Alle Beiträge zum Thema'7. Energiesparen'

Dez
30

– Neuer Standard KfW-Effizienzhaus Denkmal ab April
– Barrierereduziertes Wohnen bleibt weiter im Fokus
– Investitionszuschüsse für energetische Sanierungen steigen auf
bis zu 20 %

Die KfW Bankengruppe weitet 2012 die Förderung für Sanierungen von Wohngebäuden aus und intensiviert damit ihr Engagement bei der Bewältigung des Klimawandels und der wachsenden demographischen Herausforderungen. Mit dem neuen Förderstandard “KfW-Effizienzhaus Denkmal” wird eine vereinfachte Förderung für denkmalgeschützte und darüber hinaus für besonders erhaltenswerte Bausubstanz eingeführt. Damit wird den besonderen Herausforderungen, die ein energetischer Umbau z.B. bei einer historisch oder architektonisch besonders wertvollen Fassade mit sich bringt, Rechnung getragen.

Barrierereduziertes Wohnen bleibt ebenfalls ein Schwerpunkt. Die KfW führt das Förderprogramm “Altersgerecht Umbauen” mit eigenen Mitteln fort. Unterstützt werden Modernisierungsmaßnahmen zum Abbau von Barrieren, z.B. der Umbau von Bädern, Verbreiterung von Wohnungsfluren, Einbau von Aufzügen oder Anbau von Balkonen. Neu ist die Einführung des Förderstandards “Altersgerechtes Haus” für umfassende Modernisierungen mit dem Ziel eines weitgehend barrierereduzierten Hauses.

“Mit der Weiterentwicklung der wohnwirtschaftlichen KfW-Programme wollen wir dazu beitragen, den Wohnungsbestand nachhaltig zukunftsfähig zu machen. Die energetische Sanierung ist dabei ein zentrales Element, denn damit können wir nicht nur die Wohnqualität verbessern, sondern nicht zuletzt auch dem Klimawandel wirksam entgegenwirken. Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Förderung bleibt der Abbau von Barrieren in unseren Häusern und Wohnungen.
Unser Ziel muss es sein, dass Menschen jeden Alters, besonders ältere Menschen, ohne unnötige Barrieren darin wohnen und auch möglichst lange verbleiben können. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung liegt der Schlüssel hierfür in der Sanierung des Wohnungsbestandes und der Anpassung an individuelle Wohnbedürfnisse”
sagte Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.
“Die KfW gibt nicht nur finanzielle Anreize, sondern definiert auch Standards, welches Zielniveau ein Gebäude mit einer energetischen oder barrierereduzierten Modernisierung erreichen kann. Damit wird den Bauherren eine gute Orientierung gegeben.”

Bauherren, die energiesparend modernisieren oder einen energetischen Neubau realisieren möchten, werden wie bisher mit Förderkrediten aus den mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgelegten Programmen “Energieeffizient Bauen” und “Energieeffizient Sanieren” unterstützt.

Im Programm Energieeffizient Sanieren können private Bauherren mit max. zwei Wohneinheiten statt eines zinsverbilligten Kredits (Effektivzinssatz aktuell 1 % in allen Laufzeiten) auch einen Investitionszuschuss bekommen. Die Höhe der Investitionszuschüsse wird ab 1. Januar 2012 auf bis zu 20% der Investitionssumme (max.
15.000 EUR) steigen.

Die Fachplanung und Begleitung durch einen Energieberater während einer energetischen Sanierung wird von der KfW in Höhe von 50 % der Kosten unterstützt. Der Förderhöchstbetrag erhöht sich ab Januar 2012 auf 4.000 EUR (vorher: 2.000 EUR).

Ab April 2012 wird die Optimierung der Wärmeverteilung bei bestehenden Heizungsanlagen im Programm Energieeffizient Sanieren zukünftig auch als Einzelmaßnahme gefördert. Das umfasst u.a. die richtige Einstellung der Heizungsregelung, die Abstimmung der einzelnen Teile der Heizungsanlage oder den Ersatz bestehender Pumpen durch Hocheffizienzpumpen.

Eine Übersicht über die KfW-Wohnförderung steht unter www.kfw.de/infografik zum Download bereit.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter 0800 / 539 9002 erhältlich.

Quelle: Pressemitteilung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vom 30.12.2011

Dez
23

EnEV verlangt mehr finanzielle Reserven / Entfernung zum Objekt nicht unterschätzen

Von den Verunsicherungen an den Finanzmärkten profitiert der Wohnimmobilienmarkt. Die starke Nachfrage nach vermieteten Objekten hat an zahlreichen Standorten die Preise in die Höhe getrieben. Viele Besitzer von Mehrfamilienhäusern oder vermieteten Eigentumswohnungen konnten ihre Immobilien mit Wertsteigerung verkaufen. Andere Eigentümer denken angesichts der attraktiven Verkaufspreise über eine Veräußerung nach. Die PlanetHome AG gibt Empfehlungen, für wen sich der Verkauf einer vermieteten Immobilie lohnt.
Aufgrund der aktuell hohen Käufernachfrage ist ein Immobilienverkauf grundsätzlich eine Überlegung wert. Neben dem möglichen Verkaufsgewinn gegenüber dem Einstandspreis spielen für Kapitalanleger jedoch laut PlanetHome auch noch andere Aspekte eine Rolle.

Ein möglicher Grund für einen Verkauf ist die künftige finanzielle Belastung. „Je nachdem, wie alt das Objekt ist, stehen Renovierungen beziehungsweise Sanierungen an“, sagt Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG. „Eigentümer sollten auf jeden Fall hohe Reserven für die Immobilie haben.“ Ein neuer Brennwertkessel zum Beispiel kann inklusive Regelung bis zu 7.000 Euro kosten. Dazu kommen noch die Montage und eine eventuelle Schornsteinsanierung. Wenn eine Fassadendämmung nötig wird, müssen Eigentümer für Dämmplatten zwischen 80 und 180 Euro pro Quadratmeter aufbringen.
Um den Wert ihres Objektes zu erhalten, wurde Immobilienbesitzern bislang empfohlen, etwa 1,5 Prozent der Herstellungskosten im Jahr zurückzulegen. Durch die aktuelle politische Situation könnte sich dieser Betrag mittelfristig jedoch erhöhen: „Im Zuge der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden nach und nach die Auflagen für Immobilieneigentümer angehoben“, sagt Anzenberger. Die EnEV 2009 brachte eine Verschärfung der Vorgaben um 30 Prozent mit sich. „Die aktuell geplante Anhebung um weitere 30 Prozent mit der EnEV 2012 liegt derzeit zwar auf Eis. Über kurz oder lang werden weitere Auflagen aber mit Sicherheit folgen“, so der Experte. „Eigentümer müssen darauf vorbereitet sein – vor allem finanziell. Denn nicht alles wird man auf die Mieter umlegen können.“ Der Verkauf einer vermieteten Immobilie lohne sich dann, wenn keine ausreichenden Rücklagen für kommende Maßnahmen vorhanden seien. Sonst drohe das Risiko der Verschuldung, warnt Anzenberger.
Zudem sollten Kapitalanleger eine Prognose zur künftigen Mietauslastung anstellen. Je nach Bevölkerungsentwicklung ist bei einigen Objekten mit Mietausfällen zu rechnen. „Eine heute gute Rendite durch Vollvermietung bedeutet nicht zwangsläufig, dass dies in fünf oder zehn Jahren noch der Fall ist“, erklärt Anzenberger. Auch hier sollen Kapitalanleger nüchtern rechnen.
Die Entfernung zum Objekt sei ein weiteres Verkaufsargument. „Wenn man als Eigentümer nicht vor Ort ist, kann das Nerven, Zeit und Geld kosten“, gibt Anzenberger zu bedenken. „Es hängt immer davon ab, wie fordernd die Mieter sind. Wenn sie den Eigentümer jede zweite Woche mit etwas behelligen, geht das zu Kosten der Rendite.“ Wer nicht in eine professionelle Hausverwaltung investieren kann oder will, sollte über einen Verkauf nachdenken.

„Letztlich hängt eine Verkaufsentscheidung von der individuellen Situation ab“, unterstreicht Anzenberger. So ist es auch wichtig, die eigene Lebensplanung zu bedenken. Einschneidende Ereignisse wie der Tod eines Partners oder der Auszug der Kinder können zwar nicht vorhergesehen werden, wollen jedoch bedacht sein. Wer seine Kapitalanlageobjekte in drei Jahren aus privaten Gründen ohnehin zur Disposition stellen würde, sollte einen möglichen Verkauf schon jetzt in Erwägung ziehen – schließlich sind durch die hohe Nachfrage attraktive Verkaufspreise möglich.
„Eigentümer müssen alle Aspekte genau prüfen und sich ausgiebig beraten lassen. Denn bei Immobilien geht es immer um viel Geld.“

Quelle: Pressemitteilung der PlanetHome AG vom 12.12.2011

Dez
21

– CO2-Ausstoß 2010 um 1 Mio. Tonnen reduziert
– Mehr als 40 % der bis 2020 pro Jahr erforderlichen CO2-Reduktion
privater Haushalte bewirkt
– Heizkostenersparnis von 6,4 Mrd. EUR
– Investitionen über 22 Mrd. EUR haben 287.000 Arbeitsplätze für
mindestens ein Jahr gesichert

Die KfW Bankengruppe hat zwei aktuelle Studien vorgelegt, die die Wirkung der aus Mitteln des Bauministeriums vergünstigten KfW-Förderung von Energieeinsparmaßnahmen im Gebäudebestand evaluieren. Seit 2006 werden die Fördereffekte jährlich untersucht, im Jahr 2010 durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) und das Bremer Energieinstitut (BEI).

“Ein entscheidender Eckpunkt der deutschen Energiepolitik ist das Ziel, bis zum Jahr 2050 den Energiebedarf durch massive Effizienzsteigerungen zu reduzieren. Der Gebäudesektor nimmt dabei eine Schlüsselstellung ein, denn große Energieeinsparpotenziale werden derzeit vor allem aufgrund von finanziellen Restriktionen und Informationsdefiziten nicht erschlossen. Genau hier setzen die KfW-Programme an. Allein im Jahr 2010 hat die KfW die energieeffiziente Sanierung und den energieeffizienten Neubau von 428.000 Wohnungen finanziert. Und zudem Energieberatungen und Heizungsoptimierungen für 525.000 Wohnungen unterstützt”, sagte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. “Mit 1 % liegt der Nominalzins für die Förderkredite derzeit deutlich unterhalb der Inflationsrate. Der Realzins ist damit negativ. Dazu können Tilgungszuschüsse bis zu 12,5 % kommen. Die Energiesparer bekommen faktisch Geld geschenkt.”

Die von der KfW geförderten energieeffizienten Neubauten und energetischen Sanierungen führten 2010 zu einer Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes um rund 1 Mio. Tonnen. Soll das Ziel der Bundesregierung einer Treibhausgasreduzierung von 40 % bei den privaten Haushalten erreicht werden, so müssten diese bis 2020 pro Jahr eine Minderung von 2,2 Mio. Tonnen erbringen. Durch die von der KfW Bankengruppe geförderten energieeffizienten Neu- und Umbauten wurden 2010 mehr als 40 % dieser Anforderung erreicht. Von 2006 bis heute konnte der Treibhausgasausstoß durch die KfW-Programme dauerhaft um 5,2 Mio. Tonnen gesenkt werden.

Mit den 2010 geförderten Energiesparmaßnahmen können Heizkostenersparnisse in Höhe von 6,4 Mrd. EUR erzielt werden. Für die energetischen Sanierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand entspricht die Heizkostenersparnis rund drei Viertel der Investitionskosten. In den Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur können die Heizkostenersparnisse bei moderaten Energiepreissteigerungen sogar höher ausfallen als die Investitionskosten.

Die Programme helfen nicht nur der Umwelt, sondern auch Gebäudeeigentümern und Mietern sowie der deutschen Wirtschaft. Insgesamt wurden 2010 Investitionen über 21,5 Mrd. EUR angestoßen. Damit konnten 287.000 Arbeitsplätze für ein Jahr gesichert werden. Diese positiven Effekte kommen vor allem der lokalen mittelständischen Bauwirtschaft und dem Handwerk zugute.

Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2010 Energieeffizienz und Klimaschutz in Wohngebäuden und in Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur mit Förderkrediten und Zuschüssen in Höhe von 8,9 Mrd. EUR gefördert. In der kommunalen und sozialen Infrastruktur wurden vor allem energetische Sanierungen von Schulen und Schulsporthallen, Kindertagesstätten und Jugendheimen unterstützt.

Die Studien sind abrufbar unter: www.kfw.de/evaluationen.

Quelle: Pressemitteilung der Krdeitanstalt für Wiederaufbau (KfW) vom 16.12.2011

Nov
28

Der energetische Zustand einer Immobilie beeinflusst zunehmend die Kaufentscheidung von Immobilieninteressenten. Bei der Einschätzung des Objekts wird jedoch der Energieausweis oft als wenig hilfreich wahrgenommen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Immobilienbarometers von Interhyp und ImmobilienScout24, für das 1.896 Immobilienkäufer befragt wurden.

Die energetischen Eigenschaften einer Immobilie werden immer bedeutender für die Kaufentscheidung. Für mehr als ein Viertel der derzeitigen Interessenten einer Kaufimmobilie (26 Prozent) sind Bausubstanz und Heizungsanlage ebenso wichtig wie Preis, Lage oder Ausstattung des Objekts. Weitere 61 Prozent der befragten Käufer achten darauf, dass die energetischen Eigenschaften in einem vernünftigen Verhältnis zum Preis von Haus oder Wohnung stehen. Nur jedem Zehnten ist der energetische Zustand weniger wichtig und lediglich drei Prozent ist er gänzlich egal.

Für Laien ist es jedoch oft schwer, die Qualität von Heizungsanlage, Dämmung oder Verglasung einzuschätzen. Seit 2009 soll der Energieausweis, der beim Besitzer angefordert werden kann, für Klarheit sorgen. Doch nur wenige Immobilienkäufer fühlen sich durch ihn ausreichend informiert. Mehr als jeder fünfte Käufer attestiert dem Dokument keinerlei Hilfestellung bei der Prüfung der Energiebilanz der Immobilie. Etwa die Hälfte der aktuellen Immobilienkäufer (48 Prozent) schätzt den Energieausweis als nur bedingt nützlich ein.

Im Hinblick auf die energetische Beschaffenheit ihres Wahlobjekts legen die Suchenden den größten Wert auf eine moderne Heizungsanlage (60 Prozent), eine gute Außenwand- und Dachdämmung (58 Prozent und 47 Prozent) und Fenster mit Mehrfachverglasung (57 Prozent). Dabei sind die Interessenten auch bereit zusätzliches Geld in die Verbesserung des Energiezustands zu stecken: Mehr als die Hälfte der potenziellen Käufer rechnet mit Folgeinvestitionen und jeder zweite davon mit mehr als 20.000 Euro.

“Die Umfrage macht deutlich, dass viele Käufer mit den Angaben im Energieausweis überhaupt nichts anfangen können”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: “Der Hauptgrund für die mangelnde Akzeptanz ist, dass er häufig nur über den Energieverbrauch der vorherigen Bewohner, nicht jedoch über den tatsächlichen Energiezustand des Objekts, informiert.”

Quelle: Pressemitteilung von Immobilienscout 24 und der Interhyp AG vom 28.11.2011

Nov
23

Fast drei Viertel der Immobilienprofis empfehlen Eigentümern Wärmedämmung des Dachs / Bei Mietimmobilien ist moderne Wärmeschutzverglasung am rentabelsten / Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, präsentiert die Ergebnisse der Studie Marktmonitor Immobilien 2011 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen

Wer über eine kostspielige Sanierung nachdenkt, sollte sich genau informieren, welche Maßnahmen am rentabelsten sind. Die repräsentative Studie Marktmonitor Immobilien 2011, die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen entstanden ist, gibt einen Überblick über alle Empfehlungen.

Das raten deutsche Immobilienmakler Eigentümern
71 Prozent der deutschen Immobilienprofis raten Eigentümern, die über einen Verkauf nachdenken, zu einer Dachdämmung. Weitere sinnvolle Investitionen im Vorfeld eines Verkaufs sind ihrer Meinung nach Fassadendämmung (60 Prozent) und Wärmeschutzverglasung (59 Prozent).

Tipps der Immobilienmakler für Vermieter
Eigentümern, die ihre Immobilie vermieten möchten, raten die Makler am häufigsten, ihr Geld in eine fortschrittliche Wärmeschutzverglasung zu investieren (63 Prozent). Auf Platz zwei und drei der Empfehlungen für Vermieter liegen Fassadendämmung (57 Prozent) und Brennwertheizung (44 Prozent).

Insgesamt halten die deutschen Makler energetische Sanierungsmaßnahmen oder Teilsanierungen für sinnvolle Investitionen, um den Marktwert einer Immobilie zu steigern – besonders, wenn ein Verkauf oder eine Neuvermietung anstehen. Denn vor allem für Kaufinteressierte spielt der energetische Zustand einer Immobilie eine immer größere Rolle, da sie mögliche Mängel nach dem Kauf aus der eigenen Tasche beheben lassen müssten.

Über den Marktmonitor Immobilien 2011

Der Marktmonitor Immobilien 2011 ist eine repräsentative Studie von immowelt.de in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Die Daten für die Studie wurden innerhalb des Immobilien-Professional-Panels (IPP) der Immowelt AG erhoben, dem ersten deutschen Profi-Panel für Marktforschung in der Immobilienbranche. Am IPP nehmen ausschließlich Fachleute aus der Immobilienwirtschaft teil. Für den Marktmonitor Immobilien 2011 wurden 397 zufällig ausgewählte Makler aus ganz Deutschland befragt.

Quelle: Pressemitteilung der Immowelt AG vom 22.11.2011

Nov
08

• Weiteres Plus: bis zu 12,5% Tilgungszuschuss zum Kredit
• Tempo bei energetischer Sanierung in Deutschland muss erhöht werden
• Anreize zum Energiesparen

Die KfW Bankengruppe vergibt Förderkredite für energieeffiziente Sanierungen derzeit zum effektiven Jahreszinssatz von 1,00% in allen Laufzeiten. Dazu kommt bei besonders energiesparenden Umbauten ein Tilgungszuschuss von 2,5% bis 12,5%. Bei einem Kredit von 75.000 Euro für eine Umrüstung zum KfW-Effizienzhaus 55* müssen beispielsweise 9.375 EUR weniger zurückgezahlt werden.

„Mit Beginn der kalten Jahreszeit denken Bauherren verstärkt daran, ihr Haus oder ihre Wohnung energetisch zu modernisieren und so dauerhaft Heizkosten zu sparen. Die attraktive Förderung soll einen Anstoß geben, das auch umzusetzen. Energiesparende Gebäude sind ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. In Deutschland werden 35% der Energie für Heizen und warmes Wasser verbraucht“ sagt Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Private Bauherren und Wohnungseigentümergemeinschaften, die für die energetische Modernisierung der Eigentumswohnung oder des Ein- und Zweifamilienhauses keinen Kredit aufnehmen möchten, können alternativ einen Investitionszuschuss von bis zu 17,5% (max. 13.125 Euro pro abgeschlossene Wohnung) bei der KfW beantragen.

Auch den energieeffizienten Neubau fördert die KfW mit sehr günstigen Krediten und Tilgungszuschüssen. Im Programm Energieeffizient Bauen liegen die effektiven Jahreszinsen derzeit zwischen 1,51% und 2,02%. Fast jede zweite neu hergestellte Wohnung in Deutschland wird mittlerweile mit „Energieeffizient Bauen“ gefördert. Das bedeutet, dass das energetische Niveau von Neubauten oftmals besser ist, als gesetzlich gefordert. Dadurch werden der CO2-Austoß und der Energieverbrauch deutlich reduziert.

Weitere Informationen zu den mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgelegten Förderprogrammen für energetisches Bauen und Sanieren sind auf der Internetseite www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter 0800 / 539 9002 erhältlich.

*Erklärung KfW-Effizienzhaus
Der Begriff Effizienzhaus ist ein Qualitätszeichen, das von der KfW, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) entwickelt wurde. Die Zahl nach dem Begriff „KfW-Effizienzhaus“ gibt an, wie hoch der Jahres¬primär¬energiebedarf (Qp) in Relation (%) zu einem vergleichbaren Neubau nach den Vorgaben der Energieeinspar¬verordnung (EnEV) sein darf. Beispiel: Das KfW-Effizienzhaus 70 hat höchstens 70 % des Jahresprimärenergiebedarfs des entsprechenden Referenzgebäudes. Je kleiner die Zahl, desto niedriger und besser das Energieniveau.

Quelle: Pressemitteilung der KfW vom 07.11.2011

Jul
29

Wie beim Auto bestimmte Wartungsintervalle eingehalten werden müssen, können auch bei einer Immobilie Reparaturen, eine Sanierung oder eine Modernisierung nicht unbegrenzt aufgeschoben werden. „Jeder Immobilienbesitzer sollte deshalb schon zu Beginn einen Maßnahmenplan erstellen und entsprechend Rücklagen bilden“, rät Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Reichen die Rücklagen nicht aus, gibt es verschiedene Finanzierungsoptionen, die geprüft werden sollen.

Trotz Rücklagen und Ersparnissen kann nicht jede Maßnahme durch vorhandenes Eigenkapital abgedeckt werden und der Gang zur Bank ist unumgänglich. Hier empfiehlt es sich laut HypothekenDiscount, rechtzeitig Informationen einzuholen und verschiedene Möglichkeiten und Anbieter zu vergleichen. Gerade im aktuellen Zinsumfeld, das von Leitzinserhöhungen und kaum vorhersehbaren Wirtschaftsentwicklungen bestimmt wird, müssen Immobilienbesitzer intensiver denn je vergleichen, da die Konditionen stark schwanken.

Oppel: „Eigentümer, bei denen die Sanierung eigentlich erst für das kommende Jahr geplant ist, sollten zudem nicht länger Zeit verstreichen lassen und sich jetzt informieren. Zum einen kann man von einem steigenden Zinsniveau ausgehen und zum anderen laufen einige staatliche Förderprogramme aus.“ Grundsätzlich gibt es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten.

Kapitalbeschaffung
Ist das Objekt schuldenfrei, ist es möglich, die Immobilien einfach neu zu beleihen und ein zinsgünstiges Annuitätendarlehen aufzunehmen. „Ein solches Darlehen bietet sich für größere Modernisierungen ab einem Darlehensbetrag von 25.000 Euro an“, erklärt der HypothekenDiscount Finanzierungsexperte. „So bleiben Aufwand und Nebenkosten für den Grundbucheintrag im Verhältnis.“

Modernisierungsdarlehen
Viele Banken bieten inzwischen spezielle Modernisierungsdarlehen an. Diese Programme richten sich bevorzugt an Bauherren, die eine energetische Sanierung planen oder in regenerative Energien investieren wollen. Ein Beispiel ist das EnergiePlus-Darlehen der SKG-Bank. Bei Darlehenssummen von 5.000 bis 50.000 Euro sind aktuell sowohl kleinere als auch größere Umbauten zu Konditionen von 4,99 Prozent möglich. Die Laufzeiten liegen zwischen 12 und 60 Monate. Sondertilgungen sind kostenfrei.

Ratenkredite
Für Renovierungsarbeiten oder Umbauten bis zu einer Investitionssumme von 10.000 Euro, die keine energetischen Verbesserung mit sich bringen und auch sonst nicht förderfähig sind, können Ratenkredite die richtige Wahl sein. Allerdings sind diese meist zwischen 1 und 3 Prozent teurer als spezielle Energiedarlehen für Immobilieneigentümer. Oppel: „Ein solcher Kreditvertrag muss nicht immer mit der Bank geschlossen werden. Zum Teil bieten auch Fachhandel und Baumärkte interessante Finanzierungen an.“ Preisvergleiche sind Pflicht.

KfW-Mittel
Kaum ein Bauherr wird heute darauf verzichten, wenn Dach, Heizung oder Fassade erneuert werden, das Objekt auch energetisch aufzuwerten. Die Bankengruppe KfW unterstützt seit Jahren energetische Sanierungen mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen. Die Programme „Energieeffizient Sanieren“ (Programmnummern 151 und 152) werden derzeit mit Zinssätzen ab 1,81 Prozent effektiv pro Jahr angeboten. Grundsätzlich gilt: Je höher die erreichte Energieeffizienz, desto höher die Förderung. Darüber hinaus gibt es Programme zum altersgerechten Umbauen (Programmnummern 155 und 455) und zur Wohnraummodernisierung allgemein (Programmnummer 141). „Allerdings stehen für die Programme ‚Altersgerechter Umbau‘ ab 2012 voraussichtlich keine Mittel mehr zur Verfügung“, sagt Oppel. „Wer diese nutzen will, sollte bis spätesten Ende November alle Unterlagen eingereicht haben.“

5 Tipps zur Sanierungsplanung
1. Maßnahmenplan über mindesten 30 Jahre
2. Rücklagen bilden: 10 Euro/qm p.a.
3. Rechtzeitig informieren, Kreditmarkt beobachten
4. Passende Finanzierungsmöglichkeit auswählen
5. Finanzierungsanbieter vergleichen

Quelle : Pressemitteilung von HypothekenDiscount vom 26.07.2011

Jul
28

Energieausweis bleibt hinter Erwartungen zurück: Nur 48 Prozent der Kaufinteressenten und 30 Prozent der Mietwilligen erkundigen sich bei Besichtigungsterminen danach / Interessenten vertrauen eher dem Auge als dem Papier – das zeigt die Studie Marktmonitor Immobilien 2011  von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen

Kein Erfolgsmodell: Obwohl Mieter und Käufer von Immobilien Wert auf einen hohen Energiestandard legen, interessieren sie sich bei der Besichtigung kaum für den Energieausweis. Das zeigt die repräsentative Studie Marktmonitor Immobilien 2011 von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Gerade einmal 48 Prozent der Kauf- und 30 Prozent der Mietinteressenten erkundigen sich bei der Besichtigung des Objekts nach dem Dokument. Wichtiger ist der augenscheinlich gute Energiestandard einer Immobilie.

Bedeutung für Kaufinteressenten am größten
Noch das höchste Interesse am Energieausweis zeigen Kaufinteressenten. 48 Prozent der Kunden, die ein Objekt erwerben wollen, fragen laut der Makler nach dem Energiedokument. Aus gutem Grund: Ein niedriger Energiestandard weist auf nötige Sanierungsmaßnahmen und damit auf zusätzliche Kosten hin. Entsprechend setzen 44 Prozent der Befragten den Energieausweis bei Kaufobjekten auch als Werbeargument in Exposés ein. Wichtiger als die im Energieausweis dokumentierten Messwerte ist den Kaufinteressenten offensichtlich der klar erkennbare Sanierungsstatus. Sie wollen beispielsweise wissen, ob Fassade oder Dach gedämmt sind.

Mietinteressenten überzeugt der Augenschein
Bei den Mietkunden zeigt sich die Situation noch deutlicher. Nur knapp ein Drittel der zukünftigen Mieter hat nach Auskunft der Befragten Interesse am Energieausweis. Konsequenter Weise nutzt auch nur knapp ein Drittel der befragten Makler das Dokument für die Werbung. Viel entscheidender ist für Mietkunden, ob die Fenster wärmeschutzverglast sind oder auf welchem Stand der Technik die Heizung ist. Diese Faktoren entscheiden über die Nebenkosten, die zum Mietzins hinzukommen. Die Mietinteressenten überzeugen sich nach Erfahrung der Befragten lieber anhand der sichtbaren Merkmale davon, was sie erwartet.

Die repräsentative Studie Marktmonitor Immobilien 2011 wurde in Zusammenarbeit von immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen erstellt. Befragt wurden 397 zufällig ausgewählte Makler aus ganz Deutschland. Die gesamte Studie Marktmonitor Immobilien kann hier heruntergeladen werden: http://www.marktmonitor-immobilien.de

Quelle: Pressemitteilung der Immowelt AG vom 26.07.2011

Jul
20

Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende wird auch den Trend zu energiesparenden Immobilien verstärken. Zu Recht, denn Wohnungen und Häuser mit einer guten Energiebilanz schützen die Eigentümer und Mieter vor steigenden Nebenkosten und bieten meist auch einen überdurchschnittlichen Wohnkomfort. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) rät deshalb allen, die nach einem neuen Zuhause suchen, sich vor Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags den bedarfsbasierten Energieausweis zeigen zu lassen. Er weist die energetische Qualität eines Hauses aus. “Zukünftige Hausbesitzer sollten einen genauen Blick auf den energetischen Zustand des Hauses werfen. Immerhin verbrauchen deutsche Haushalte die meiste Energie für die Heizung: Rund 87 Prozent der von Haushalten insgesamt benötigten Endenergie entfallen auf die Erzeugung von Wärme”, betont Christian Stolte, Bereichsleiter der dena. Schlecht gedämmte Wände und Dächer sowie alte Fenster können dann schnell zu hohen Energiekosten führen.

Der Energieausweis nimmt ein Gebäude genau unter die Lupe und bewertet den Zustand von Wänden, Fenstern, Dach und Heizung. Das Herzstück des Energieausweises ist eine Farbskala von grün bis rot. Sie zeigt, wie viel Energie in diesem Gebäude im Durchschnitt für Heizung und Warmwasser benötigt wird. Liegt der angezeigte Wert des Gebäudes im grünen Bereich, verbraucht es wenig Energie für die Wärmeerzeugung. Liegt er dagegen im roten Bereich, werden die Energiekosten bei durchschnittlichem Heizverhalten hoch ausfallen.

Für Käufer von Immobilien ist neben der Farbskala der Blick in die Modernisierungsempfehlungen im Energieausweis besonders wichtig. Diese individuellen Maßnahmen zeigen, wie hoch der Sanierungsbedarf ist und welche Kosten eventuell in den nächsten Jahren auf den neuen Besitzer zukommen. Bei einem Neubau oder einem energetisch sanierten Gebäude gibt es keine Empfehlungen.

Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten. Der Verbrauchsausweis basiert auf dem Energieverbrauch der Bewohner in den letzten drei Jahren und wird durch die Heizkostenabrechnungen bestimmt. Bei der Ausstellung eines Bedarfsausweises nimmt der Fachmann dagegen die baulichen Bestandteile eines Gebäudes genau unter die Lupe. “Die dena empfiehlt für Wohngebäude den bedarfsbasierten Energieausweis. Dieser Ausweis analysiert den Zustand des Hauses und nicht das Verhalten der Bewohner wie der Verbrauchsausweis. Ob jemand viel oder wenig heizt, spielt beim Bedarfsausweis keine Rolle”, so dena-Experte Stolte. Ist ein dena-Gütesiegel drauf, können sich Eigentümer auf die Qualität des Energieausweises verlassen und haben ein Dokument vor sich, das viele nützliche Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes und seine mögliche Verbesserung enthält.

Seit 2008 besteht in Deutschland die Energieausweispflicht für Wohnhäuser. Eigentümer, die eine Wohnung oder ein Haus vermieten, verkaufen oder verpachten, müssen potenziellen Interessenten einen Energieausweis vorlegen. Unter www.zukunft-haus.info/energieausweis sind weitere Informationen zum Energieausweis zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) vom 18.07.2011

Jun
17

Das Bundeskabinett hat heute das Gesetz zur Stärkung der klimagerechten Stadtentwicklung verabschiedet. Die Wohnungswirtschaft begrüßt, dass im Entwurf die Regelungen für die Förderprogramme “Stadtumbau” und “Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme” entsprechend erweitert wurden.

“Mit dem Gesetzentwurf hat die Bundesregierung erkannt, dass die Städte bei der Energiewende eine tragende Rolle spielen. Es liegt auf der Hand, dass kompakte Stadtstrukturen die Erreichung klima- und energiepolitischer Ziele erleichtern, während Zersiedlung erschwerend wirkt”, sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.

Der Gesetzentwurf will den Klimaschutz unter anderem durch eine Klimaschutzklausel stärken. Außerdem sieht er die Erweiterung der Festsetzungsmöglichkeiten zum Einsatz und zur Nutzung erneuerbarer Energien und Energiegewinnung aus Kraft-Wärme-Kopplung sowie die planungsrechtliche Absicherung nachträglicher Wärmedämmung vor.

“Die Vorschläge zur Novellierung des Bauplanungsrechts stärken die rechtlichen Grundlagen für das kommunale Handeln”, so Gedaschko. Darüber hinaus sei es ausdrücklich zu begrüßen, dass der Gesetzentwurf auf die Städtebauförderung als besonders geeignetem Instrument zur raschen Unterstützung von Maßnahmen der klimagerechten Stadtentwicklung setzt und die gesetzlichen Regelungen für die Förderprogramme “Stadtumbau” und “Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme” entsprechend erweitert”, so Gedaschko. Damit kommt der Gesetzentwurf der Forderung der Wohnungswirtschaft entgegen, die Förderung gebäudebezogener Maßnahmen mit der Förderung von Maßnahmen im Quartierszusammenhang zu verbinden.

Netzausbau als Knackpunkt der schwarz-gelben Energiewende

Die Planungs- und Bauzeit für neue Stromautobahnen soll nach dem Willen von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) von zehn auf vier Jahre reduziert werden. Die Verbraucher müssten sich auf moderat höhere Strompreise einstellen. Rösler sprach von 35 bis 40 Euro im Jahr für einen vierköpfigen Haushalt.

Umgekehrt will die Regierung Millionen Haus- und Wohnungsbesitzer bei der Öko-Sanierung stärker unterstützen. Ab dem Jahr 2012 soll es dafür jährlich 1,5 Milliarden Euro geben. Zudem können zehn Prozent der Kosten für die energetische Sanierung von der Steuer abgesetzt werden, ein Volumen von weiteren 1,5 Milliarden.

“Die beabsichtigten neuen Regelungen müssen nun mit einer angemessenen Förderung hinterlegt sein, sonst können sie keine praktische Wirkung entfalten”, so Gedaschko. Er appellierte in diesem Zusammenhang an die Bundesregierung, die Städtebauförderung als zentrales Entwicklungsinstrument für Deutschlands Städte wieder auf ein den Problemen angemessenes Niveau aufzustocken.

Quelle: Haufe Online-Redaktion