Feb
18

Die Inflation im Euroraum stieg im Januar auf 2,4 Prozent und es wird allgemein erwartet, dass sie noch weiter anzieht. Die Entwicklung der Preise steht jedoch nach Meinung von Jean Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), noch immer im Einklang mit der Wahrung der Preisstabilität. Preisstabilität nach Definition der EZB besteht, wenn die Teuerungsrate bei etwa 2 Prozent liegt. Die jüngsten Steigerungen werden vor allem den gestiegenen Preisen für Öl, sonstigen Rohstoffen und Nahrungsmitteln zugeschrieben. Für das laufende Jahr erwarten die meisten Experten jedoch einen Rückgang auf stabiles Preisniveau.

Die US-Notenbank (Fed) sieht für den US-amerikanischen Markt, im Gegensatz zu den Bedingungen im Euroraum, vorerst keine Inflationsgefahren und wird ihre Nullzinspolitik samt aller sonstigen geldpolitischen Maßnahmen weiter fortsetzen. So kauft die US-Notenbank US-Staatsanleihen und versucht damit, die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Seit kurzem ist sie sogar größter Gläubiger des eigenen Landes. Weitere Stützungsmaßnahmen der Fed sind nach Meinung von Ben Bernanke, US-Notenbankchef, trotz der jüngsten positiven Signale für die US-Wirtschaft weiter nötig. Nur wenn sich die Lage am Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert, kann die Wirtschaft wieder Tritt fassen. Trotz des strengen Winters mehren sich auch auf dem US-Arbeitsmarkt die Anzeichen der Erholung. Die Arbeitslosenquote sank im Januar auf 9,0 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit April 2009. Höhere Verbraucherausgaben und ein anziehendes Kreditgeschäft der Banken sind zudem Zeichen dafür, dass die US-Wirtschaft in 2011 etwas stärker als in den vergangenen Jahren wachsen wird.

An den Anleihemärkten wird den positiven Nachrichten der Zentralbanken scheinbar wenig Glauben geschenkt. Der gegenwärtige weltwirtschaftliche Aufschwung basiert auf einer extrem expansiven Finanzpolitik und einer, vor allem in den USA, auf Hochtouren laufenden Notenpresse. Bis zur Mitte des Jahres wird die Fed die US-Wirtschaft weiter mit milliardenschweren Geldspritzen unterstützen. Der US-Dollar leidet unter diese Geldflut und befindet sich auf Talfahrt. Ein globaler Wachstumseinbruch könnte den aktuellen Wirtschaftsaufschwung stark gefährden. Die Finanzkrise ist noch nicht bewältigt, weder für die Welt, noch für Europa.

Die Unsicherheiten an den Zinsmärkten zeigen sich in den steigenden Risikoaufschlägen für Darlehen mit längeren Laufzeiten. Baufinanzierungskunden sollten in diesen unruhigen Zeiten auf lange Sollzinsbindungen setzen und sich von dem Zinsanstieg der letzten Monate nicht verunsichern lassen. Im historischen Vergleich sind die Baufinanzierungszinsen nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. Außerdem sollte eine anfängliche Tilgung von mindestens 2 Prozent vereinbart werden. Nur so ist sichergestellt, dass das Darlehen innerhalb von 30 Jahren zurückgeführt werden kann. Mit einem sogenannten Volltilgerdarlehen kann man sogar ein Zinsänderungsrisiko für die gesamte Darlehenslaufzeit ausschließen, da das Darlehen innerhalb der vereinbarten Sollzinsbindung zurückgeführt wird. Diese Angebote gibt es auch für 30-jährige Sollzinsbindungen, die es bei uns aktuell zum Preis einer 15-jährigen gibt. Lange Zinssicherheit ist heute sehr günstig zu bekommen. Durch die heute fast üblichen Bedingungen wie dem Sondertilgungsrecht, dem Recht die Tilgungsrate zu verändern und dem gesetzlichen Kündigungsrechte nach 10 Jahren, bleibt auch eine solch lange Sollzinsbindung für unsere Kunden sehr flexibel. Die Finanzierung kann sich immer wieder an die persönlichen Verhältnisse der Kunden anpassen. Welche Finanzierungskonstellation für Sie die sinnvollste ist, besprechen Sie am besten mit einem unserer Finanzierungsspezialisten.

Tendenz:
Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: steigend

Quelle: Kommentar zum Zinsmarkt 2011 der Dr. Klein & Co AG auf Zinsentwicklung.de

Jan
16

Auf dem letzten EU-Gipfel vor Weihnachten hat sich die Deutsche Bundesregierung mit ihrer ablehnenden Haltung zu den Euro-Bonds durchgesetzt. Die unbegrenzte Haftung deutscher Steuerzahler für fiskalpolitische Entscheidungen anderer Länder, ohne die Chance diese zu beeinflussen, ist damit vorerst vom Tisch. Mit der Einführung dieser Euro-Bonds würde sich der Charakter der Währungsunion grundlegend ändern. Leider wurden auf dem EU-Gipfel nur die großen Linien für das weitere Vorgehen festgelegt, Details wurden offen gelassen. So ist nicht klar, wie der ab 2013 geplante Stabilitätsmechanismus umgesetzt werden soll.

Als nächster Kandidat wird wohl das schwer angeschlagene Portugal nach Griechenland und Irland im Kampf gegen die Ausbreitung der Euro-Schuldenkrise die Töpfe der Europäischen Union (EU) und des internationalen Währungsfonds (IWF) anzapfen. Anders als Privatkunden, die ihre Kredite zurückzahlen und damit schuldenfrei sind, nehmen Staaten neue Schulden auf, um alte Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Ist aber niemand mehr bereit, die von solchen Staaten begebenen Anleihen zu kaufen, stehen diese vor der Pleite. In dieser Phase befindet sich vermutlich gerade Portugal. Der Preis 10-jähriger portugiesischer Staatsanleihen liegt derzeit etwa 4 Prozent über denen deutscher. Diese Kosten wird Portugal auf Dauer nicht tragen können. Unter Einbeziehung der Europäischen Zentralbank (EZB) und mit einem angemessenen Druck auf diese Staaten, energische Sparmaßnahmen umzusetzen, kann deren nötige Solvenz wieder hergestellt werden. Um zu verhindern, dass die Gemeinschaftswährung auf lange Sicht unter diesen Umständen leidet, muss die Architektur der Währungsunion jedoch grundlegend geändert werden. Die Verantwortlichen in der Europäischen Union müssen sich schnell um eine Reform bemühen, um eine weitere Krise zu vermeiden.

Der Chef der US-Notenbank (Fed) Ben Bernanke stellte kürzlich fest, dass die US-Wirtschaft wieder in Schwung käme, die Erholung aber noch nicht ausreiche. Die Arbeitslosenquote ist deutlich gesunken und inzwischen auf einem so niedrigen Niveau, wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Leider stellt sich die Lage aber nicht so positiv dar. Mit lediglich 103.000 neuen Jobs im Dezember bekamen deutlich weniger Menschen eine neue Chance als von vielen Experten erwartet. Mit diesem Tempo wird sich die Arbeitslosenquote nicht signifikant reduzieren. Um zu einem normalen Niveau zurückzukehren, könnten somit noch vier bis fünf Jahre vergehen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Fed von ihrer aktuellen Nullzinspolitik erst abrückt, wenn die Arbeitslosenquote unter neun Prozent gesunken ist. Dies hat auch Einfluß auf die Zinsprognose 2012.

Die aktuellen Schuldenkrisen in weiten Teilen Europas und den USA sind einer der Gründe für die Zinsentwicklung der letzten Monate. Die Notenbanken unterstützen durch unterschiedliche Maßnahmen die angeschlagenen Volkswirtschaften. Da klar ist, dass die Notenbanken nicht auf Dauer die Staatsdefizite finanzieren können, steigen die Preise für langlaufende Anleihen. Dies wirkt sich direkt auf die Finanzierungskosten in Deutschland aus. Die Zinsprognose 2012 ist deshalb, dass die Zinsen steigen. Unter Berücksichtigung historischer Werte sind aber heute besonders noch lange Zinsbindungen interessant. Wir empfehlen nicht, auf Zinsschwankungen zu spekulieren. Die Vorteile des niedrigen Zinsniveaus sollten unbedingt für eine höhere Tilgung verwendet werden. Denn nur so ist sichergestellt, dass zum Ende der Sollzinsbindung kein bösen Überraschungen folgen. Wer seine Sollzinsbindung über die gesamte Laufzeit des Darlehens bindet, umgeht solche Risiken völlig. Welche Kombination für Sie die Beste ist, analysieren unsere Baufinanzierungsspezialisten gerne persönlich mit Ihnen. Sprechen Sie uns einfach an!

Tendenz:
Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: steigend

Quelle: Kommentar zu Zinsentwicklung 2012 der Dr.Klein & Co. AG

Jan
15

Auf dem letzten EU-Gipfel vor Weihnachten hat sich die Deutsche Bundesregierung mit ihrer ablehnenden Haltung zu den Euro-Bonds durchgesetzt. Die unbegrenzte Haftung deutscher Steuerzahler für fiskalpolitische Entscheidungen anderer Länder, ohne die Chance diese zu beeinflussen, ist damit vorerst vom Tisch. Mit der Einführung dieser Euro-Bonds würde sich der Charakter der Währungsunion grundlegend ändern. Leider wurden auf dem EU-Gipfel nur die großen Linien für das weitere Vorgehen festgelegt, Details wurden offen gelassen. So ist nicht klar, wie der ab 2013 geplante Stabilitätsmechanismus umgesetzt werden soll.

Als nächster Kandidat wird wohl das schwer angeschlagene Portugal nach Griechenland und Irland im Kampf gegen die Ausbreitung der Euro-Schuldenkrise die Töpfe der Europäischen Union (EU) und des internationalen Währungsfonds (IWF) anzapfen. Anders als Privatkunden, die ihre Kredite zurückzahlen und damit schuldenfrei sind, nehmen Staaten neue Schulden auf, um alte Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Ist aber niemand mehr bereit, die von solchen Staaten begebenen Anleihen zu kaufen, stehen diese vor der Pleite. In dieser Phase befindet sich vermutlich gerade Portugal. Der Preis 10-jähriger portugiesischer Staatsanleihen liegt derzeit etwa 4 Prozent über denen deutscher. Diese Kosten wird Portugal auf Dauer nicht tragen können. Unter Einbeziehung der Europäischen Zentralbank (EZB) und mit einem angemessenen Druck auf diese Staaten, energische Sparmaßnahmen umzusetzen, kann deren nötige Solvenz wieder hergestellt werden. Um zu verhindern, dass die Gemeinschaftswährung auf lange Sicht unter diesen Umständen leidet, muss die Architektur der Währungsunion jedoch grundlegend geändert werden. Die Verantwortlichen in der Europäischen Union müssen sich schnell um eine Reform bemühen, um eine weitere Krise zu vermeiden.

Der Chef der US-Notenbank (Fed) Ben Bernanke stellte kürzlich fest, dass die US-Wirtschaft wieder in Schwung käme, die Erholung aber noch nicht ausreiche. Die Arbeitslosenquote ist deutlich gesunken und inzwischen auf einem so niedrigen Niveau, wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Leider stellt sich die Lage aber nicht so positiv dar. Mit lediglich 103.000 neuen Jobs im Dezember bekamen deutlich weniger Menschen eine neue Chance als von vielen Experten erwartet. Mit diesem Tempo wird sich die Arbeitslosenquote nicht signifikant reduzieren. Um zu einem normalen Niveau zurückzukehren, könnten somit noch vier bis fünf Jahre vergehen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Fed von ihrer aktuellen Nullzinspolitik erst abrückt, wenn die Arbeitslosenquote unter neun Prozent gesunken ist. Dies hat auch Einfluß auf die Zinsprognose 2012.

Die aktuellen Schuldenkrisen in weiten Teilen Europas und den USA sind einer der Gründe für die Zinsentwicklung der letzten Monate. Die Notenbanken unterstützen durch unterschiedliche Maßnahmen die angeschlagenen Volkswirtschaften. Da klar ist, dass die Notenbanken nicht auf Dauer die Staatsdefizite finanzieren können, steigen die Preise für langlaufende Anleihen. Dies wirkt sich direkt auf die Finanzierungskosten in Deutschland aus. Die Zinsprognose 2012 ist deshalb, dass die Zinsen steigen. Unter Berücksichtigung historischer Werte sind aber heute besonders noch lange Zinsbindungen interessant. Wir empfehlen nicht, auf Zinsschwankungen zu spekulieren. Die Vorteile des niedrigen Zinsniveaus sollten unbedingt für eine höhere Tilgung verwendet werden. Denn nur so ist sichergestellt, dass zum Ende der Sollzinsbindung kein bösen Überraschungen folgen. Wer seine Sollzinsbindung über die gesamte Laufzeit des Darlehens bindet, umgeht solche Risiken völlig. Welche Kombination für Sie die Beste ist, analysieren unsere Baufinanzierungsspezialisten gerne persönlich mit Ihnen. Sprechen Sie uns einfach an!

Tendenz:
Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: steigend

Quelle: Kommentar zu Zinsentwicklung 2012 der Dr.Klein & Co. AG

Okt
12

Wie erwartet hat am Donnerstag die EZB keine Änderungen an den Leitzinsen und an ihrer Rhetorik vorgenommen und daher auch den Zinsmarkt nicht wirklich bewegt. Damit versuchen sich die Inflations- und Währungshüter in Frankfurt möglichst dezent aus den verbalen Auseinandersetzungen zwischen den USA, China und Japan herauszuhalten. Scheinbar ungerührt akzeptiert die EZB den vehementen Anstieg des Eurokurses gegenüber dem Dollar und damit auch gegen den an den Dollar gekoppelten chinesischen Yuan. Offensichtlich freut man sich derzeit mehr über das Wiedererstarken der europäischen Gemeinschaftswährung, als man die potentiellen negativen Auswirkungen eines stärkeren Euro für die Exporte fürchtet. Die erste Runde im Abwertungswettlauf der Währungen geht daher eindeutig an die USA. Dort hat die Notenbank vergangene Woche weitere Lockerungsschritte ihrer Nullzinspolitik angekündigt. Konkret heißt das: Die USA werden weiter Geld drucken und damit ihre ausländischen Schuldner bedienen. Ein Verfall des Dollars wird dabei billigend in Kauf genommen. Was aber fast ebenso dramatisch ist, ist die Tatsache, dass damit auch der an den Dollar gekoppelte Yuan gegen den Euro abgewertet wird. Das macht den chinesische Export noch wettbewerbsfähiger. Es ist sogar zu vermuten, dass China derzeit seine exorbitanten Währungsreserven dazu einsetzt, die Währungen zu manipulieren. Zuerst hat man den Yen durch Käufe von japanischen Staatsanleihen historisch teuer gemacht und so Japan in Bedrängnis gebracht, jetzt kauft man Staatsanleihen von Euroländern und treibt damit den Euro nach oben. Wie lange die EZB ruhig zuschaut, bleibt offen. Zumindest hat man noch vor einigen Wochen, als der Eurokurs unter 1,20 gegen den Dollar fiel, von einer Rückkehr auf ein richtiges Niveau gesprochen. Mit 1,40 und höher ist der Euro auf jeden Fall gegen Dollar und Yuan überbewertet. Euroland muss aufpassen, dass nicht auch Runde zwei an die USA und China gehen. Denn das könnte teuer werden.

Für die nächsten Wochen erwarten wir zwar Schwankungen bei den Kapitalmarktzinsen, die sich gemessen an den Zinssätzen für 10-jährige Pfandbriefe in einer Bandbreite zwischen 2,65 und 2,90% bewegen sollten, aber keine großen Bewegungen. Besonders an starken Tagen am Anleihemarkt sollten Kunden die Gunst der Stunde nutzen und ihre Konditionen festzurren. Immobilienfinanzierungen laufen in der Regel 25 Jahre. Diese Periode heute zu historisch tiefen Zinssätzen abzusichern, kann daher kein Fehler sein. Wir empfehlen, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Sollzinsbindungen festzuschreiben und damit für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Grundsätzlich raten wir, bei diesem niedrigen Zinsniveau die Tilgung mit 2 – 3% zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind aus diesem Grund derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zu vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko später zu deutlich höheren Zinsen eine Prolongation vornehmen zu müssen wird damit schon heute ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp Website.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinsprognose 2011 der Interhyp AG vom 08.10.2010

Sep
25

Mit klaren Aussagen zur weiterhin angespannten Lage der amerikanischen Konjunkturentwicklung und mit dem Hinweis, alle Möglichkeiten der geldpolitischen Unterstützung bei der Zinsentwicklung 2011 nutzen zu wollen, hat die US-Notenbank diese Woche die Nachfrage am Anleihemarkt wieder anspringen lassen. Die Marktteilnehmer interpretieren die Aussagen als klares Zeichen, dass die Leitzinsen noch sehr lange der Nullzinspolitik unterliegen werden und dass die Notenbank im Eventualfall mit weiteren Aufkäufen von Staats- und Hypothekenanleihen Geld drucken wird. Was für die Anleihekurse positiv ist, versetzt dem US-Dollar hingegen einen schweren Schlag. Mit einem Kurs von inzwischen über 1,34 gegen den Euro hat der Dollar weiter nachgegeben und eindeutig den Euro als derzeit schwächste der großen Währungen abgelöst. Plötzlich scheint in der Einschätzung der Investoren die US-Misere sogar die Schwäche der europäischen Problemländer zu übertreffen. Gleichzeitig wehrt sich auch China vehement gegen eine Aufwertung seiner Währung. Es ist erkennbar, dass wir mitten in einem Abwertungswettrennen stecken, in dem jeder gerne seinen Export durch eine schwache Währung steigern möchte und zwar zu Lasten des anderen. Das Problem bleibt aber die zu schwache Konsumnachfrage weltweit. Vor allem in den USA und in vielen Teilen Europas. Selbst in China sind es die Investitionen, die treiben – und nicht der Konsum. Deutschland kann zwar derzeit von dieser starken Nachfrage im Investitionsgüterbereich stark profitieren – mittelfristig muss aber entweder der Konsum steigen oder man muss sich mit weniger Wachstum zufrieden geben.

Für die nächsten Wochen erwarten wir weiterhin bewegte Zinsmärkte, da uns der Wettstreit der Deflationsanhänger und der Inflationsgläubigen weiter begleiten wird. Vorerst scheint das Deflationsszenario im Vordergrund zu stehen – es bleibt jedoch für Baufinanzierungskunden gefährlich, auf tiefere Zinsen zu spekulieren. Da eine Baufinanzierung in der Regel 25 Jahre läuft, kann es kein Fehler sein, diese Periode heute zu historisch tiefen Zinssätzen abzusichern. Wir empfehlen, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Sollzinsbindungen festzuschreiben und damit für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Grundsätzlich empfehlen wir, bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von zwei bis drei Prozent zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind momentan zum Beispiel sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit bereits jetzt ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung 2011 eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskomentar der Interhyp AG vom 24.09.2010

Aug
30

Die Nullzinspolitik der großen Zentralbanken soll die Gesundung des Bankensystems unterstützen und Investitionskredite verbilligen, um damit die Wirtschaft anzukurbeln. In beiden Bereichen sind ganz klare Erfolge zu erkennen: In Kombination mit direkten staatlichen Stützungsmaßnahmen konnten sowohl das Bankensystem stabilisiert als auch die Verfügbarkeit von Krediten zu günstigen Konditionen sichergestellt werden. Doch die Nullzinspolitik hat auch weitreichende und gefährliche Nebenwirkungen. Die Finanzkrise 2008/2009 war schon die Folge einer über zehn Jahre andauernden viel zu lockeren Geldpolitik der Notenbanken. Mit dieser frei verfügbaren Liquidität wurden die Bankbilanzen aufgeblasen und dort, wo das Eigenkapital nicht mehr reichte, Quasi-Banken geschaffen, um den kreditfinanzierten privaten Konsum in den USA und Teilen Europas sowie die gehebelten Investitionen in Immobilien und Unternehmenskäufe weltweit zu befeuern. Mit dem Einbruch des amerikanischen Immobilienmarktes sind die Dominosteine gefallen. Die Rettungsmaßnahmen der Regierungen und Notenbanken nahmen ihren Lauf. Und womit bekämpfen die Notenbanken die Krise? Mit noch mehr Liquidität! Kurzfristig hat das geholfen. Mittelfristig wird es aber einen hohen Preis haben, wenn nicht bald eine Rückbesinnung stattfindet. Das jetzt stattfindende Treffen der Notenbanker in Jackson Hole wäre eine Gelegenheit dazu. Denn geringere Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft und die hohe Unsicherheit aufgrund der enormen Verschuldung in weiten Teilen der Welt haben zu einer Risikoaversion bei den Investoren geführt. Viele Anlageklassen werden gemieden. Stattdessen versuchen Privatleute, Banken, Versicherungen, Investmentfonds und die Notenbanken selbst ihre Mittel in sogenannten sicheren Staatsanleihen bester Bonität zu parken. Die enorme Nachfrage nach diesen Parkplätzen treibt die Preise dieser Staatsanleihen nach oben und damit die Renditen auf immer neue historische Tiefstände. Das gilt ganz besonders für US-Treasuries, deutsche Bundesanleihen und japanische Staatsanleihen. Somit lässt sich vorerst der kräftig gestiegene Finanzierungsbedarf der Staatshaushalte problemlos abdecken. Da es für kurzlaufende Zinsanlagen praktisch keine Verzinsung mehr gibt, treibt diese Politik die Investoren immer mehr in längere Laufzeiten und drückt auch dort die Renditen. Dadurch sind inzwischen alle großen Anleihemärkte auf Deflation und vielleicht sogar Depression gepreist. In den aktuellen Renditen für 10- bis 30-jährige Staatsanleihen lassen sich keine Risikoprämien für zukünftige Inflation und normales Wirtschaftswachstum mehr erkennen. Wir sind überzeugt, dass die Notenbanken hiermit die Blasen aus den Immobilienmärkten und Aktienbewertungen in den Staatsanleihenmarkt bewegt haben. Alle Investorengruppen sitzen daher immer mehr in einem Parkhaus, das von außen einen sicheren Eindruck macht. Es wird sich erst beim Rausfahren zeigen, dass nur eine Ausfahrt für so viele Parkende nicht genügt.

Selbst wenn der aktuelle Zinsrückgang die Banken kurzfristig zur Senkung der Baufinanzierungskonditionen zwingt, sollten Kunden auf der Hut bleiben und nicht vergessen, dass ihre Finanzierung in der Regel 25 Jahre läuft. Es kann kein Fehler sein, diese Periode heute zu historisch tiefen Zinssätzen abzusichern. Durch die Anpassung der Banken sollten sich auch in den nächsten Tagen wieder sehr attraktive Konditionen ergeben. Wir empfehlen, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Sollzinsbindungen festzuschreiben, um für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Baufinanzierungskunden müssen in Zeithorizonten von 20-30 Jahren denken, in denen sie monatliche Zahlungen leisten. Daher sollten sie sich auf keine Spekulation einlassen. Grundsätzlich empfehlen wir, bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von zwei bis drei Prozent zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind momentan zum Beispiel sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird somit bereits jetzt ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz:
kurzfristig: abwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Interhyp AG vom 27.08.2010

Mrz
29

Nachdem die US-Notenbank auch diesen Monat die Leitzinsen nicht angehoben hat und zugleich in ihrer Rhetorik darauf schließen lässt, dass bei der Zinsentwicklung 2011 in 2010 kaum mit einer Anhebung zu rechnen ist, haben die Anleger ihre Investitionen in verschiedenen risikobehafteten Assetklassen nochmals verstärkt. Eigentlich wollen die Notenbanken mit Nullzinsen die Investitionstätigkeit der Unternehmen stützen und den Banken die Kreditvergabe leichter machen. Da derzeit aber aufgrund der schwachen Nachfrage niemand investiert und die Kreditnachfrage der Unternehmen folglich gering ist, bleibt dieses Ziel nur ein Nebenschauplatz. Der viel größere Effekt der Nullzinspolitik spielt sich auf der Anlageseite ab. Dort merken momentan Hunderte Millionen Sparer von den USA über Euroland bis nach Hongkong, dass sie für ihre kurzfristigen Geldanlagen bei Banken praktisch kaum Verzinsung bekommen. Wurde noch vor zwei Jahren das Parken von Liquidität mit 3 – 5% bezahlt, so haben die Leitzinssenkungen zu Einlagenzinsen geführt, die nur selten über 1% liegen. Damit wirken bei der Zinsentwicklung 2011 plötzlich lange Laufzeiten von Staatsanleihen, die zwar historisch gesehen extrem tiefe Zinsen bieten, mit 3 – 4% attraktiv. Unternehmensanleihen mit sehr schwacher Bonität sehen bei 5 – 6% plötzlich wie Schnäppchen aus. Und auch Aktienwerte, die Dividenden bezahlen, erscheinen als smartes Investment. In Hongkong haben mit demselben Argument Immobilienpreise im Jahr 2009 um 45% zugelegt. Damit bietet sich ein sonderbares Bild: In einer Welt, die gerade von der schlimmsten Finanzkrise seit 80 Jahren getroffen wurde, in der das Wirtschaftswachstum nur mit gigantischen staatlichen Rettungspaketen wieder in Gang gebracht werden kann, in der die Staaten tief in der Verschuldungsfalle sitzen, steigen sämtliche Anlageklassen gleichzeitig. Die krampfhafte Suche nach Rendite macht derzeit für die Risiken blind. Potentielle Kursverluste bei steigenden Zinsen oder fallenden Aktienkursen werden mit dem Argument der guten laufenden Verzinsung ausgeblendet. Den Notenbanken und Politikern kommt das nur recht. Vielleicht gelingt es ihnen im Zusammenspiel auf diese Weise, die Staatsschulden zu Tiefstzinsen in lange Laufzeiten zu übertragen und an der Börse notwendiges Eigenkapital zur Restrukturierung ganzer Branchen bei hohen Kursen zu erwerben. Wenn es dann am Ende sogar gelingen würde, die Wirtschaft wieder zum Wachsen zu bringen, wird Inflation aufkommen und Leitzinserhöhungen sind notwendig. Spätestens dann platzt die Blase am Rentenmarkt und auch der Aktienmarkt wird ebenfalls kräftig leiden. Den Preis zahlen dann wieder einmal die Investoren, die auf die vorausschauende Politik der Notenbanken vertraut haben.

Für Baufinanzierungskunden dagegen sind die aktuell tiefen Zinsen ein Segen. Wir befinden uns praktisch in allen Laufzeiten am untersten Ende der Bandbreite, die wir in den vergangenen 50 Jahren gesehen haben. Es kann daher kein Fehler sein, auf Sicherheit zu setzen und dieses Zinsniveau mit langfristigen Zinsbindungen abzusichern. Baufinanzierungskunden müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken, in denen sie monatliche Zahlungen leisten. Sie sollten sich deshalb auf keine Spekulation einlassen, wenn die Wahrscheinlichkeiten schief verteilt sind. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung schon heute eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Prolongation vornehmen zu müssen, wird damit bereits bei Abschluss ausgeschlossen. Grundsätzlich empfehlen wir bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von mindestens 2% zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2011 und 2010 der Interhyp AG vom 26.03.2010

Mrz
12

Im Wochenverlauf ist es am europäischen Zinsmarkt nur zu geringen Bewegungen gekommen. Dazu hat die vorläufige Stabilisierung in Griechenland ebenso beigetragen wie das Fehlen von neuen Konjunkturdaten. Überraschend ist, dass die starke Erholung des Aktienmarktes in den vergangenen beiden Wochen – der Dax bewegt sich gerade auf die 6.000er Marke zu – nicht zu einer Schwäche am Rentenmarkt geführt hat. Die bekannte Logik, dass der Rentenmarkt immer dann steigt, wenn die Börse schwächelt und umgekehrt, gilt also derzeit nicht. Vielmehr scheint der Euroland-Rentenmarkt die zu erwartende langfristige Wachstumsschwäche in Europa vorwegzunehmen. Die Welt ist aktuell in drei Zonen mit sehr unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten einzuteilen. Da gibt es die dynamischen BRIC-Länder, allen voran China, die die Finanzkrise recht schnell überstanden haben und zu den alten Wachstumswerten zurückgekehrt sind. Dort droht aufgrund der Nullzinspolitik in den USA sogar eine Überhitzung. Danach kommen die USA, die bereits wieder Wachstum zeigen, auch wenn dieses auf verhältnismäßig schwachen Beinen steht. Zuletzt blicken wir auf Europa mit den momentan schwächsten Kennzahlen. Da die ehemaligen europäischen Wachstumstreiber England, Spanien, Portugal, Irland und Griechenland gerade ein fiskalisches Fiasko erleben, tief in der Rezession stecken und die Konsumenten in den europäischen Kernländern noch mehr sparen als vor der Finanzkrise, sind auch die Wachstumsaussichten für die nächsten Jahre schlecht. Dies spiegelt sich in den tiefen Eurozinsen wieder. Die große Frage, die derzeit viele Investoren beschäftigt, ist: Wirkt diese Stagnation in Euroland disinflationär bzw. sogar deflatorisch? Oder erleben wir bald eine Stagflation, also eine Kombination aus ganz schwachem Wachstum, aber steigenden Preisen. Dass dieses Szenario nicht komplett ausgeschlossen wird, sieht man an den historisch hohen Zinsabständen zwischen ganz kurzen und langen Laufzeiten der Staatsanleihen in den USA und auch in Euroland. Die Notenbanken haben aktuell keinen Spielraum für Leitzinserhöhungen, die Investoren wollen aber eine Sicherheitsprämie für lange Zinsbindungen. Wir gehen davon aus, dass die Höhe dieser Sicherheitsprämie noch steigen wird und erwarten in den nächsten Monaten Aufwärtsdruck bei den langen Zinsbindungen.

Wir empfehlen Baufinanzierungskunden daher, zumindest den größten Teil ihrer Finanzierungssumme langfristig festzuschreiben. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Somit ist es mit erheblichen Risiken verbunden, zu kurze Zinsbindungen zu wählen. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf fünf oder gar zehn Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten zu den tiefsten der vergangenen 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in fünf oder zehn Jahren die Zinssätze deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Über lange Zinsbindungen können sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und durch den optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen. Dafür sollte man bei der Erarbeitung des richtigen Finanzierungskonzeptes Sorge tragen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz

kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Jan
11

Entgegen den Erwartungen vieler Analysten hat die US-Wirtschaft auch im Dezember 85.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die Arbeitslosenquote liegt damit unverändert mit 10,0% im zweistelligen Bereich. Während also der Aktienmarkt weiter eine rasante Erholung der Konjunktur vorwegnimmt, enttäuschen die realen Daten. Diese Konstellation verschlimmert das Dilemma der Notenbanken nur noch mehr. Mit der Nullzinspolitik befeuern sie die Kapitalmärkte und treiben die Aktienkurse und Vermögenswerte weltweit nach oben. Die auf die Realwirtschaft wirkenden Wachstumsimpulse dieser im historischen Vergleich lockersten Geldpolitik sind aber enttäuschend gering. Natürlich haben die direkten Ausgabenprogramme im Automobil- oder im Infrastrukturbereich und die Konjunkturpakete in China Impulse gezeigt. Die Frage bleibt aber, ob die Erholung auch selbsttragend sein wird. Für die Notenbanken bedeutet das eine fast unlösbare Aufgabe: Bleiben sie bei ihrer Nullzinspolitik und die Konjunktur fängt sich überraschend gut, riskieren sie einen Inflationsschub, den sie dann nur durch kräftige Zinserhöhungen wieder einfangen können. Entziehen sie die Liquidität zu rasch und die Konjunktur sackt doch wieder ab, so wird es zu harten Auseinandersetzungen mit der Politik kommen, die unter dem bereits bestehenden Budgetdefizit-Druck auf jeden Fall weitere Konjunkturpakete verhindern möchte. Da die Notenbanken ihre Käufe am Anleihemarkt reduzieren bzw. einstellen werden, bleibt die Ungewissheit zur Zinsentwicklung 2010, wer genau das große Angebot an neuen Anleihen abnehmen wird. Tendenziell spricht also viel für höhere langfristige Zinsen im Verlauf der nächsten Monate. Günstige Tage am Zinsmarkt, wie sie sich aufgrund der Arbeitsmarktzahlen Anfang der nächsten Woche ergeben werden, sollten daher zur Absicherung der Baugeldzinsen genutzt werden.

Dabei ist es wichtig, den Markt genau zu durchleuchten, um den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie gerne dabei. Prinzipiell sollten Baugeldkunden derzeit die Absicherung auf lange Frist suchen. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Daher ist es mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Zinsbindungen wählt. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf 5 oder gar 10 Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten jedoch zu den tiefsten der letzten 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in 5 oder 10 Jahren die Zinssätze deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Mit langen Zinsbindungen können Sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und mit dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Dez
30

Historische Zinstiefs in 2009 erreicht / Günstiges Baugeld dauerhaft sichern / Langfristige Baukredite und Forward-Darlehen werden teurer

(München, 22. Dezember 2009) Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu – ein guter Zeitpunkt, um eineZinsprognose für die Entwicklung der Baugeldzinsen in 2010 zu wagen. Robert Haselsteiner, Zinsexperte und Vorstand der Interhyp AG, erklärt im Anschluss die jüngsten Marktentwicklungen, deren Folgen für Baugeld-Konditionen und worauf Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer im neuen Jahr unbedingt achten sollten.

Robert Haselsteiner zum aktuellen und zukünftigen Zinsumfeld für Baugeld: “Das Jahr 2009 war maßgeblich von der anhaltenden Finanzmarktkrise und Rezession in USA und Europa geprägt. Die Notenbanken haben die Leitzinsen massiv gesenkt und verharren seit Mai auf Rekordtief. Diese Nahe-Nullzinspolitik sowie die sinkenden Renditen von Staatsanleihen haben zu historisch niedrigen Baugeldzinsen in Deutschland geführt. Kurzum, 2009 waren Bauherren und Immobilienkäufer klare Gewinner der Finanzmarktkrise.
In 2010 wird entscheidend sein, wie die Zentralbanken ihre Leitzinspolitik ausrichten. Wir gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank ihren Leitzins die nächsten sechs Monate bei 1,0 Prozent halten wird. Damit dürften die Baugeldzinsen mit kurzen Laufzeiten relativ stabil bleiben. Bei den Zinskonditionen mit langfristiger Fixierung hingegen wird es starke Schwankungen geben. Im zweiten Halbjahr wird es dann zu ersten Leitzinserhöhungen kommen, die höhere Baugeldzinsen nach sich ziehen werden. Daher sollten Bauherren und Immobilienkäufer die ersten Monate des neuen Jahres nutzen, um die dann noch günstigen Baugeldkonditionen für einen möglichst langen Zeitraum festzuschreiben. Des Weiteren erlauben die niedrigen Zinsen eine erhöhte Tilgungsrate und damit eine schnellere Schuldenfreiheit.

Mit Top-Konditionen von unter 4,5 Prozent effektiv gehören die aktuellen Zinssätze für lange Laufzeiten zu den tiefsten der vergangenen 50 Jahre. So kann selbst bei einer Tilgung von 2 Prozent mit einer Monatsrate von 800 Euro ein 15jähriges Darlehen über 150.000 Euro aufgenommen werden. Für ein 200.000 Euro-Kredit fällt eine monatliche Rate von 1.050 Euro an.
Auch Darlehensnehmer, die bereits in den eigenen vier Wänden wohnen, sollten das Frühjahr 2010 nutzen, um mit einem unabhängigen Berater abzuklären, wie sie bei ihrer Anschlussfinanzierung ein späteres Zinsanstiegs-Risiko vermeiden können. Denn auch wenn die Zinsbindung bestehender Baukredite erst in 12 bis 60 Monaten abläuft, können Anschlussfinanzierer auch jetzt von den aktuell niedrigen Zinsen profitieren – je nach Vorlaufzeit durch bereitstellungszinsfreie Baukredite oder Forward-Darlehen.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG