamt 26 Immobilienmakler in den drei Städten Berlin, Hamburg und Köln. Fazit: Der Service ist insgesamt nur befriedigend.

Bei der Beratung zum Verkauf privater Wohnimmobilien in den Maklerbüros sowie am Telefon konnte die Branche hingegen überzeugen und erhielt ein gutes Qualitätsurteil. Positiv wurden von den Testern beispielsweise die meist stilvoll eingerichteten Räumlichkeiten und die motivierten Mitarbeiter beurteilt. Bei jeder fünften Beratung störten allerdings klingelnde Telefone oder Handys.

Schwächen zeigten sich vor allem bei der Besichtigung von Immobilien. “Bereits die Terminvereinbarung gestaltete sich recht schwierig”, so Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. “In fast 80 Prozent der Fälle waren mehrere Telefonate notwendig, bis ein Termin gefunden werden konnte, zudem blieben versprochene Rückrufe teilweise aus. Dies zeugt nicht gerade von großer Flexibilität und hoher Serviceorientierung”, so Möller. Bei vielen Objektbesichtigungen bemängelten die Tester die Kenntnisse der Makler zur Immobilie oder Umgebung. “Detaillierte Auskünfte zur Wärmedämmung etwa konnte nur jeder Dritte geben”, erläutert Serviceexpertin Möller.

Weiteres Manko: Die Beratungsqualität per E-Mail war im Durchschnitt nur ausreichend. Jede dritte E-Mail blieb unbeantwortet. Auf die restlichen Anfragen reagierten die Makler zwar in der Regel innerhalb eines Tages, allerdings gingen sie in zwei Drittel der Fälle nicht vollständig und strukturiert auf das Kundenanliegen ein.
Inhaltlich verständlich waren nur knapp 40 Prozent der Antworten.

In der Gesamtbetrachtung aller getesteten Immobilienmakler erzielte von Poll Immobilien Berlin die Spitzenposition. Stärke des Unternehmens war die sehr gute persönliche Beratung – vor allem die gezielte Analyse der Kundenwünsche und die Kenntnisse der Mitarbeiter bei Objektbesichtigungen. Der Berliner Makler Lanz & Melzer ImmobilienService folgte auf Rang zwei. Das Unternehmen bot die beste Filialberatung und überzeugte durch seine kompetenten und kundenorientierten Mitarbeiter. Der dritte Platz ging an Michael Schick Immobilien in Berlin, wo sowohl im persönlichen als auch im telefonischen Kontakt sehr umfassend beraten wurde.

Zum besten Berliner Immobilienmakler wurde von Poll Immobilien gekürt, zum besten Hamburger Immobilienmakler Haferkamp Immobilien, zum besten Kölner Immobilienmakler Engel & Völkers.

Im Fokus der Untersuchung stand die Beratungsqualität im Bereich “Kauf und Verkauf privater Wohnimmobilien”. Jedes Unternehmen wurde anhand von jeweils vier verdeckten Testbesuchen, zwei in den Büros vor Ort und zwei bei Besichtigungsterminen, eingehend unter die Lupe genommen. Zudem flossen jeweils fünf Tests pro Unternehmen per Telefon, E-Mail und Internet in die Analyse ein. Insgesamt ergaben sich so über 570 Kontakte zu den Maklern.

Quelle: Pressemitteilung des “Deutsches Institut für Service-Qualität” vom 02.10.2010