Alle Beiträge zum Thema'1. Immobilienkauf'

Mrz
22

Bei 35 Prozent der unverheirateten Paare mit Eigenheim ist nur einer rechtmäßiger Eigentümer, so das Ergebnis einer repräsentativen Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale / Eigentumsverhältnisse sollten vor allem bei Paaren ohne Trauschein klar durch Grundbucheintrag geregelt werden

Was mein ist, ist auch dein? Nicht unbedingt, wenn es um die Rechtsansprüche unverheirateter Paare am Wohneigentum geht! Denn bei jedem dritten Paar ohne Trauschein ist nur einer der Partner im Grundbuch eingetragen – und somit alleiniger Eigentümer von Haus und Hof! Das belegt eine repräsentative Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale. Der andere hat keinerlei Ansprüche – allenfalls finanzielle Pflichten. Im Todesfall oder bei einer Trennung sind Probleme vorprogrammiert.

Problematische Ansprüche im Trennungsfall
Bei einer Trennung nimmt der eine den Esstisch, der andere das Sofa – aber wer bekommt das Haus? Selbst wenn beide den Darlehensvertrag unterschrieben haben und bezahlen, steht die Immobilie laut Gesetz ausschließlich dem zu, der im Grundbuch steht. Der andere geht leer aus. Schlimmstenfalls gibt es für geleistete Zahlungen nicht mal einen finanziellen Ausgleich und die Bank pocht weiterhin auf die Tilgung der Raten. Gleichverpflichtete Partner sollten deshalb darauf achten, auch als gleichberechtigte Eigentümer im Grundbuch zu stehen.

Absicherung für den Todesfall
Sind nicht beide Partner im Grundbuch eingetragen, entsteht im Todesfall rechtlich gesehen eine heikle Situation. Stirbt der im Grundbuch eingetragene Partner, steht der andere ohne Rechte da und muss das gemeinsame Heim schlimmstenfalls räumen. Abhilfe kann neben dem Grundbucheintrag eine entsprechende testamentarische Regelung schaffen – bei unverheirateten Paaren wird dann allerdings Erbschaftssteuer fällig.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:
Sie leben ohne Trauschein mit Ihrem Partner in Wohneigentum. Sind Sie im Grundbuch eingetragen?
- ja: 61 Prozent
- nein: 35 Prozent
- weiß ich nicht: 4 Prozent
Für die repräsentative Studie “Wohnen und Leben 2012″ wurden im Auftrag von immowelt.de 1.012 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt.

Quelle: Pressemitteilung von Immowelt.de vom 16.03.2012

Feb
27

Im Januar sind die Indizes für Eigentumswohnungen mit 1,25 Prozent und für neue Ein- und Zweifamilienhäuser mit 0,84 Prozent erneut stark gestiegen. Land- und Kapitalflucht sowie strukturbedingter Neubau unterstützten diese Wertzuwächse. Der Indexwert für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser sank demgegenüber um 1,15 Prozent. Damit legte der Gesamtindex für deutsche Wohnimmobilien um 0,37 Prozent auf 105,10 Punkte zu. Noch immer sprechen auch die niedrigen Finanzierungszinsen für den Immobilienerwerb.

Bewertung und Prognose:

Das Jahr 2011 endete mit historisch tiefen Zinsen für die Immobilienfinanzierung, einer anhaltend starken Nachfrage nach Immobilen und – über alle Indexwerte hinweg – deutlich höheren Preisen für Immobilien als zum Jahresbeginn. Im Januar 2012 setzte sich dieser Trend fort. Am deutlichsten stieg der Indexwert für Wohnungen. Kapitalanleger haben ihren Teil zu dieser Preissteigerung beigetragen. Darüber hinaus spielen auch demographische Aspekte wie die zunehmende Migration und der Trend hin zum Wohnen in Großstädten bei der Preisentwicklung dieser Immobilienklasse eine Rolle. Insgesamt führt dies zu einer weiteren Aufwertung der Städte und stadtnahen Gebieten.

Auch die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind stark angestiegen. In strukturstarken Regionen ist der Wechsel im Bestand geringer als in strukturschwachen Regionen. Dies führt dazu, dass die Neubautätigkeit in den Top-Regionen angekurbelt wird und möglicherweise entsprechend die Preise nach oben treibt.

Im Umkehrschluss werden die Preise für Bestandsimmobilien durch Objekte in strukturschwachen Regionen, die wenige Altbauten aufweisen, nach unten gezogen. Wir gehen aber davon aus, dass der Bestand in guten Regionen sich weiterhin positiv entwickelt.

Für die kommenden Monate gehen wir bundesweit von weiter steigenden Wohnungs- und Neubaupreisen aus. Der Index für Bestandsimmobilien wird sich stabil bis leicht sinkend entwickeln. Um der Heterogenität des Deutschen Immobilienmarktes gerecht zu werden, wird der Hypport-Konzern künftig vermehrt auch regionale Daten auswerten und kommentieren.

Gesamtindex:
Im Januar 2012 steigt der Gesamtindex nach dem leichten Rückgang im Vormonat erneut. Die Zunahme um 0,37 Prozent auf 105,10 Punkte ist auf die starken Zuwächse der Indizes für Eigentumswohnungen und neue Ein- und Zweifamilienhäuser zurückzuführen. Auf Dreimonatssicht legte der Gesamtindex damit um 0,6 Prozent (Stand Oktober 2011: 104,48 Punkte), im Vergleich zum Vorjahresmonat (Januar 2011: 100,03 Punkte) um 5,07 Prozent zu.

Eigentumswohnungen (“apartments”): Stark steigend
Die Preise für Eigentumswohnungen erhöhten sich zum Jahresstart stark: Das Plus von 1,25 Prozent treibt den Indexwert auf aktuell 106,80 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Indexberechnung im August 2005. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 7,16 Prozent (Januar 2011: 99,66 Punkte).

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser (“new homes”): Stark steigend
Nach der leichten Steigerung im Vormonat, erhöhte sich der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser im Januar um 0,84 Prozent stark auf 112,92 Punkte. Damit liegt der Indexwert um 4,39 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert (Januar 2011: 108,17 Punkte). Dies ist ein neuer Höchstwert. Alle Indexwerte für Neubauten lagen somit seit bald zwei Jahren (seit März 2010) über ihren jeweiligen Vorjahreswerten.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser (“existing homes”): Stark sinkend
Nach dem starken Indexabfall im Dezember (-1,83 Prozent) sinken die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser im Januar mit einem Minus von 1,15 Prozent erneut deutlich. Die kontinuierlichen Anstiege von Mai bis November 2011 sorgen aber dafür, dass der Indexwert noch immer um 3,61 Prozent über seinem Vorjahreswert liegt (Januar 2011: 92,26 Punkte).

Methodik der hedonischen HPX-Indizes

Die Hypoport AG betreibt mit der EUROPACE-Plattform den einzigen unabhängigen Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Über EUROPACE werden rund zehn Prozent der Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland abgewickelt. Die Hauspreis-Indizes basieren auf tatsächlichen Transaktionsdaten der EUROPACE-Plattform und werden monatlich durch die Hypoport AG errechnet. Der Gesamtindex wird aus der gemittelten Summe der Einzelindizes gebildet. Erläuterungen zur hedonischen Berechnungsmethodik siehe auch http://www.hypoport.de/indizes.html.

Quelle: Hauspreisindex HPX der Hypoport AG vom 15.02.2012

Feb
24

Endlich keine Miete mehr zahlen: Das ist für viele ein Hauptargument für einen Haus- oder Wohnungskauf. Doch auch Immobilienbesitzer müssen neben den Zins- und Tilgungskosten regelmäßig diverse monatliche Ausgaben stemmen. Mieter, die zu Eigenheimbesitzern werden, sind sich darüber oft nicht im Klaren. Der Immobiliendienstleister PlanetHome sagt, welche Kosten einkalkuliert werden müssen.

Grundsteuer
Die Grundsteuer wird von den Städten und Gemeinden erhoben. Für wohnlich genutzte Fläche ist die „Grundsteuer B“ relevant. Dabei ermittelt das Finanzamt zunächst den Einheitswert. Dieser wird aufgrund von Daten festgelegt, die der Eigentümer in einem Fragebogen zu seinem Objekt angibt. „Der Einheitswert wird mit einem steuerlich festgesetzten Promillesatz, der sogenannten Steuermesszahl, malgenommen. Das ergibt dann den Grundsteuermessbetrag“, erklärt Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG. Die jeweilige Stadt beziehungsweise Gemeinde, in der das Grundstück liegt, multipliziert den Grundsteuermessbetrag mit einem prozentualen Vervielfältiger, dem Hebesatz. Daraus bestimmt sich dann die Grundsteuer, die von Ort zu Ort unterschiedlich hoch ausfällt. Der Grund: Der Hebesatz wird von den Städten und Gemeinden selbst festgesetzt. Wer zum Beispiel in Hamburg wohnt, zahlt aktuell einen Hebesatz von 540% für die Grundsteuer B, in München 535%. Seevetal hingegen, ein Vorort der Hansestadt, berechnet derzeit 330% und Kirchheim bei München 280%. Anzenberger rechnet ein Beispiel vor: „Für Eigentumswohnungen beträgt die Steuermesszahl in den alten Bundesländern 3,5 Promille. Eine Wohnung mit einem Einheitswert von 50.000 Euro kostet demnach in Hamburg jährlich 945 Euro Grundsteuer, in München 935,25 Euro, in Seevetal 577,50 Euro und in Kirchheim 490 Euro.“

Kanal- und Abfallentsorgungsgebühren / Straßenreinigung
Kanal- oder Abwassergebühren berechnen sich nach Kubikmeter. Mancherorts wird der Beitrag geteilt in Schmutzwasser- und Niederschlagsgebühr. Es kann auch ein Kanalbaubeitrag hinzukommen. Im Durchschnitt kostet der Kubikmeter Abwasser in Deutschland rund 2,40 Euro, kann aber je nach Wohnort stark variieren. Auch die Kosten für Müllentsorgung sind von Ort zu Ort unterschiedlich. Die Stadt Konstanz zum Beispiel richtet die Höhe der Kosten an der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen aus. Viele andere Städte und Gemeinden bemessen ihre Gebühren an der Tonnengröße und dem Leerungszeitraum. In Offenbach wird die Leerung billiger, wenn man die Tonne selbst auf die Straße zurück stellt. So kostet dort die 14-tägige Leerung einer 120 l-Tonne mit diesem sogenannten „Teilservice“ jährlich 152,40 Euro. Im „Vollservice“ – wenn die Behälter vom Standplatz geholt und wieder zurück gestellt werden – 165,72 Euro. Stuttgart, das die Gebühren Anfang des Jahres gesenkt hat, bietet nur Vollservice an. Hier zahlen Eigentümer rund 24 % mehr als in Offenbach. Geprüft werden muss darüber hinaus, ob an dem jeweiligen Wohnort Straßenreinigungsgebühren anfallen. Mancherorts kehren die Eigentümer selber, in anderen fallen sie nur für Eigentümer an, deren Grundstück direkt an die Straße grenzt.

Trinkwasser, Strom und Heizung
Der Frischwasserverbrauch errechnet sich laut PlanetHome aus einem Kubikmeter-Preis und einer Grundgebühr. Wie Abwasser und Müllentsorgung differieren hier die Preise je nach Wohnort stark. Laut Statistischem Bundesamt zahlt ein Modellhaushalt für 80 Kubikmeter Trinkwasser im Jahr rund 200 Euro. Die Höhe der Strompreise hängen vom Stromanbieter, dem Verbrauch der einzelnen Geräte und vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft errechnete für das vergangene Jahr für einen dreiköpfigen Musterhaushalt einen durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 73 Euro im Monat. Auch die Heizkosten sind von vielen Faktoren abhängig wie zum Beispiel der Anzahl der Außenwände, der Raumhöhe oder der Bausubstanz. „Wenn man ein altes, schlecht gedämmtes Haus besitzt, wenig isolierte Fenster hat oder nicht richtig heizt, erhöht das natürlich die monatlichen Ausgaben“, sagt Anzenberger. Zudem sind noch die Wartung der Heizungsanlage sowie die Arbeiten des Schornsteinfegers in der Kostenaufstellung zu berücksichtigen.

Hausversicherungen und Rücklagenbildung
Auch Hausrat- und Wohngebäudeversicherung gehören zu den regelmäßig anfallenden Kostenpunkten. Pauschale Aussagen über deren Höhe lassen sich laut PlanetHome nur schwer treffen. Je nach Objektart, Standort, Versicherungsanbieter und Versicherungspaket errechnen sich unterschiedliche Preise. Weil bei jeder Immobilie früher oder später Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten anfallen, sollten Eigentümer dafür monatlich einen gewissen Betrag zurücklegen. Wer ein Haus besitzt, bestimmt die Höhe hierfür selbst. Ein Prozent des Hauswertes im Jahr gilt als gängige Empfehlung. Wer eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus besitzt, zahlt an Rücklagen das, was die die Eigentümerversammlung per Mehrheitsbeschluss festlegt.
„Die monatlichen Kosten für das Eigenheim richten sich letztlich nach mehreren Faktoren“, fasst Anzenberger zusammen. „Der Wohnort bestimmt die Höhe der Grundsteuer, sowie für Müllentsorgung und Wasser. Die Objektart spielt ebenfalls eine Rolle. Bei einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus fallen unter anderem Kosten für die Hausverwaltung an. Und natürlich bestimmt auch das persönliche Verhalten eine Rolle, vor allem bei Heiz- und Stromkosten.“ Anzenbergers Tipp: sich schon vor dem Kauf so viel Informationen wie möglich über die zu erwartende Kostenhöhe einholen – am besten mithilfe eines professionellen Immobilienberaters.

Quelle: Pressemitteilung der PlanetHome AG vom 22.02.2012

Jan
30

Jeder vierte Immobilienkäufer feilscht mit Erfolg um besseren Preis / Verhandlungsgeschick führt im Schnitt zu rund 10 Prozent Preisnachlass, so das Ergebnis einer repräsentativen Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale / Männer verhandeln häufiger als Frauen

Immobilienkäufer feilschen wieder mehr: 27 Prozent bestätigten in einer repräsentativen Umfrage von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, dass sie beim Haus- oder Wohnungskauf den Preis runtergehandelt haben. Im Sommer 2011 waren es mit 16 Prozent noch deutlich weniger. Mit ihrem Verhandlungsgeschick konnten die Käufer im Durchschnitt Nachlässe von 10 Prozent aushandeln, manche deutlich mehr. “Obwohl das Immobilienangebot in vielen Städten und Regionen knapp geworden ist, gibt es aufgrund des hohen Preisniveaus inzwischen wieder mehr Spielraum für Verhandlungen”, erläutert Carsten Schlabritz, Vorstand der Immowelt AG. Die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Immobilienpreise haben die Bereitschaft der Verkäufer erhöht, sich auf Verhandlungen einzulassen.

Männer feilschen häufiger als Frauen

Preisdebatten sind beim Immobilienkauf in der Regel Männersache – noch: Denn obwohl die Männer (29 Prozent) beim Feilschen noch immer aktiver sind als die weiblichen Interessenten, holen die Frauen spürbar auf. Im Sommer 2011 gaben in einer Umfrage von immowelt.de lediglich 12 Prozent von ihnen an, beim Preis zu handeln, in der aktuellen Umfrage waren es bereits 25 Prozent. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Haben sich die weiblichen Interessenten erst einmal zu Verhandlungen durchgerungen, sind sie fast genauso erfolgreich wie die Männer.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Entsprach der Preis, den Sie für Ihre Immobilie gezahlt haben, der von dem Verkäufer angegebenen Preisvorstellung?
- Ja: 68 Prozent
- Nein, ich habe mehr gezahlt: 5 Prozent
- Nein, ich habe weniger gezahlt: 27 Prozent (29 Prozent aller
Männer, 25 Prozent aller Frauen) Von denjenigen, die weniger gezahlt haben, zahlten
- 20 Prozent bis zu 5 Prozent weniger
- 33 Prozent 5 – 10 Prozent weniger
- 16 Prozent 10 – 15 Prozent weniger
- 11 Prozent 15 – 20 Prozent weniger
- 6 Prozent über 20 Prozent weniger
Für die repräsentative Studie “Wohnen und Leben 2012″ wurden im Auftrag von immowelt.de 1.012 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt.

Quelle: Pressemitteilung der Immowelt AG vom 25.01.2012

Jan
20

Der Berliner Senat hat jetzt beschlossen, dass die Grunderwerbssteuer in Berlin von 4,5 auf 5,0 Prozent steigt. Als Stichtag ist der 1. April 2012 geplant. Das bedeutet, dass Immobilien, die ab dem 01. April 2012 in der Bundeshauptstadt gekauft werden dem höheren Grunderwerbsteuer unterliegen. Das Abgeordnetenhaus muss die Grunderwerbsteuererhöhung noch als Gesetz verabschieden.

Nach der Förderalismusreform vor einigen Jahren war Berlin, das erste Bundesland, dass die Grunderwerbsteuer anhob. Nach und nach sind fast alle Bundesländer dem Beispiel gefolgt und haben die Grunderwerbsteuer auf bis zu 5% angehoben. Mit der erneuten Anhebung der Grunderwerbsteuer erhofft sich der Berliner Senat Mehreinnahmen von rund 50 Mio. Euro.

Jan
19

Das Land Rheinland-Pfalz hebt die Grunderwerbsteuer auf fünf Prozent an. Das beschloss der Landtag am Mittwoch (18.Januar 2012) mit den Stimmen von SPD und Grünen. Durch die Anhebung von 1,5 Prozentpunkten sollen rund 100 Millionen Euro pro Jahr mehr in den Landeshaushalt fließen. Die Opposition kritisierte, dass nur das Land, aber nicht die verschuldeten Kommunen von der Anhebung der Grunderwerbsteuer profitierten.

Die Grunderwerbsteuererhöhung soll dazu beitragen, dass die Schuldenbremse bis 2020 umgesetzt werden kann. Finanzminister Carsten Kühl (SPD) betonte, die Mittel kämen der Konsolidierung des Landeshaushalts zugute. Die Erhöhung entspreche weniger als zehn Prozent des gesamten Sparvolumens, der Rest werde bei den Ausgaben gekürzt. Elf Bundesländer hätten bereits die Steuer erhöht oder seien dabei.

Bereits im Sommer hatte die Landesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem die Grunderwerbsteuer um knap 43 % steigen soll. Im Jahr 2010 hat das Land knapp 200 Millionen Euro an Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer verbucht.

Jan
10

Euro-Krise wird auch das Jahr 2012 bestimmen
Im abgelaufenen Jahr 2011 haben Baugeldkunden in Deutschland massiv von der Schuldenkrise in Euroland profitiert und Vorteile aus der Tatsache ziehen können, dass deutsche Bundesanleihen von internationalen Investoren als letzter Hort der Sicherheit innerhalb des Euroraumes gesehen werden. Nicht nur die Flucht aus den Staatsanleihen der bekannten Krisenländer Griechenland, Portugal und Spanien, sondern auch Verkäufe von italienischen und französischen Staatstiteln haben die Zinsen in diesen Ländern auf Niveaus steigen lassen, die wir seit 1994 nicht mehr gesehen hatten. Also zu einer Zeit, als die einzelnen Länder in Europa noch eigene Währungen hatten und die Währungsunion nur eine Absichtserklärung war. Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands und die vermeintliche Haushaltsdisziplin lassen daher deutsche Bundesanleihen als letztes gutes Risiko erscheinen und die hohe Nachfrage hat die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen unter 2% und die Verzinsung von einjährigen Staatstiteln auf nahe 0% fallen lassen. Bei einer gleichzeitig vorherrschenden Inflationsrate von rund 2,5% wird jedoch klar, dass diese Zinsniveaus derzeit weniger von rationalen Überlegungen der Investoren als vielmehr von Angst und Panik über die Zukunft des Euroraumes getrieben werden. Die Investoren akzeptieren bewusst eine deutlich negative Realverzinsung, um eventuelle Kapitalverluste aus Engagements in schwächeren Ländern zu vermeiden. Diese Verluste können bei Euroländern, die in Insolvenzgefahr geraten und deren Zinsen nach oben explodieren, plötzlich 75% des Einsatzes ausmachen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Dazu kommen noch die Befürchtungen, dass bei einem Auseinanderbrechen der Währungsunion die dann entstehenden neuen Währungen der Krisenländer signifikant an Wert verlieren würden. So lange die Marktteilnehmer daher die Lösungsversuche der europäischen Politiker als unzureichend bewerten, bleibt es bei einer Zinslandschaft, die den eigentlichen ökonomischen Fundamentaldaten in den Mitgliedsländern überhaupt nicht entspricht, ja sogar diametral entgegensteht. Das derzeit konjunkturell starke Deutschland hat viel zu tiefe Kapitalmarktzinsen und die mit Rezession kämpfenden Südländer und Frankreich sehen sich aus ihrer Sicht viel zu hohen Kapitalmarktzinsen gegenüber, die Investitionen und die Finanzierung bestehender Schulden praktisch unmöglich machen. Damit wird auch schnell verständlich, dass es der Politik in 2012 dringend gelingen muss, den Glauben an die Fähigkeit aller Mitgliedsländer wiederherzustellen, dass diese ihre Schulden bedienen können. Je länger die Zweifel darüber bestehen bleiben, desto länger wird diese Zinsdivergenz bestehen bleiben und es ist völlig ausgeschlossen, dass unter diesen Umständen die Krisenländer in der Lage sein werden, den Spagat zwischen Budgetkonsolidierung und Wirtschaftswachstum zu schaffen. Ein Land nach dem anderen wird dann zum Transferempfänger und zum unwiderruflichen Sanierungsfall. Und es ist auch klar, dass sich Deutschland vielleicht ein Griechenland, aber nicht fünf davon leisten kann.

Baugeldkonditionen könnten steigen
Da die Politik Zeit braucht, um die schwierigen Anpassungen in den europäischen Verträgen hin zu einer integrierten Wirtschafts- und Finanzpolitik zu schaffen, kommt in 2012 der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Schlüsselrolle zu. Die Notenbank muss das System am Laufen halten, um den Kollaps zu vermeiden. Die ihr zur Verfügung stehenden Mittel sind Geld zu drucken und die Zwischenfinanzierung der Staaten sicherzustellen. Dazu wird sie die Leitzinsen tief halten und mehr und mehr Staatsanleihen schwacher Länder aufkaufen. Wir gehen also davon aus, dass die EZB die Schleusen öffnen wird. Dann sollte es zu fallenden Zinsen in den Krisenländern führen, während die Zinsen für längere Bundesanleihen vorerst deutlich steigen könnten, da viele Investoren ihre spekulativen Positionen „Short Krisenländer – long Bundesanleihen“ schließen und die Belastungen für Deutschland über Transferleistungen in den folgenden Jahren drastisch zunehmen würden. Die Zinsprognose 2012 könnte deshalb auch zu einem deutlichen Anstieg der Baugeldkonditionen in Deutschland im Laufe des ersten Halbjahres 2012 führen.

Langfristige Zinssicherheit ist oberstes Gebot
Im späteren Jahresverlauf gehen wir aber davon aus, dass die EZB alles daran setzen wird, die langfristigen Kapitalmarktzinsen in Euroland grundsätzlich sehr tief zu halten, um einen Effekt der kontrollierten Inflationierung zu erreichen. Eine Vorgehensweise, wie sie auch schon von der amerikanischen und britischen Zentralbank praktiziert wird. Das sollte im Verlauf der Zinsentwicklung 2012 auch deutschen Hypothekenkunden wieder zu Gute kommen. Das Gebot der Stunde heißt aber: die aktuellen historisch tiefen Zinsen sichern und möglichst langfristig festschreiben. Damit wird die Immobilieninvestition mit Kalkulationssicherheit versehen und zukünftige Verwerfungen an den Kapitalmärkten können ohne Stress für die Finanzierung des eigenen Heimes beobachtet werden.

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2012 der Interhyp AG vom 06.01.2012

Dez
30

Viele Deutsche werden bei Haltedauer der Immobilie flexibler / Erhöhte Nachfrage und belebter Markt vereinfachen Transaktionen

Der Kauf einer Immobilie bleibt zwar für ein Gros der Deutschen die größte finanzielle Anschaffung im Leben. Allerdings fällt es Eigentümern besonders in Großstädten immer einfacher, sich von einem Objekt zu trennen. „Vor 20 Jahren noch war der Kauf einer Immobilie für die meisten Deutschen ein Pakt mit der Ewigkeit. Flexiblere und ortsunabhängige Arbeitsmodelle und Lebensentwürfe führen jedoch vermehrt dazu, dass die Deutschen ihre Immobilien schneller verkaufen – um sich anschließend ein Objekt zu suchen, das geeigneter scheint“, sagt Robert Anzenberger, Vorstand des Immobilienvermittlers PlanetHome AG.

Während sich Familie Schneider in der Thüringer Kleinstadt Arnstadt niemals vorstellen kann, ihr Einfamilienhaus aufzugeben, haben es die Müllers in Berlin längst getan. Sie haben sich, als sie unerwartet ein zweites Kind bekommen haben, von der kleinen Eigentumswohnung in Berlin Mitte getrennt und für ein Reihenhaus in Pankow entschieden – wegen der besseren Luft und der größeren Ruhe. Doch Müllers sind sich einig: Spätestens, wenn die Kinder aus dem Haus sind, geht es zurück in die Innenstadt in ein seniorengerechtes Penthouse oder ins Townhouse.

„Die Immobilie zur Eigennutzung ist seit einiger Zeit vermehrt Mittel zum Zweck geworden. Sie wird im Gegensatz zum Mietobjekt als der bessere Lebensort empfunden. Zudem wird sie ganz pragmatisch als Kapitalanlage gesehen. Eigentümer sind nicht mehr bereit, ihr Leben der Immobilie unterzuordnen“, beobachtet Anzenberger. In anderen Ländern sei die so genannte Lebensabschnittsimmobilie längst Usus. Der Sinneswandel sei nicht zuletzt auf die erhöhte Mobilität zurückzuführen. Darüber hinaus würden Immobilien mittlerweile unter anderen Gesichtspunkten ausgesucht.

„Natürlich suchen Interessenten weiterhin nach individuellen Objekten, die ihren Ansprüchen gerecht werden. Objekte werden aber zugleich unter Renditeaspekten betrachtet. Statt sich einen später vielleicht nur schwer wieder veräußerbaren Traum zu erfüllen, achten Käufer auf eine gewisse standardisierte Austauschbarkeit des Objektes“, weiß Anzenberger. Hintergrund: Eine normierte Wohnung oder ein gewöhnliches Reihenhaus in guter Lage stoßen bei einem künftigen Verkauf auf eine größere Zielgruppe als maßgeschneiderte Immobilienlösungen.

Das Modell der Lebensabschnittsimmobilie hat sich laut PlanetHome für viele Deutsche besonders in Großstädten im letzten Jahrzehnt gelohnt. „Gerade junge Menschen, die ihre kleine Eigentumswohnung Anfang 2000 mit wenig Eigenkapital finanziert habe, können sich bei einem jetzigen Verkauf über einen erheblichen Wertzuwachs freuen“, weiß Anzenberger. Die Rendite ermöglicht nicht wenigen den Schritt in die nächstgrößere Immobilie und stellt die Finanzen auf ein solides Fundament.

Quelle: Pressemitteilung der PlanetHome AG vom 28.12.2011

Dez
23

EnEV verlangt mehr finanzielle Reserven / Entfernung zum Objekt nicht unterschätzen

Von den Verunsicherungen an den Finanzmärkten profitiert der Wohnimmobilienmarkt. Die starke Nachfrage nach vermieteten Objekten hat an zahlreichen Standorten die Preise in die Höhe getrieben. Viele Besitzer von Mehrfamilienhäusern oder vermieteten Eigentumswohnungen konnten ihre Immobilien mit Wertsteigerung verkaufen. Andere Eigentümer denken angesichts der attraktiven Verkaufspreise über eine Veräußerung nach. Die PlanetHome AG gibt Empfehlungen, für wen sich der Verkauf einer vermieteten Immobilie lohnt.
Aufgrund der aktuell hohen Käufernachfrage ist ein Immobilienverkauf grundsätzlich eine Überlegung wert. Neben dem möglichen Verkaufsgewinn gegenüber dem Einstandspreis spielen für Kapitalanleger jedoch laut PlanetHome auch noch andere Aspekte eine Rolle.

Ein möglicher Grund für einen Verkauf ist die künftige finanzielle Belastung. „Je nachdem, wie alt das Objekt ist, stehen Renovierungen beziehungsweise Sanierungen an“, sagt Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG. „Eigentümer sollten auf jeden Fall hohe Reserven für die Immobilie haben.“ Ein neuer Brennwertkessel zum Beispiel kann inklusive Regelung bis zu 7.000 Euro kosten. Dazu kommen noch die Montage und eine eventuelle Schornsteinsanierung. Wenn eine Fassadendämmung nötig wird, müssen Eigentümer für Dämmplatten zwischen 80 und 180 Euro pro Quadratmeter aufbringen.
Um den Wert ihres Objektes zu erhalten, wurde Immobilienbesitzern bislang empfohlen, etwa 1,5 Prozent der Herstellungskosten im Jahr zurückzulegen. Durch die aktuelle politische Situation könnte sich dieser Betrag mittelfristig jedoch erhöhen: „Im Zuge der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden nach und nach die Auflagen für Immobilieneigentümer angehoben“, sagt Anzenberger. Die EnEV 2009 brachte eine Verschärfung der Vorgaben um 30 Prozent mit sich. „Die aktuell geplante Anhebung um weitere 30 Prozent mit der EnEV 2012 liegt derzeit zwar auf Eis. Über kurz oder lang werden weitere Auflagen aber mit Sicherheit folgen“, so der Experte. „Eigentümer müssen darauf vorbereitet sein – vor allem finanziell. Denn nicht alles wird man auf die Mieter umlegen können.“ Der Verkauf einer vermieteten Immobilie lohne sich dann, wenn keine ausreichenden Rücklagen für kommende Maßnahmen vorhanden seien. Sonst drohe das Risiko der Verschuldung, warnt Anzenberger.
Zudem sollten Kapitalanleger eine Prognose zur künftigen Mietauslastung anstellen. Je nach Bevölkerungsentwicklung ist bei einigen Objekten mit Mietausfällen zu rechnen. „Eine heute gute Rendite durch Vollvermietung bedeutet nicht zwangsläufig, dass dies in fünf oder zehn Jahren noch der Fall ist“, erklärt Anzenberger. Auch hier sollen Kapitalanleger nüchtern rechnen.
Die Entfernung zum Objekt sei ein weiteres Verkaufsargument. „Wenn man als Eigentümer nicht vor Ort ist, kann das Nerven, Zeit und Geld kosten“, gibt Anzenberger zu bedenken. „Es hängt immer davon ab, wie fordernd die Mieter sind. Wenn sie den Eigentümer jede zweite Woche mit etwas behelligen, geht das zu Kosten der Rendite.“ Wer nicht in eine professionelle Hausverwaltung investieren kann oder will, sollte über einen Verkauf nachdenken.

„Letztlich hängt eine Verkaufsentscheidung von der individuellen Situation ab“, unterstreicht Anzenberger. So ist es auch wichtig, die eigene Lebensplanung zu bedenken. Einschneidende Ereignisse wie der Tod eines Partners oder der Auszug der Kinder können zwar nicht vorhergesehen werden, wollen jedoch bedacht sein. Wer seine Kapitalanlageobjekte in drei Jahren aus privaten Gründen ohnehin zur Disposition stellen würde, sollte einen möglichen Verkauf schon jetzt in Erwägung ziehen – schließlich sind durch die hohe Nachfrage attraktive Verkaufspreise möglich.
„Eigentümer müssen alle Aspekte genau prüfen und sich ausgiebig beraten lassen. Denn bei Immobilien geht es immer um viel Geld.“

Quelle: Pressemitteilung der PlanetHome AG vom 12.12.2011

Dez
22

Angebot in Ballungszentren wird knapp / Mit der Interhyp-VorausBeratung sichern sich Käufer einen Wettbewerbsvorteil

In der Krise setzen viele auf die als sicher geltende Immobilie. Vor allem in begehrten Lagen der Ballungszentren wird das Angebot knapp. “Die Preise erreichen Höchstwerte, stellenweise ist der Markt wie leergekauft”, sagt Benjamin Papo, Vorstand bei der Interhyp AG. Deshalb bietet Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen eine neue Dienstleistung an: Mit der Interhyp-Vorausberatung klären Kaufinteressenten schon frühzeitig und noch ohne konkretes Objekt ihre Finanzierung – und erhöhen mit einem fertigen Finanzierungskonzept in der Tasche ihre Chancen auf den Zuschlag für ihre Wunschimmobilie.

Nicht nur Eigennutzer, sondern auch Kapitalanleger drängen verstärkt auf den Markt. “Die Zinsen für Sparguthaben sind so gering, dass die Inflation sie auffrisst und der Aktienmarkt ist volatil. Da investieren viele lieber klassisch in die Immobilie, die Sicherheit und Werterhalt verspricht”, sagt Benjamin Papo und fügt noch einen entscheidenden Grund hinzu: “Die Zinsen für Immobilienkredite sind mit nur 3,20 Prozent für eine zehnjährige Laufzeit historisch niedrig. Käufer können heute fast schon zum Mietpreis finanzieren.”

Von der starken Nachfrage zeugen die steigenden Preise, vor allem in Ballungszentren. In München sind laut Marktbericht des Immobilienverbands Deutschland (IVD) historische Höchstwerte erreicht, die Preise für Wohnungen im Bestand sind derzeit 9,7 Prozent höher als noch im Frühjahr. Trotzdem übersteigt die Nachfrage bei weitem das Angebot. Auch in anderen Städten verzeichnet der IVD große Preissteigerungen, etwa in Hamburg und Berlin.

In den umkämpften Immobilienmärkten erhält der den Zuschlag, der den Kauf sofort zusagen kann. “Viele Interessenten kommen nicht zum Zuge, weil ihre Finanzierung noch nicht geklärt ist”, berichtet Papo. Mit der VorausBeratung hilft Interhyp seinen Kunden, den Immobilienkauf gut vorzubereiten und verschafft ihnen einen Zeitvorsprung: Schon bevor das Wunschobjekt gefunden ist, analysiert der Interhyp-Berater gemeinsam mit dem Kunden den individuellen Finanzierungsbedarf und erstellt das passende Konzept für die Finanzierung. “Die frühzeitige Beratung gibt dem Kunden Planungssicherheit und erleichtert ihm die Immobiliensuche. Wenn ihm dann eine Wohnung gefällt, kann er den Kauf schnell zusagen”, sagt Papo. “Und mit der individuell ausgearbeiteten und vorgeprüften Finanzierung in der Tasche fällt es ihm leichter, den Verkäufer zu überzeugen.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG vom 13.12.2011