Mai
16

Die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen in Deutschland sind auch im ersten Quartal 2012 leicht gestiegen. Damit setzt sich ein seit 2010 zu beobachtender Trend fort. Der vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) veröffentlichte Preisindex für selbst genutztes Wohneigentum stieg im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent auf 112 Punkte (Basis aller Indizes: 2003 = 100). Gegenüber dem ersten Quartal 2011 hat sich der Index damit um 2,6 Prozent erhöht.

Die Immobilienpreise stiegen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres sowohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern als auch bei Eigentumswohnungen. Im Vergleich zum Vorquartal stieg der Index für Ein- und Zweifamilienhäuser um 1 Prozent. Mit plus 0,5 Prozent im Vorquartalsvergleich entwickelte sich der Markt für Eigentumswohnungen etwas verhaltener. Im Jahresvergleich der ersten Quartale verlief die Preisentwicklung der Häuserpreise für beide Marktsegmente mit plus 2,6 bzw. 2,5 Prozent dagegen in etwa gleich. Die Indizes zum selbstgenutzten Wohneigentum zeigen damit insgesamt weiterhin eine leicht nach oben gerichtete Entwicklung an. Ursächlich hierfür bleibt unter anderem die weiterhin positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. In Verbindung mit steigenden Haushaltseinkommen und weiterhin sehr günstigen Finanzierungsbedingungen stimulieren sie die Nachfrage nach Wohnimmobilien. Anzeichen für einen übermäßigen, von den wirtschaftlichen Fundamentaldaten abgekoppelten allgemeinen Preisanstieg auf den deutschen Wohnimmobilienmärkten sieht der vdp auf Basis der verfügbaren Daten bislang nicht.

Die gute Konjunktur- und Beschäftigungsentwicklung stützte auch die Nachfrage nach Büroflächen, so dass sich der Büroimmobilienmarkt ebenfalls positiv entwickelt hat. Anfang 2012 kletterte der vdp-Kapitalwertindex für Büroimmobilien auf 115,2 Punkte, ein Anstieg um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Grund für diesen Anstieg sind steigende Neuvertragsmieten, die Ausdruck der gestiegenen Nachfrage nach Büroflächen sind. Der vdp-Mietindex für Büroflächen stieg um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und um 3,9 Prozent im Jahresvergleich, gleichzeitig blieb der Indexwert für die empirischen Liegenschaftszinssätze im Vergleich zum Vorquartal unverändert.

“Der nunmehr seit zwei Jahren zu beobachtende Aufwärtstrend ist insbesondere bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen nachfragegetrieben. Immobilieninvestoren, etwa junge Familien, finden angesichts günstiger Einkommens- und Konjunkturperspektiven sowie eines historisch niedrigen Zinsniveaus attraktive Rahmenbedingungen vor. Die Nachfrage konzentriert sich dabei vor allem auf die wirtschaftsstarken Ballungsgebiete. Auch der Markt für Büroimmobilien folgt in etwa der konjunkturellen Entwicklung. Angesichts der Unsicherheiten an den Finanzmärkten insbesondere mit Blick auf die Schuldenkrise profitieren Immobilien nach wie vor davon, dass sie von Anlegern und Selbstnutzern als vergleichsweise sicheres Investment angesehen werden. Insgesamt rechnen wir deshalb weiter mit einer insgesamt gesunden Entwicklung der Preise für Immobilien in Deutschland”, so Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

Der vdp-Preisindex für selbst genutztes Wohneigentum besteht aus zwei hedonischen Preisindizes für selbst genutzte Eigenheime bzw. Eigentumswohnungen, die entsprechend ihres Bestandes gewichtet werden. Auch die beiden Unterindizes des vdp-Kapitalwertindex für Büroimmobilien (für Neuvertragsmieten und für Liegenschaftszinsen) werden mittels hedonischer Verfahren errechnet. Alle Indizes werden vierteljährlich von der vdpResearch GmbH, einer Tochter des vdp, ermittelt und sechs Wochen nach dem Ende jedes Quartals veröffentlicht. Die Indizes basieren auf der vdp-Transaktionsdatenbank, in der seit 2003 Daten zu Preisen und wertbestimmenden Faktoren von Immobilien wie Baujahr, Lage und Ausstattung systematisch erfasst werden. Diese Informationen werden im Zusammenhang mit von Mitgliedsinstituten des vdp finanzierten Immobilienkäufen gewonnen. Inzwischen umfasst die Datenbank etwa 740.000 Datensätze aus dem ganzen Bundesgebiet.

Quelle: Pressemitteilung des Verband deutscher Pfandbriefbanken vom 15.05.2012

Apr
26

Wohneigentum wird weiter teurer. Die Angebotspreise für Häuser und Wohnungen sind im letzten Quartal bundesweit deutlich angestiegen. So wurden etwa Wohnungen im Gebäudebestand rund zwei Prozent teurer angeboten als noch vor drei Monaten. Die Hauspreise sind im selben Zeitraum jedoch nur um knapp ein Prozent angestiegen. Damit erreichen die Wohnungs- und Hauspreise im Bestand mit 107,6 bzw. 103,1 die höchsten Werte seit Indexerstellung.
Von diesem Trend profitieren auch die Angebotspreise im Neubaubereich, die im letzten Quartal 2011 eher stagnierten. Die Preiskurven für neu gebaute Häuser und Neubauwohnungen zeigen im ersten Quartal 2012 wieder deutlich nach oben: Insbesondere die Preise für Neubauwohnungen sind bundesweit um beinahe fünf Prozent angestiegen. Hierbei handelt es ich es sich jedoch teilweise auch um einen saisonalen Effekt, der im Neubaubereich regelmäßig im Frühjahr zu beobachten ist.

Woher kommt das Wachstum? Treiber des bundesweiten Preiswachstums sind vor allem die großen Metropolen. Dort sind die Angebotspreise im letzten Quartal am deutlichsten angestiegen. Die höchsten Preissteigerungen konnten in München und Berlin beobachtet werden: An Isar und Spree mussten Käufer für eine Wohnung im Gebäudebestand 5,4 Prozent bzw. 4,9 Prozent mehr bezahlen als noch vor drei Monaten. Dies zeigt, dass das Interesse an deutschen Immobilien bei Käufern aus dem Inund Ausland weiterhin ungebrochen hoch ist. Insbesondere Wohneigentum in den großen Städten ist weiterhin gefragt. Doch dort wird das Angebot immer knapper und das lässt die Preise auch in Zukunft weiter steigen. In vielen Core-Lagen der Großstädte beobachten wir bereits seit längerer Zeit Verkäufermärkte mit geringem Angebot bei hoher Nachfrage.

Quelle: Pressemitteilung von Immobilienscout 24 vom 12.04.2012

Apr
20

Zunehmend steigende Mieten und niedrige Zinsen bewegen die Menschen hierzulande dazu, vermehrt Wohneigentum zu erwerben. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in andere Investments wie etwa Aktien oder Anleihen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24. Die Umfrage, für die im März 2012 über 6.700 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden, wird als Vergleichsstudie jährlich wiederholt.

Wohneigentum spielt für die Altersvorsorge der Deutschen schon seit jeher eine bedeutende Rolle. Das bestätigt auch die Umfrage “Immobilienbarometer”, die seit 2010 durchgeführt wird: Altersvorsorge steht bei der Mehrheit der Befragten jedes Jahr ganz oben auf der Liste der Gründe für einen Immobilienerwerb, auch in 2012.

Neu hingegen ist: Ein wachsender Anteil von 37 Prozent will Mietzahlungen vermeiden, die derzeit insbesondere in urbanen Räumen immer weiter ansteigen. Im Vergleich: 2011 waren es nur 29 Prozent der Befragten.

Eine weitere starke Triebfeder für die Entscheidung, eine Immobilie zu kaufen, ist das noch immer historisch niedrige Zinsniveau. Rund 41 Prozent der Befragten geben an, die derzeit günstigen Konditionen für Baugeld nutzen zu wollen. Dies war auch schon im vergangenen Jahr der Fall.

Die Top-5-Gründe für den Immobilienerwerb im Überblick:
1. Altersvorsorge (52 Prozent)
2. Günstige Zinsen (41 Prozent)
3. Mietzahlungen vermeiden (37 Prozent)
4. Immobilien sind krisensicher (29 Prozent)
5. Unabhängigkeit vom Vermieter (28 Prozent)

Rund ein Fünftel der befragten Käufer sucht derzeit eine Immobilie als reine Kapitalanlage. Bei dieser Gruppe spielt verstärkt eine Rolle, dass ihr Vertrauen in andere Investments kontinuierlich sinkt. Knapp jeder dritte Anleger (29 Prozent) hat sich 2012 für eine Immobilie entschieden, da er anderen Investments nicht mehr vertraut. Im Vergleich: 2011 gaben dies nur 18 Prozent der befragten Kapitalanleger an.

“Historisch niedrige Zinsen von rund drei Prozent und schwindendes Vertrauen in andere Anlageformen sorgen für eine positive Grundstimmung für Immobilien in Deutschland”, kommentiert Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG die Ergebnisse. Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, ergänzt: “Auch wenn die Immobilienpreise im vergangenen Jahr vielerorts gestiegen sind und hierdurch die Mietrendite sinkt – wir rechnen auch für 2012 mit einer überdurchschnittlich hohen Nachfrage nach Betongold vor allem in urbanen Lagen.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG vom 18.April 2012

Mrz
22

Bei 35 Prozent der unverheirateten Paare mit Eigenheim ist nur einer rechtmäßiger Eigentümer, so das Ergebnis einer repräsentativen Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale / Eigentumsverhältnisse sollten vor allem bei Paaren ohne Trauschein klar durch Grundbucheintrag geregelt werden

Was mein ist, ist auch dein? Nicht unbedingt, wenn es um die Rechtsansprüche unverheirateter Paare am Wohneigentum geht! Denn bei jedem dritten Paar ohne Trauschein ist nur einer der Partner im Grundbuch eingetragen – und somit alleiniger Eigentümer von Haus und Hof! Das belegt eine repräsentative Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale. Der andere hat keinerlei Ansprüche – allenfalls finanzielle Pflichten. Im Todesfall oder bei einer Trennung sind Probleme vorprogrammiert.

Problematische Ansprüche im Trennungsfall
Bei einer Trennung nimmt der eine den Esstisch, der andere das Sofa – aber wer bekommt das Haus? Selbst wenn beide den Darlehensvertrag unterschrieben haben und bezahlen, steht die Immobilie laut Gesetz ausschließlich dem zu, der im Grundbuch steht. Der andere geht leer aus. Schlimmstenfalls gibt es für geleistete Zahlungen nicht mal einen finanziellen Ausgleich und die Bank pocht weiterhin auf die Tilgung der Raten. Gleichverpflichtete Partner sollten deshalb darauf achten, auch als gleichberechtigte Eigentümer im Grundbuch zu stehen.

Absicherung für den Todesfall
Sind nicht beide Partner im Grundbuch eingetragen, entsteht im Todesfall rechtlich gesehen eine heikle Situation. Stirbt der im Grundbuch eingetragene Partner, steht der andere ohne Rechte da und muss das gemeinsame Heim schlimmstenfalls räumen. Abhilfe kann neben dem Grundbucheintrag eine entsprechende testamentarische Regelung schaffen – bei unverheirateten Paaren wird dann allerdings Erbschaftssteuer fällig.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:
Sie leben ohne Trauschein mit Ihrem Partner in Wohneigentum. Sind Sie im Grundbuch eingetragen?
- ja: 61 Prozent
- nein: 35 Prozent
- weiß ich nicht: 4 Prozent
Für die repräsentative Studie “Wohnen und Leben 2012″ wurden im Auftrag von immowelt.de 1.012 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt.

Quelle: Pressemitteilung von Immowelt.de vom 16.03.2012

Nov
25

Baugeldstudie: 5 Prozent sind der Meinung, dass Immobilienkauf nur etwas für Ältere ist

Ob die Finanzkrise ein Auslöser ist oder die eigene Immobilie generell einfach hipp, darüber lässt sich streiten. Fakt ist: Laut einer bevölkerungsrepräsentativ quotierten Online-Studie des Mannheimer Baugeldvermittlers HypothekenDiscount unter 1.000 Deutschen sind lediglich 5 Prozent der Meinung, dass der Kauf einer Immobilie lediglich etwas für ältere sei. 80,9 Prozent stimmen der Aussage nicht zu.

„Der Immobilienkauf ist für Deutsche keine Frage des fortgeschrittenen Alters“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Galt vor 10 bis 15 Jahren noch bei vielen Jüngeren die Devise Aktie statt Eigenheim, habe sich das Blatt gewendet. „Die Sicherheit von Sachwerten wie von Immobilien wiegt spätestens seit der jüngsten Finanzkrise schwerer als das lange Zeit angestaubte Image der eigenen vier Wände“, sagt Oppel. Zudem habe in den letzten Jahren die Eigentumswohnung deutlich an Attraktivität gewonnen. „Wohneigentum bedeutet nicht mehr zwangsläufig die Doppelhaushälfte im Vorort, sondern auch das Loft oder ein City-Appartement als Eigentumswohnung“, erklärt Oppel.

Nicht zuletzt die niedrigen Hypothekenzinsen und spezielle Darlehen hätten Immobilieneigentum in der jüngsten Vergangenheit zu einer interessanten Investmentoption für jüngere Menschen gemacht. „Vor 20 Jahren war der Bausparvertrag der Inbegriff der Spießigkeit und die Fahrkarte ins Eigenheim. Heute gibt es spezielle Darlehen wie die Familienhypothek oder Kredite mit höheren Beleihungsausläufen und langen Zinsbindungen, die auch Jüngeren mit weniger Eigenkapital den Erwerb von Wohneigentum ermöglichen“, bilanziert Oppel.

Die Baugeldstudie in Zahlen:
Der Kauf einer Immobilie ist eher etwas für Ältere:
• Stimme ich voll und ganz zu: 1,1 Prozent
• Stimme ich eher zu: 3,9 Prozent
• Teils/teils: 13,6 Prozent
• Stimme ich weniger zu: 35,9 Prozent
• Stimme ich ganz und gar nicht zu: 45 Prozent

Quelle: Pressemitteilung von HypothekenDiskount vom 25.11.2011

Nov
19

Baugeldstudie: Hinderungsgründe für Immobilienkauf differieren zwischen Bundesländern

Sage mir wo du wohnst – und ich sage dir deine Sorgen: Warum Deutsche mit dem Immobilienkauf hadern, hat unterschiedliche Beweggründe. Nach einer repräsentativ quotierten Online-Studie des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount unter 1.000 Befragten gibt es zwischen den Bundesländern deutliche Unterschiede.

So geben 59 Prozent der Thüringer an, aus Sorge vor einem Jobverlust keinen Immobilienkauf zu erwägen. In Rheinland Pfalz sehen dies nur 31 Prozent so, in Bayern 35 Prozent und in Baden Württemberg 38 Prozent. Deutschlandweit betrachtet ist die Angst vor dem Jobverlust nicht mehr die Hauptursache, keine Immobilie zu kaufen. Während 2010 noch 57 Prozent der Deutschen aus Angst um ihren Arbeitsplatz zögerten, einen Immobilienkredit aufzunehmen, sind es 2011 nur noch 35 Prozent der Befragten.

Aus Sorge vor einer möglichen Scheidung leben deutschlandweit laut Studie knapp 7 Prozent lieber flexibel zur Miete als im Wohneigentum. In Sachsen traut man dem Ehefrieden laut Studie am wenigsten. Während in dem Freistaat 15 Prozent eine mögliche Scheidung als Grund gegen den Eigentumserwerb angeben, sind es in Baden Württemberg und Brandenburg lediglich jeweils 3 Prozent und in Berlin und Hessen nur 4 Prozent.
Der Top-Hinderungsgrund, keine Immobilie zu erwerben, ist im Deutschlanddurchschnitt die befürchtete Kreditbelastung. Eine mögliche hohe finanzielle Belastung durch ein Darlehen schreckt rund 50 Prozent aller Befragten ab. “Diese Sorge ist jedoch ausgerechnet in diesen Monaten eher unbegründet” sagt Kai Oppel von HypothekenDiscount mit Blick auf die Zinsen für Immobilienkredite, die wegen der Krise aktuell zwischen 3 und 4 Prozent liegen.

Quelle: Pressemitteilung von HypothekenDiscount vom 15.11.2011

Okt
09

Im Süden teilweise mehr als Durchschnittseinkommen nötig – In manchen Ost-Landkreisen reicht rund ein Drittel – Wohneigentum aus dem Bestand in den meisten kreisfreien Städten jetzt für Normalverdiener bezahlbar

Eigene vier Wände sind hierzulande zurzeit leichter finanzierbar denn je. Doch es gibt deutliche regionale Unterschiede. Wie das Berliner Forschungsinstitut empirica im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) errechnet hat, benötigt man im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie in drei süddeutschen Großstädten mehr als das anderthalbfache Durchschnittseinkommen*, um dort die Hürde ins Wohneigentum zu nehmen. In den meisten Regionen reichen dagegen mittlere Einkommen zur Finanzierung eines gebrauchten Eigenheims völlig aus. In manchen ostdeutschen Landkreisen benötigt man sogar nur rund ein Drittel des Durchschnittseinkommens (vgl. Grafik).

Wie LBS Research mitteilt, hat empirica Einkommens-Daten des Statistischen Bundesamtes mit Informationen aus seiner Preis-Datenbank für gebrauchte Einfamilienhäuser aus dem ersten Halbjahr 2011 verknüpft. Dafür wurde das Mindesteinkommen, das zum Erwerb einer Immobilie in der jeweiligen Region für ein typisches Bestandsobjekt benötigt wird, errechnet und mit dem jeweiligen regionalen Durchschnittseinkommen verglichen. Dabei ist der Wohneigentumserwerb in der jeweiligen Region für die Berliner Forscher dann machbar, wenn – bei einem Eigenkapital in Höhe eines Jahresnettoeinkommens – die Finanzierungsbelastung von insgesamt 7 Prozent pro Jahr (für Zins und Tilgung) 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt.

Den LBS-Experten ist dabei bewusst, dass Gebrauchterwerber häufig zusätzlich Modernisierungsaufwand bewältigen müssen. Auf der anderen Seite bleibt bei den Rechnungen von empirica unberücksichtigt, dass gerade in vielen teureren Wohnregionen meist auch preisgünstigere Eigentumswohnungen als Alternative zur Verfügung stehen. Letztlich, so LBS Research, ist die Frage der Bezahlbarkeit immer eine Frage des Einzelfalls, nicht nur was das Einkommen angeht, sondern auch die Verfügbarkeit von geeigneten Objekten. Doch regionale Marktinformationen wie die hier vorliegenden seien für einen Überblick zweifellos hilfreich.

Wegen der erheblichen Immobilienpreisunterschiede in Deutschland liegen die von empirica errechneten monatlichen Mindesteinkommen für Eigenheimerwerber in der Spanne von über 6.200 Euro im Monat im Landkreis Starnberg bis zu weniger als 900 Euro in den Kreisen Hildburghausen, Stendal oder Elbe-Elster. Im Voralpenland ist es also bis zum Faktor 7 teurer als in Teilen der neuen Länder. Zugleich zeigt die Auswertung nach Auskunft der LBS-Experten, dass die Schwellen zum Wohneigentum für Kaufinteressenten in den verschiedenen Regionen Deutschlands nicht so deutlich unterscheiden, weil auch die typischen Einkommen von einer Region zur anderen deutlich abweichen.

Deshalb ist auch in Starnberg nicht einmal der größte Zuschlag auf das lokale Durchschnittseinkommen gefordert. Denn hier werden zugleich auch die höchsten Durchschnittseinkommen in Deutschland erzielt. An zweiter Stelle bei den Einkommen folgt der Hochtaunus-Kreis, wo sogar weniger als das dort relativ hohe durchschnittliche Einkommen ausreicht, um eine ortsübliche Immobilie zu finanzieren. Bezogen auf die regionalen Einkommen liegt alles in allem die Finanzierungsbelastung für typische Gebrauchtobjekte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen am höchsten, vor den süddeutschen Großstädten Stuttgart, Freiburg und München.

Wie LBS Research ergänzend hervorhebt, ist die Bezahlbarkeit der eigenen vier Wände nicht mehr nur ein Thema für das Land. Inzwischen ist vielmehr auch in fast zwei Dritteln der hiesigen kreisfreien Städte sogar für Durchschnittsbezieher der Erwerb von gebrauchten Einfamilienhäusern finanzierbar, nämlich in 72 von 114. Von den über 300 Landkreisen wird nur noch in 17 mehr als das Durchschnittseinkommen verlangt, wenn es um die Finanzierung ortsüblicher Objekte geht. In den meisten anderen Kreisen dagegen liegt die Schwelle mehr oder weniger deutlich darunter. Zu den – bezogen auf das regionale Einkommen – zehn günstigsten Kaufstandorten zählen Landkreise aus allen fünf neuen Ländern, gefolgt von den Landkreisen Hof (in Nordbayern) sowie Werra-Meißner (in Nordhessen).

Allerdings gibt es laut Aussage der LBS-Experten auch in den neuen Bundesländern relativ teure Standorte. An der Spitze liegt Potsdam, wo fast das anderthalbfache Durchschnittseinkommen benötigt wird, um ein ortsübliches gebrauchtes Einfamilienhaus zu erwerben. Aber auch in Jena, Erfurt, Halle, Leipzig, Dresden oder Rostock reichen Durchschnittseinkommen nicht aus. Dasselbe gilt für viele Städte an der Rheinschiene in Nordrhein-Westfalen sowie süd- und südwestdeutsche Zentren und Urlaubsregionen. Am anderen Ende macht Bremen, wo Erwerber nur gut die Hälfte des Durchschnittseinkommens für ortsübliche Häuser benötigen, nach Auskunft von LBS Research deutlich, dass es auch Großstädte gibt, in denen die Bedingungen für den Erwerb von Wohneigentum günstig sind.

Im Vergleich zur Analyse vom Jahresbeginn 2010 haben sich nach den empirica-Zahlen die Bedingungen für Wohneigentumsinteressenten noch einmal verbessert. Denn die Objektpreise sind fast unverändert günstig, die Finanzierungskonditionen niedrig, und die Einkommen sind im Durchschnitt bereits angestiegen.

Quelle: Pressemeldung der Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen Referat Presse vom 04.10.2011

Sep
28

Über 40 Prozent der deutschen Immobilienkäufer rechnen damit, in Folge ihres Kaufs finanziell kürzer treten zu müssen. Gespart werden soll vor allem bei Auto und Urlaub. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24, für die im August über 1.600 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden.

Immerhin ist rund jeder zweite der Immobilienkäufer in Deutschland überzeugt, sich trotz Eigenheimerwerb finanziell nicht einschränken zu müssen. Falls aber doch gespart werden muss, so sind die Befragten bereit, deutliche Abstriche beim Konsum zu machen. Jeder fünfte Immobilienkäufer (22 Prozent) will auf die Anschaffung eines Neuwagens verzichten. Beinahe ebenso viele (21 Prozent) planen, weniger oft in den Urlaub zu fahren. Und rund jeder sechste Käufer (16 Prozent) weiß jetzt schon, dass er nach dem Eigentumserwerb weniger ausgehen wird.

Auffällig ist, dass Käufer, die eine Kapitalanlage suchen, deutlich optimistischer in die Konsumzukunft blicken, als Eigennutzer. Über 70 Prozent der Kapitalanleger geben an, dass sie nach dem Erwerb nicht finanziell kürzer treten werden. Bei den Eigennutzern hingegen ist nur jeder Zweite der Meinung, dass er auch in den eigenen vier Wänden seinen bisherigen Lebensstil beibehalten kann (48 Prozent).

Wobei die Immobilienkäufer in Zukunft sparen möchten:
1. Kein neues Auto kaufen (22 Prozent)
2. Weniger Urlaubsreisen unternehmen (21 Prozent)
3. Weniger Ausgehen (16 Prozent)
4. Energie im Haushalt sparen (16 Prozent)
5. Weniger Luxusprodukte kaufen (14 Prozent)

“Die Nachfrage nach Wohneigentum ist weiterhin ungebrochen hoch. Um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, sind viele Immobilienkäufer bereit, beim persönlichen Konsum deutlich kürzer zu treten”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: “Mehr als die Hälfte der Befragten geht aber davon aus, dass sie sich trotz Immobilienkauf finanziell gar nicht einschränken müssen. Zu dieser Einschätzung trägt sicherlich das momentane Tief der Baugeldzinsen bei. Wer jetzt finanziert, kann seine monatliche Kreditbelastung auf Jahrzehnte extrem niedrig halten.”

Quelle: Immobilienbarometer von Interhyp und Immobilienscout 24 vom 14. September 2011

Jun
16

Niedrige Zinsen für Kredite, erwartete Preissteigerungen bei Immobilien, mangelnde Anlagealternativen: Viele Deutsche denken derzeit verstärkt über ein Immobilieninvestment nach. Dies ergab eine repräsentative Online-Befragung unter 1.000 Teilnehmern des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen (54 Prozent) ist der Ansicht, dass die aktuellen Zinssätze von unter 4 Prozent ein guter Grund sind, um eine Immobilie zu kaufen. 27,4 Prozent sagen sogar, dass sie allein durch das aktuelle Zinstief verstärkt über eine Anlage in Stein nachdenken. Aber auch moderate Preise locken Investoren. So denken weitere 23 Prozent, dass die Einstiegspreise in Wohneigentum aktuell moderat sind und in den nächsten Jahren weiter steigen werden.

Für 18 Prozent der Deutschen sind Immobilien deswegen als Investment interessant, weil andere Anlageformen als zu riskant und wenig rentabel angesehen werden. „Wohnimmobilien in Deutschland haben in der Gunst von Privat- und Kapitalanlegern in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugelegt“, bestätigt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Gerade an Immobilienstandorten wie Berlin, wo die Mieten in den vergangenen Jahren überproportional geklettert sind, denken viele Mieter über den Eigentumserwerb nach. „Wenn die Entwicklung der Kaufpreise der Entwicklung der Mietpreise hinterer hinkt, können sich gute Einstiegschancen für Selbstnutzer ergeben“, sagt Oppel. Die Bauzinsen machen den Erwerb von Immobilieneigentum aktuell leicht. Seit April sind die Konditionen für klassische Immobilienkredite um rund 0,5 Prozentpunkte gesunken. Darlehen können derzeit ab etwa 3,75 Prozent aufgenommen werden.

Die Studie in Zahlen:
Warum lohnt es sich zum aktuellen Zeitpunkt eine Immobilie zu kaufen?
- Zinsen sind günstig: 54%
- Preise sind moderat und werden in den nächsten Jahr steigen: 23%
- Kapitalanlagen sind riskant und wenig rentabel: 18%
- Steuervorteile für Immobilienbesitzer: 5%
- Durch das aktuelle Zinstief denke ich verstärkt über den Immobilienerwerb nach (28,2% Zustimmung; 27,4% teils/teils; 42,8% keine Zustimmung

Quelle: Pressemitteilung der HypothekenDiscount vom 07.06.2011

Feb
17

Wie eine Emnid-Studie im Auftrag der BHW Bausparkasse herausfand, leben auch fast zwanzig Jahre nach dem Mauerfall noch immer deutlich weniger Ostdeutsche in den eigenen vier Wänden als dies in den westlichen Bundesländern der Fall ist.

Nur gut ein Drittel (36,7 Prozent) der Menschen in den neuen Bundesländern leben demnach im Wohneigentum. In Westdeutschland sind es dagegen 55,2 Prozent. Die Studie zeige auch, dass Ostdeutsche lieber im Haus als in einer Eigentumswohnung leben. Nur 0,4 Prozent der Wohneigentümer dort hätten sich für eine Eigentumswohnung entschieden, im Westen 8,3 Prozent.