Jan
19

Das Land Rheinland-Pfalz hebt die Grunderwerbsteuer auf fünf Prozent an. Das beschloss der Landtag am Mittwoch (18.Januar 2012) mit den Stimmen von SPD und Grünen. Durch die Anhebung von 1,5 Prozentpunkten sollen rund 100 Millionen Euro pro Jahr mehr in den Landeshaushalt fließen. Die Opposition kritisierte, dass nur das Land, aber nicht die verschuldeten Kommunen von der Anhebung der Grunderwerbsteuer profitierten.

Die Grunderwerbsteuererhöhung soll dazu beitragen, dass die Schuldenbremse bis 2020 umgesetzt werden kann. Finanzminister Carsten Kühl (SPD) betonte, die Mittel kämen der Konsolidierung des Landeshaushalts zugute. Die Erhöhung entspreche weniger als zehn Prozent des gesamten Sparvolumens, der Rest werde bei den Ausgaben gekürzt. Elf Bundesländer hätten bereits die Steuer erhöht oder seien dabei.

Bereits im Sommer hatte die Landesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem die Grunderwerbsteuer um knap 43 % steigen soll. Im Jahr 2010 hat das Land knapp 200 Millionen Euro an Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer verbucht.

Dez
07

Baugeldvermittler Enderlein erwartet weiterhin günstige Zinsen und hohe Nachfrage nach Objekten

Das Jahr 2012 bringt für heutige und künftige Immobilieneigentümer einige Veränderungen. Der Baugeldvermittler Enderlein aus Bielefeld hat die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst.

Steuer: Vermietungen an Angehörige einfacher
Wer eine Immobilie besitzt und im Objekt Wohnungen an Familienangehörige vermietet, kann sich ab 2012 laut Enderlein über Vereinfachungen freuen. Hintergrund ist das Steuervereinfachungsgesetz. Wenn eine Immobilie an nahe Verwandte vermietet wird, entfallen ab Januar die Prognoserechnungen über die Gewinnerzielungsabsicht für die kommenden 30 Jahre. Voraussetzung: Es muss ein üblicher Mietvertrag geschlossen werden und die Miete muss mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete ausmachen.

Wohneigentumsprogramm bei preiswerten Immobilien besser
Beim Wohneigentumsprogramm (124/134) der KfW wird der maximale Finanzierungsanteil der Gesamtkosten ab 2012 von 30 Prozent auf 100 Prozent erhöht, der Förderhöchstbetrag wird dagegen von 75.000 Euro auf 50.000 Euro verändert. „Für alle Immobilien bis zu 166.000 Euro Kaufpreis bringt dies dem Eigennutzer daher de facto mehr Geld“, rechnet Manfred Hölscher vor. Ab einem Kaufpreis von 170.000 Euro steht der Käufer hingegen künftig etwas schlechter da als bei der noch bis zur Jahresende gültigen Förderung.

Grunderwerbsteuer: Mehrausgaben beim Immobilienkauf in 2 Bundesländern
Ab 1. Januar und 1. März 2012 schrauben auch Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent. „Besonders Kapitalanleger, die in größere Objekte investieren, werden die Steuererhöhung zu spüren bekommen“, sagt Manfred Hölscher. Die höheren Kaufnebenkosten haben insgesamt jedoch keinen übermäßigen Einfluss auf die Rendite. Wichtiger sei die Objektzustand und die künftige Vermietbarkeit. Für Eigennutzer, die eine Immobilie kaufen, hält sich die Teuerung in Grenzen. Bei einem Appartement für 100.000 Euro müssen ab Januar 1.500 Euro einmalig mehr berappt werden.

KfW: Förderung nur noch bei Energieeffizienz
Ab Januar 2012 ist es nicht mehr möglich, allgemeine Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen über das KfW-Wohnraum Modernisieren (Nr. 141) zu finanzieren. „Lediglich wenn es sich um energieverbessernde Maßnahmen handelt, können zinsgünstige Kredite beantragt werden“, sagt Manfred Hölscher vom Baugeldvermittler Enderlein. Nach seinen Worten können Immobilienbesitzer durch das Zinstief allerdings auch normale Modernisierungskredite vergleichsweise zinsgünstig abrufen. Für Kreditsummen zwischen 5.000 und 60.000 Euro seien beispielsweise spezielle Modernisierungs- und Energiedarlehen mögliche Alternativen. Die Zinsen liegen derzeit bei etwa 5 Prozent. Baugeldvermittler helfen Kreditnehmern durch den Angebotsdschungel.

Altersgerechter Umbau weiterhin mit Förderung
Anders als vorgesehen, führt die KfW Bankengruppe die Förderung von altersgerechtem Umbau 2012 fort. In 2011 können Eigentümer, Mieter oder Wohnungsunternehmen Förderkredite noch zu besonders günstigen Zinssätzen über die Hausbanken (besser die Finanzierungsinstitute) beantragen. Die Hausbanken (siehe wie vor) können die Anträge zu den aus Mitteln des Bauministeriums verbilligten Zinssätzen zwischen 1,00 und 1,56 Prozent noch bis 16. Dezember 2011 bei der KfW einreichen. Der maximale Kreditbetrag beträgt 50.000 Euro pro abgeschlossener Wohneinheit. Wie hoch die Zinsen ins 2012 sein werden, steht noch nicht fest.

Zinsenentwicklung 2012: Anhaltend gute Aussichten für Kreditnehmer
Nachdem die Zinsen für Immobilienkredite 2011 ein neues Allzeittief erreicht haben, können Immobilienkäufer bei der Zinsentwicklung 2012 grundsätzlich ebenfalls mit niedrigen Zinsen für Darlehen rechnen. „Durch die enormen Unsicherheiten auf den Märkten ist eine Vorhersage der Konditionen kaum möglich. Es allerdings davon auszugehen, dass die Zinsen für Darlehen zwischen 3 und 4 Prozent zu haben sind. Junge Kreditnehmer mit hohem Finanzierungsbedarf sollten zu Krediten mit Zinsbindungen von mindestens 10 Jahren greifen, besser sind jedoch 15 oder 20 Jahre. Zudem sind Anfangstilgungen von mindestens 2 Prozent empfehlenswert.

Preisentwicklung Immobilien
2012 ist laut Enderlein mit einer anhaltend starken Nachfrage nach Immobilien zu rechnen. „Die Unsicherheit an den Märkten wird dafür sorgen, dass Privatpersonen und Investoren gleichermaßen in Sachwerte investieren“, sagt Manfred Hölscher vom Baugeldvermittler Enderlein. Die Preise für Immobilien dürften weiter leicht anziehen.

Quelle: Pressemitteilung der Enderlein & Co. GmbH vom 06.12.2011

Nov
24

Käufer in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz sollten rechtzeitig an die Erhöhung der Grunderwerbsteuer denken / Niedrige Zinsen für Immobilienkosten kompensieren Mehrausgaben

Niedersachsen, Bremen, Brandenburg und das Saarland haben es bereits zum Jahreswechsel 2011 getan. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg müssen Immobilienkäufer seit Oktober beziehungsweise November tiefer in die Tasche greifen. Ab 1. Januar und 1. März 2012 erhöhen nun auch Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent. Wer in den beiden Bundesländern ohnehin eine Immobilie kaufen möchte, sollte handeln und Verträge bis 31. Dezember 2011 unterzeichnen. „Besonders bei großen Objekten führt die Erhöhung zu Mehrkosten”, sagt Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG. Allein in Schleswig-Holstein verspricht sich das Finanzministerium Mehreinnahmen von 80 Millionen Euro pro Jahr. Jährlich nehmen die Länder durch die Grunderwerbsteuer deutschlandweit rund 5 Milliarden Euro ein.

„Da es bei Immobilieninvestitionen um große Summen geht, macht sich die Steuererhöhung bemerkbar“, erläutert Anzenberger. Allerdings kommt es auf das Vorhaben an. Bei einer kleinen Eigentumswohnung in Lübeck zum Kaufpreis von 120.000 Euro halten sich die Effekte in Grenzen. Müssen Käufer bis Jahresende 4.200 Euro Grunderwerbsteuer zahlen, sind es ab 1. Januar 6.000 Euro. Kapitalanleger, die jedoch ein Mehrfamilienhaus für 1,3 Millionen Euro erwerben, müssen Mehrkosten von 19.500 Euro kalkulieren.

Insgesamt müssen Immobilienkäufer in Deutschland laut PlanetHome für Kaufnebenkosten je nach Bundesland und Höhe der vereinbarten Maklercourtage bis zu 13 Prozent einrechnen. Neben der Grunderwerbsteuer fallen zwischen 3 und 6 Prozent des Kaufpreises (zzgl. MwSt.) für den Makler sowie rund 1,5 Prozent Gebühren für Notar und Grundbuchamt an. Wer die Immobilie zur Eigennutzung erwirbt, kann bestimmte Anschaffungskosten von der zu versteuerten Summe herausrechnen – wie beispielsweise eine Einbauküche. In diesem Fall kann die Steuerlast etwas gesenkt werden, weil sie nicht für den gesamten Kaufpreis gezahlt werden muss. Allerdings muss bedacht werden, dass die finanzierende Bank dann die nicht anrechenbaren Güter vom regulären Kaufpreis abzieht und sich der Beleihungsauslauf verschlechtert – und damit möglicherweise die Zinsen für den Kredit steigen.

Obwohl die Steueraufwendungen zunehmen, sollten Käufer nach Angaben von PlanetHome nicht übereilt handeln. „Durch einen überstürzten Immobilienkauf kann noch mehr Geld verloren gehen. Zudem sparen Immobilienkäufer seit Monaten bei der Finanzierung. Die durchschnittlichen Finanzierungskosten betragen für einen 200.000 Euro Kredit derzeit rund 30.000 Euro weniger als im fünfzehnjährigen Mittel.

Von 3,5 bis 5 Prozent – die Grunderwerbsteuer ab 2012 im Überblick
• 3,5 Prozent: Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen,
• 4 Prozent: Saarland
• 4,5 Prozent: Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt
• 5 Prozent: Brandenburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Thüringen,
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz

Quelle: Pressemitteilung der PlanetHome AG vom 24.11.2011

Nov
22

Die Einnahmen des Landes bei der Grunderwerbsteuer sind in diesem Jahr wegen der Grunderwerbsteuererhöhung deutlich gestiegen. Von Januar bis September betrugen sie 105,4 Millionen Euro, wie Finanzminister Helmuth Markov (Linke) auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte. Im Vorjahreszeitraum seien erst 65,6 Millionen Euro eingenommen worden.
Zwischen 2007 und 2010 war das jährliche Aufkommen aus dieser Steuer laut Markov von 157 Millionen auf 86 Millionen Euro gesunken. Zu Beginn dieses Jahres wurde der Grunderwerbsteuersatz von 3,5 Prozent auf 5 Prozent erhöht.

Jul
29

Die Grunderwerbsteuer wird in Nordrhein-Westfalen zum 1. Oktober 2011 von 3,5 auf fünf Prozent erhöht. Nachdem der Landtag das Gesetz am 20. Juli 2011 verabschiedet hat, erfolgte die Unterzeichnung des Gesetzes durch Finanzminister Norbert Walter-Borjans. „Mit den erwarteten Einnahmen werden wir den Haushalt weiter konsolidieren“, erklärte der Minister.

Mit der Grunderwerbsteuererhöhung folgt Nordrhein-Westfalen den Bundesländern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Saarland und Sachsen-Anhalt.

Käufe ab dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Oktober 2011 werden zukünftig mit dem erhöhten Satz besteuert. Die Grunderwerbsteuer entsteht grundsätzlich bereits mit dem Abschluss des rechtswirksamen und notariell beurkundeten Kaufvertrages. Die Übergabe des Grundstücks, die Grundbucheintragung und auch die Kaufpreiszahlung haben keinen Einfluss auf die Entstehung der Steuer.

Quelle: Pressemitteilung der Finanzverwaltung NRW vom 21.07.2011

Jun
23

Jetzt ist das nächste Land mit einer Grunderwerbsteuererhöhung dran: Die Grunderwerbsteuer in Rheinland-Pfalz soll zum 1. März 2012 um anderthalb Punkte auf dann fünf Prozent steigen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den die rheinland-pfälzische Landesregierung 21.Juni beschlossen hat.

Wie nach der Wahl angekündigt wird in dem nun vorliegenden Gesetzentwurf die 43%ige Erhöhung der Grunderwerbsteuer vorangetrieben. Die Hauskäufer und Häuslebauer sollen mit dieser Massnahme um ca. 85 Mio. Euro zusätzlich pro Jahr belastet werden. Im vergangenen Jahr hat das Land knapp 200 Millionen Euro an Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer verbucht. Die neue Landesregierung erhofft sich dagegen einen wesentlichen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung. „Wie in vielen anderen Bundesländern müssen wir diese Steuer erhöhen, um weiter erfolgreich auf dem Konsolidierungspfad zu bleiben. Das haben wir angekündigt und so werden wir es machen. Das Ziel des ausgeglichenen Haushalts bis zum Jahr 2020 behalten wir fest im Blick”, sagte Finanzminister Carsten Kühl.

Mit den Termin zum 01.03.2012 will die Landesregierung den Rheinland-Pfälzern ausreichend Vorbereitungszeit vor der Steuererhöhung geben. „Wir haben bewusst nicht den Jahresbeginn als Datum der Grunderwerbsteuererhöhung gewählt. So hat der Steuerbürger Zeit, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen.” sagt das Finanzministerium.

Mrz
25

Jetzt ist es auch in Thüringen soweit: das Erfurter Landesparlament hat für 2011 eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer von 3,5% auf 5% beschlossen. Der Gesetzesentwurf fand in der Parlamentssitzung vom 24.03.2011 im Plenum fraktionsübergreifende Zustimmung. Nur die FDP stimmte gegen den Gesetzentwurf der Linken. Die Landesregierung aber anscheinend „keine Skrupel“, die Belastungen der Bürger zu erhöhen. „Statt endlich zu Sparen setzt die Regierung auf Steuererhöhungen“, schimpft der Fraktionsvorsitzende der FDP im Thüringer Landtag Uwe Barth. Angesichts des massiven Haushaltsdefizits würden so neue Gestaltungsmöglichkeiten geschaffen, sagte dagegen der Linke-Kommunalexperte Frank Kuschel . Der neue Satz für die Grunderwerbsteuer von fünf Prozent sei angemessen und habe sich bereits in mehreren anderen Bundesländern bewährt.

Die 42%ige Grunderwerbsteuererhöhung soll dem Land Thüringen Mehreinnahmen von 22 Millionen Euro bescheren. Nach aktuellen Zahlen des Finanzministeriums hat Thüringen im vergangenen Jahr insgesamt rund 56,4 Millionen Euro an Grunderwerbssteuer eingenommen. Das waren immerhin elf Prozent mehr als 2011. Bei der Grunderwerbsteuer handelt sich um eine reine Landessteuer.

Ergänzung vom 31.03.2011: Das Gesetz zur thüringer Grundererwerbsteuererhöhung soll nach dessen Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt in Kraft treten. Da dies voraussichtlich am 06.April der Fall sein wird, dürfte die neue Grunderwerbsteuer für Kaufverträge gelten, die ab 07. April geschlossen werden.

Feb
25

Der nordrhein-westfälische Landtag debattiert am Freitag über eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer. Grüne und Linke sind dafür, den Steuersatz von derzeit 3,5 auf 5 Prozent zu erhöhen, Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hatte sich bisher jedoch gegen eine höhere Grunderwebssteuer ausgesprochen. Eine solche Grunderwerbsteuererhöhung würde dem klammen Land ein jährliches Einnahmeplus von rund 550 Mio. Euro bescheren. Die Opposition kritisiert die höhere Grunderwerbssteuer, da für junge Familien der Kauf eines Hauses dadurch unerschwinglich werden würde.

Auch der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) kritisiert die geplante Grunderwerbsteuererhöhung: Vor allem der private Hauskäufer werde sich künftig überlegen müssen, ob er sich ein Eigenheim noch leisten kann. “Vielen Familien werden Steine in Form von höheren Anschaffungsnebenkosten in den Weg gelegt”, moniert Daniel Arnold, Regionalbeauftragter des ZIA für Nordrhein-Westfalen. Wie die Immobilien-Zeitung berichtet, stossen die Pläne auch in der Immobilienwirtschaft auf Ablehnung. “Die Kosten für die Immobilienbranche steigen in den vergangenen Jahren zum großen Teil politikgemacht”, sagt Alexander Rychter, der Direktor des VdW Rheinland Westfalen.

Nov
12

Bei nur wenigen Gegenstimmen verabschiedete der brandenburger Landtag am Mittwoch einen Gesetzentwurf der Landesregierung zur Anhebung der Grunderwerbsteuer in dem ostdeutschen Bundesland. Der Steuersatz für den Immobilienerwerb steigt damit von 3,5 auf 5 Prozent. In Brandenburg gilt ab 2011 damit die bundesweit höchste Grunderwerbsteuer. Gut 30 Millionen Euro Mehreinnahmen sollen durch die Grunderwerbsteuererhöhung in die Haushaltskasse gespült werden. Kritiker befürchten jedoch , dass vor allem Familien mit Kindern der Kauf einen Eigenheims erschwert wird. Für viele würde der Traum von den eigenen vier Wänden platzen. Dagegen würde die höhere Grunderwerbsteuer institutionellen Anleger weniger zu schaffen machen.

Nov
11

Ab kommendem Jahr wird es in einigen Bundesländern deutlich teurer, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Nachdem schon Hamburg, Berlin und Sachsen-Anhalt die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 4,5 Prozent erhöht haben, wollen vier weitere Bundesländer nachziehen. „Wer bereits ein konkretes Objekt hat und eigentlich im Januar 2011 kaufen möchte, sollte die Investition im aktuellen Jahr vornehmen. Wer noch unschlüssig ist, sollte sich aber nicht unter Druck setzen lassen“, sagt Robert Anzenberger vom Immobilienvermittler PlanetHome.

Die PlanetHome AG rechnet in den letzten Wochen des Jahres in den betroffenen Bundesländern mit einer etwas stärkeren Nachfrage wegen der geplanten Steuererhöhung. „In Berlin hatte es wegen der Grunderwerbsteuererhöhung auch vermehrt Käufe gegeben“, sagt Anzenberger. In Brandenburg wird die Steuer laut Kabinettsbeschluss vom 31. August ab 1. Januar 2011 von 3,5 auf 5 Prozent steigen. In gefragten Immobilienstandorten wie beispielsweise Potsdam wird es deutlich teurer, eine Immobilie zu erwerben. Sind für eine 750.000-Euro-Villa in diesem Jahr 26.250 Euro Grunderwerbssteuer fällig, sind es ab Januar 37.500 Euro – und damit über 10.000 Euro mehr. Durch die Anhebung werden allein in Brandenburg für 2011 Mehreinnahmen von 37,5 Millionen Euro erwartet.

In Bremen und Niedersachsen soll die Steuer von 3,5 auf 4,5 Prozent klettern, im Saarland von 3,5 auf 4 Prozent. Anzenberger: „Für die Steuerberechnung ist das Datum des Kaufvertrags ausschlaggebend.“ Nach Worten des Immobilienexperten sollten Käufer von Eigentumswohnungen darauf achten, ob sie mit der Immobilie mobile Komponenten erwerben – wie beispielsweise einen Einbauschrank oder die Küche. Auf diese muss ebenso keine Grunderwerbssteuer gezahlt werden wie auf anteilige Instandhaltungsrücklagen. Die Berechnungsgrundlage für die Steuer wird um diese Kosten minimiert. „Allerdings sollte man es nicht übertreiben und einen angemessenen Zeitwert ansetzen.“ Wer ein Haus mit Ölheizung kauft, kann den Inhalt des Öltanks herausrechnen. Bei einem 5.000-Liter-Tank lässt sich die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbssteuer dadurch ebenso senken.

Quelle: Pressemitteilung der PlanetHome AG vom 08.11.2010