Alle Beiträge zum Thema'2. Neubau'

Jan
10

Euro-Krise wird auch das Jahr 2012 bestimmen
Im abgelaufenen Jahr 2011 haben Baugeldkunden in Deutschland massiv von der Schuldenkrise in Euroland profitiert und Vorteile aus der Tatsache ziehen können, dass deutsche Bundesanleihen von internationalen Investoren als letzter Hort der Sicherheit innerhalb des Euroraumes gesehen werden. Nicht nur die Flucht aus den Staatsanleihen der bekannten Krisenländer Griechenland, Portugal und Spanien, sondern auch Verkäufe von italienischen und französischen Staatstiteln haben die Zinsen in diesen Ländern auf Niveaus steigen lassen, die wir seit 1994 nicht mehr gesehen hatten. Also zu einer Zeit, als die einzelnen Länder in Europa noch eigene Währungen hatten und die Währungsunion nur eine Absichtserklärung war. Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands und die vermeintliche Haushaltsdisziplin lassen daher deutsche Bundesanleihen als letztes gutes Risiko erscheinen und die hohe Nachfrage hat die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen unter 2% und die Verzinsung von einjährigen Staatstiteln auf nahe 0% fallen lassen. Bei einer gleichzeitig vorherrschenden Inflationsrate von rund 2,5% wird jedoch klar, dass diese Zinsniveaus derzeit weniger von rationalen Überlegungen der Investoren als vielmehr von Angst und Panik über die Zukunft des Euroraumes getrieben werden. Die Investoren akzeptieren bewusst eine deutlich negative Realverzinsung, um eventuelle Kapitalverluste aus Engagements in schwächeren Ländern zu vermeiden. Diese Verluste können bei Euroländern, die in Insolvenzgefahr geraten und deren Zinsen nach oben explodieren, plötzlich 75% des Einsatzes ausmachen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Dazu kommen noch die Befürchtungen, dass bei einem Auseinanderbrechen der Währungsunion die dann entstehenden neuen Währungen der Krisenländer signifikant an Wert verlieren würden. So lange die Marktteilnehmer daher die Lösungsversuche der europäischen Politiker als unzureichend bewerten, bleibt es bei einer Zinslandschaft, die den eigentlichen ökonomischen Fundamentaldaten in den Mitgliedsländern überhaupt nicht entspricht, ja sogar diametral entgegensteht. Das derzeit konjunkturell starke Deutschland hat viel zu tiefe Kapitalmarktzinsen und die mit Rezession kämpfenden Südländer und Frankreich sehen sich aus ihrer Sicht viel zu hohen Kapitalmarktzinsen gegenüber, die Investitionen und die Finanzierung bestehender Schulden praktisch unmöglich machen. Damit wird auch schnell verständlich, dass es der Politik in 2012 dringend gelingen muss, den Glauben an die Fähigkeit aller Mitgliedsländer wiederherzustellen, dass diese ihre Schulden bedienen können. Je länger die Zweifel darüber bestehen bleiben, desto länger wird diese Zinsdivergenz bestehen bleiben und es ist völlig ausgeschlossen, dass unter diesen Umständen die Krisenländer in der Lage sein werden, den Spagat zwischen Budgetkonsolidierung und Wirtschaftswachstum zu schaffen. Ein Land nach dem anderen wird dann zum Transferempfänger und zum unwiderruflichen Sanierungsfall. Und es ist auch klar, dass sich Deutschland vielleicht ein Griechenland, aber nicht fünf davon leisten kann.

Baugeldkonditionen könnten steigen
Da die Politik Zeit braucht, um die schwierigen Anpassungen in den europäischen Verträgen hin zu einer integrierten Wirtschafts- und Finanzpolitik zu schaffen, kommt in 2012 der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Schlüsselrolle zu. Die Notenbank muss das System am Laufen halten, um den Kollaps zu vermeiden. Die ihr zur Verfügung stehenden Mittel sind Geld zu drucken und die Zwischenfinanzierung der Staaten sicherzustellen. Dazu wird sie die Leitzinsen tief halten und mehr und mehr Staatsanleihen schwacher Länder aufkaufen. Wir gehen also davon aus, dass die EZB die Schleusen öffnen wird. Dann sollte es zu fallenden Zinsen in den Krisenländern führen, während die Zinsen für längere Bundesanleihen vorerst deutlich steigen könnten, da viele Investoren ihre spekulativen Positionen „Short Krisenländer – long Bundesanleihen“ schließen und die Belastungen für Deutschland über Transferleistungen in den folgenden Jahren drastisch zunehmen würden. Die Zinsprognose 2012 könnte deshalb auch zu einem deutlichen Anstieg der Baugeldkonditionen in Deutschland im Laufe des ersten Halbjahres 2012 führen.

Langfristige Zinssicherheit ist oberstes Gebot
Im späteren Jahresverlauf gehen wir aber davon aus, dass die EZB alles daran setzen wird, die langfristigen Kapitalmarktzinsen in Euroland grundsätzlich sehr tief zu halten, um einen Effekt der kontrollierten Inflationierung zu erreichen. Eine Vorgehensweise, wie sie auch schon von der amerikanischen und britischen Zentralbank praktiziert wird. Das sollte im Verlauf der Zinsentwicklung 2012 auch deutschen Hypothekenkunden wieder zu Gute kommen. Das Gebot der Stunde heißt aber: die aktuellen historisch tiefen Zinsen sichern und möglichst langfristig festschreiben. Damit wird die Immobilieninvestition mit Kalkulationssicherheit versehen und zukünftige Verwerfungen an den Kapitalmärkten können ohne Stress für die Finanzierung des eigenen Heimes beobachtet werden.

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2012 der Interhyp AG vom 06.01.2012

Nov
24

Frauen haben mehr Ängste als Männer / Laut Architekten-Erfahrung sind die Finanzierungssorgen oftmals unbegründet

Dem persönlichen Wohntraum steht nach Angaben von gut jedem zweiten Bundesbürger die Befürchtung im Wege, dass die Baufinanzierung scheitert. Vor allem unkalkulierbare Zusatz- und Baunebenkosten stehen bei den Sorgen der Befragten ganz oben. 82 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer melden hier die größte Unsicherheit an. Nach den Erfahrungen der Architekten sind diese Bedenken in der konkreten Bauphase zumeist unbegründet. 80 Prozent ihrer Kunden haben ausreichend finanzielle Mittel eingeplant – so der Praxisbericht der Experten. Das sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage ‘Wohnträume der Deutschen’, die vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag von Interhyp durchgeführt wurde. 1.697 Bundesbürger wurden dazu befragt.

In der Praxis beobachten die Architekten häufig, dass sich ihre Kunden an die Kostenfragen erst einmal herantasten müssen. So hat beim ersten Treffen mit dem Fachmann zwar gut jeder zweite Interessent sehr klare Vorstellungen über den künftigen Standort des Wunschobjekts. Kunden, die bereits im Voraus festgelegt haben was der Wohntraum kosten darf, kommen dagegen nur bei 42 Prozent der Experten sehr häufig vor. Wenn es allerdings in der weiteren Planung zu einer konkreten Kalkulation der Baukosten kommt, zeigen sich die Bundesbürger sehr treffsicher. Nach Beobachtung von 68 Prozent der Architekten schätzen die Deutschen ihre finanziellen Möglichkeiten richtig ein. Jeder fünfte Kunde vermutet sogar höhere Belastungen als tatsächlich notwendig sind. “Auf die Frage, ob und welche Immobilie man sich dauerhaft leisten kann, gibt es keine Pauschalantwort – hier hilft nur ein ehrlicher Kassensturz und eine unabhängige Finanzierungsberatung”, erklärt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.

Unabhängig von Finanzierungsfragen sehen sich aber viele Bundesbürger mit Engpässen am Immobilienmarkt konfrontiert, die der Erfüllung des Wohntraums im Wege stehen. “Gut jeder dritte Befragte gibt an, das persönliche Traumobjekt oder Grundstück werde gar nicht angeboten”, so Goris. Sein Rat: “Um in Zeiten knapper Immobilien besonders schnell zu sein, sollte man schon im Vorfeld mit einem Experten abklären, wie hoch das Budget heute und in Zukunft ist. Denn wer bereits ein fertiges Finanzierungskonzept in der Tasche hat, tut sich nicht nur leichter bei der Suche nach der passenden Immobilie, sondern erhält auch eher den Zuschlag beim Kauf.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG vom 24.11.2011

Okt
20

Jüngere Immobilienkäufer täten gut daran, vor dem Immobilienkauf noch einmal mit den Eltern oder anderen älteren Verwandten und Bekannten zu sprechen. Denn: Wie eine Studie des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount unter 1.000 Befragten ergeben hat, kennen sich Ältere – und unter ihnen eher Männer – beim Thema Immobilienfinanzierung tendenziell besser aus.

Auf die Frage, wie hoch die Restschuld eines 150.000-Euro-Kredites nach zehn Jahren ist, wenn mit einem Prozent Tilgung gestartet wurde, wussten lediglich 17 Prozent der 18- bis 24-Jährigen die richtige Antwort – aber mehr als jeder Dritte (35%) bei den über 45-Jährigen. Zudem haben über alle Altersgruppen hinweg Männer mit ihrer Antwort von 130.000 Euro richtiger gelegen als Damen.

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Frage, wie hoch das Einkommen mindestens sein sollte, um ein Darlehen über 150.000 Euro sicher bedienen zu können. 18 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sind der Meinung, ein Nettoeinkommen von 1.500 Euro sei ausreichend. Unter den Älteren teilen nur 8 Prozent diese Meinung. „Zu einem Zinssatz von 4 Prozent kann ein 150.000 Euro Kredit bei einer zweiprozentigen Tilgung mit monatlich 750 Euro bedient werden. Das monatliche Nettoeinkommen sollte auf jedem Fall bei mindestens 2.000 Euro liegen – besser darüber“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Ein Einkommen von mindestens 2.500 Euro halten laut Befragung 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen für angemessen. Indes würden mehr als 62 Prozent der über 45-Jährigen auf Nummer sicher gehen – und ein Mindesteinkommen von 2.500 Euro voraussetzen.

Auf die Frage, wie hoch die monatliche Mehrbelastung durch einen Immobilienkredit im Vergleich zur monatlichen Miete sein dürfte, reagierten Ältere ebenfalls vorsichtiger. Während jeder Vierte (26 Prozent) der Jüngeren sagt „gar nicht höher“, akzeptiert bei Rentnern nur jeder Zweite (45 Prozent) eine Mehrbelastung durch einen Kredit.

Quelle: Pressemitteilung von HypothekenDiscount vom 14.10.2011

Aug
25

Alle Teilindizes des HPX zeigen im Juli einen steigenden Verlauf: Der Preisindex für neue Ein- und Zweifamilienhäuser erreicht mit 108,67 Punkten seinen höchsten Wert seit Start des HPX im Jahr 2005, und der Indexwert für Eigentumswohnungen nimmt die Hundertermarke. Der Wert für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser steigt auf 93,02 Punkte. Der Gesamtindex bleibt über der Hundertermarke und steigt um 0,52 Prozent auf 100,77 Punkte. Für Anleger und Häuslebauer ist dies der Zeitpunkt, Anschaffungspläne umzusetzen: Bei allmählichen steigenden Immobilienpreisen eröffnen die Entwicklungen um Euro, internationale Staatsschulden und Börsenkurse attraktive Finanzierungschancen.

Bewertung und Prognose:
Vertrauensfrage: Wie geht es weiter mit den Staatsschulden, dem Euro und nun auch den Börsen? Seit den vergangenen Wochen wird nicht nur die Zahlungsfähigkeit weiterer Mitgliedsstaaten der Eurozone thematisiert. Auch die internationalen Finanzmärkte haben gezeigt, dass das Vertrauen in vermeintlich sichere Vermögensanlagen auf eine Probe gestellt wird. Kurs-Talfahrten an den Börsen untermauerten das Bedürfnis von Anlegern, ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen. Durch die Eurofrage, die Staatsschulden und die Börsenachterbahn lässt die längst erwartete Steigerung der Immobilienfinanzierungszinsen zurzeit noch auf sich warten. Bei einem allmählichen Anstieg der Immobilienpreise ergeben sich dadurch attraktive Finanzierungskonditionen für Anleger und Häuslebauer: Sie bekommen günstig Kredite und können zu Preisen kaufen, die heute günstiger sind als morgen. Jetzt ist für sie also der richtige Zeitpunkt, Anschaffungspläne in die Tat umzusetzen. So können sie von den aktuellen Konditionen über Jahre hinweg profitieren – und dank der Sicherheit des Betongoldes entspannt finanzieren. Die HPX-Preisindizes im Detail:

Gesamtindex: Stark steigend
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
Juli 2011 100,77 + 0,52%
Juni 2011 100,25 + 0,43%
Mai 2011 99,82 – 0,04%
Mit einem Wert von 100,77 Punkten steigt der Gesamtindex im Juli den zweiten Monat in Folge weiter an. Dies entspricht einer Zunahme um 0,52 Prozent im monatlichen Vergleich (Juni 2011: 100,25 Punkte). Zuvor hatte der Gesamtindex von März bis Mai 2011 einen Abwärtstrend gezeigt. Daraufhin war er im Juni erneut über seinen Basiswert von 100 Punkten gestiegen.

Eigentumswohnungen (“apartments”): Stark steigend
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
Juli 2011 100,62 + 0,63%
Juni 2011 99,99 + 1,04%
Mai 2011 98,96 – 0,54%
Der Index für Eigentumswohnungen nimmt im Juli die Hundertermarke: Die Steigerung auf 100,62 Punkte entspricht im Vergleich zum Juni einer Zunahme um 0,63 Prozent (Juni 2011: 99,99 Punkte). Es ist die zweite Steigerung in Folge, nachdem die Preise für Eigentumswohnungen zuvor von März bis Mai gesunken waren.

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser (“new homes”): Stark steigend
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
Juli 2011 108,67 + 0,73%
Juni 2011 107,88 0%
Mai 2011 107,88 + 0,06%
Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigen im Juli um 0,73 Prozent auf 108,67 Punkte (Juni 2011: 107,88 Punkte). Es ist die stärkste Steigerung seit über einem Jahr, und der Wert für Neubauten erreicht damit einen neuen Höchststand. Seinen bisher höchsten Wert verzeichnete der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser zuletzt im Februar 2011 mit einem Wert von 108,43 Punkten.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser (“existing homes”): Leicht steigend
Monat Indexwert Veränderung zum Vormonat
Juli 2011 93,02 + 0,16%
Juni 2011 92,87 + 0,28%
Mai 2011 92,61 + 0,38%
Mit plus 0,16 Prozent steigen die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser den dritten Monat in Folge: Ihr Juli-Wert liegt bei 93,02 Punkten (Juni 2011: 92,87 Punkte). Über 93 Punkte lag er zuletzt im Februar 2011 mit 93,03 Punkten. Der steigende Trend schwächt sich im Juli jedoch erneut ab.

Quelle: Hauspreisindex HPX der Hypoport AG für Juli 2011

Jul
20

- Reale Bauinvestitionen wuchsen um 12,6 %, Wohnungsbau um 11,4 %
- Trotz leichter Eintrübung bleibt Entwicklungstendenz positiv

Die erfreuliche Entwicklung der realen Bauinvestitionen im Jahr 2010 mit einem Anstieg von 2,8 % setzte sich im ersten Quartal des laufenden Jahres fort. Diese wuchsen in den ersten drei Monaten 2011 gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 12,6 %. Positive Impulse gaben hierbei sowohl der Wohnungs- als auch der Nichtwohnungsbau. So stiegen die Wohnungsbauinvestitionen, die mehr als die Hälfte der Bauinvestitionen ausmachen, einschließlich investiver Maßnahmen in Bestandsgebäude, im ersten Vierteljahr 2011 preisbereinigt um 11,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Der Nichtwohnungsbau (Investitionen in öffentliche und gewerbliche Bauten) verzeichnete mit 14,2 % sogar einen noch größeren Zuwachs.

Der von der KfW Bankengruppe regelmäßig exklusiv für die Wirtschaftswoche berechnete KfW-Indikator Eigenheimbau (KIEB) zeigt für den aktuellen Rand eine leichte Eintrübung bei weiterhin positiver Entwicklungstendenz. So planten im Mai 2011 saisonbereinigt 34,9 % der im Rahmen des KfW-Wohneigentumsprogramms geförderten Kreditnehmer einen Neubau oder den Erwerb eines neu gebauten Eigenheims. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet dies zwar einen Rückgang in Höhe von 2,3 Prozentpunkten. Dennoch liegt dieser Wert mit 1,2 Prozentpunkten über dem Wert vom Mai 2010, was auf eine weiterhin tendenziell positive Entwicklung im laufenden Jahr hindeutet.

Dazu der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Norbert Irsch: “Trotz der leichten Eintrübung des KfW-Indikators Eigenheimbau am aktuellen Rand gehen wir, auch vor dem Hintergrund der Zuwächse bei den amtlichen Frühindikatoren, von weiterhin positiven Entwicklungstendenzen bei den Wohnungsneubauaktivitäten im laufenden Jahr aus. Diese Entwicklung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das derzeitige Niveau des hiesigen Wohnungsneubaus langfristig nicht ausreicht, um den auch zukünftig noch weiter steigenden Wohnungsbedarf, insbesondere an alters- und energieeffizientem Wohnraum, zu befriedigen.”

Die ausführliche Analyse mit Datentabelle und Grafiken zum KfW Eigenheimindikator kann unter www.kfw.de abgerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung der KfW vom 18.07.2011

Jun
29

Gute wirtschaftliche Aussichten, günstige Arbeitsmarktentwicklung und niedriges Zinsniveau rücken das Thema Eigenheimerwerb in das Bewusstsein der Deutschen, aber viele trauen sich nicht
(München, 29. Juni 2011) Das Bruttoinlandsprodukt hat im Mai wieder das Niveau von vor der Lehman-Brothers-Pleite erreicht. Der private Konsum steigt und die boomende Konjunktur sowie die zunehmende Beschäftigung lassen die Regierung über Steuersenkungen nachdenken. Daneben sind die Immobilienpreise vielerorts noch immer relativ attraktiv und die Baugeldkonditionen bewegen sich auf Niedrigniveau – während Erspartes nur minimal verzinst wird. Beim Blick auf die Rahmenbedingungen stehen alle Zeichen auf Immobilienkauf. Dennoch hadern viele Mieter mit dem Schritt in die eigenen vier Wände. Interhyp beleuchtet typische Sorgen beim Immobilienkauf und zeigt Lösungen auf.

“Kann ich mir überhaupt eine Immobilie leisten, reicht mein Budget?”
Um diese Frage seriös zu beantworten, ist ein ehrlicher Kassensturz unerlässlich. Der sollte in aller Ruhe und vor allem vor der Objektsuche durchgeführt werden, um ein realistisches Budget zu ermitteln. Nur wenn nach dem Immobilienkauf noch genug finanzieller Spielraum für Urlaub und andere Annehmlichkeiten besteht, machen die eigenen vier Wände dauerhaft Freude. Für eine schnelle Kalkulation beim Anzeigen-Stöbern hilft folgende Faustformel: Rund 40% vom Netto-Haushaltseinkommen sind als monatliche Darlehensrate gut tragbar. Genauer geht es mit kostenlosen Programmen, wie z.B. dem Haushaltsrechner unter www.interhyp.de/rechner.

“Ohne viel Eigenkapital geht ein Immobilienkauf doch gar nicht”
Bei der Frage nach dem Eigenkapital-Einsatz gibt es zwar keinen generellen Königsweg, aber wenn zehn Prozent des Kaufpreises vorhanden sind, ist der Traum vom Eigenheim durchaus realisierbar und rechnet sich beim jetzigen Niedrigzinsniveau besonders: “Gerade für junge Noch-Mieter, die über ein solides Einkommen verfügen, kann die Finanzierung der Immobilie sinnvoller sein, als jahrelang mühsam anzusparen und eine attraktive Chance für die eigene Immobilie zu verpassen”, erklärt Benjamin Papo, Vorstand Privatkundengeschäft der Interhyp AG.

“Wenn die Zinsen steigen, kann ich mir die Rate nicht mehr leisten”
Während sich früher das Baufinanzierungsangebot auf eine Laufzeitauswahl von fünf oder zehn Jahren beschränkte, kann man heute seinen Zinssatz bis zu 30 Jahre lang fixieren. Damit ist die monatliche Belastung über Jahrzehnte hinweg komplett kalkulierbar und das Problem von eventuell deutlich höheren Zinsen bei der Anschlussfinanzierung reduziert sich bzw. fällt weg.

“Die Immobilie macht mich finanziell unflexibel”
Auch wenn bei der Finanzierung einer Immobilie die Zinsen auf zehn Jahre oder länger festgeschrieben sind, gilt diese Starrheit nicht (mehr) für die Rückzahlungsmöglichkeiten des Darlehens. Neben kostenlosen Sondertilgungsoptionen kann man heutzutage einen mehrmaligen Tilgungswechsel während der Darlehenslaufzeit vereinbaren. Damit hat der Kreditnehmer z.B. in Zeiten höherer Einkünfte die Flexibilität, die Tilgungsrate aufzustocken und später wieder herabzusetzen – ganz so, wie es sein Geldbeutel erlaubt.

“Die Nachfrage nach guten Immobilien ist so groß, dass ich im entscheidenden Moment eh nicht zum Zuge komme”
Im derzeitigen Angebotsmarkt zählen zwar oftmals Schnelligkeit und Entschlossenheit, aber egal ob Kauf oder Bau – die Entscheidung für eine bestimmte Immobilie sollte immer wohlüberlegt sein. Man kann jedoch einen deutlichen Zeitvorsprung erlangen, wenn man schon im Vorfeld mit einem Experten abklärt, wie hoch das Budget heute und in Zukunft ist, wie viel Eigenheim man sich damit leisten kann und ob individuelle Ausstattungen wie z.B. Sondertilgungsoptionen wichtig sind. “Wer bereits ein fertiges Finanzierungskonzept in der Tasche hat, tut sich nicht nur leichter bei der Suche nach der passenden Immobilie, sondern erhält auch eher den Zuschlag beim Kauf”, weiß Papo.

“Wer weiß, ob meine Immobilie wertstabil bleibt?”
Eine Garantie auf absolute Wertstabilität gibt es natürlich nicht, aber durch eine gründliche Abwägung im Vorfeld kann man schon vielen Stolperfallen aus dem Weg gehen. Das wichtigste Kriterium bei der Immobilienauswahl ist und bleibt: Die Lage, die Lage und nochmals die Lage. Doch auch eine gute Infrastruktur und starke Wirtschaftskraft in der Umgebung sind für langfristige Wertstabilität wesentlich. Um festzustellen, ob sich das Objekt in einem technisch einwandfreien Zustand befindet, sollte ein unabhängiger Bewertungsexperte zu Rate gezogen werden. Da mit zunehmendem Alter einer Immobilie auch deren Instandhaltungskosten steigen, empfiehlt es sich von Anfang an, Rücklagen zu bilden. Hier gilt die Faustregel: zwei Euro monatlich pro Quadratmeter Wohnfläche.

“Der Kauf einer Immobilie ist meist eine Entscheidung für das ganze Leben – klar, dass sich im Vorfeld eine Menge Fragen und Unsicherheiten ergeben. Bei der Finanzierung sind jedoch oft viele Befürchtungen unbegründet oder lösbar – hier lohnt sich das Gespräch mit einem unabhängigen Experten”, empfiehlt Papo.

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG vom 29.06.2011

Jun
16

Niedrige Zinsen für Kredite, erwartete Preissteigerungen bei Immobilien, mangelnde Anlagealternativen: Viele Deutsche denken derzeit verstärkt über ein Immobilieninvestment nach. Dies ergab eine repräsentative Online-Befragung unter 1.000 Teilnehmern des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen (54 Prozent) ist der Ansicht, dass die aktuellen Zinssätze von unter 4 Prozent ein guter Grund sind, um eine Immobilie zu kaufen. 27,4 Prozent sagen sogar, dass sie allein durch das aktuelle Zinstief verstärkt über eine Anlage in Stein nachdenken. Aber auch moderate Preise locken Investoren. So denken weitere 23 Prozent, dass die Einstiegspreise in Wohneigentum aktuell moderat sind und in den nächsten Jahren weiter steigen werden.

Für 18 Prozent der Deutschen sind Immobilien deswegen als Investment interessant, weil andere Anlageformen als zu riskant und wenig rentabel angesehen werden. „Wohnimmobilien in Deutschland haben in der Gunst von Privat- und Kapitalanlegern in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugelegt“, bestätigt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Gerade an Immobilienstandorten wie Berlin, wo die Mieten in den vergangenen Jahren überproportional geklettert sind, denken viele Mieter über den Eigentumserwerb nach. „Wenn die Entwicklung der Kaufpreise der Entwicklung der Mietpreise hinterer hinkt, können sich gute Einstiegschancen für Selbstnutzer ergeben“, sagt Oppel. Die Bauzinsen machen den Erwerb von Immobilieneigentum aktuell leicht. Seit April sind die Konditionen für klassische Immobilienkredite um rund 0,5 Prozentpunkte gesunken. Darlehen können derzeit ab etwa 3,75 Prozent aufgenommen werden.

Die Studie in Zahlen:
Warum lohnt es sich zum aktuellen Zeitpunkt eine Immobilie zu kaufen?
- Zinsen sind günstig: 54%
- Preise sind moderat und werden in den nächsten Jahr steigen: 23%
- Kapitalanlagen sind riskant und wenig rentabel: 18%
- Steuervorteile für Immobilienbesitzer: 5%
- Durch das aktuelle Zinstief denke ich verstärkt über den Immobilienerwerb nach (28,2% Zustimmung; 27,4% teils/teils; 42,8% keine Zustimmung

Quelle: Pressemitteilung der HypothekenDiscount vom 07.06.2011

Nov
24

Der Hauspreisindex für deutsche Wohnimmobilien erreichte im September – mit einem Punktestand von 100 – seinen Ausgangswert vom August 2005. Der Einzelindex für Eigentumswohnungen stieg an. Die Preise für Bestandsbauten sanken, Neubauwerte blieben stabil. Damit stabilisierte sich auch der Gesamtindex. Für die kommenden Monate ist trotz leichtem Kostenanstieg noch von guten Bedingungen für den Erwerb von Eigentum auszugehen.

Bewertung und Prognose:
Deutschland erlebt nach wie vor eine Phase des Aufschwungs trotz leicht abkühlender Konjunktur zum Herbstbeginn. Der Arbeitsmarkt erholt sich. Das allgemeine Preisniveau zieht leicht an. Auch die Zinsen sind im September seit Monaten erstmals wieder angestiegen. Die Finanzierungssituation spricht immer noch für den Immobilienerwerb. Allerdings deuten steigende Immobilienpreise, leicht höhere Finanzierungskosten und der Anstieg in den Baukosten darauf hin, dass diese Situation nicht ewig halten wird. Im September stabilisiert sich der Gesamtindex auf vergleichsweise hohem Niveau.
Während die Preise für Bestandsimmobilien nachgaben, stehen Neubauten immer noch hoch im Kurs. Den größten Indexanstieg verzeichneten Eigentumswohnungen. Diese werden auch in den kommenden Monaten leicht steigen. Die verschiedenen Einflüsse auf die Immobilenpreise halten sich aktuell die Wage und lassen den Index auch in den kommenden Monaten seitwärts bewegen. Aussagen über einige Monate hinaus, lassen sich in der aktuellen Marktsituation nicht machen.

Gesamtindex: Immobilienpreise bleiben stabil
Der Gesamtindex als Durchschnitt der drei einzelnen Hauspreisindizes bleibt im September stabil. Seit sieben Monaten sind die Immobilienpreise sowohl im Vormonats- als auch im Vorjahresvergleich kontinuierlich angestiegen. Mit exakt 100,00 Punkten liegt der Preisindex für Immobilien heute um 3,78 Prozent über dem Vorjahreswert (September 2009: 96,36 Punkte).

Eigentumswohnungen („apartments“): Stark steigende Immobilienpreise
Die Preise für Eigentumswohnungen ist um 1,32 Prozent angestiegen und steht aktuell bei 99,87 Punkten. Der über drei Monate gemittelte Index wurde insbesondere im September nach oben getrieben. Dies könnte auf saisonale Einflüsse zurückzuführen sein. Im Vergleich zum Vorjahreswert
ist der Preisindex um 2,2 Prozent angestiegen (September 2009: 97,72 Punkte).

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Leicht sinkende Preise
Der Neubauindex konsolidiert im September mit einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent auf sehr hohem Niveau. Sein Wert von 107,2 Punkten ist um 4,32 Prozent höher als der Punktestand im September vergangenen Jahres (September 2009: 102,76 Punkte). Auch im Dreimonatsvergleich steht der Neubauindex heute um 0,65 Prozent über dem Wert vom Juni 2010 (106,51 Punkte).

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Sinkend
Erstmals seit März 2010 gibt der Index für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser wieder nach. Der Punktestand von 92,94 ist um 1,2 Prozent unter demjenigen des Vormonats (August 2010: 94,07 Punkte). Im Jahresvergleich steht der Index allerdings um 4,89 Prozent über dem Vorjahreswert (September 2009: 88,61 Punkte).

Quelle: Hauspreisindex der Hypoport AG

Nov
24

Während man das griechische Finanzdebakel noch mit gefälschten Statistiken und fiskalem Schlendrian erklären und damit als Ausrutscher innerhalb des Euroraumes darstellen konnte, trifft es mit Irland ein bis vor kurzem als Musterschüler geltendes Mitgliedsland der Eurozone. Eine geplatzte Immobilienblase und der damit ausgelöste Zusammenbruch des irischen Bankensystems bringen das Land trotz zuletzt hoher Spardisziplin zu Fall. Mit Portugal steht der nächste Kandidat für Hilfe praktisch schon fest. Spanien ist aufgrund seines maroden Immobilienmarktes und 20 Prozent Arbeitslosigkeit auch bereits auf der Shortlist der Verdächtigen. Damit wird auch immer klarer, dass am Ende nur eine kleine Zahl an Ländern – angeführt von Deutschland – übrig bleibt, um für die Rettung der anderen zu zahlen. Das erklärt auch, warum seit Wochen die Zinsen deutscher Staatsanleihen steigen, obwohl doch eine Flucht in die Qualität gerade die Bundesanleihen stützen sollte. Über diese Phase der Betrachtung sind wir jedoch offensichtlich schon hinaus. Der Markt scheint die Gesamtbelastungen aus der Erhaltung der Eurozone für so gewaltig zu halten, dass selbst Deutschland an seine Grenzen stoßen könnte. Je mehr sich für Euroland das Bild eines Quasi-Länderfinanzausgleichs verfestigt, in dem von starken zu schwachen Ländern transferiert wird, desto stärker wird auch der Druck auf die deutschen Langfristzinsen werden. Da kann die Europäische Zentralbank die Leitzinsen noch so lang bei einem Prozent halten. Für die kommenden ein bis zwei Wochen erwarten wir eine Gegenbewegung am Anleihemarkt, nachdem seit Ende August die zehnjährigen Laufzeiten um rund 60 Basispunkte angestiegen sind. Diese Phase sollten Kunden unbedingt nutzen, um ihre Konditionen festzuschreiben. Die Gefahr, dass wir in 2011 deutlich höhere Zinsen sehen, ist nicht zu unterschätzen.

Bauherren und Immobilienkäufer müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken – diese Periode heute zu historisch tiefen Zinssätzen abzusichern, kann kein Fehler sein. Zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme sollte man dabei über lange Sollzinsbindungen festschreiben und damit für Kalkulationssicherheit sorgen. Grundsätzlich ist bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2% bis 3% empfehlenswert, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind aus diesem Grund derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zu vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Zinsprognose 2012 eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: abwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG vom 19.11.2010

Nov
24

Der vom Statistischen Bundesamt gemeldete Anstieg der Baugenehmigungen im Wohnungsbau ist erfreulich, wird auf dem bisherigen Niveau aber die Probleme bei der Wohnraumversorgung nicht lösen. Auch beim Anstieg der Genehmigungen um sieben Prozent erreicht die Zahl der fertig gestellten Wohnungen bei weitem nicht das Niveau, das nötig ist, um die Bevölkerung mit bezahlbarem energieeffizienten und altersgerechtem Wohnraum zu versorgen. Nur die Politik kann hier die Weichen für ausreichenden Wohnungsbau stellen.

Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass von Januar bis September der Bau von 9.000 mehr Wohnungen genehmigt wurde als im Vorjahreszeitraum. Auch bei einer regional differenzierten Betrachtung reicht die bisherige Wohnungsbautätigkeit bei weitem nicht aus, um die regionalen Wohnungsknappheiten insbesondere in den Zuwanderungs- und Ballungsgebieten zu bekämpfen. Empfindliche Mietsteigerungen bei Neubauten und im Bestand sowie ein zunehmender Mangel an günstigem Wohnraum sind die erkennbaren Folgen. Besonders betroffen sind Erstmieter, also junge Ehepaare, Studenten und Auszubildende. Ebenso hart trifft es ältere Bürger, die zunehmend vergeblich nach bezahlbaren und barrierearmen Wohnungen suchen.

Die entscheidenden Weichstellungen für mehr altersgerechten und energieeffizienten Wohnungsbau muss die Politik vornehmen. Denn nach Angaben von Wohnungsunternehmen können auch unter den aktuell günstigen Zinsbedingungen im frei finanzierten Wohnungsbau nur höherwertige Mietwohnungen mit Kaltmieten ab 8,50 EUR pro Quadratmeter erstellt werden. Um Investitionen in preiswerte Mietwohnungen wieder rentabel zu machen, setzt sich die Wohnungsbaubranche – mit Unterstützung des Mieterbundes -für verbesserte steuerliche Anreize ein. Bundesbauminister Peter Ramsauer spricht inzwischen die Vorteile der steuerlichen Anreize offensiv an. Denn verbesserte Abschreibungssätze werden den öffentlichen Haushalten mehr Einnahmen bescheren, als sie kosten. Von den Investitionskosten eines Wohnungsneubaus fließen über 50 Prozent über Steuern und Sozialabgaben in die öffentlichen Kassen zurück.

Der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau Dr. Ronald Rast warnt davor, aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes die falschen Schlüsse zu ziehen: “Der Anstieg der Baugenehmigungen geschieht nach wie vor auf zu niedrigem Niveau. Wir brauchen eine Wende in der Wohnungspolitik. Wohnen ist und bleibt ein Grundbedürfnis. Wird es abgedeckt, werden es die Wähler honorieren.”

“Die Bundesregierung kann mit einfachen Maßnahmen wie verbesserten Abschreibungssätzen die Voraussetzung zum Bau von mehr Wohnraum schaffen,” so Michael Hölker, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel. “Mit der Aktivierung privaten Kapitals werden gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen, die Einnahmeseite der öffentlichen Haushalte verbessert und durch die Förderung energieeffizienter Neubauten der Klimaschutz vorangetrieben.”

Quelle: Pressemitteilung der DGfM Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. vom 19.11.2010