Apr
09

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angekündigt, dass sie die Ausnahmeregelung, nach der die Banken Staatsanleihen mäßiger Qualität als Sicherheit hinterlegen dürfen, wenn sie sich Geld von der Zentralbank leihen, über das Jahr 2010 hinaus verlängern wird. Um das Bankensystem in der Finanzkrise zu stabilisieren, hatte die EZB die Anforderung, dass Staatsanleihen mindestens von einer Ratingagentur die Note „A–„ bzw. „A3“ erhalten haben müssen, auf die Mindestnote „BBB“ gesenkt. Diese Ausnahmeregelung sollte am Ende dieses Jahres also vor 2011 auslaufen, doch laut der EZB sollen Anleihen ohne A-Rating dann mit einem abgestuften Sicherheitsabschlag akzeptiert werden.

Von der Verlängerung der Ausnahmeregelung profitieren vor allem griechische Anleihen, denn bei einem Ende der Ausnahmeregelung wäre es für Griechenland im kommenden Jahr eng geworden. Die ursprüngliche, höhere Anforderung erfüllt das Land nur noch mit dem Rating von Moody’s, und Moody’s erwägt eine weitere Senkung der Bonitätsnote Griechenlands. Mit der Verlängerung der Ausnahmeregelung über das Jahr 2010 hinaus hat die EZB den Druck vom Markt bei der Zinsentwicklung genommen, dass eine Verkaufswelle für die griechischen Anleihen und eine Belastung für das griechische Bankensystem droht.

In seinem neuen Ländergutachten erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF), dass sich Deutschland nur langsam aus dem Konjunkturtal herausarbeiten kann. Für das laufende Jahr geht der IWF von einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent aus, für 2011 von 1,7 Prozent. Im Februar lag die Einschätzung noch bei 1,5 bzw. 1,9 Prozent Wachstum für Deutschland. Nach Ansicht des IWF wird sich der Abbau von Arbeitsplätzen beschleunigen, es wird sogar ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf bis zu 9,5 Prozent zum Jahresende erwartet. Auch für 2011 erwartet der IWF keine Besserung. Weitere Stellenstreichungen stünden vor allem in der deutschen Industrie bevor, insbesondere, wenn sich der Welthandel schwächer entwickelt als bisher erwartet. Vor allem die Instabilität des Bankensektors bleibt nach IWF-Einschätzung ein Risiko für den Aufschwung. Seit Beginn der Krise hat sich der Zustand der Finanzbranche zwar verbessert, doch es bestehen weiterhin Gefahren, wie das Risiko weiterer Kreditausfälle und Abschreibungen sowie das starke Engagement deutscher Banken in Südeuropa.

Das Zinsniveau für Baufinanzierungen ist weiterhin auf einem historisch günstigen Niveau. Für risikofreudige Baufinanzierer oder diejenigen, die in den kommenden Jahren einen größeren Geldbetrag zur Verfügung haben, kann es sich lohnen, für einen Teil der Finanzierungssumme einen variablen Zinssatz zu wählen. Wir empfehlen, z. B. für ein Drittel des Darlehensbetrags einen variablen Zinssatz und für den Rest eine lange Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren zu wählen. Ein Darlehen mit einem variablen Zins, ob mit oder ohne Zinsobergrenze, ist schon für weniger als 2,50 Prozent zu bekommen. Sie können dabei jeweils zum Quartalsende auf ein Festzinsdarlehen wechseln. Ihre Baufinanzierungsexperten bei Dr. Klein beraten Sie gern!

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung bis 2011 der Dr. Klein & Co. AG

Jan
14

Die Teuerungsrate im Euroland ist so hoch wie seit Monaten nicht mehr und hat zum Jahresende deutlich zugelegt. Die jährliche Inflationsrate betrug im Dezember 0,9 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Im November hatten die Preise 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und in den Monaten davor waren sie sogar rückläufig gewesen. Als Hauptgrund für die steigenden Lebenshaltungskosten gilt der höhere Ölpreis. Ökonomen erwarten dennoch keine Inflationswelle, da wahrscheinlich hohe Arbeitslosenzahlen und schlechte Aussichten der Industrie eine Blasenbildung verhindern.
Einige Ökonomen, Notenbanker und Vertreter von Finanzministerien machen die lange Zeit lockere Geldpolitik vor allem der USA für die derzeitige Finanzkrise mitverantwortlich. Daher warnen sie davor, die gleichen Fehler noch einmal zu begehen, und drängen die Notenbanken, frühzeitig Szenarien für einen Ausstieg aus der großzügigen Liquiditätsbereitstellung festzulegen und die Geldpolitik wieder zu straffen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) reduziert derweil die Liquidität, mit der sie seit Ausbruch der Finanzkrise das europäische Bankensystem gestützt hat. Im vergangenen Jahr ist die Bilanzsumme der EZB, die die an die Kreditwirtschaft geflossenen Mittel widerspiegelt, bereits um 9,5 Prozent zurückgegangen.
Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (FED), hat erneut die Politik der FED vor Ausbruch der Finanzkrise verteidigt und sagte, dass nicht der niedrige Leitzins, sondern “exotische Hypotheken” und ein zu starkes Vertrauen in die Immobilienpreise die schlimmste Rezession in den USA seit den 1930er Jahren ausgelöst hätten. Der beste Weg, die Blase am Häusermarkt und den Konjunktureinbruch zu verhindern, sei eine strengere Finanzregulierung gewesen, so Bernanke. Sorge bereitet den Mitgliedern der FED zurzeit zunehmend der Arbeitsmarkt. Im Vergleich zu früheren schweren Rezessionen gestaltet sich die Erholung nach Meinung von Mitgliedern der FED eher verhalten. Die Arbeitslosigkeit in den USA werde vermutlich für einige Zeit hoch bleiben, die Wirtschaft werde sich hingegen erholen, so die FED. Weiterhin rechnen einige Mitglieder der FED mit Risiken durch den Ausstieg aus dem massiven Ankauf von hypothekengesicherten Anleihen. Dadurch könne die Erholung des Immobilienmarktes gefährdet werden.
2009 lagen die Zinsen für Baugeld weit unter dem historischen Mittelwert. Besonders zum Jahresende sanken die Zinsen noch einmal. Im Vergleich zum Herbst 2008 sind die Konditionen für ein Darlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung etwa ein Prozent günstiger. Wir raten allen Kunden, diese Ersparnis zur höheren Tilgung einzusetzen und so schneller zu entschulden. Doch die Baugeldzinsen werden auf dem günstigen Niveau nicht verharren. Gerade die Zinsen für Finanzierungen mit einer Zinsbindung von fünf oder zehn Jahren werden vermutlich in den nächsten Monaten steigen. Handeln Sie daher rasch und sichern Sie sich so die günstigen Konditionen. Ihr Finanzierungsexperte von Dr. Klein berät Sie gern!

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Feb
21

Das Rettungsprogramm für die Finanzmärkte wurde von der US-Regierung massiv auf einen Umfang von bis zu 2000 Milliarden Dollar ausgeweitet. Eine sogenannte Bad Bank soll laut dem von Finanzminister Timothy Geithner vorgestellten Plan angeschlagenen Instituten faule Wertpapiere für zunächst 500 Milliarden Dollar abnehmen. Dieser neue Rettungsplan ist ein weiterer Versuch der US-Regierung, die Finanzkrise und die schwere Rezession einzudämmen. Getragen werden soll die Bad Bank vom Staat und von Privatinvestoren. Das Finanzministerium und die US-Notenbank (FED) wollen darüber hinaus weitere 1000 Milliarden Dollar bereitstellen, um die Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher anzukurbeln. Außerdem soll die FED dem Plan zufolge insgesamt bis zu 1000 Milliarden Dollar an Institute verleihen, die Kredite verbriefen. Dies soll den sogenannten Zweitmarkt für bereits verbriefte Studenten- und Autokredite, Kreditkartenschulden und Verbindlichkeiten mittelständischer Unternehmen ankurbeln.

Auch in Europa wird über die Gründung von Auffanginstituten für „faule” Wertpapiere diskutiert. Diese Wertpapiere sind risikobehaftete Papiere, die stark an Wert verloren haben und in der Regel nicht mehr handelbar sind. Viele Experten gehen davon aus, dass diese Papiere aus den Bilanzen der Banken verschwinden müssen, um das Vertrauen im Bankensektor wiederherzustellen und die dringend nötige Kreditversorgung der Wirtschaft in Gang zu bringen. Die „gute” Bank könnte dann wieder Kredite vergeben. Falls es zur Bildung solcher Bad Banks kommt, will die EU-Kommission strenge Regeln für diese. Sie dürften zum Beispiel nur eine begrenzte, EU-weit festzulegende Anzahl komplexer Papiere aufnehmen. Außerdem sollen die Banken ihre Risikopapiere vollständig offenlegen und auf Marktpreise abschreiben, bevor sie die unverkäuflichen Papiere bei den Bad Banks abladen.

In Vorfeld der im März stattfindenden nächsten Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) haben bereits mehrere Ratsmitglieder angekündigt, dass sie sich auch einen Leitzinssatz von unter zwei Prozent vorstellen können. Der momentane Zinssatz beträgt zwei Prozent. Das vierte Quartal 2008 sei laut EZB-Ratsmitglied Guy Quaden für die europäischen Volkswirtschaften katastrophal gelaufen. Eine Nullzinspolitik wie in den USA sei aber vorerst kein Thema. Analysten rechnen für die nächste Entscheidung der EZB mit einer Senkung der Leitzinsen im Euroraum um einen halben Prozentpunkt auf 1,5 Prozent.

Die EZB würde mit einer weiteren Zinssenkung ebenso Neuland betreten wie die Bank of England, die die Leitzinsen in diesem Monat auf ein Prozent gekappt hat. Das ist in der mehr als 300-jährigen Geschichte der Bank der niedrigste Stand. Mervyn King, Präsident der Bank of England, signalisierte bereits, dass er dem Vorbild der FED folgen und weiter in Richtung einer Null-Zinspolitik gehen wird. Experten gehen davon aus, dass die britische Zentralbank den Schlüsselzins bereits nächsten Monat um einen halben Prozentpunkt auf 0,5 Prozent kappen wird.

Die Schwankungen bei den Baufinanzierungszinsen nehmen auch weiterhin nicht ab. Doch sie bewegen sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Finanzierungen mit einer Zinsbindung von fünf Jahren sind schon für deutlich unter und Finanzierungen mit einer Zinsbindung von 10 Jahren für knapp über vier Prozent zu bekommen. Im vergangenen Sommer lagen die Konditionen für Darlehen mit einer Zinsbindung von 10 Jahren noch bei etwa fünf Prozent. Bei einer Darlehenssumme von 150.000 Euro liegt die Ersparnis dann bei 1.500 Euro pro Jahr und 15.000 Euro während der Zinsbindung. Wenn Sie die Ersparnis als zusätzliche Tilgung einsetzen, haben Sie die Rückzahlung Ihres Darlehens etwa achteinhalb Jahre eher beendet als bei einem Darlehen mit einem Zinssatz von fünf Prozent und einer Tilgung von einem Prozent.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Dr.Klein & Co. AG

Dez
30

Berlin, 19. Dezember 2008: Trotz leichter Schwankungen haben die deutschen Immobilienpreis ihre Bodenhaftung nicht verloren. Während die Preise für Eigentumswohnungen und bestehende Häuser leicht nachgeben, stärken die Werte für Neubauten den heimischen Markt. Im Zuge der Finanzkrise macht sich jedoch eine erhöhte Vorsicht bei den Käufern bemerkbar. Der HPX-Gesamtindex der deutschen Hauspreise verzeichnet somit auch im November einen leichten Rückgang.

Hauspreisindex November

 

Die HPX-Preisindizes im Detail:

HPX-Gesamtindex – Leicht fallend:

November 2008:    296,28
Oktober 2008:       296,83
September 2008:   297,17

Im November ist der HPX-Gesamtindex um 0,19 Prozent auf einen Stand von 296,28 Punkten gesunken.
Während der HPX bis im August fast stetig an Wert zulegte, verzeichnet er über die vergangenen
drei Monate einen Gesamtverlust von 0,52 Prozent. Dennoch liegt sein Wert mit einer Differenz von
2,47 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert von 289,14 Punkten.


Leicht sinkend: Werte für Eigentumswohnungen („apartments“)

November 2008:    100,13
Oktober 2008:       100,82
September 2008:   100,39

Der HPX für Eigentumswohnungen ist im November erstmals seit vergangenem Juni gefallen. Einem starken Anstieg im letzen Juli (1,61 Prozent) folgten stetige Abnahmen in den Zuwachsraten. Mit einem Rückgang der Immobilienpreise um 0,68 Prozent ging der Wert im November nun auf 100,13 Punkte zurück.
Trotzdem verzeichnet der Index ein deutliches Plus von 3,24 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreswert (November 2007: 96,99 Punkte).

Steigend: Werte für neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“)

November 2008:    103,38
Oktober 2008:       102,79
September 2008:    102,81

Mit einer Zunahme um 0,57 Prozent stützte der HPX für neue Ein- und Zweifamilienhäuser als einziger den Gesamtindex. Sein Stand von 103,38 Punkten liegt mit 3,58 Prozent über dem Vorjahreswert (November 2007: 99,81).

Leicht sinkend: Werte für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“)

November 2008:     92,77
Oktober 2008:        93,22
September 2008:    93,97

Erneut lässt der Index für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser leicht nach. Mit einer moderaten
Abnahme des HPX-„existing homes“ um 0,49 Prozent, auf 92,77 Punkte, liegt der Verlust aber deutlich unter den Rückgängen der letzen zwei Monate (September 2008: 1.61 Prozent; Oktober 2008: 0.8 Prozent).

Bewertung und Prognose:

Das Indexbild für den November spiegelt die Entwicklungen der vergangenen Jahre wieder. Während bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser einem stetigen Preisrückgang unterlagen, ist nun von einer Stabilisierung auszugehen. Bei den Eigentumswohnungen zeichnete sich hingegen schon in den letzten Monaten ein Aufwärtstrend ab. Allen voran konnten Neubauten an Wert zulegen. In Zukunft werden alle drei Indizes tendenziell eher ansteigen. Das Überangebot bestehender Häuser ist mehrheitlich abgebaut, was dem Preisabschwung entgegenwirken wird. Die attraktive Kombination aus Natur und Kultur wird insbesondere die investitionsfreudige Generation „fünfzig plus“ weiterhin in Stadtnahe Wohnungen locken. Trotz steigender Herstellkosten wird die Nachfrage nach Neubauten nicht nachgeben. Denn in turbulenten Zeiten suchen Investoren zunehmend die Sicherheit deutscher Immobilienanlagen. Zudem sind die Eigenheime hierzulande mittlerweile auch klar preiswerter als in den Nachbarländern. Die vergangenen Zinssenkungen spiegeln sich nicht automatisch in den Darlehenskonditionen wider. Somit sollte auch bei grundsätzlicher Schnäppchenstimmung Transparenz verlangt und Tarife verglichen werden.

Methodik der hedonischen HPX Indizes

Die Hauspreis-Indizes basieren auf tatsächlichen Transaktionsdaten der EUROPACE-Plattform und werden monatlich durch die Hypoport AG errechnet. Die Hypoport AG betreibt die EUROPACE-Plattform als einzigen unabhängigen Marktplatz in Deutschland. Inzwischen werden knapp zehn Prozent der Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland über EUROPACE abgewickelt. Der Gesamtindex wird aus der gemittelten Summe der Einzelindizes gebildet. Erläuterungen zur hedonischen Berechnungsmethodik siehe auch www.hypoport.de/indizes.html.

Über Hypoport AG

Der Hypoport-Konzern mit Sitz in Berlin ist ein internetbasierter Allfinanzdienstleister mit über 450 Mitarbeitern. Hypoport ist seit Oktober 2007 an der Deutschen Börse im Prime Standard gelistet (WKN: 549336 ). Das Geschäftsmodell der Hypoport AG besteht aus zwei voneinander profitierenden Säulen, dem Vertrieb von Finanzprodukten (Dr. Klein & Co. AG) sowie der Bereitstellung einer Transaktionsplattform für die Vermittlung von Finanzprodukten über das Internet.

Dez
15

Europäische Zentralbank senkt Leitzinsen im Euroraum deutlich

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen im Euroraum auf ihrer regulären Sitzung letzte Woche um 75 Basispunkte auf nun 2,50 Prozent gesenkt. Dies ist der größte Zinsschritt in der Geschichte der EZB. Die Entscheidung war bereits im Vorfeld von den meisten Analysten erwartet worden. Der erneute Spielraum für eine Zinssenkung ergab sich für die EZB, da die Preisstabilität wieder hergestellt ist. In der Euro-Zone halbierte sich die Inflationsrate zuletzt auf 2,1 Prozent.

Auch in Deutschland sorgte vor allem der Preisverfall bei Benzin und Heizöl im November für die geringste Teuerung seit fast zwei Jahren. Laut Statistischem Bundesamt sind die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat nur noch um 1,4 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate blieb damit erstmals seit Juni 2007 unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die EZB von stabilen Preisen spricht.

Noch vor wenigen Wochen galt die Inflation als größte Gefahr für Wirtschaft und Verbraucher. Seither drückt der weltweite Abschwung auf die Preise. Experten glauben, dass 2009 im gesamten Euroraum sogar für ein oder zwei Monate ein Minuszeichen vor der Inflationsrate stehen könnte. Jetzt warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vor den Gefahren einer internationalen Deflation. Die Deflation ist durch einen Preisverfall auf breiter Front und über einen längeren Zeitraum hinweg gekennzeichnet. Beginnen die Preise für Waren und Dienstleistungen erst einmal zu sinken, lauern Verbraucher auf noch günstigere Angebote. Das hat verheerende Folgen für den Konsum. Umsatz und Gewinn der Unternehmen brechen ein. Sie treten auf die Kostenbremse, investieren nicht mehr und bauen massiv Stellen ab.

Auch in den USA sind die Prognosen für die Konjunktur schlecht. Um das Wachstum zu fördern schließt Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (FED), weitere Zinssenkungen nicht aus. Zuletzt hatte die FED die Leitzinsen wegen der Finanzkrise und der drohenden Rezession auf ungewöhnlich niedrige 1,0 Prozent gesenkt. Manche Ökonomen erwarten, dass die FED spätestens im Frühjahr 2009 ihren gesamten geldpolitischen Spielraum ausnutzt und die Leitzinsen auf null Prozent senkt.

Die Baugeldzinsen sind momentan besonders für die Laufzeiten von 15 Jahren und mehr auf einem historisch günstigen Niveau. Zinsen von unter vier Prozent für ein Darlehen mit einer Laufzeit von 20 oder 30 Jahren waren bis vor kurzem noch undenkbar. Selbst vor etwa drei bis sechs Monaten waren die Zinsen noch 1 Prozent höher. Bei einem Darlehen von 150.000 Euro liegt die Ersparnis bei einem um 1 Prozent günstigeren Zinsniveau bei 125 Euro im Monat und bei einer Laufzeit von 20 Jahren bei insgesamt 30.000 Euro. Für alle Darlehensnehmer, bei denen in den nächsten Monaten eine Umfinanzierung ansteht, bieten wir Forward-Darlehen an. So können Sie auch zukünftig von den jetzt sehr günstigen Zinsen profitieren. Bis zum Jahresende können wir Ihnen durch unsere Bankpartner sogar noch Forward-Darlehen mit einer Vorlaufzeit von bis zu 48 Monaten ohne Zinsaufschlag anbieten.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Quelle: Zinskommentar von Dr.Klein