Jan
30

Jeder vierte Immobilienkäufer feilscht mit Erfolg um besseren Preis / Verhandlungsgeschick führt im Schnitt zu rund 10 Prozent Preisnachlass, so das Ergebnis einer repräsentativen Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale / Männer verhandeln häufiger als Frauen

Immobilienkäufer feilschen wieder mehr: 27 Prozent bestätigten in einer repräsentativen Umfrage von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, dass sie beim Haus- oder Wohnungskauf den Preis runtergehandelt haben. Im Sommer 2011 waren es mit 16 Prozent noch deutlich weniger. Mit ihrem Verhandlungsgeschick konnten die Käufer im Durchschnitt Nachlässe von 10 Prozent aushandeln, manche deutlich mehr. “Obwohl das Immobilienangebot in vielen Städten und Regionen knapp geworden ist, gibt es aufgrund des hohen Preisniveaus inzwischen wieder mehr Spielraum für Verhandlungen”, erläutert Carsten Schlabritz, Vorstand der Immowelt AG. Die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Immobilienpreise haben die Bereitschaft der Verkäufer erhöht, sich auf Verhandlungen einzulassen.

Männer feilschen häufiger als Frauen

Preisdebatten sind beim Immobilienkauf in der Regel Männersache – noch: Denn obwohl die Männer (29 Prozent) beim Feilschen noch immer aktiver sind als die weiblichen Interessenten, holen die Frauen spürbar auf. Im Sommer 2011 gaben in einer Umfrage von immowelt.de lediglich 12 Prozent von ihnen an, beim Preis zu handeln, in der aktuellen Umfrage waren es bereits 25 Prozent. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Haben sich die weiblichen Interessenten erst einmal zu Verhandlungen durchgerungen, sind sie fast genauso erfolgreich wie die Männer.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Entsprach der Preis, den Sie für Ihre Immobilie gezahlt haben, der von dem Verkäufer angegebenen Preisvorstellung?
- Ja: 68 Prozent
- Nein, ich habe mehr gezahlt: 5 Prozent
- Nein, ich habe weniger gezahlt: 27 Prozent (29 Prozent aller
Männer, 25 Prozent aller Frauen) Von denjenigen, die weniger gezahlt haben, zahlten
- 20 Prozent bis zu 5 Prozent weniger
- 33 Prozent 5 – 10 Prozent weniger
- 16 Prozent 10 – 15 Prozent weniger
- 11 Prozent 15 – 20 Prozent weniger
- 6 Prozent über 20 Prozent weniger
Für die repräsentative Studie “Wohnen und Leben 2012″ wurden im Auftrag von immowelt.de 1.012 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt.

Quelle: Pressemitteilung der Immowelt AG vom 25.01.2012

Jan
18

Effektivzins für 10-jährige Baukredite sinkt deutlich unter 3 Prozent / Optimaler Zeitpunkt dank niedrigem Refinanzierungszins

Das Jahr 2012 beginnt vielversprechend für Immobilienkäufer und Bauherren: Die Pfandbriefrenditen – ein wichtiger Indikator für die Entwicklung von Baugeld – haben ein Rekordtief erreicht. Vergangenen Freitag lag die sogenannte DGZF-Rendite für zehnjährige Pfandbriefe bei 2,40 Prozent, das ist der niedrigste Wert seit dessen Veröffentlichung 1980. “Einige Banken kalkulieren bereits mit diesem niedrigen Pfandbriefniveau, d.h. Häuslebauer und Eigenheimerwerber in Deutschland haben nun die Gelegenheit zu historisch günstigen Zinskonditionen zu finanzieren”, weiß Benjamin Papo, Vorstand bei der Interhyp AG.

Langfristige Konditionen wie Hypothekenzinsen entstehen durch Angebot und Nachfrage am Anleihemarkt. Als Orientierungsgröße für Entstehung und Verlauf der Baugeldzinsen eignet sich daher die Renditeentwicklung von deutschen Staatsanleihen und Pfandbriefsätzen wie die DGZF-Pfandbriefkurve. Um auf eine effektive Topkondition zu kommen, sind zum DGZF-Satz je nach Bank ab 0,30 Prozentpunkte Marge dazu zu rechnen.

“Der Großteil der Interhyp-Bankpartner passt seine Konditionen täglich an. Damit haben Immobilienkäufer Gelegenheit, unmittelbar von den jüngsten Marktentwicklungen zu profitieren und ihr Eigenheim zum absoluten Tiefpreis zu finanzieren. Seit Anfang dieser Woche sind Immobilienkredite mit zehnjähriger Sollzinsbindung für sogar unter 3,0 Prozent effektiv erhältlich – das ist so günstig wie noch nie”, erklärt Papo. Aber auch für Kapitalanleger ist die jetzige Situation ideal: Die niedrigen Zinsen wirken sich positiv auf die Finanzierungsbedingungen und dementsprechend auf die langfristig erzielbare Rendite aus.

Papos Empfehlung für Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer mit baldigem Finanzierungsbedarf lautet: “Angesichts vielerorts steigender Immobilienpreise sollten Interessenten mit Kaufwunsch nicht länger warten, sondern aktiv werden. Dabei gilt es, die sehr niedrigen Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum zu sichern und so doppelt zu profitieren: Von einer geringen Darlehensrate bei gleichzeitig hoher Kalkulationssicherheit.”

Quelle: Zinsprognose 2012 der Interhyp AG vom 17.01.2012

Nov
21

Die Immobilienpreise steigen im Oktober weiter, und bis auf den Indexwert für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser erreichen alle HPX-Indizes im Oktober neue Höchstwerte. Der Gesamtindex steigt um 1,30 Prozent stark und erreicht einen Wert von 104,48 Punkten. Die Preise für Eigentumswohnungen steigen um 1,38 Prozent auf 104,16 Punkte. Mit 111,26 Punkten erreichen neue Ein- und Zweifamilienhäuser das höchste Preisniveau aller Indizes, gleichzeitig ist ihr Zuwachs mit 0,33 Prozent der schwächste. Der Wert für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser liegt im Oktober bei 98,01 Punkten. Die Steigerungen in sämtlichen HPX-Werten sprechen dafür, dass Immobilien insbesondere als Wertanlage in der Währungskrise attraktiv bleiben. Angesichts dieser Entwicklung ist eine Preisstagnation für Wohnimmobilien, wie sie die jüngste Prognose des Rheinisch- Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) erwartet, nicht in Sicht. Die RWIPrognose deckt sich mit Immobilienpreisindizes, die sich auf Angebotspreise beziehen. Der
HPX bildet dagegen die Entwicklung der tatsächlich gezahlten Immobilienpreise ab.

Bewertung und Prognose:

Laut dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) werden in den nächsten Monaten die Preise für Bestandsimmobilien bundesweit zu einem großen Teil stagnieren, und nur bei Neubauten ist mit einem weiteren Preisanstieg zu rechnen. Immobilienpreisindizes, die sich auf Angebotspreise beziehen, decken sich mit dieser Erwartung. Angesichts der Entwicklung der tatsächlich gezahlten Immobilienpreise, die der HPX abbildet, ist eine Stagnation oder gar ein Absinken der Preise jedoch nicht in Sicht.

Vieles spricht dafür, dass die Staatsschuldenkrise in Europa und ihre Auswirkungen auf die Stabilität des Euros eine breitere öffentliche Sensibilisierung für den Werterhalt von Erspartem erzeugt haben. So titelte der Focus im Oktober „Immobilien als Krisen-Schutz“, und die Wirtschaftswoche fragte in ihrer ersten Novemberausgabe: „Wie viel Euro braucht Deutschland?“ Augenscheinlich wird in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert, dass besonders Immobilien eine hervorgehobene Rolle für den Inflationsschutz spielen können. Bereits im Sommer warnte jedoch Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, vor einem überstürzten Immobilienkauf. Er wies auf die Bedeutung qualifizierter Beratung hin, damit der Traum von den eigenen vier Wänden nachhaltig realisiert werden kann.

Wie weit die Immobiliennachfrage und die Preise im Winter weitersteigen, hängt stark damit zusammen, wie lange die Unsicherheit im Euroraum anhält. Als mögliche Konsequenz aus der gestiegenen Immobiliennachfrage versuchen Städte bereits, Mietpreissteigerungen entgegenzuwirken. So hat Berlins künftige Regierung angekündigt, 30.000 Wohnungen neu bauen zu wollen, um besonders im innerstädtischen Bereich ein Anziehen der Mieten zu verhindern. Der Immobilienmarkt wächst also und bleibt gerade in der aktuellen Staatsschuldenkrise außergewöhnlich attraktiv: sowohl als Geldanlage zum Werterhalt, als auch für Häuslebauer, die jetzt eine Finanzierung zu selten günstigen Zinsen realisieren können.

Gesamtindex: Stark steigend

Der HPX-Gesamtindex steigt im Oktober um 1,30 Prozent auf 104,48 Punkte. Damit erreicht der Wert erneut einen neuen Höchststand und übersteigt zum ersten Mal die 104-Punkte-Marke. Es ist die fünfte monatliche Preissteigerung in Folge und mit einem Plus von 1,30 Prozent der stärkste Anstieg seit Juni.

Eigentumswohnungen („apartments“): Stark steigend

Nachdem die Preise für Eigentumswohnungen im September leicht gesunken waren, folgen sie im Oktober dem Aufwärtstrend aller HPX-Indizes und steigen um 1,38 Prozent auf 104,16 Punkte. Das Übersteigen der 104 Punkte bedeutet auch für die Preise von Eigentumswohnungen einen neuen Höchstwert. Der Indexwert liegt damit um 3,33 Prozent über dem Vorjahr. Vor dem leichten Absinken im September waren die Preise von Juni bis August drei Monate in Folge gestiegen.

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Steigend

Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser nehmen die 111-Punkte-Marke und erreichen im Oktober mit 111,26 Punkten ebenfalls einen neuen Höchststand. Dies entspricht einer Steigerung um 0,33 Prozent im Vergleich zu September. Seit Juli ist dies die vierte und schwächste Steigerung. Insgesamt zeigt sich im Jahresvergleich bei den neuen Ein- und Zweifamilienhäusern eine Preissteigerung um 3,87 Prozent.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Stark steigend

Der Preisindex für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser steigt um 2,33 Prozent auf 98,01 Punkte. Es ist die sechste monatliche Steigerung in Folge, gesunken waren die Preise zuletzt im April. Damit ergibt sich im Jahresvergleich mit 5,55 Prozent der höchste jährliche Preiszuwachs aller HPX-Indizes. Die Bestandpreise sind der einzige HPX-Wert, der im Oktober keine neue Höchstmarke erreicht. Diesen verzeichnete der Index im Mai 2006 mit 100,95 Punkten.

Quelle: Pressemitteilung der Hypoport AG zum Hauspreisindex HPX vom 14.11.2001

Okt
13

Zum Herbst hin stiegen die Preise für Immobilien erneut Das signalisiert der von der Hypoport erhobene Index HPX  für die Immobilienpreise. Der HPX-Gesamtindex stieg um 1,16 Prozent. Die Preise für Bestandsimmobilien unterstützten diesen Anstieg am stärksten: Das Plus von 2,44 Prozent lässt deutlichen Aufholbedarf in diesem Segment vermuten. Aber auch die Immobilienpreise für Neubauten legten mit 1,22 Prozent gegenüber dem Vormonat stark zu. Während in den vergangenen vier Monaten alle Indizes kontinuierlich nach Oben zeigten, verzeichnet der HPX-„apartments“ für Eigentumswohnungen im September mit minus 0,06 Prozent erstmals einen Seitwärtsverlauf. In Summe zeigt sich: Der Trend in Immobilien zu investieren hält nicht nur an, er nimmt ständig zu. Im Resultat erhöht die anziehende Nachfrage die Häuserpreise.

Bewertung und Prognose:

Was passiert mit der Altersvorsorge, mit den Zinsen für Baufinanzierungen oder mit den Steuern in Deutschland, wenn Europa die Schuldenkrise seiner Länder nicht in den Griff bekommt? Die Antworten von Experten sind ebenso vielfältig, wie die aktuell kursierenden Ratschläge von Fachleuten und Politikern. Was bleibt ist eine große Ratlosigkeit bei Endkunden und Privatinvestoren. Diese spiegelt sich sowohl in der Wertentwicklung von Gold als auch in jener für Immobilien wieder. Betrachtet man den aktuellen Hypoport-Hauspreisindex zeigt sich, dass die Nachfrage nach Immobilien stark angezogen hat. Die Kombination aus erneut historisch niedrigem Zinsniveau und steigenden Immobilienpreisen scheint auch Zauderer überzeugt zu haben: Der Zeitpunkt für den Erwerb des ersehnten Eigenheimes ist höchst attraktiv. Der Anstieg von 3,44 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, ist zu Teilen der Unterbewertung von Bestandsimmobilien geschuldet. Zudem flüchten immer mehr Menschen in Immobilien als sichere Alternativanlage zu unsicheren Finanzprodukten und treiben die Preise damit zusätzlich in die Höhe. Ob die von der Europäischen Zentralbank zur Verfügung gestellte Liquidität sich zudem teilweise in den Immobilienmarkt verirrte und die Inflation ansonsten noch größer wäre, lässt sich nur vermuten. Generell hat der Markt zwar noch keine Anzeichen der Überhitzung, dennoch ist es ratsam, die Lage des Immobilieninvestments in den kommenden Monaten auch daraufhin zu überprüfen.

HPX-Gesamtindex: Stark steigend

Der HPX-Gesamtindex steigt auch im September mit einem Plus von 1,16 Prozent erneut stark. Der aktuelle Wert mit 103,14 Punkten bildet einen neuen Höchststand (Wert August 2011: 101,95 Punkte) für das Barometer der Immobilienpreise. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat legte der HPX damit um 3,13 Prozent zu. Auch im Dreimonatsvergleich steht der Index rund 2,88 Prozent über dem Wert von Juni 2011 (100,25 Punkte).

HPX für Eigentumswohnungen („apartments“): Stabil

Einzig die Preise für Eigentumswohnungen bleiben im September mit einem leichten Minus von 0,06 Prozent stabil. Die Seitwärtsbewegung folgt auf einen starken Anstieg im August von plus 2,17 Prozent. Damit bleiben die Werte für Eigentumswohnungen nur minimal hinter dem Höchststand aus dem Vormonat (August 2011: 102,80 Punkte). Im Vergleich zum September vergangenen Jahres liegt der HPX-„apartments“ aktuell um 2,87 Prozent höher. Auch gegenüber dem Punktestand von Juni 2011 (99,99 Punkte) haben Eigentumswohnungen in dieser Indexbewertung um rund 2,75 Prozent an Wert zugelegt.

Häuserpreise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Stark steigend

Der Wert für neue Ein- und Zweifamilienhäuser erhöhte sich im September um 1,22 Prozent auf 110,89 Punkte (Wert August 2011: 109,55 Punkte). Die jeweiligen Höchstwerte der vergangenen Monate werden damit erneut getoppt. Im Dreimonatsvergleich nahm der Index um 2,79 Prozent (Juni 2011: 107,88 Punkte) – im Jahresvergleich um 3,44 Prozent (September 2010: 107,20 Punkte) zu.

HPX für Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Stark steigend

Mit einem Plus von 2,44 Prozent stiegen die Häuserpreise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser im September am deutlichsten. Dem Abwärtstrend für Bestandsimmobilien, der mit Ausnahme der Sommermonate 2008 seit Beginn der Berechnungen stattfand, steht nun seit Februar 2010 ein deutlicher Aufwärtstrend entgegen. Neben der allgemeinen Flucht in Sachwerte, die aktuell vor sich geht, ist diese Entwicklung sicherlich auch auf die Unterbewertung vieler Immobilien in Regionen wie Berlin zurückzuführen. Im Dreimonatsvergleich erhöhte sich der Index um 3,13 Prozent (Juni 2011:92,87 Punkte) und auch gegenüber dem Vorjahresmonat steigerte sich der Index um 3,06 Prozent (September 2010: 92,94 Punkte).

Quelle: Hauspreisindex HPX der Hypoport AG für September 2011

Okt
09

Im Süden teilweise mehr als Durchschnittseinkommen nötig – In manchen Ost-Landkreisen reicht rund ein Drittel – Wohneigentum aus dem Bestand in den meisten kreisfreien Städten jetzt für Normalverdiener bezahlbar

Eigene vier Wände sind hierzulande zurzeit leichter finanzierbar denn je. Doch es gibt deutliche regionale Unterschiede. Wie das Berliner Forschungsinstitut empirica im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) errechnet hat, benötigt man im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie in drei süddeutschen Großstädten mehr als das anderthalbfache Durchschnittseinkommen*, um dort die Hürde ins Wohneigentum zu nehmen. In den meisten Regionen reichen dagegen mittlere Einkommen zur Finanzierung eines gebrauchten Eigenheims völlig aus. In manchen ostdeutschen Landkreisen benötigt man sogar nur rund ein Drittel des Durchschnittseinkommens (vgl. Grafik).

Wie LBS Research mitteilt, hat empirica Einkommens-Daten des Statistischen Bundesamtes mit Informationen aus seiner Preis-Datenbank für gebrauchte Einfamilienhäuser aus dem ersten Halbjahr 2011 verknüpft. Dafür wurde das Mindesteinkommen, das zum Erwerb einer Immobilie in der jeweiligen Region für ein typisches Bestandsobjekt benötigt wird, errechnet und mit dem jeweiligen regionalen Durchschnittseinkommen verglichen. Dabei ist der Wohneigentumserwerb in der jeweiligen Region für die Berliner Forscher dann machbar, wenn – bei einem Eigenkapital in Höhe eines Jahresnettoeinkommens – die Finanzierungsbelastung von insgesamt 7 Prozent pro Jahr (für Zins und Tilgung) 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt.

Den LBS-Experten ist dabei bewusst, dass Gebrauchterwerber häufig zusätzlich Modernisierungsaufwand bewältigen müssen. Auf der anderen Seite bleibt bei den Rechnungen von empirica unberücksichtigt, dass gerade in vielen teureren Wohnregionen meist auch preisgünstigere Eigentumswohnungen als Alternative zur Verfügung stehen. Letztlich, so LBS Research, ist die Frage der Bezahlbarkeit immer eine Frage des Einzelfalls, nicht nur was das Einkommen angeht, sondern auch die Verfügbarkeit von geeigneten Objekten. Doch regionale Marktinformationen wie die hier vorliegenden seien für einen Überblick zweifellos hilfreich.

Wegen der erheblichen Immobilienpreisunterschiede in Deutschland liegen die von empirica errechneten monatlichen Mindesteinkommen für Eigenheimerwerber in der Spanne von über 6.200 Euro im Monat im Landkreis Starnberg bis zu weniger als 900 Euro in den Kreisen Hildburghausen, Stendal oder Elbe-Elster. Im Voralpenland ist es also bis zum Faktor 7 teurer als in Teilen der neuen Länder. Zugleich zeigt die Auswertung nach Auskunft der LBS-Experten, dass die Schwellen zum Wohneigentum für Kaufinteressenten in den verschiedenen Regionen Deutschlands nicht so deutlich unterscheiden, weil auch die typischen Einkommen von einer Region zur anderen deutlich abweichen.

Deshalb ist auch in Starnberg nicht einmal der größte Zuschlag auf das lokale Durchschnittseinkommen gefordert. Denn hier werden zugleich auch die höchsten Durchschnittseinkommen in Deutschland erzielt. An zweiter Stelle bei den Einkommen folgt der Hochtaunus-Kreis, wo sogar weniger als das dort relativ hohe durchschnittliche Einkommen ausreicht, um eine ortsübliche Immobilie zu finanzieren. Bezogen auf die regionalen Einkommen liegt alles in allem die Finanzierungsbelastung für typische Gebrauchtobjekte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen am höchsten, vor den süddeutschen Großstädten Stuttgart, Freiburg und München.

Wie LBS Research ergänzend hervorhebt, ist die Bezahlbarkeit der eigenen vier Wände nicht mehr nur ein Thema für das Land. Inzwischen ist vielmehr auch in fast zwei Dritteln der hiesigen kreisfreien Städte sogar für Durchschnittsbezieher der Erwerb von gebrauchten Einfamilienhäusern finanzierbar, nämlich in 72 von 114. Von den über 300 Landkreisen wird nur noch in 17 mehr als das Durchschnittseinkommen verlangt, wenn es um die Finanzierung ortsüblicher Objekte geht. In den meisten anderen Kreisen dagegen liegt die Schwelle mehr oder weniger deutlich darunter. Zu den – bezogen auf das regionale Einkommen – zehn günstigsten Kaufstandorten zählen Landkreise aus allen fünf neuen Ländern, gefolgt von den Landkreisen Hof (in Nordbayern) sowie Werra-Meißner (in Nordhessen).

Allerdings gibt es laut Aussage der LBS-Experten auch in den neuen Bundesländern relativ teure Standorte. An der Spitze liegt Potsdam, wo fast das anderthalbfache Durchschnittseinkommen benötigt wird, um ein ortsübliches gebrauchtes Einfamilienhaus zu erwerben. Aber auch in Jena, Erfurt, Halle, Leipzig, Dresden oder Rostock reichen Durchschnittseinkommen nicht aus. Dasselbe gilt für viele Städte an der Rheinschiene in Nordrhein-Westfalen sowie süd- und südwestdeutsche Zentren und Urlaubsregionen. Am anderen Ende macht Bremen, wo Erwerber nur gut die Hälfte des Durchschnittseinkommens für ortsübliche Häuser benötigen, nach Auskunft von LBS Research deutlich, dass es auch Großstädte gibt, in denen die Bedingungen für den Erwerb von Wohneigentum günstig sind.

Im Vergleich zur Analyse vom Jahresbeginn 2010 haben sich nach den empirica-Zahlen die Bedingungen für Wohneigentumsinteressenten noch einmal verbessert. Denn die Objektpreise sind fast unverändert günstig, die Finanzierungskonditionen niedrig, und die Einkommen sind im Durchschnitt bereits angestiegen.

Quelle: Pressemeldung der Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen Referat Presse vom 04.10.2011

Sep
16

Im August steigen alle HPX-Preisindizes stark: Am deutlichsten steigt der Wert für Eigentumswohnungen um 2,17 Prozent auf 102,80 Punkte. Der Preisindex für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigt um 0,81 Prozent auf 109,55 Punkte. Damit erreichen beide Teilindizes neue Höchstwerte seit Beginn der Erhebung des HPX im Jahr 2005. Der Preisanstieg für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,52 Prozent fällt vergleichsweise moderat aus, ist jedoch der stärkste seit vier Monaten. Dies bedeutet für den Gesamtindex einen neuen Höchststand bei einem Wert von 101,95 Punkten. Es zeigt sich, dass Anleger und Häuslebauer bei steigenden Preisen und attraktiven Finanzierungszinsen die Gunst der Stunde nutzen und in Immobilien investieren.

Bewertung und Prognose:
Die steigenden Immobilienpreise sprechen dafür, dass Anleger ihr Geld in inflationsgeschütztes Betongold anlegen und für Häuslebauer die Attraktivität steigt, jetzt die Entscheidung fürs Eigenheim zu treffen. Ob sich die Preisentwicklung saisonbedingt zum Winter hin abschwächt, scheint momentan schwer absehbar. Denn DAX-Talfahrten und eine anhaltende Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten machten auch den August zu einem Monat der Höhen und Tiefen. Selten gab es so nachhaltige Befürchtungen um die Stabilität des Euro wie im Sommer 2011. Nach wie vor lassen klare Signale für eine akzeptable Lösung der EU-Schuldenproblematik auf sich warten, und Rezessionsängste schüren die Unsicherheit. Zusätzlich sorgte die Diskussion um die Einführung von Eurobonds, die die Schuldenproblematik der Euro-Krisenstaaten kurzfristig abfedern würden, für heftige öffentliche Kontroversen: Gehen die krisengebeutelten Europartner ihre Sparziele zu entspannt an, wenn das Risiko auf starke Schultern verteilt wird? Die aus der Unsicherheit resultierende Preis- und Zinssituation bleibt für Anleger und Eigenheimbesitzer attraktiv: Denn sowohl die steigenden Preise als auch die günstige, wenn auch unsichere Zinssituation sprechen nach wie vor für die Anschaffung von Immobilien.

Gesamtindex: Stark steigend
Mit 101,95 Punkten steigt der Gesamtindex des HPX um 1,17 Prozent (Wert Juli 2011: 100,77 Punkte). Es ist die dritte monatliche Steigerung in Folge. Damit erreicht der Gesamtindex einen neuen Höchstwert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Seinen vorherigen Höchststand verzeichnete der HPX-Gesamtindex zuvor im Mai 2006 bei einem Wert 101,22 Punkten.

Eigentumswohnungen („apartments“): Stark steigend
Mit plus 2,17 Prozent steigen die Preise für Eigentumswohnungen auf einen neuen Gesamt-Höchstwert von 102,80 Punkten (Wert Juli 2011: 100,62 Punkte). Der bisherige Höchstwert lag bei 101,96 Punkten im Juni 2006. Neben dem neuen Höchststand entspricht der August-Wert auch der stärksten Steigerung seit Beginn der Erhebung des HPX. Die zuvor stärkste Steigerung verzeichnete der Index im September 2009 mit einem Plus von 2,34 Prozent auf 97,72 Punkte. Die Preise für Eigentumswohnungen steigen damit den dritten Monat in Folge.

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Stark steigend
Der Preisindex für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigt im August um 0,81 Prozent auf 109,55 Punkte (Wert Juli 2011: 108,67 Punkte). Damit erreicht der Index sein zweites neues Allzeithoch in Folge. Bereits der Juli-Wert entsprach einem Höchststand seit Beginn der HPX-Erhebung.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Stark steigend
Mit einem Wert von 93,50 Punkten steigen die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser im August um 0,52 Prozent (Wert Juli 2011: 93,02 Punkte). Es ist der einzige Indexwert, der im August keine neue Höchstmarke erreicht. Diese lag im Mai 2006 bei 100,95 Punkten. Die Preissteigerung ist die vierte in Folge und von diesen Steigerungen seit Mai 2011 die stärkste.

Quelle: Hypoport-Hauspreisindex HPX aus dem August 2011

Sep
01

22 Prozent der Immobilienkäufer zahlen nicht den Preis, den der Verkäufer sich vorstellt / Repräsentative Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale: In manchen Fällen wird der Preis aber auch um bis zu 20 Prozent und mehr überboten

Immobilienpreise sind Verhandlungssache: Mehr als jeder fünfte Immobilienkäufer zahlt nicht den Preis, der im Immobilienexpose ausgeschrieben war. Das zeigt eine repräsentative Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale. Doch der Preis wird nicht nur gedrückt. Bei besonders begehrten Objekten kommt es auch zum Bieterwettstreit mit Höchstgeboten.

Wunschimmobilien stark umkämpft
Immobilieninteressenten, die ein Objekt unbedingt haben wollen, greifen notfalls tiefer in die Tasche, als verlangt. Von den 22 Prozent der Befragten, die nicht den Ausgangspreis bezahlt haben, hat sich rund jeder fünfte auf einen Bieterwettstreit eingelassen.

Verkäufer machen enorme Zugeständnisse
Weicht der tatsächlich bezahlte Preis vom Exposépreis ab, so kommt dies dem Käufer auch oft zu Gute: 72 Prozent der Immobilienkäufer, die nicht den erwarteten Kaufpreis gezahlt haben, konnten einen teilweise enormen Preisnachlass erreichen.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:
Entsprach der Preis, den Sie für Ihre Immobilie gezahlt haben, der von dem Verkäufer angegebenen Preisvorstellung (z.B. der Preisangabe im Exposé)?

Ja: 78 Prozent
Nein: 22 Prozent, davon
- über 20 Prozent weniger: 12 Prozent
- 10 bis 20 Prozent weniger: 17 Prozent
- 5 bis 10 Prozent weniger: 43 Prozent
- bis 10 Prozent mehr: 11 Prozent
- 10 bis 20 Prozent mehr: 8 Prozent
- über 20 Prozent mehr: 2 Prozent

Für die repräsentative Studie „Wohnen und Leben Sommer 2011“ wurden im Auftrag von immowelt.de 2.095 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt. Weitere Graphiken zur Umfrage stellt Immowelt AG auf ihrer Webseite zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der Immowelt AG vom 31.August 2011

Aug
30

Seit den erheblichen Preis- und Mietsteigerungen bis Ende 2010 hat sich die Entwicklung des F+B-Wohnindex Deutschland, welcher die Mieten- und Preisentwicklung aller Objektarten wiedergibt, deutlich abgeschwächt. Während Eigentumswohnungspreise und Neuvertragsmieten weiter steigen, sind bei Eigenheimpreisen und Bestandsmieten nunmehr im Vergleich zum Vorjahresquartal leichte Rückgänge zu verzeichnen. Der aktuelle F+B-Wohnindex für das 2. Quartal 2011 spiegelt damit die Unsicherheit auf den Finanzmärkten im Verlauf des vergangenen Halbjahres wider, reflektiert aber auch die Abkühlung der deutschen Wirtschaft.

F+B-Wohnindex nach Objektarten: Neuvertragsmieten und Preise für Eigentumswohnungen steigen weiter
Die Renaissance von Immobilien als Vermögensanlagen ist vor allem an der Preis-entwicklung von Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern abzulesen. In prosperierenden Wirtschaftsräumen versprechen diese Kapitalanlagen trotz leicht sinkender Bestandsmieten langfristig akzeptable Renditen. Die gestiegene Nachfrage nach diesen städtisch geprägten Objekttypen wirkt sich entsprechend positiv auf die Preise.
Demgegenüber ist die Entwicklung bei Eigenheimen durch stagnierende Preise von Einfamilienhäusern außerhalb der Städte und sinkenden Preisen in ländlichen Regionen geprägt. Zwar stiegen die Eigenheimpreise parallel zur Konjunkturentwicklung bis Ende 2010 in selbem Tempo wie die der Wohnungen, fallen seither aber wieder. Individuelle Nachfrager reagieren erwartungsgemäß eingeschüchteter auf die Irritationen an den Finanzmärkten als institutionelle oder private Kapitalanleger. In den letzten zwölf Monaten hat sich der F+B-Wohnindex Deutschland insgesamt nur um 0,1 % erhöht und liegt damit merklich unter der Inflationsrate.

F+B-Wohnindex für die Bundesländer und Landeshauptstädte: Hamburg und München beherrschen die Ranglisten
Im 2. Quartal 2011 kosteten zehn Jahre alte Eigentumswohnungen mit 70 m² Wohnfläche bundesdurchschnittlich 1.600 €/m². In etwa so viel müssen auch die Berliner und Immobilieninteressenten in Nordrhein-Westfalen anlegen. In Hamburg und Bayern kosten solche Wohnungen allerdings 900 bzw. gut 600 €/m² mehr, in der bayerischen Landeshauptstadt sind die Preise pro Quadratmeter sogar über 2.000 €/m² höher.
Die Rangliste der Eigentumswohnungspreise nach Bundesländern führt erwartungstreu der Stadtstaat Hamburg (2.500 €/m²) an. Die beiden großen Südländer Bayern (2.230 €/m²) und Baden-Württemberg (1.880 €/m²) belegen die Plätze 2 und 3. Das Ranking der Landeshauptstädte wird aber mit Abstand von München (3.610 €/m²) dominiert, vor Hamburg (2.500 €/m²) und Stuttgart (2.350 €/m²).
Bei der Länderbetrachtung fällt nicht nur das Süd-Nord-Preisgefälle auf, sondern auch die erheblichen Unterschiede nach Wirtschaftsräumen. Neben Berlin und Nordrhein-Westfalen gehört auch Hessen (1.800 €/m²) zu den Ländern mit höherem Preisniveau. Das Flächenland Niedersachsen (1.280 €/m²) reiht sich aber, ebenso wie die ostdeutschen Länder, unterhalb des Bundesdurchschnitts ein.

Quelle: Veröffentlichung zum F+B Wohnindex der F+B GmbH für das zweite Quartal 2011

Aug
25

Alle Teilindizes des HPX zeigen im Juli einen steigenden Verlauf: Der Preisindex für neue Ein- und Zweifamilienhäuser erreicht mit 108,67 Punkten seinen höchsten Wert seit Start des HPX im Jahr 2005, und der Indexwert für Eigentumswohnungen nimmt die Hundertermarke. Der Wert für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser steigt auf 93,02 Punkte. Der Gesamtindex bleibt über der Hundertermarke und steigt um 0,52 Prozent auf 100,77 Punkte. Für Anleger und Häuslebauer ist dies der Zeitpunkt, Anschaffungspläne umzusetzen: Bei allmählichen steigenden Immobilienpreisen eröffnen die Entwicklungen um Euro, internationale Staatsschulden und Börsenkurse attraktive Finanzierungschancen.

Bewertung und Prognose:
Vertrauensfrage: Wie geht es weiter mit den Staatsschulden, dem Euro und nun auch den Börsen? Seit den vergangenen Wochen wird nicht nur die Zahlungsfähigkeit weiterer Mitgliedsstaaten der Eurozone thematisiert. Auch die internationalen Finanzmärkte haben gezeigt, dass das Vertrauen in vermeintlich sichere Vermögensanlagen auf eine Probe gestellt wird. Kurs-Talfahrten an den Börsen untermauerten das Bedürfnis von Anlegern, ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen. Durch die Eurofrage, die Staatsschulden und die Börsenachterbahn lässt die längst erwartete Steigerung der Immobilienfinanzierungszinsen zurzeit noch auf sich warten. Bei einem allmählichen Anstieg der Immobilienpreise ergeben sich dadurch attraktive Finanzierungskonditionen für Anleger und Häuslebauer: Sie bekommen günstig Kredite und können zu Preisen kaufen, die heute günstiger sind als morgen. Jetzt ist für sie also der richtige Zeitpunkt, Anschaffungspläne in die Tat umzusetzen. So können sie von den aktuellen Konditionen über Jahre hinweg profitieren – und dank der Sicherheit des Betongoldes entspannt finanzieren. Die HPX-Preisindizes im Detail:

Gesamtindex: Stark steigend
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
Juli 2011 100,77 + 0,52%
Juni 2011 100,25 + 0,43%
Mai 2011 99,82 – 0,04%
Mit einem Wert von 100,77 Punkten steigt der Gesamtindex im Juli den zweiten Monat in Folge weiter an. Dies entspricht einer Zunahme um 0,52 Prozent im monatlichen Vergleich (Juni 2011: 100,25 Punkte). Zuvor hatte der Gesamtindex von März bis Mai 2011 einen Abwärtstrend gezeigt. Daraufhin war er im Juni erneut über seinen Basiswert von 100 Punkten gestiegen.

Eigentumswohnungen (“apartments”): Stark steigend
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
Juli 2011 100,62 + 0,63%
Juni 2011 99,99 + 1,04%
Mai 2011 98,96 – 0,54%
Der Index für Eigentumswohnungen nimmt im Juli die Hundertermarke: Die Steigerung auf 100,62 Punkte entspricht im Vergleich zum Juni einer Zunahme um 0,63 Prozent (Juni 2011: 99,99 Punkte). Es ist die zweite Steigerung in Folge, nachdem die Preise für Eigentumswohnungen zuvor von März bis Mai gesunken waren.

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser (“new homes”): Stark steigend
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
Juli 2011 108,67 + 0,73%
Juni 2011 107,88 0%
Mai 2011 107,88 + 0,06%
Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigen im Juli um 0,73 Prozent auf 108,67 Punkte (Juni 2011: 107,88 Punkte). Es ist die stärkste Steigerung seit über einem Jahr, und der Wert für Neubauten erreicht damit einen neuen Höchststand. Seinen bisher höchsten Wert verzeichnete der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser zuletzt im Februar 2011 mit einem Wert von 108,43 Punkten.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser (“existing homes”): Leicht steigend
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
Juli 2011 93,02 + 0,16%
Juni 2011 92,87 + 0,28%
Mai 2011 92,61 + 0,38%
Mit plus 0,16 Prozent steigen die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser den dritten Monat in Folge: Ihr Juli-Wert liegt bei 93,02 Punkten (Juni 2011: 92,87 Punkte). Über 93 Punkte lag er zuletzt im Februar 2011 mit 93,03 Punkten. Der steigende Trend schwächt sich im Juli jedoch erneut ab.

Quelle: Hauspreisindex HPX der Hypoport AG für Juli 2011

Aug
23

Der Immobilienfinanzierungs- und Vorsorgeexperte Dr. Klein & Co. AG warnt im Zuge der aktuellen, krisenbedingten Euro-Panik vor unüberlegten Immobilieninvestitionen. Die Angst vor dem Verlust der Ersparnisse kurbelt die Nachfrage nach Immobilien an. „Die bundesweite Preissteigerung für Wohnimmobilien und die attraktiven Finanzierungskonditionen führen zu einem regelrechten Run auf Immobilien“, fasst Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, die Lage auf dem Immobilienmarkt zusammen. Nachrichten zur Euro-Krise, zu den jüngsten Turbulenzen an den Börsen und zur schwächeren Konjunktur Deutschlands im zweiten Quartal seien Gründe für das zunehmende Interesse am Betongold. Denn im Gegensatz zu anderen Anlageoptionen wie Aktien oder Anleihen zählen Immobilien in der momentanen Situation zu den wenigen Möglichkeiten, Vermögen nachhaltig wertstabil anzulegen.

Käufer sollten einen kühlen Kopf bewahren
Die Berater des unabhängigen Finanzdienstleisters Dr. Klein erhalten vermehrt Anfragen von Interessenten, die schnellstmöglich eine Immobilie erwerben möchten. „Wenn das zentrale Motiv für den Immobilienerwerb die Sorge um Vermögensverluste ist, besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Kunde über weitere wichtige Aspekte hinwegsieht“, sagt Gawarecki. Hierbei ist es die Aufgabe des Beraters, Kunden über die vollständigen Konsequenzen des Immobilienkaufs zu informieren. Neben den grundsätzlichen Entscheidungskriterien, den attraktiven Kaufkonditionen und den positiven Erwartungen über die Wertentwicklung, sind die Nebenkosten gerade in Deutschland nicht zu vernachlässigen. Diese müssen durch die Wertentwicklung des Objekts erst erwirtschaftet werden, bevor dieses eine tatsächliche Wertsteigerung erfährt. In Deutschland betragen die Transaktionskosten beim Erwerb einer Immobilie rund zehn Prozent des Kaufpreises. Steigende Grunderwerbssteuern werden diese Nebenkosten künftig zusätzlich in die Höhe treiben.

Die generellen Entscheidungskriterien beim Immobilienerwerb
Wer sich für eine Immobilieninvestition entscheidet, kann durch eine unabhängige und ganzheitliche Beratung viele Fehler, die aus überstürztem Handeln resultieren, vermeiden. Hierbei sollten alle entscheidenden Faktoren rund um die Immobilie überprüft werden. Bei selbst genutzten Immobilien sollte der Wunsch, eine höhere Wohnqualität zu erreichen und durch Mietfreiheit im Alter eine wichtige Grundlage für die Altersvorsorge zu schaffen, an erster Stelle stehen. Bei Kapitalanlegern können Wertsicherheit und Vermögensdiversifizierung im Vordergrund sein. Die Lage sollte bei der Entscheidung für eine Immobilie vor den weiteren Objektfaktoren stehen. Hier gilt: lieber eine Top-Lage, die auch im Alter noch attraktiv ist, als ein Top-Haus in einem schlecht erschlossenen Gebiet. Bestandsimmobilien können über die Zeit, z.B. auch in Eigenleistung, modernisiert werden, die Lage bleibt. Bei Modernisierungsobjekten sollten die Energieeffizienz der Immobilie genau geprüft und mögliche Folgekosten einkalkuliert werden. Dabei sollten Kunden abschätzen, ob der Kaufpreis des Traumobjektes realistisch oder aufgrund eines überhitzten Marktes, wie beispielsweise in München überteuert ist. Auch das Umfeld, die Verkehrsanbindung und mögliche strukturelle Veränderungen sind wichtige Faktoren, die die Wohnqualität – und entsprechend den Immobilienwert – beeinflussen. Genaue Informationen zu geplanten strukturellen Veränderungen, wie beispielsweise der Bau einer Umgehungsstraße, können bei den Gemeinden eingeholt werden.

Umfassende und unabhängige Beratung beugt Verlusten vor
Gemeinsam mit einem Finanzierungsberater kann der Rahmen für die Gesamtkosten abgesteckt werden. Hier rät Dr. Klein zu langen Zinsbindungen, einer Tilgungsrate von zwei Prozent und einem Eigenkapitalanteil von mindestens 20 Prozent. Wer seine Immobilie mit mehr als 80 Prozent beleiht, muss einen relativ teuren Kredit aufnehmen und hat wenig Puffer für unerwartete finanzielle Schwierigkeiten. Auch in Bezug auf die Nebenkosten lohnt sich eine detaillierte Beratung, die beispielsweise darüber aufklärt, dass eine Einbauküche oder mitverkauftes Zubehör nicht steuerpflichtig sind und entsprechend zur Bemessung der Grunderwerbssteuer aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden können. „Wer von einer Immobilie träumt, sollte die attraktive Situation nutzen, sich umfassend beraten lassen und sich dann seine Wünsche überlegt – und nicht überstürzt – erfüllen“, so der Vorstandssprecher Gawarecki.

Quelle: Pressemitteilung der Dr. Klein & Co. AG vom 23.08.2011