Die in 2009 gegründete HypZert Fachgruppe Energie & Umwelt wird zur kommenden Jahrestagung der HypZert GmbH am 9./10. Februar 2011 die Ergebnisse ihrer zweijährigen Fachgruppenarbeit vorstellen. Mit der Studie “Energieeffizienz der Gebäude – ein Hauptaspekt der Nachhaltigkeit” sollen dem mit der Immobilienbewertung befassten Gutachter wesentliche Informationen zu diesem Thema vermittelt und Lösungsansätze vorgestellt werden, wie die energetischen Eigenschaften einer Immobilie in der Wertermittlung berücksichtigt werden können. Dazu werden in der Ausarbeitung neben den gesetzlichen Vorgaben auch die wichtigsten Kenngrößen der Energieeffizienz von Gebäuden, die Entwicklung der Bau- bzw. Gebäudetechnik und die Vor- und Nachteile bzw. der Umgang mit den Ergebnissen aus dem Energieausweis näher beleuchtet. Des Weiteren werden Möglichkeiten einer Berücksichtigung der Gebäudeenergieeffizienz im Gutachten, d.h. erkennbare Lösungsansätze in den wichtigsten Wertermittlungsverfahren, dargestellt.
Die derzeitige Informationsvielfalt sowie die intensive Auseinandersetzung, insbesondere auch mit dem Thema Nachhaltigkeit zeigt, dass der vorrangige Fokus der Fachgruppe aktuell darin besteht, das Thema für die Immobilienbewertung transparent werden zu lassen, um dann in einem nächsten Schritt den Einfluss der Nachhaltigkeit auf die Wertermittlung von Immobilien anhand der Marktevidenz aufzeigen zu können. In einer zweiten Studie mit dem Titel “Nachhaltigkeit von Immobilien und die Berücksichtigung in der Wertermittlung” hat die Fachgruppe alle grundlegenden Informationen zu den verschiedenen Zertifizierungssystemen, zum nachhaltigen Bauen und die damit beeinflussten Marktchancen, aber auch die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in Forschungsvorhaben, Richtlinien, Berufsstandsempfehlungen und Rating-Modellen dargestellt. Die Vielzahl unterschiedlicher, derzeit am Markt diskutierter Ansätze wurde erfasst, analysiert und gegenübergestellt. Aus all diesen Informationen wurde letztendlich ein Vorschlag für einen Nachhaltigkeitscheck im Wertgutachten entwickelt. “Die zwei Studien sind ein hervorragender Einstieg, aber auch detaillierte Nachschlagewerke für dieses umfassende Themengebiet. Sie reihen sich in die bisherige Qualität der Ausarbeitungen der HypZert Fachgruppen hervorragend ein,” so Reiner Lux, Geschäftsführer der HypZert GmbH.
Alle Studien und Veröffentlichungen der HypZert Fachgruppen können online über den HypZert Shop bestellt werden.
Quelle: Pressemitteilung der HypZert GmbH vom 27.01.2011
Die KfW Bankengruppe fördert ab 01. März 2011 neben umfassenden Sanierungen auch wieder einzelne hochenergieeffiziente Sanierungsmaßnahmen, die der Energiebilanz eines Wohngebäudes zugute kommen, wie Dämmung, Austausch der Fenster oder Erneuerung der Heizungsanlage. Im Rahmen der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgelegten Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm) werden Eigentümer mit zinsgünstigen Krediten oder attraktiven Investitionszuschüssen unterstützt. Dabei bleibt es bei dem Grundsatz: Je besser der erreichte Energiestandard nach Sanierung, umso attraktiver die Förderung.
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Steigende Energiekosten und wachsendes Umweltbewusstsein zeigen Wirkung: Die Mehrheit der deutschen Immobilienkäufer achtet bei der Suche nach Haus oder Wohnung verstärkt auf die Energiebilanz des Objekts und ist auch bereit, in dessen Verbesserung zu investieren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24. Dabei wurden im November 2.460 Interessenten von Kaufimmobilien in Deutschland befragt.
Für rund ein Viertel aller Käufer (24,5 Prozent) ist ein guter Zustand von Bausubstanz und Heizungsanlage ein absolutes Entscheidungskriterium und mindestens genauso wichtig wie Lage, Preis und Ausstattung. Mehr als jeder Zweite (58,4 Prozent) sagt klar, ein Kauf komme nur in Frage, wenn Energiebilanz und Preis der Immobilie in einer vernünftigen Relation stehen. Nur jedem sechsten Käufer ist der energetische Zustand des Objekts weniger wichtig. Für diese Gruppe sind Lage, Ausstattung und Preis die kaufentscheidenden Kriterien. Das gilt insbesondere für Käufer, die nicht selbst in die Immobilie einziehen wollen: Ein Viertel der Kapitalanleger (25,1 Prozent) achtet kaum bis gar nicht auf die energetische Beschaffenheit des Objekts.
Bei der Bewertung der Energiebilanz einer Immobilie sind vor allem eine gute Außendämmung und eine moderne Heizungsanlage die entscheidenden Kriterien (70 Prozent), dicht gefolgt von Fenstern mit Mehrfachverglasung (65 Prozent). Auch das Thema erneuerbare Energien ist im Kommen: So interessiert sich fast jeder zehnte Käufer für eine Immobilie mit Solarthermieanlage (9,2 Prozent).
Energiefreundlich oder nicht? Hierauf achten Immobilienkäufer (Top 5):
1. Außendämmung (70,0 Prozent)
2. moderne Heizungsanlage (69,3 Prozent)
3. Fenster mit Mehrfachverglasung (65,0 Prozent)
4. Dachdämmung (54,5 Prozent)
5. Solarthermieanlage (9,2 Prozent)
Weiterhin interessant: Die Mehrheit der Befragten (53,9 Prozent) rechnet mit späteren Investitionen, um die Energiebilanz ihrer Immobilie zu verbessern. Acht Prozent dieser Käufer erwarten Folgekosten von unter 10.000 Euro während knapp 60 Prozent davon ausgehen, dass ihre Ausgaben zwischen 10.000 bis 50.000 Euro liegen werden. Jeder Sechste kann die Kosten noch nicht einschätzen (17,3 Prozent).
“Energieeffizientes Bauen und Wohnen wird vor dem Hintergrund steigender Energiekosten nicht nur wichtiger, sondern sogar zu einem klaren Entscheidungskriterium”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Robert Haselsteiner, Vorstand der Interhyp AG, fügt hinzu: “Durch die Umsetzung von gezielten Modernisierungsmaßnahmen verhalten sich Immobilienbesitzer nicht nur umweltfreundlich, langfristig erhöhen sie so auch die Attraktivität ihrer eigenen vier Wände.”
Quelle: Pressemitteilung zum Immobilienbarometer der Interhyp AG vom 07.12.2010
Die Kürzungspläne der Bundesregierung beim CO2-Sanierungsprogramm und der Städtebauförderung werden von allen gesellschaftlichen Gruppen als falsch beurteilt. Die Anhörung im Bauausschuss des Bundestages am vergangenen Mittwoch verdeutlichte erneut, dass die Kürzungen wirtschaftlich, fiskalisch und klimapolitisch kontraproduktiv sind. Vertreter von Mietern, Eigentürmern, Arbeitgebern und Kommunen sowie Wissenschaftler warnen vor einer Verwirklichung der Pläne.
Grundtenor der Kritik aller vom Bundestag befragten Experten ist die Diskrepanz zwischen den klimapolitischen Zielen der Bundesregierung und ihrem tatsächlichen Handeln im Rahmen des Haushaltsgesetzes. Mit den nun veranschlagten Mitteln wird sich nach einhelliger Meinung der Gutachter die Sanierungsrate im Gebäudebereich nicht wie politisch gewollt von 1% auf 2% pro Jahr steigern, sonder um mehr als 50% absenken. Notwendige Investitionen im Stadtumbau werden ausbleiben. Auch aus haushaltspolitischer Sicht seien die Kürzungen falsch, denn die geringeren Investitionen führten zu Steuermindereinnahmen und der Gefährdung von Arbeitsplätzen im Handwerk.
So gehen von der KfW beauftragte Analysen davon aus, dass ein Fördereuro private Investitionen in Höhe von rund neun Euro nach sich zieht. Die zwei Milliarden KfW-Mittel des vergangenen Jahres induzierten Gesamtinvestitionen von rund 18 Milliarden Euro. Damit übersteigen alleine die Mehrwertsteuereinnahmen aus den Gesamtinvestitionen die Kosten der Förderprogramme. Bezieht man in die Betrachtung die gesamten Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen mit ein, wird die positive fiskalische Wirkung der Programme noch deutlicher. Mit den nun beabsichtigten Kürzungen verschlechtern die öffentlichen Haushalte aber nicht nur ihre Gesamtbilanz. Die befragten Gutachter sehen zudem circa 150.000 Arbeitsplätze akut gefährdet. Übereinstimmend fordern die Experten deswegen eine Fortschreibung der Förderprogramme in Höhe von mindesten 1,5 Milliarden Euro für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und 600 Millionen Euro für die Städtebauförderung.
Die Experten weisen zudem darauf hin, dass die Förderprogramme im Wohnungsbau eng verzahnt werden müssen. Denn der Gebäudebestand müsse nicht nur energetisch saniert, sondern auch an die zunehmende Zahl alter Menschen angepasst werden. Auch hier sehen die Gutachter noch Handlungsbedarf.
Der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM) und Koordinator der Aktion Impulse für den Wohnungsbau Dr. Ronald Rast sieht die politischen Forderungen der Bau- und Wohnungswirtschaft durch die Anhörung bestätigt: “Die KfW-Programme unterstützen die Bereitstellung von dringend benötigten energieeffizienten und altersgerechten Wohnungen. Aber trotz der positiven Effekte des Wohnungsbaus auf den Bundeshaushalt konnten sich die Fachpolitiker der Regierungskoalition nicht gegen die Haushaltspolitiker durchsetzen. Damit zeigt sich die Regierung unfähig, ihre eigenen Ziele in politisches Handeln zu übersetzen, obwohl der Weg unumstritten ist, sich selbst finanziert, sogar Mehreinnahmen in die öffentlichen Kassen trägt und soziale Probleme beim Grundbedürfnis Wohnen löst. Ein politischer Entscheidungsprozess, der ausschließlich von Kürzungsmöglichkeiten gesteuert wird, ohne die Anschubwirkung von steuerlichen Anreizen und KfW-Fördermaßnahmen mit zu bewerten, muss ob seiner Zukunftsfähigkeit in Frage gestellt werden!”
Positiv bewertet die DGfM dagegen, dass sich Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer offen für verbesserte Abschreibungssätze im Wohnungsbau zeigt. Ramsauer hatte kürzlich steuerliche Ansätze in der Wohnungsbauförderung als “exzellente Option” bezeichnet. In diesem Zusammenhang wies er auch darauf hin, dass sich bessere Abschreibungssätze selbst refinanzieren. Dr. Rast bestätigt die Sichtweise des Ministers: “Eine Erhöhung der Abschreibungssätze im Mietwohnungsbau auf vier Prozent ist das beste Mittel, wenn man energieeffizienten und altersgerechten Wohnraum zu bezahlbaren Preisen bereitstellen möchte. Die Regierung ist gut beraten, wenn Sie sich endlich wieder dieses Mittels bedient”, so der Geschäftsführer der DGfM. Auch KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch schätzte erst letzte Woche ein, dass das derzeitige Niveau des hiesigen Wohnungsbaus den zukünftig weiter steigenden Bedarf an alters- und energieeffizientem Wohnraum nicht gerecht wird.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM)
Beim Bau des Eigenheims zeigen sich viele Deutsche umweltbewusst. Um Energie einzusparen, muss es zwar nicht gleich das Niedrigenergie- oder Passivhaus sein. Gut isolierte Fenster und der Einbau der richtigen Dämmung sind für einen Großteil der Deutschen allerdings unverzichtbar. Dies geht aus der aktuellen Immobilien-Trendstudie des Finanzierungs- und Immobilienvermittlers PlanetHome hervor.
Laut Umfrage sehen 56 Prozent der Befragten den Einsatz von richtig abgedichteten Fenstern beim Hausbau als unumgänglich an. 48 Prozent würden nicht auf den Einbau einer guten Dämmung verzichten wollen. Hier rät Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG, genau hinzuschauen: „Dämmdicken von deutlich mehr als 20 Zentimeter rechnen sich meist nicht. Die Kosten für die zusätzliche Dämmdicke fallen überproportional zu den daraus resultierenden Einsparungen aus.“
Immerhin knapp jeder Dritte schätzt eine günstige Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, um im Alltag das Auto in der Garage stehen zu lassen. Und: Gut jeder Zweite achtet beim eigenen Hausbau auf den Einsatz von umweltfreundlichen Baustoffen. Darunter fällt unter anderem der Einsatz von speziellen Klebern, Dichtmassen oder Farben. Rund 14 Prozent würden für die Warmwasseraufbereitung auf Solarenergie setzen. „Das ist auch gut so“, weiß Anzenberger, „denn laut dem Wärmegesetz von 2009 ist der Bauherr verpflichtet 15 Prozent der verbrauchten Wärme ressourcenschonend zu decken.“
Die Studie in Zahlen:
Wie wichtig sind für Sie die folgenden Kriterien des umweltbewussten Bauens bei einer selbstgenutzten Immobilie?
- Fenster mit guter Isolierung: 56 Prozent
- Einbau einer guten Dämmung: 48 Prozent
- gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel: 29 Prozent
- umweltfreundliche Heizungsanlage: 22 Prozent
- Energiepass / Energieausweis: 21 Prozent
- Niedrigenergie- bzw. Passivhaus: 17 Prozent
- umweltfreundliche Baustoffe: 17 Prozent
- Solaranlage für Warmwasserbereitung: 14 Prozent
- Wasserzisterne für Regenwasser: 10 Prozent
- biologisch einwandfreier Garten: 7 Prozent
Wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mitteilte, wird sie in diesem Jahr einen neuen Rekord an ausgegebenen Förderdarlehen aus ihrem Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren aufstellen. Mit einem Fördervolumen von über 8 Mrd. EUR zum 30.11.2009 löst 2009 das Jahr 2006 als bisher erfolgreichstes Jahr in der KfW-Förderung der Energieeffizienz ab.
Bis zum 30.11.2009 vergab die KfW über 200.000 Kredite und Zuschüsse. Mit fast 550.000 geförderten Wohnungen wurden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz von 17 Mrd. EUR angestoßen.
Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, wurden über 270.000 Arbeitsplätze so für mindestens ein Jahr geschaffen oder gesichert. Insgesamt erbrachten die in 2009 geförderten Vorhaben eine zusätzliche jährliche dauerhafte Minderung des CO2-Ausstoßes von 1,3 Mio. Tonnen.
Seit 2001 wurden in den Programmen für Energieeffizientes Bauen und Sanieren Kredite und Zuschüsse im Volumen von rund 30 Mrd. EUR vergeben. Die Endverbraucher profitieren doppelt von der KfW-Förderung. Zusätzlich zu günstigen Zinssätzen oder Zuschüssen sparten sie durch die Förderung der Jahre 2005 bis 2008 Heizkosten in Höhe von fast 1 Mrd. EUR ein.
Quelle: Pressemitteilung der KfW