Jan
12

Derzeit werden die Zinsmärkte weltweit von zwei Themen bewegt: Einerseits werden bedingt durch die extrem schwachen Wirtschaftszahlen weitere Leitzinssenkungen der Notenbanken erwartet, andererseits breitet sich zunehmend die Sorge aus, dass die Staaten durch das Anwerfen der Gelddruckmaschinen und durch die exorbitante Ausweitung der Staatsschulden die langfristigen Kapitalmarktzinsen nach oben treiben könnten. In der Folge werden die Zinsstrukturkurven steiler, da die Risikoprämien für lange Zinsbindungen steigen, obwohl derzeit die Inflationsraten im Rekordtempo fallen. Vielen Investoren wird inzwischen das Ausmaß der Schecks, die von den Politikern weltweit jede Woche in Hunderten Milliarden geschrieben werden, unheimlich. Aus diesem Grund wird auch eine weitere Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am nächsten Donnerstag nicht zwangsläufig zu niedrigeren Kapitalmarktzinsen führen. Die schwachen Exportzahlen in Deutschland und die anhaltend schwachen Konjunkturindikatoren in praktisch allen Euroländern werden unserer Ansicht nach die EZB zu einer Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte veranlassen. Für die Baugeldkonditionen sind aber weder die Leitzinsen entscheidend noch die Renditen von Bundesanleihen, sondern die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten weiter ausweiten wird. Das heißt, dass selbst sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden. Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten. Gerade längere Laufzeiten bieten sich dazu an. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel mit einer Vier vor dem Komma gesichert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und dazu noch die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Nov
20

Immobilienbesitzer profitieren noch bis Ende November von aufschlagsfreien Forward-Darlehen

(München, 20. November 2008) In den vergangenen Monaten hatten Immobilienbesitzer die Gelegenheit, sich bei ihrer Anschlussfinanzierung sehr günstig gegen das Risiko steigender Zinsen abzusichern: Eine Reihe von Banken haben Forward-Darlehen ohne Zinsaufschlag angeboten. Der Verzicht auf einen Aufpreis wurde durch die flache, teils sogar inverse Zinsstrukturkurve möglich. “Da die Zinsstrukturkurve aber immer steiler wird, können die Banken ihr Angebot an aufschlagsfreien Forward-Darlehen nicht mehr lange aufrechterhalten”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und ergänzt: “Wer daher noch von der Zinsabsicherung zum Nulltarif profitieren möchte, sollte sich beeilen – denn einige Banken haben bereits angekündigt die Aufschlagsfreiheit nur noch bis Ende November anzubieten.”

So genannte Forward-Darlehen sind ein nützliches Instrument, um sich als Immobilienbesitzer für die Anschlussfinanzierung vor künftigen Zinsanstiegen zu schützen: Läuft die Zinsbindung eines bestehenden Darlehens in den nächsten zwölf bis 60 Monaten aus, kann man mittels Forward-Darlehen die jetzt sehr günstigen Zinsen nutzen, um die späteren Finanzierungskonditionen zu fixieren.

Für diese Zinssicherung im Voraus wird normalerweise ein Aufschlag erhoben, auf den aber viele Banken in den vergangenen Monaten verzichtet haben. “Bevor wieder ab Dezember die üblichen Aufschläge verlangt werden, sollten Immobilienbesitzer rasch mit ihrem Berater abstimmen, ob ein Forward-Darlehen sinnvoll für sie ist”, rät Haselsteiner. “Schließlich kann man sich so von einem späteren Zinsanstiegs-Risiko befreien – ohne Mehrkosten zu bezahlen.

Die Bestsätze bei Annuitätendarlehen für fünf Jahre liegen derzeit bei 4,14%, für zehn Jahre bei 4,54%, für 15 Jahre bei 4,68 %, für 20 Jahre bei 4,81% und für 25 Jahre bei 4,99% effektiv.

Über die Interhyp AG: Mit einem abgeschlossenen Finanzierungsvolumen von 5,7 Milliarden Euro in 2007 ist die Interhyp AG der größte Broker für private Baufinanzierungen in Deutschland. Interhyp vergibt selbst keine Darlehen, sondern wählt unabhängig aus über 70 Banken, Versicherungen und Bausparkassen die optimale Finanzierung für den Kunden aus. Dabei kombiniert das Unternehmen die Vorteile des Internet mit kompetenter unabhängiger Beratung durch über 250 Baufinanzierungsspezialisten. Dadurch liegen die Interhyp-Konditionen deutlich unter denen, die bei traditionellen Filialbanken erhältlich sind. Mit bundesweit insgesamt 18 Niederlassungen sind die Interhyp-Berater auch für eine persönliche Beratung vor Ort in folgenden Städten erreichbar: Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wiesbaden.

Quelle: Interhyp AG