Mrz
12

Im Wochenverlauf ist es am europäischen Zinsmarkt nur zu geringen Bewegungen gekommen. Dazu hat die vorläufige Stabilisierung in Griechenland ebenso beigetragen wie das Fehlen von neuen Konjunkturdaten. Überraschend ist, dass die starke Erholung des Aktienmarktes in den vergangenen beiden Wochen – der Dax bewegt sich gerade auf die 6.000er Marke zu – nicht zu einer Schwäche am Rentenmarkt geführt hat. Die bekannte Logik, dass der Rentenmarkt immer dann steigt, wenn die Börse schwächelt und umgekehrt, gilt also derzeit nicht. Vielmehr scheint der Euroland-Rentenmarkt die zu erwartende langfristige Wachstumsschwäche in Europa vorwegzunehmen. Die Welt ist aktuell in drei Zonen mit sehr unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten einzuteilen. Da gibt es die dynamischen BRIC-Länder, allen voran China, die die Finanzkrise recht schnell überstanden haben und zu den alten Wachstumswerten zurückgekehrt sind. Dort droht aufgrund der Nullzinspolitik in den USA sogar eine Überhitzung. Danach kommen die USA, die bereits wieder Wachstum zeigen, auch wenn dieses auf verhältnismäßig schwachen Beinen steht. Zuletzt blicken wir auf Europa mit den momentan schwächsten Kennzahlen. Da die ehemaligen europäischen Wachstumstreiber England, Spanien, Portugal, Irland und Griechenland gerade ein fiskalisches Fiasko erleben, tief in der Rezession stecken und die Konsumenten in den europäischen Kernländern noch mehr sparen als vor der Finanzkrise, sind auch die Wachstumsaussichten für die nächsten Jahre schlecht. Dies spiegelt sich in den tiefen Eurozinsen wieder. Die große Frage, die derzeit viele Investoren beschäftigt, ist: Wirkt diese Stagnation in Euroland disinflationär bzw. sogar deflatorisch? Oder erleben wir bald eine Stagflation, also eine Kombination aus ganz schwachem Wachstum, aber steigenden Preisen. Dass dieses Szenario nicht komplett ausgeschlossen wird, sieht man an den historisch hohen Zinsabständen zwischen ganz kurzen und langen Laufzeiten der Staatsanleihen in den USA und auch in Euroland. Die Notenbanken haben aktuell keinen Spielraum für Leitzinserhöhungen, die Investoren wollen aber eine Sicherheitsprämie für lange Zinsbindungen. Wir gehen davon aus, dass die Höhe dieser Sicherheitsprämie noch steigen wird und erwarten in den nächsten Monaten Aufwärtsdruck bei den langen Zinsbindungen.

Wir empfehlen Baufinanzierungskunden daher, zumindest den größten Teil ihrer Finanzierungssumme langfristig festzuschreiben. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Somit ist es mit erheblichen Risiken verbunden, zu kurze Zinsbindungen zu wählen. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf fünf oder gar zehn Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten zu den tiefsten der vergangenen 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in fünf oder zehn Jahren die Zinssätze deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Über lange Zinsbindungen können sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und durch den optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen. Dafür sollte man bei der Erarbeitung des richtigen Finanzierungskonzeptes Sorge tragen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz

kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Feb
15

Auch diese Woche wurden die Bewegungen am Zinsmarkt von der Griechenland-Krise dominiert. Die europäischen Politiker haben inzwischen die Brisanz dieses Themas erkannt und versuchen jetzt mit Worten und vagen Ankündigungen die Spekulation über Griechenland und den Euro zu stoppen. Zwar ist es ihnen mit Unterstützungsbekundungen momentan gelungen die Risikoprämien, die Investoren für griechische Anleihen verlangen, wieder zu stabilisieren – der Druck auf den Euro hat aber noch nicht nachgelassen. Mit einem Wechselkurs von derzeit 1,35 gegenüber dem Dollar hat der Euro seit Beginn der Defizitdiskussion rund 10% gegenüber der US-Währung verloren. Europäischen Exporteuren ist das zwar recht, die Dynamik des Euro-Rückgangs zeigt aber vor allem, welche Verunsicherung gerade in Bezug auf die Stabilität der europäischen Währungsunion entstanden ist. Dabei ist besonders auch die EU-Kommission zu kritisieren, die in einer unentschuldbaren Nachlässigkeit jahrelang völlig falsche Defizitzahlen der Griechen akzeptiert hat und damit das Vertrauen in EU-Statistiken unterminiert hat. Da noch dazu im vierten Quartal der zarte Aufschwung in Europa schon wieder in Stagnation übergegangen ist, entscheiden sich auch aus diesem Grund mehr Investoren für Dollar-Anlagen. Griechenland hat das Thema Defizitabbau in Euroland zum großen Diskussionspunkt gemacht. Wenn die Regierungen diesen Defizitabbau in den nächsten Jahren ernsthaft umsetzen wollen, wird das Wachstum kosten. Es wird weder Spielraum für große Konjunkturpakete noch für Steuersenkungen geben. Das bedeutet, dass sowohl die öffentliche wie auch die private Nachfrage wenig Impulse setzen werden. So werden auch die Leitzinsen tief bleiben. Bei den langen Laufzeiten wird es bei der Zinsentwicklung 2010 und 2011 zu großen Schwankungen kommen, da sich Deflationsangst und Angst vor Stagflation immer wieder abwechseln werden.

Für Baugeldkunden bedeutet das vorerst noch günstige Zinsen, die es zu nutzen gilt. Die meisten Finanzierungen laufen aber rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Daher ist es mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Laufzeiten wählt. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen und mit langen Zinsbindungen heute schon die monatlichen Belastungen auf lange Zeit festzurren. Risikofreudigere Finanzierungskunden können auch Kombinationen aus kurzen und langen Zinsbindungen wählen. Das senkt die monatliche Belastung und gibt Flexibilität bei größeren Sondertilgungen. Wir empfehlen, die tiefen Zinsen grundsätzlich für höhere Tilgungen zu nutzen und damit die Gesamtlaufzeit der Finanzierung abzukürzen. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten und dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich hier zusätzlich Geld sparen. Das Ziel sollte immer eine möglichst rasche Entschuldung sein. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie dabei gerne.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsetnwicklung 2010 und 2011 der Interhyp AG

Feb
05

Auch diese Woche haben skeptische Investoren die strukturellen Defizite in Griechenland, Spanien und Portugal zum Anlass genommen, um Anleihen dieser Länder abzustoßen und im Gegenzug deutsche Bundesanleihen zu kaufen. Sinkende Renditen in Deutschland sind die Folge. Dazu kamen noch schwache Zahlen zur deutschen Industrieproduktion, ein gemischter Arbeitsmarkt-Report in den USA und sehr schwache Aktienmärkte. Investoren weltweit sind Anfang Februar damit wieder viel vorsichtiger geworden und weniger überzeugt von einer selbsttragenden Erholung in den USA und Euroland. Einzig Asien bietet einen Lichtblick. Für die nächsten Tage sehen wir einen weiteren leichten Rückgang bei den Zinsen, den Baugeldkunden nutzen sollten.
Da wir auf Sicht der kommenden vier Wochen eine Aufwärtskorrektur am Zinsmarkt erwarten, empfehlen wir, die tiefen Zinsen in den nächsten Tagen festzuschreiben. Gerade lange Laufzeiten sind zuletzt günstiger geworden und bieten eine gute Gelegenheit, über Volltilger-Darlehen die Konditionen bis zur vollen Rückzahlung zu fixieren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und mit dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen. Es bleibt wichtig, den Markt mit Hilfe eines erfahrenen Baugeldvermittlers genau zu durchleuchten und damit den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie gerne dabei. Sie stehen Ihnen für eine individuelle Diskussion Ihres Vorhabens jederzeit gerne zur Verfügung. Zur Analyse der eigenen Situation und die Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: abwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinnskommentar der Interhyp AG vom 05.02.2010

Jan
11

Entgegen den Erwartungen vieler Analysten hat die US-Wirtschaft auch im Dezember 85.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die Arbeitslosenquote liegt damit unverändert mit 10,0% im zweistelligen Bereich. Während also der Aktienmarkt weiter eine rasante Erholung der Konjunktur vorwegnimmt, enttäuschen die realen Daten. Diese Konstellation verschlimmert das Dilemma der Notenbanken nur noch mehr. Mit der Nullzinspolitik befeuern sie die Kapitalmärkte und treiben die Aktienkurse und Vermögenswerte weltweit nach oben. Die auf die Realwirtschaft wirkenden Wachstumsimpulse dieser im historischen Vergleich lockersten Geldpolitik sind aber enttäuschend gering. Natürlich haben die direkten Ausgabenprogramme im Automobil- oder im Infrastrukturbereich und die Konjunkturpakete in China Impulse gezeigt. Die Frage bleibt aber, ob die Erholung auch selbsttragend sein wird. Für die Notenbanken bedeutet das eine fast unlösbare Aufgabe: Bleiben sie bei ihrer Nullzinspolitik und die Konjunktur fängt sich überraschend gut, riskieren sie einen Inflationsschub, den sie dann nur durch kräftige Zinserhöhungen wieder einfangen können. Entziehen sie die Liquidität zu rasch und die Konjunktur sackt doch wieder ab, so wird es zu harten Auseinandersetzungen mit der Politik kommen, die unter dem bereits bestehenden Budgetdefizit-Druck auf jeden Fall weitere Konjunkturpakete verhindern möchte. Da die Notenbanken ihre Käufe am Anleihemarkt reduzieren bzw. einstellen werden, bleibt die Ungewissheit zur Zinsentwicklung 2010, wer genau das große Angebot an neuen Anleihen abnehmen wird. Tendenziell spricht also viel für höhere langfristige Zinsen im Verlauf der nächsten Monate. Günstige Tage am Zinsmarkt, wie sie sich aufgrund der Arbeitsmarktzahlen Anfang der nächsten Woche ergeben werden, sollten daher zur Absicherung der Baugeldzinsen genutzt werden.

Dabei ist es wichtig, den Markt genau zu durchleuchten, um den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie gerne dabei. Prinzipiell sollten Baugeldkunden derzeit die Absicherung auf lange Frist suchen. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Daher ist es mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Zinsbindungen wählt. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf 5 oder gar 10 Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten jedoch zu den tiefsten der letzten 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in 5 oder 10 Jahren die Zinssätze deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Mit langen Zinsbindungen können Sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und mit dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Nov
01

Gespannt verfolgen die Investoren und die Notenbanken derzeit die Konjunkturindikatoren und die Preisentwicklung in den verschiedensten Asset-Klassen. Da sowohl die Leitzinsen als auch die Renditen von längerfristigen Staatsanleihen in den USA und in Europa auf oder nahe den historischen Tiefständen stehen, steigt die Nervosität der Anleger in Bezug auf ihre Positionierung am Anleihemarkt. Die enormen Staatsdefizite führen zu nie dagewesenen Volumina an neu aufgelegten Staatsanleihen – und dies zu einem Zeitpunkt, an dem die Renditen historisch tief sind. Nur wenn genug Anleger kaufen, können sich die Zinsniveaus auf diesen tiefen Niveaus halten. Derzeit sorgt die Nullzinspolitik der Notenbanken dafür, dass Anleger für Cash praktisch keine Zinsen mehr bekommen und daher in längere Laufzeiten oder höhere Risikoklassen gedrängt werden. Das stützt die Nachfrage. Aber was passiert, wenn die Notenbanken die Liquidität doch wieder einsammeln müssen, um die mittelfristigen Inflationserwartungen zu kontrollieren? Wer wird noch 10-jährige Bundesanleihen bei 3,30% kaufen, wenn für Cash mal wieder 3% bezahlt werden? Auf fallende Zinsen zu setzen ist, bezogen auf den Zinszyklus der letzten 60 Jahre, eine gewagte Wette. Jeder, der das tut, rechnet implizit mit einem Japan-Szenario für Europa und die USA: eine lange Phase von Stagnation und Deflation. Gerade weil dieses Szenario auch das von den Notenbanken am meisten gefürchtete ist, werden sie länger als erwartet bei der Nullzinspolitik bleiben. Das stützt vorerst auch die langfristigen Zinsen, aber die Nervosität auf der Inflationsseite wird dadurch immer stärker werden. Wir erwarten daher für die nächsten Monate gerade bei den langen Laufzeiten kräftige Schwankungen.

Baugeldkunden sollten keineswegs spekulieren, sondern sorgsam mit ihrem Budget die monatliche Belastung über die nächsten 20 bis 25 Jahre planen. Da es sich bei der Baufinanzierung um eine sehr langfristige finanzielle Verpflichtung handelt, ist es entscheidend, sich gegen Zinsanstiege und zukünftig überraschend hohe Belastungen zu schützen. Wir bleiben daher bei unserer Empfehlung, zumindest einen großen Teil der Kreditsumme mit langen Zinsbindungen abzusichern. Wichtig in diesen volatilen Marktphasen ist auch die Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten und der optimale Einsatz von Fördermitteln. So können Kombinationen aus 5-jährigen und 15- oder 20-jährigen Zinsbindungen sehr sinnvoll sein, weil sie hohe Kalkulationssicherheit mit einer niedrigeren monatlichen Belastung und Flexibilität bei der zukünftigen Rückzahlung verbinden. Besonders gefragt sind derzeit sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere vereinbarte Tilgung führt dabei zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2010 der Interhyp AG

Okt
25

Vor dem Hintergrund einer weiterhin sehr guten Börsenstimmung haben in den vergangenen zwei Wochen die Konjunkturoptimisten auch an den Zinsmärkten die Oberhand gewonnen und durch Verkäufe von Anleihen bereits vor 2010 für steigende Zinsen gesorgt. Damit positionieren sich einzelne Investoren bereits für die Phase, in der die Notenbanken beginnen werden, schrittweise Liquidität aus dem Geldmarkt zu ziehen. Nicht nur bei den langen Laufzeiten, sondern auch bei den kurzfristigen Zinsbindungen ist es zuletzt zu einem Zinsanstieg um rund 0,20 Prozentpunkte gekommen. Ein weiterer Grund für die Korrektur am Zinsmarkt liegt in den enormen Volumina an neuen Staatsanleihen, die derzeit am Markt platziert werden. Allein die USA bringen in der kommenden Woche Staatsanleihen über 123 Mrd. Dollar in den Markt, die Abnehmer finden müssen. Entscheidend für die Richtung an den Zinsmärkten und die Zinsentwicklung 2010 bleiben aber die Signale der Notenbanken in den nächsten Wochen. Je länger sie mit dem Einsammeln der Liquidität warten, desto größer ist die Gefahr, dass diese Mittel die Preise vieler Anlageklassen nach oben treiben. Und umso größer ist das Rückschlagpotential, wenn diese notwendigen Schritte dann doch kommen. Für die kommende Woche erwarten wir, dass die Banken die Baugeldkonditionen entsprechend der Tendenz am Anleihemarkt anheben werden.

Wir empfehlen daher, die aktuellen Konditionen rasch zu sichern. Da Baugeldkunden sorgsam mit ihrem Budget für die monatliche Belastung über die nächsten 20-25 Jahre planen müssen, ist es entscheidend sich vor Zinsanstiegen im Jahr 2010 und zukünftig überraschend hohen Belastungen zu schützen. Wir raten deshalb, zumindest einen großen Teil der Kreditsumme mit langen Zinsbindungen abzusichern. Besonders wichtig in diesen volatilen Marktphasen ist die Wahl der richtigen Finanzierungsstruktur in Bezug auf Laufzeiten, Tilgungsmöglichkeiten und Einsatz von Fördermitteln. So können Kombinationen aus 5-jährigen und 15- oder 20-jährigen Zinsbindungen sehr sinnvoll sein, weil sie hohe Kalkulationssicherheit mit niedrigeren monatlichen Belastungen und Flexibilität bei der zukünftigen Rückzahlung verbinden. Besonders gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen feststehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höher festgelegte Tilgung führt dabei zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG vom 23.10.2009

Mai
17

Nachdem die Kapitalmarktzinsen Ende vergangener Woche als Reaktion auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) einen kräftigen Sprung nach oben gemacht hatten, ist es in den letzten Tagen wieder zu einem Rückgang der Zinssätze gekommen. Grund dafür war die kräftige Abwärtskorrektur an den Börsen, die reflexartig immer zu einer Flucht in Staatsanleihen und daher zu einem Ansteigen der Anleihekurse führt. Am heutigen Freitag ist es im Tagesverlauf dagegen als Reaktion auf etwas bessere als erwartete US-Konjunkturzahlen schon wieder zu einer Gegenreaktion und einem Zinsanstieg um 0,10% bei den 10-jährigen Laufzeiten gekommen. Mit diesen nervösen Ausschlägen wird deutlich, dass es zwei Lager auf der Investorenseite gibt. Diejenigen, die bereits eine Stabilisierung der Konjunktur voraussehen, verkaufen Anleihen mit längeren Laufzeiten, weil sie steigende Renditen erwarten. Die Investoren, die auf Deflation und weitere Konjunkturschwäche setzen, nutzen dagegen schwache Tage, um lange Anleihen zu kaufen und dann von Kursgewinnen zu profitieren. Die Notenbanken und Regierungen versuchen ihrerseits, durch tiefe Leitzinsen und große Ausgabenprogramme genau dieses Abrutschen in eine deflatorische Stagnation der Wirtschaft zu verhindern. In den vergangenen Wochen hat das Lager der Optimisten die Börsen nach oben getrieben und die langfristigen Zinsen ebenfalls steigen lassen. Für die nächsten Wochen erwarten wir, dass die Optimisten weiterhin den Trend bestimmen werden und gehen daher von Zinsausschlägen nach oben aus.

Da der Wettbewerb um Baufinanzierungskunden weiterhin recht intensiv ist, profitieren Kunden von Baugeldzinsen, die sehr nahe an den Refinanzierungskonditionen im Interbankenmarkt liegen. Kalkulationssicherheit sollte besonders bei Neubauvorhaben und für junge Familien oberste Priorität haben, was für lange Laufzeiten mit guten Sondertilgungsoptionen spricht. Wenn man von der derzeit steilen Zinskurve profitieren möchte, bieten sich Kombinationen mit 5-jährigen Laufzeiten an, oder sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen, die aus den niedrigen Geldmarktzinsen Nutzen ziehen. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erreicht wird. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei aufgrund der steilen Zinskurve zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Feb
27

Die Tagesschwankungen am Zinsmarkt bleiben vorerst hoch. Während bei den Geldmarktzinsen, die von der Europäischen Zentralbank über ihren Leitzinssatz direkt beeinflusst werden können, die Richtung weiter nach unten zeigt, sind die Signale bei den langen Laufzeiten im Kapitalmarkt unterschiedlich. Schwache Konjunkturzahlen in den USA und Europa und nachlassender Preisauftrieb würden unter normalen Umständen für niedrigere Langfristzinsen sprechen. Die große Unbekannte in dieser Krise ist jedoch die enorm stark wachsende Staatsverschuldung in fast allen Ländern und der damit für die nächsten Jahre dramatisch ansteigende Finanzierungsbedarf der öffentlichen Haushalte, die dazu den Anleihemarkt brauchen. Damit steigt das Angebot an Anleihen monatlich an. Da die Zinsen am Kapitalmarkt über Angebot und Nachfrage gebildet werden, muss darauf vertraut werden, dass die Anleger weiterhin bereitwillig zu den aktuell historisch niedrigen Zinsen das größte jemals verfügbare Angebot an den Anleihemärkten auch tatsächlich kaufen. Sollte es hier zu einem Stau kommen, kann dies zu kräftigen Korrekturen nach oben führen, ohne dass es dazu fundamentaler Änderungen in der Konjunkturentwicklung bedarf. Inzwischen vergeht praktisch kein Tag, an dem nicht in Deutschland, Europa oder in den USA irgendein Unternehmen oder ein Kreditinstitut mit Milliardenbeträgen unterstützt werden muss. Besonders in den USA stellt sich daher die Frage, wie lange China und Japan als die beiden größten Käufer von US-Staatsanleihen noch bereit und in der Lage sind, zu den tiefsten Zinsen seit 50 Jahren zuzukaufen und das steigende Angebot zu absorbieren. Änderungen am US-Zinsmarkt werden wie immer auch auf die Eurozinsen durchschlagen. Für die nächsten Wochen erwarten wir daher weiterhin ein bewegtes Bild mit recht großen Schwankungen.

Tage mit Ausschlägen nach unten sollten daher weiterhin konsequent genutzt werden, um die günstigen Zinsen gerade für längere Laufzeiten festzuzurren. Zur Optimierung der laufenden Zinsbelastung können auch Kombinationen aus 5- und 15-jährigen Laufzeiten sinnvoll sein. Am Markt für Baufinanzierungen herrscht weiter ein intensiver Wettbewerb um den Kunden, da viele Banken auf wachsenden Einlagenbeständen sitzen und diese gerne in Form von Baufinanzierungskrediten im Kundengeschäft einsetzen wollen. Von diesem Wettbewerb können Kunden in Form von tiefen Konditionen profitieren. Für Mieter erscheint der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch Tilgungen von 2% zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet. Anschlussfinanzierern raten wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen bei einer Reihe von Banken zu nutzen. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Jan
31

Trotz weiterhin sehr sehr schwacher Konjunkturindikatoren und Wachstumsprognosen sind die längerfristigen Kapitalmarktzinsen im Verlauf der Woche kräftig angestiegen. Ausschlaggebend dafür ist die zunehmende Besorgnis, dass die nicht enden wollenden Ankündigungen von immer neuen Rettungs- und Konjunkturpaketen in den USA, Europa und inzwischen auch Asien zu einem Refinanzierungsbedarf der Staaten führt, der an den Kapitalmärkten nur schwer auf dem heutigen tiefen Zinsniveau zu platzieren sein wird. Damit steigt der Risikoaufschlag, den Investoren fr eine längere Kapitalbindung fordern und lange Zinsbindungen werden für Kreditnehmer teurer. Die US-Notenbank hat diese Woche die Leitzinsen unverändert auf dem historisch tiefen Niveau von 0% – 0,25% belassen und gleichzeitig angekündigt, dass sie durch Käufe von langfristigen US-Staatsanleihen auch die langfristigen Zinsen absenken möchte. Da dieser Schritt allerdings von vielen Marktteilnehmern als fast schon verzweifelte Manahme zum Gelddrucken gesehen wird, die mittelfristig die Kaufkraft des Dollars unterminiert, steigt auch die Besorgnis um die Wertstabilität von langfristigen amerikanischen Staatsanleihen. Euroland kann sich von der amerikanischen Zinstendenz nicht abkoppeln und folgt den Bewegungen dort. Da wir für die nächste Sitzung der Europischen Zentralbank kommende Woche keine Leitzinssenkung erwarten, gehen wir für die nächsten Tage von einer Seitwärtsentwicklung der Kapitalmarktzinsen und damit auch der Baugeldzinsen aus.

Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten und sich insbesondere längere Laufzeiten dafür anbieten. Zur Optimierung der laufenden Zinsbelastung können auch Kombinationen aus 5- und 15-jährigen Laufzeiten sinnvoll sein. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 mit Zinssätzen von ber 6% knnen jetzt bei einem Bankwechsel mit einer Vier vor dem Komma optimiert werden. Die Spezialisten fr Anschlussfinanzierungen bei Interhyp knnen auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch Tilgungen von 2% zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Dez
20

Nach den heftigen Bewegungen der letzten Wochen, versucht sich der Zinsmarkt derzeit wieder zu stabilisieren. Die Kaufpanik Anfang Dezember und die anschließenden Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt hatten zu enormen Tagesbewegungen geführt. Die Fundamentaldaten treten jetzt wieder stärker in den Vordergrund. Die Leitzinssenkung der US-Notenbank (Fed) auf die Spanne von 0 bis 0,25% unterstreicht die Rezession in den USA und unterstützt weiterhin die Nachfrage nach Anleihen im Dollarraum. Da die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst noch deutlich höhere Leitzinsen bevorzugt, hat der Euro als Währung an Attraktivität gewonnen und kräftige Kurssteigerungen gegen fast alle Währungen sind die Folge. Das wiederum bremst die Exportchancen auch in Deutschland und drückt auf eine ohnehin schon schwache Nachfrage in den traditionellen Exportmärkten. Der aktuelle Ifo-Geschäftsklima-Index, der den tiefsten Stand seit 1982 erreicht hat, spiegelt diese Effekte wider. Vor diesem Hintergrund ist im Januar oder Februar auf jeden Fall mit einem weiteren Zinsschritt der EZB zu rechnen und diese Erwartung wird auch in den nächsten Wochen die mittelfristigen und langfristigen Kapitalmarktzinsen stützen. Wichtig für die Konditionen von Baugeld sind jedoch nicht nur die Kapitalmarktzinsen und die Renditen von Staatsanleihen, sondern vor allem auch die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten ausweiten wird. Das heißt, dass sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden. Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten und sich dazu gerade längere Laufzeiten anbieten. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel deutlich unter 5% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten eine gute und sichere Anlage des Eigenkapitals zu sein. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG