Nov
21

Die Immobilienpreise steigen im Oktober weiter, und bis auf den Indexwert für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser erreichen alle HPX-Indizes im Oktober neue Höchstwerte. Der Gesamtindex steigt um 1,30 Prozent stark und erreicht einen Wert von 104,48 Punkten. Die Preise für Eigentumswohnungen steigen um 1,38 Prozent auf 104,16 Punkte. Mit 111,26 Punkten erreichen neue Ein- und Zweifamilienhäuser das höchste Preisniveau aller Indizes, gleichzeitig ist ihr Zuwachs mit 0,33 Prozent der schwächste. Der Wert für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser liegt im Oktober bei 98,01 Punkten. Die Steigerungen in sämtlichen HPX-Werten sprechen dafür, dass Immobilien insbesondere als Wertanlage in der Währungskrise attraktiv bleiben. Angesichts dieser Entwicklung ist eine Preisstagnation für Wohnimmobilien, wie sie die jüngste Prognose des Rheinisch- Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) erwartet, nicht in Sicht. Die RWIPrognose deckt sich mit Immobilienpreisindizes, die sich auf Angebotspreise beziehen. Der
HPX bildet dagegen die Entwicklung der tatsächlich gezahlten Immobilienpreise ab.

Bewertung und Prognose:

Laut dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) werden in den nächsten Monaten die Preise für Bestandsimmobilien bundesweit zu einem großen Teil stagnieren, und nur bei Neubauten ist mit einem weiteren Preisanstieg zu rechnen. Immobilienpreisindizes, die sich auf Angebotspreise beziehen, decken sich mit dieser Erwartung. Angesichts der Entwicklung der tatsächlich gezahlten Immobilienpreise, die der HPX abbildet, ist eine Stagnation oder gar ein Absinken der Preise jedoch nicht in Sicht.

Vieles spricht dafür, dass die Staatsschuldenkrise in Europa und ihre Auswirkungen auf die Stabilität des Euros eine breitere öffentliche Sensibilisierung für den Werterhalt von Erspartem erzeugt haben. So titelte der Focus im Oktober „Immobilien als Krisen-Schutz“, und die Wirtschaftswoche fragte in ihrer ersten Novemberausgabe: „Wie viel Euro braucht Deutschland?“ Augenscheinlich wird in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert, dass besonders Immobilien eine hervorgehobene Rolle für den Inflationsschutz spielen können. Bereits im Sommer warnte jedoch Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, vor einem überstürzten Immobilienkauf. Er wies auf die Bedeutung qualifizierter Beratung hin, damit der Traum von den eigenen vier Wänden nachhaltig realisiert werden kann.

Wie weit die Immobiliennachfrage und die Preise im Winter weitersteigen, hängt stark damit zusammen, wie lange die Unsicherheit im Euroraum anhält. Als mögliche Konsequenz aus der gestiegenen Immobiliennachfrage versuchen Städte bereits, Mietpreissteigerungen entgegenzuwirken. So hat Berlins künftige Regierung angekündigt, 30.000 Wohnungen neu bauen zu wollen, um besonders im innerstädtischen Bereich ein Anziehen der Mieten zu verhindern. Der Immobilienmarkt wächst also und bleibt gerade in der aktuellen Staatsschuldenkrise außergewöhnlich attraktiv: sowohl als Geldanlage zum Werterhalt, als auch für Häuslebauer, die jetzt eine Finanzierung zu selten günstigen Zinsen realisieren können.

Gesamtindex: Stark steigend

Der HPX-Gesamtindex steigt im Oktober um 1,30 Prozent auf 104,48 Punkte. Damit erreicht der Wert erneut einen neuen Höchststand und übersteigt zum ersten Mal die 104-Punkte-Marke. Es ist die fünfte monatliche Preissteigerung in Folge und mit einem Plus von 1,30 Prozent der stärkste Anstieg seit Juni.

Eigentumswohnungen („apartments“): Stark steigend

Nachdem die Preise für Eigentumswohnungen im September leicht gesunken waren, folgen sie im Oktober dem Aufwärtstrend aller HPX-Indizes und steigen um 1,38 Prozent auf 104,16 Punkte. Das Übersteigen der 104 Punkte bedeutet auch für die Preise von Eigentumswohnungen einen neuen Höchstwert. Der Indexwert liegt damit um 3,33 Prozent über dem Vorjahr. Vor dem leichten Absinken im September waren die Preise von Juni bis August drei Monate in Folge gestiegen.

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Steigend

Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser nehmen die 111-Punkte-Marke und erreichen im Oktober mit 111,26 Punkten ebenfalls einen neuen Höchststand. Dies entspricht einer Steigerung um 0,33 Prozent im Vergleich zu September. Seit Juli ist dies die vierte und schwächste Steigerung. Insgesamt zeigt sich im Jahresvergleich bei den neuen Ein- und Zweifamilienhäusern eine Preissteigerung um 3,87 Prozent.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Stark steigend

Der Preisindex für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser steigt um 2,33 Prozent auf 98,01 Punkte. Es ist die sechste monatliche Steigerung in Folge, gesunken waren die Preise zuletzt im April. Damit ergibt sich im Jahresvergleich mit 5,55 Prozent der höchste jährliche Preiszuwachs aller HPX-Indizes. Die Bestandpreise sind der einzige HPX-Wert, der im Oktober keine neue Höchstmarke erreicht. Diesen verzeichnete der Index im Mai 2006 mit 100,95 Punkten.

Quelle: Pressemitteilung der Hypoport AG zum Hauspreisindex HPX vom 14.11.2001

Okt
13

Zum Herbst hin stiegen die Preise für Immobilien erneut Das signalisiert der von der Hypoport erhobene Index HPX  für die Immobilienpreise. Der HPX-Gesamtindex stieg um 1,16 Prozent. Die Preise für Bestandsimmobilien unterstützten diesen Anstieg am stärksten: Das Plus von 2,44 Prozent lässt deutlichen Aufholbedarf in diesem Segment vermuten. Aber auch die Immobilienpreise für Neubauten legten mit 1,22 Prozent gegenüber dem Vormonat stark zu. Während in den vergangenen vier Monaten alle Indizes kontinuierlich nach Oben zeigten, verzeichnet der HPX-„apartments“ für Eigentumswohnungen im September mit minus 0,06 Prozent erstmals einen Seitwärtsverlauf. In Summe zeigt sich: Der Trend in Immobilien zu investieren hält nicht nur an, er nimmt ständig zu. Im Resultat erhöht die anziehende Nachfrage die Häuserpreise.

Bewertung und Prognose:

Was passiert mit der Altersvorsorge, mit den Zinsen für Baufinanzierungen oder mit den Steuern in Deutschland, wenn Europa die Schuldenkrise seiner Länder nicht in den Griff bekommt? Die Antworten von Experten sind ebenso vielfältig, wie die aktuell kursierenden Ratschläge von Fachleuten und Politikern. Was bleibt ist eine große Ratlosigkeit bei Endkunden und Privatinvestoren. Diese spiegelt sich sowohl in der Wertentwicklung von Gold als auch in jener für Immobilien wieder. Betrachtet man den aktuellen Hypoport-Hauspreisindex zeigt sich, dass die Nachfrage nach Immobilien stark angezogen hat. Die Kombination aus erneut historisch niedrigem Zinsniveau und steigenden Immobilienpreisen scheint auch Zauderer überzeugt zu haben: Der Zeitpunkt für den Erwerb des ersehnten Eigenheimes ist höchst attraktiv. Der Anstieg von 3,44 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, ist zu Teilen der Unterbewertung von Bestandsimmobilien geschuldet. Zudem flüchten immer mehr Menschen in Immobilien als sichere Alternativanlage zu unsicheren Finanzprodukten und treiben die Preise damit zusätzlich in die Höhe. Ob die von der Europäischen Zentralbank zur Verfügung gestellte Liquidität sich zudem teilweise in den Immobilienmarkt verirrte und die Inflation ansonsten noch größer wäre, lässt sich nur vermuten. Generell hat der Markt zwar noch keine Anzeichen der Überhitzung, dennoch ist es ratsam, die Lage des Immobilieninvestments in den kommenden Monaten auch daraufhin zu überprüfen.

HPX-Gesamtindex: Stark steigend

Der HPX-Gesamtindex steigt auch im September mit einem Plus von 1,16 Prozent erneut stark. Der aktuelle Wert mit 103,14 Punkten bildet einen neuen Höchststand (Wert August 2011: 101,95 Punkte) für das Barometer der Immobilienpreise. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat legte der HPX damit um 3,13 Prozent zu. Auch im Dreimonatsvergleich steht der Index rund 2,88 Prozent über dem Wert von Juni 2011 (100,25 Punkte).

HPX für Eigentumswohnungen („apartments“): Stabil

Einzig die Preise für Eigentumswohnungen bleiben im September mit einem leichten Minus von 0,06 Prozent stabil. Die Seitwärtsbewegung folgt auf einen starken Anstieg im August von plus 2,17 Prozent. Damit bleiben die Werte für Eigentumswohnungen nur minimal hinter dem Höchststand aus dem Vormonat (August 2011: 102,80 Punkte). Im Vergleich zum September vergangenen Jahres liegt der HPX-„apartments“ aktuell um 2,87 Prozent höher. Auch gegenüber dem Punktestand von Juni 2011 (99,99 Punkte) haben Eigentumswohnungen in dieser Indexbewertung um rund 2,75 Prozent an Wert zugelegt.

Häuserpreise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Stark steigend

Der Wert für neue Ein- und Zweifamilienhäuser erhöhte sich im September um 1,22 Prozent auf 110,89 Punkte (Wert August 2011: 109,55 Punkte). Die jeweiligen Höchstwerte der vergangenen Monate werden damit erneut getoppt. Im Dreimonatsvergleich nahm der Index um 2,79 Prozent (Juni 2011: 107,88 Punkte) – im Jahresvergleich um 3,44 Prozent (September 2010: 107,20 Punkte) zu.

HPX für Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Stark steigend

Mit einem Plus von 2,44 Prozent stiegen die Häuserpreise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser im September am deutlichsten. Dem Abwärtstrend für Bestandsimmobilien, der mit Ausnahme der Sommermonate 2008 seit Beginn der Berechnungen stattfand, steht nun seit Februar 2010 ein deutlicher Aufwärtstrend entgegen. Neben der allgemeinen Flucht in Sachwerte, die aktuell vor sich geht, ist diese Entwicklung sicherlich auch auf die Unterbewertung vieler Immobilien in Regionen wie Berlin zurückzuführen. Im Dreimonatsvergleich erhöhte sich der Index um 3,13 Prozent (Juni 2011:92,87 Punkte) und auch gegenüber dem Vorjahresmonat steigerte sich der Index um 3,06 Prozent (September 2010: 92,94 Punkte).

Quelle: Hauspreisindex HPX der Hypoport AG für September 2011

Jul
28

Wie hoch sind die Baulandpreise in München, Moers oder Moormerland? Was kosten gebrauchte Einfamilienhäuser im Vergleich zu neuen? Bleibt der Wohnungsmarkt in Deutschland bis auf weiteres entspannt oder drohen bald neue Miet- und Preissteigerungen? Und wie haben sich die Finanzierungskonditionen entwickelt? Orientierung bei diesen und vielen weiteren Fragen bietet die Publikation “Markt für Wohnimmobilien 2011“, die jetzt von den Landesbausparkassen (LBS) herausgegeben wurde.

Die Broschüre ist konzipiert für den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Zahlen zum Wohnungsmarkt. Sie enthält neben kurzen Analysen der Teilmärkte für Häuserpreise, Eigentumswohnungen und Bauland auch aktuelle Daten zur Bautätigkeit, zum Wohnungs- und Vermögensbestand sowie zur Wohneigentumsbildung. Grafisch aufbereitet und mit kurzen Erläuterungstexten versehen sind außerdem die relevanten gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen, etwa die Entwicklung von Einkommen und Sparquote sowie Baupreisen und Mieten.

Am Heftende befindet sich der LBS-Immobilien-Preisspiegel für 660 Städte, darunter 80 Großstädte. Die Faltblätter geben einen Überblick über die Marktlage im Neubau und Bestand, wobei jeweils Preisspannen und der am häufigsten anzutreffende Kaufpreis angegeben sind. Basis sowohl für den Immobilienpreisspiegel als auch für die Einschätzungen zur weiteren Entwicklung ist auch 2011 die traditionelle Frühjahrsumfrage der Landesbausparkassen unter 600 Immobilienvermittlern von LBS und Sparkassen.

Die Immobiliengesellschaften der Landesbausparkassen (LBS-I) sind mit einem Umsatz von über 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2010 die größte geschlossene Gruppe gewerblicher Wohnimmobilienvermittler in Deutschland. Ihre Einschätzungen sind zu einem wichtigen Indikator für die künftige Entwicklung auf dem Wohnungs- und Baulandmarkt geworden.

Das kleine Nachschlagewerk (Titel: “Markt für Wohnimmobilien 2011 – Daten, Fakten, Trends”) kann kostenlos bestellt werden bei:

LBS-Versandservice
Stichwort: “Immobilienmarkt 2011″
Werner-von-Siemens-Straße 13
53340 Meckenheim

Bestellungen sind unter Angabe des Stichworts “Immobilienmarkt 2011″ auch per Fax oder E-Mail möglich:

Fax: 02225/8893-595
E-Mail: lbs@druckcenter.de

Die Bezugsadresse im Internet lautet: http://www.lbs.de/publikationen

Quelle: Pressemitteilung der LBS vom 26.07.2011

Mai
18

Im April sind die Preise in allen drei Bereichen des Hauspreis-Index HPX gesunken, liegen jedoch durchgängig über ihrem Vorjahresniveau. Die Neubaupreise sinken stärker als im März. Schwächer als im Vormonat ist der Preisrückgang für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Eigentumswohnungen. Der rückläufige Gesamt-HPX fällt mit 99,86 Punkten leicht unter seinen Ausgangswert von 100 Punkten. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich stabilen Lage ist bei diesen Preisen von einer erhöhten Nachfrage nach Immobilien auszugehen.

Bewertung und Prognose:
Der erste Schritt heraus aus den Niedrigzinsen ist getan. Wann kommt der nächste? Nach ihrer Leitzinserhöhung auf 1,25 Prozent im April hat die EZB aktuell von einer weiteren Zinsanhebung abgesehen. Zwar hat der Inflationsschutz für die EZB Priorität, das hat sie im April signalisiert. Gleichzeitig muss sie jedoch den Balanceakt zwischen Preisstabilität und der Schuldenkrise der Euro-Länder Portugal und Griechenland meistern. Die Zinsen für Immobilienfinanzierungen steigen schon seit vergangenem September. Momentan befinden sie sich wieder auf dem Niveau vom August 2009. Aus der langfristigen Perspektive – und diese sollten sowohl Häuslebauer als auch Investoren berücksichtigen – ist dieser Zinssatz noch immer sehr attraktiv. Denn die historischen Tiefstwerte der vergangenen Monate sind nun definitiv passé. Sinkende Häuserpreise, eine steigende Inflation und noch günstige Zinsen sprechen nicht nur für, sondern fordern geradezu den Erwerb des Betongoldes.

HPX-Gesamtindex: sinkende Immobilienpreise

Auch im April spiegelt der Gesamtindex den allgemein sinkenden Preistrend der Immobilienpreise aus den Einzelinizes wider: Im Vergleich zum März sinkt der HPX-Gesamt um 0,28 Prozent (März 2010: 100,14 Punkte). Erstmals seit Dezember 2010 fallen die Häuserpreise damit leicht unter den Basiswert von 100 Punkten. Nach wie vor liegt der Hauspreisindex HPX aber über dem Vergleichswert des Vorjahres (April 2010: 96,59 Punkte).

Eigentumswohnungen („apartments“): Sinkende Wohnungspreise
Mit einem Indexwert von 99,50 Punkten sinkt das Preisniveau für Eigentumswohnungen im April um 0,25 Prozent im Vergleich zum März 2011 (99,75 Punkte). Der Rückgang der Wohnungspreise ist jedoch weniger stark als im Vormonat (Rückgang im März um 0,38 Prozent bei einem Indexwert von 99,75 Punkten).

Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): ebenfalls Sinkend

Den zweiten Monat in Folge sinken die Preise für Neubauten: Nachdem der HPX “new homes” bis Februar 2011 drei Monate lang gestiegen war, sinkt der Index im April um 0,31 Prozent auf 107,82 Punkte (März 2011: 108,15 Punkte). Im Drei-Monats-Vergleich sinken die Preise um 0,32 Prozent (Januar 2011: 108,17 Punkte).

Häuserpreise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“) Sinken
Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser werden mit einem Minus von 0,28 Prozent im April zwar günstiger, aber weniger stark als noch im Vormonat (März 2011: 92,52 Punkte). Wie bereits im März entwickelt sich der Preis analog zum Vorquartal: Auch im Januar 2011 betrug der Indexwert 92,26 Punkte. Eine Übereinstimmung mit dem Vorquartal war schon im März 2011 festzustellen. Im Jahresvergleich übersteigen die Preise mit einem aktuellen Plus von 6,30 Prozent die Vorjahreswerte erneut deutlich (Wert April 2010: 86,79 Punkte).

Quelle: Hauspreisindex HPX der Hypoport AG vom April 2011

Mai
11

Ben Bernanke, der Chef der amerikanischen Notenbank (Fed), machte erst kürzlich wieder deutlich, dass ihm Wachstum über alles geht. Zur Erreichung dieses Ziels ist er bereit, bei der Zinsentwicklung 2011 die Zinsen weiterhin auf einem niedrigen Niveau zu belassen,. Inflation und einen fallenden Dollar nimmt er dafür gern in Kauf. Das Anleihenankaufprogramm wird unverändert bis Ende Juni weiterlaufen. Falls die Wirtschaft bis dahin nicht in Schwung gekommen sein sollte, ließ sich Bernanke die Tür für ein weiteres Ankaufprogramm offen. Die aktuelle, insbesondere wegen der gestiegenen Rohstoffpreise, angezogene Inflation ist aus Sicht der Fed nur eine vorübergehende Reaktion. Für die Märkte gab es darauf nur eine Reaktion: Die Preise für Sachwerteanlagen wie Aktien, Edelmetalle und Öl stiegen. Der Dollar brach ein.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrem Zinsschritt Anfang April einen deutlich anderen Kurs eingeschlagen und diesen mit der steigenden Teuerung begründet. Stabile Preise sehen die Währungshüter um den Chef der EZB, Jean-Claude Trichet, mittelfristig bei einer Inflation von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Im April zogen die Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 2,8 Prozent an. Dies ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2008. Eine Normalisierung der Zinspolitik wird nunmehr immer öfter gefordert. Wie erwartet hat die EZB auf ihrer letzten Sitzung keinen neuen Zinsanstieg beschlossen. Bis zum Juli wird aber einhellig mit einem weiteren Zinsschritt gerechnet, so dass die Zinsprognose 2011 nach oben geht. Je länger sich die Inflation auf diesem hohen Niveau behauptet, besteht die Gefahr, dass sie sich dort verfestigt. Die Details zur Inflation werden die Statistiker Mitte Mai vorlegen. Die gestiegenen Energiekosten werden aber mit Sicherheit wieder Haupttreiber sein.

Aus Angst vor Inflation flüchten viele Anleger nun in Immobilien. In ausgewählten Lagen steigen die Häuserpreise für Mehrfamilienhäuser bereits ins Unermessliche – genau wie vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Hier sollten Anleger besondere Obacht walten lassen. Durch den hohen Einstandswert lassen sich zum Teil nur sehr magere Renditen erzielen. Betongold, wie Investitionen in Immobilien auch gern genannte werden, ist grundsätzlich eine sichere Bastion. Wer am richtigen Standort ein selbstgenutztes Objekt erwirbt und die Finanzierung langfristig fixiert, dem können Währungsverluste, Geldentwertung und Zinssteigerungen nichts anhaben. Das gleiche gilt natürlich auch für Mehrfamilienhäuser, deren Kaufpreise in einem gesunden Verhältnis zu den Mieteinnahmen stehen und deren weitere Wertentwicklung positiv eingeschätzt wird.

Bei dieser Zinsentwicklung 2011 sollte Zinssicherheit bei jeder Investition groß geschrieben werden. Neben den früher üblichen Zinsbindungen von 5 und 10 Jahren bieten heute schon einige Anbieter Varianten an, die über die gesamte Laufzeit des Darlehens festgeschrieben sind. Ein Darlehen mit einer anfänglichen Tilgung von 1,0 Prozent muss über 30 Jahre zurückgeführt werden. Auch Kombinationen mit Bausparverträgen sind in vielen Fällen sinnvoll und sichern den Immobilieninvestor vor unliebsamen Zinsüberraschungen am Ende der ursprünglichen Zinsvereinbarung. Die nötige Flexibilität, die sie heute von einer Baufinanzierung erwarten können, ist natürlich auch gewährleistet. Bauspardarlehen können im Übrigen jederzeit durch Sondertilgungen (auch teilweise) zurückgeführt werden. Ein Pluspunkt, den schon viele Bausparer zu schätzen wissen. Welche Finanzierungsvariante für Sie die richtige ist, ermitteln unsere Finanzierungsspezialisten gerne persönlich mit Ihnen. Sprechen Sie uns an!

Zinsprognose:
Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: steigend

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2011 der Dr. Klein & Co. AG vom 05.05.2011

Apr
21

Noch immer liegen die Werte aller Preisindizes für Wohnimmobilien in Deutschland weit über ihren Vorjahreswerten. Allerdings stellte sich im März eine generelle Abschwächung der Immobilienpreisentwicklung ein. Die Neubaupreise liegen geringfügig unter dem Rekordhoch des Vormonats. Während der HPX für Eigentumswohnungen leicht unter seinem Ausgangswert steht, sanken die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser am deutlichsten. Inwiefern die aktuellen politischen und ökonomischen Entwicklungen den Hauspreisindex kurz- und mittelfristig beeinflussen, ist schwer abzusehen.

Bewertung und Prognose:
Japan, das Moratorium und die Grünen: Die Ereignisse im März haben Unwahrscheinliches eintreten lassen. Welche Anreize bringt der Trend zur Ökologisierung der politischen Entscheidungen mit sich? Wie geht es weiter mit der Energieversorgung in Deutschland? Die politischen Kräfteverhältnisse haben sich verändert. Ihre Auswirkungen auf die Märkte sind noch offen. Einen klaren Kurs fährt dagegen die Europäische Zentralbank (EZB): Sie hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent erhöht, um der steigenden Inflationserwartung entgegenzuwirken. Der Erwerb von Immobilien wurde auch durch die Niedrigzinsphase der letzten Jahre begünstigt. Die erste Leitzinserhöhung seit Sommer 2008 werden einige Banken voraussichtlich nutzen, um weitere Zinserhöhungen für die Baufinanzierung zu begründen. Einen größeren Einfluss auf die Baufinanzierungszinsen als der Leitzins hat allerdings der Euribor-Zinssatz, der schon seit Monaten steigt. Entsprechend zeigen Indikatoren wie der Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung, dass die Baufinanzierungszinsen kontinuierlich anziehen. Insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Unsicherheit in Bezug auf Anlageformen wie Aktien oder Staatsanleihen bleiben Immobilien für Anleger jedoch weiterhin attraktiv und sind auch als Altersvorsorge weiter beliebt.

Die HPX-Preisindizes im Detail (unter http://www.hypoport.de/hpx-hedonic.html )
Sinkende Hauspreise beim Gesamt-HPX

Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
März 2011 100,14 – 0,39%
Februar 2011 100,53 + 0,50%
Januar 2011 100,03 + 0,02%
Als Konsequenz aus den allgemein sinkenden Werten in den Einzelindizes ist der Gesamtindex zum ersten Mal seit Dezember 2010 unter seinen Vormonatswert gesunken (Rückgang um 0,39 Prozent im Vergleich zu Februar 2011). Mit einem Plus von 3,73 Prozent liegt der Gesamtwert aber weiterhin klar über dem Vergleichswert im Vorjahr (März 2010: 96,54 Punkte).

Fallende Preise auch für Eigentumswohnungen (“apartments”)
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
März 2011 99,75 – 0,38%
Februar 2011 100,13 + 0,47%
Januar 2011 99,66 – 0,38%
Nachdem er die Hundertermarke im Februar erneut überschritten hatte, ist der Preistrend für Eigentumswohnungen im März um 0,38 Prozent knapp in den zweistelligen Wertbereich gesunken. Der Vergleich mit dem Referenzmonat im vergangenen Jahr belegt dennoch eine Steigerung um insgesamt 1,29 Prozent (März 2010: 98,48 Punkte).

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser (“new homes”)werden günstiger
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
März 2011 108,15 – 0,26%
Februar 2011 108,43 + 0,24%
Januar 2011 108,17 + 0,66%
Nach dreimonatigem Anstieg und mit 108,43 Punkten im Vormonat auf Rekordniveau, sinken die Preise für Neubauten im März. Dennoch liegt der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Plus von 3,57 Prozent über seinem Vorjahreswert (März 2010: 104,42 Punkte). Der aktuelle Wert ist der dritthöchste seit Beginn der Erhebung der Hauspreisindizes im August 2005.

Hauspreisindex für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser (“existing homes”) sinkt stark
Monat Indexwert Monatliche Veränderung
März 2011 92,52 – 0,55%
Februar 2011 93,03 + 0,83%
Januar 2011 92,26 – 0,28%
Im März sinken die Preise für Bestandsimmobilien auf denselben Indexwert wie im Dezember vergangenen Jahres (Dezember 2010: 92,52 Punkte). Im Jahresvergleich liegt der Hauspreisindex um 6,68 Prozent über seinem Wert von März 2010 (86,73 Punkte).

Quelle Pressemitteilung zum Hauspreisindex HPX der Hypoport AG

Mrz
26

Die Hauspreise in Deutschland stiegen im Februar 2011 an. Alle Teilindizes des Hauspreisindexes HPX verzeichneten einen Aufschwung. Der HPX für Neubauten steht trotz vergleichsweise geringem Anstieg auf einem neuen Rekordhoch. Die Preise für Eigentumswohnungen zeigt erstmals seit zwei Monaten wieder in eine positive Richtung. Die Werte für den Gesamthauspreisindex und die Preise für Bestandsimmobilien liegen so weit über ihren Vorjahreswerten wie nie zuvor.

Bewertung und Prognose:

Energie, Energie und nochmals Energie. Über den Umgang mit diesem Thema spalten sich die politischen Geister. Im Februar beschloss die Bundesregierung die Förderung alternativer Energien zu reduzieren, das Grünstromprivileg und den dadurch verursachten Strompreisanstieg einzudämmen. Zu Recht sagen die einen, denn Deutschland habe im europaweiten Vergleich sehr hohe Strom- und Gaskosten. Zu Unrecht sagen die anderen und weisen auf die Dringlichkeit einer neuen Klimaschutzpolitik hin. Eben diese erhalten aktuell Zustimmung aus ganz anderem Grund. Denn im Angesicht der nuklearen Gefahr, die von mehreren Atomkraftwerken in Japan ausgeht, erhalten Worte wie Dringlichkeit und Schutz eine ganz neue Bedeutung. In diesem Zusammenhang entschied sich die Bundeskanzlerin vor zwei Tagen zu einem Moratorium, das die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland auf den Prüfstand stellen soll. Ein früherer Ausstieg – da sind sich viele Experten einig – ließe die Energiekosten kurzfristig erneut ansteigen. Auch die jüngsten Geschehnisse im Nahen Osten werden für den derzeitigen Anstieg der Energiepreise verantwortlich gemacht. Für Immobilienbesitzer gibt es nur einen Weg, um sowohl langfristige Kosten zu senken, die Umwelt zu schonen und sich von der Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen zu befreien: die schrittweise Modernisierung.

HPX-Gesamtindex: Stark steigende Immobilienpreise

Im Februar 2011 stieg der HPX-Gesamtindex erstmals seit August 2010 (Anstieg um 1,03 Prozent) wieder deutlich an. Zum Anstieg von 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat führten die starken Preissteigerungen in allen Einzelindizes für Immobilienpreise. Gegenüber dem Vorjahr liegt der Gesamtindex nun 4,46 Prozent über seinem Vergleichswert 2010 (Februar 2010: 96,24 Punkte). Seit Beginn der Berechnungen ist dies die größte Differenz im Jahresvergleich.

Eigentumswohnungen („apartments“): Stark steigend

Nach zweimonatigem Rückgang steigen die Preise für Eigentumswohnungen im Februar 2011 mit einem Plus von 0,47 Prozent wieder deutlich an. Sein aktueller Wert von 100,13 Punkten liegt jedoch rund 1,31 Prozent unter seinem Wert vor drei Monaten (November 2010: 101,46 Punkte). Im Jahresvergleich ist der Indexwert in diesem Monat rund 2,6 Prozent über seinem Vorjahreswert (Februar 2010: 97,59).

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“) deutlich teurer

Zum dritten Mal in Folge verzeichnet der Neubauindex einen starken monatlichen Anstieg. Mit 108,43 Punkten steht der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser auf einem neuen Rekordhoch. Noch vor einem Jahr befand sich der Index um 3,79 Prozent unter seinem aktuellen Punktestand (Februar 2010: 104,47 Punkte). Vor drei Monaten, im November 2010, lag der Index um 1,25 Prozent unter seinem aktuellen Wert (November 2010: 107,09 Punkte).

Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“) sind stark steigend

Die Immobilienpreise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser steigen ebenfalls sehr stark an. Mit einem Plus von 0,83 Prozent bewegt sich der HPX für Bestandsimmobilien erneut in Richtung 95er-Marke. Schon im August näherte er sich dieser an und sank, ohne sie überschritten zu haben in den Folgemonaten wieder. Gegenüber dem Vorjahr liegt der Bestandsindex aktuell um 7,36 Prozent im Plus (Februar 2010: 86,65 Punkte). Dies ist – wie beim Gesamtindex – die größte Differenz eines Zwölfmonatsvergleichs seit Beginn der HPX-Berechnungen.

Jun
15

Auch vergleichbare Immobilien in unmittelbarer Nähe können sich preislich deutlich unterscheiden

Wer ein Auto verkaufen möchte, hat es leicht: Ein Blick auf gängige Internetplattformen oder in die Schwackeliste und der Vergleich von Modell, Baujahr und Laufleistung genügen, um einen realistischen Preis zu ermitteln. Viele Immobilienbesitzer schätzen die Situation beim Verkauf ihres Hauses oder ihrer Wohnung ähnlich ein. Nach Angaben des Immobilienvermittlers PlanetHome AG spielen bei der Preisermittlung von Immobilien jedoch deutlich mehr komplexe Faktoren eine Rolle als bei Fahrzeugen. Der Verkauf wird dadurch oft zu einem schwierigen Unterfangen.

Wichtigster Faktor bei der Wertermittlung bleibt die Lage: Befindet sich das fragliche Haus in einer starken Wirtschaftsregion, kann oft ein weit höherer Preis angesetzt werden als in strukturschwachen Gegenden. Entscheidend ist auch die Lage innerhalb einer Stadt oder Region – und hierbei geht es nicht nur um das Stadtviertel. „Oft weichen die Preise bei vergleichbaren Immobilien von Straße zu Straße deutlich ab. Ein toller Panoramablick in einer ruhigen Straße etwa lässt den Wert deutlich steigen – eine laute Hauptverkehrsstraße oder ein überlaufenes Einkaufszentrum in direkter Nachbarschaft hingegen führt zu niedrigeren Preisen“, sagt Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG.

Infrastruktur als ein entscheidender Faktor

Neben der Wohlfühlatmosphäre spielt die Infrastruktur eine wichtige Rolle – oberstes Kriterium ist dabei der öffentliche Nahverkehr: Orte mit guter Anbindung an größere Städte sind im Vorteil. Kindergärten und Schulen sind meist positive Faktoren, wenn sie nicht direkt an das Objekt angrenzen – denn sonst fürchten insbesondere ältere Käufer den hohen Lärmpegel. Nahe gelegene Arztpraxen und gute Einkaufsmöglichkeiten wirken sich ebenfalls begünstigend aus.

Vorteil für helle, klassisch geschnittene Wohnungen und Massivbauten

„Die größten Fehler machen Besitzer, wenn sie eigene Präferenzen überbewerten. Viele gehen davon aus, dass die Individualität ihrer Immobilie den Wert steigere. Tatsächlich sind aber klassisch geschnittene Wohnungen in der Regel gefragter als verwinkelte. Auch der mit viel Liebe ausgebaute Hobbykeller wirkt sich entgegen der Einschätzung des Inhabers oft wenig wertsteigernd aus“, sagt Robert Anzenberger. Tatsächlich liegen helle, moderne und gut renovierte Wohnungen mit viel Platz in der Gunst der Interessenten ganz vorn.

Entscheidende Punkte sind auch Bauweise und Zustand. Der solide Massivbau mit aufwändig gearbeiteten Fassaden und hochwertigen Dachziegeln steht einem einfachen Fertigbau oder dem veralteten Massivbau mit einer Dachabdeckung aus Kunststoff gegenüber. Und ein gut saniertes, energieeffizientes Eigenheim lässt sich zu deutlich besseren Preisen verkaufen als ein Haus mit Sanierungs- und Renovierungsstau.

Lage, Zustand, Ausstattung, Bauweise – die Vielzahl der Faktoren lässt die Wertermittlung der Immobilie zu einem komplexen Unterfangen werden. „Wer sich intensiv damit beschäftigt hat und wirklich gut auskennt, kann den Verkauf auf eigene Faust abwickeln. Ist das nicht der Fall, sollten Eigentümer einen Experten zurate ziehen, der auf Grundlage von fundierter Markterfahrung einen realistischen Preis ermittelt. So lässt sich verhindern, dass der Verkauf zu einem finanziellen und organisatorischen Abenteuer wird“, empfiehlt Robert Anzenberger.

Quelle: Pressemitteilung der PlanetHome AG vom 06.05.2010

Mrz
30

Die Tendenzen auf dem Immobilienmarkt setzten sich fort: mit der wirtschaftlichen Erholung steigen auch die Immobilienpreise für Apartments und neugebaute Ein- und Zweifamilienhäuser weiter leicht an. Ein- und Zweifamilienhäuser aus dem Bestand
jedoch verlieren kräftig an Wert.

Bewertung der Entwicklung und Prognose der Immobilienpreise:

Immer noch spricht das niedrige Zinsniveau für den Immobilienkauf. Belastend wirken sich jedoch die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt, sinkende Reallöhne und die Staatsverschuldung aus. Gerade bei Bestandshäusern scheint die Nachfrage verhalten zu sein, was zusätzlich zu den Unsicherheiten am teuren Sanierungsbedarf durch steigende Baustoffpreise sowie saisonalen Effekten liegen könnte. Aussichten auf Preissteigerungen sind für das Bestandssegment daher eher unwahrscheinlich.

Der einzelnen Segmente des Hauspreisindex HPX im Detail:

HPX-Gesamtindex ist fallend:

Im Februar fällt der Gesamtindex im Vergleich zum Vormonat um 0,63 Prozent (Januar 2010: 290,53),was allein auf den starken Preisrü im Bereich Bestandshäuser zurückzuführen ist. Während die Indizes für Neubauten und Eigentumswohnungen konstant bleiben, steht der Wert für Bestandsimmobilien auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren. Im Dreimonatsvergleich fällt der Gesamtindex leicht ab (November 2009: 289,88) und liegt mit aktuell 288,71 Punkten um 0,85 Prozent unter dem Vorjahreswert von 291,19 Zählern.

HPX für Eigentumswohnungen („apartments“) bleibt stabil:

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen bleiben mit 97,59 Punkten stabil (Januar 2010: 97,58). Im Jahresvergleich zeigt sich eine leichte Steigerung der Wohnungspreise um 0,22 Prozent (Februar 2009: 97,38). Im Dreimonatsvergleich bleibt der Index um 0,59 Prozent unter dem Wert von 98,17 Punkten im November 2009.

HPX für neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“) ist leicht steigend:

Auch im Februar setzt sich der Trend der letzten Monate fort: der Hauspreisindex für Neubauten steht mit 104,47 Punkten um 0,19 Prozent über dem Wert des Vormonats und um 1,58 Prozent über dem Wert von November 2009 (November 2009: 102,85). Vor einem Jahr erreichten die Hauspreise im HPX-”new homes” ihren Höchststand (Februar 2009: 104,70). Unter diesem Höchstwert liegt der aktuelle Index um 0,22 Prozent zurück.

Stark fallend: Hauspreisindex für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“)

Um 2,29 Prozent geht der HPX für Bestandhäuser im Vergleich zum Vormonat zurück (Januar 2010: 88,68). Insgesamt ist dies der stärkste bisher verzeichnete monatliche Rückgang der Häuserpreise. Mit 86,65 Punkten erreicht der Index für Immobilienpreise damit den tiefsten Stand seit Beginn der Berechnungen. Der bisherige Tiefstand des HPX war mit 87,49 Punkten im April 2009 erreicht. Im Dreimonatsvergleich verliert der Index 2,49 Prozent (November 2009: 88,86), im Jahresvergleich um 2,79 Prozent (Februar 2009: 89,11).

Weitere Informationen zur Vorgehensweise sowie Graphiken gibt es unter Hypoport.de .

Quelle: Hauspreisindex HPX der Hypoport AG für Februar 2010

Dez
30

Auch im November hat der Hauspreisindex der Hypoport AG (HPX) nur ganz leicht zugelegt. Alle drei Teilindizes – für Apartments, für Neubauten und für Bestandsimmobilien – zeigen nahzu konstante Werte.
Parallel zu den Anzeichen für ein allmähliches, leichtes Wachstum in der Gesamtwirtschaft zeichnet sich auch im Immobiliensektor ein Ende der Einbrüche für Häuserpreise ab. Die Hauspreisindizes des HPX im Detail:

HPX-Gesamtindex: Steigend

Seit vergangenem Juni steigt der Gesamtindex kontinuierlich. Auch im November ist der Hauspreisindex – wenn auch geringer als in den Vormonaten – erneut angestiegen. Mit einem Plus von 0,11 Prozent steht der HPX bei aktuell 289,88 Punkten. Dieser Wert liegt nun noch mit 2,16 Prozent unter dem Vorjahreswert (November 2008: 296,28 Punkte).

Werte für Eigentumswohnungen (“apartments”): Steigend

Der Indexwert für Eigentumswohnungen ist zum dritten Mal in Folge angestiegen. Mit einer Zunahme um 0,18 Prozent liegt der Wert noch mit 1,96 Prozent unter seinem Vorjahreswert von 100,13 Punkten (November 2008). Mit diesem Anstieg liegen die Preise für Apartments im Dreimonatsvergleich mit 2,81 Prozent im Plus (Wert August 2009: 95,49 Punkte).

Werte für neue Ein- und Zweifamilienhäuser (“new homes”): Stabil

Die Werte für Neubauten bewegen sich auch im November seitwärts. Mit 102,85 Punkten liegt der Index 0,03 Prozent über dem Vormonatswert (Oktober 2009: 102,82 Punkte). Bedingt durch den vergleichsweise stärkeren Anstieg der Häuserpreise im Vergleichszeitraum 2008 liegt der Hauspreisindex allerdings um 0,51 Prozent unter seinem Stand vom November 2008 (103,38 Punkte).

Werte für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser (“existing homes”): Steigend

Der HPX für Bestandshäuser hat sich im November erneut stabilisiert. Mit einem leichten Plus von 0,12 Prozent steht der Wert bei 88,86 Punkten. Das entspricht einem Wert, der zwar noch mit 4,21 Prozent unter demjenigen des Vorjahres liegt (November 2008: 92,77 Punkte). Im Vorjahresvergleich ist dies aber der höchste Wert seit Februar 2009, wo der Index mit 89,11 Punkten um 2,94 Prozent unter seinem Vorjahreswert lag (Februar 2008: 91,89 Punkte).

Bewertung und Prognose:

Nach wie vor profitieren Immobilienkäufer von niedrigen Zinsen, die für den Erwerb von Immobilien sprechen. Somit sind Immobilien auch weiterhin eine beliebte Alternative für Kapitalanleger, die ihre Aktiendepots auflösen. Das leichte Wirtschaftswachstum, das in diesem Quartal einsetzte, hält die Häuserpreise zudem auf stabilem Niveau. Welche Einflüsse neue energetische Anforderungen, die seit Oktober 2009 gelten, auf die Nachfrage nach Wohneigentum haben werden, bleibt abzuwarten. Gleiches gilt für das Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das eventuell zum neuen Jahr in Kraft tritt.

Quelle: Pressemitteilung zum Hauspreisindex HPX der Hypoport AG