Jan
27

Im Dezember reagieren die Einzelindizes für Wohnimmobilien unterschiedlich auf den Anstieg der Finanzierungszinsen und der Baukosten. Eigentumswohnungen büßen an Attraktivität ein während die Preise für Neubauten und Bestandsimmobilien durch höhere Kosten ansteigen.

Bewertung und Prognose:

Das Geschäftsklima in Deutschland ist gut. Der Ifo-Index liegt mit 109,9 Punkten auf dem höchsten Stand seit Start der Berechnung. Importe und Exporte florieren. Die Zinsen ziehen an. Neben Kapitalkosten steigen auch die Kosten für Rohstoffe, die für Eigenheime genutzt werden. Durch steigende Baukosten werden sich sowohl der Neubau als auch die Modernisierung verteuern. Erste Anzeichen dafür spiegeln die HPX-Indexwerte für Dezember wieder. Der steile Anstieg im Index für Eigentumswohnungen, der auch darin begründet war, dass Apartments als Anlageobjekt in den vergangenen Monaten genutzt wurden, lässt mit steigenden Zinsen wieder nach. Für 2011 ist von steigenden Preisen in allen drei Segmenten auszugehen. Am deutlichsten werden Neubauten im ersten Halbjahr ihren Wert steigern.

Die HPX-Hauspreisindexes im Detail: Gesamtindex: leicht sinkend

Zum Jahresende 2010 verzeichnet der Gesamtindex zum zweiten Mal in Folge einen kleinen Rückgang. Mit einem Punktestand von 100,01 Punkten steht der Gesamtindex im Dezember um 0,15 Prozent unter seinem Vormonatswert und damit auf demselben Niveau wie vor drei Monaten (September 2010: 100,01 Punkte). Hauspreise, sowohl für Neubau als auch für Bestand, legten im Dezember zu. Demgegenüber erfuhr der Index für Eigentumswohnungen, der über ein halbes Jahr hinweg kontinuierlich anstieg, erstmals eine Korrektur nach unten. Im Jahresvergleich steht der Gesamtindex um 3,56 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresmonat (Dezember 2009: 96,57 Punkte).

Eigentumswohnungen („apartments“): Stark sinkend

Erstmals seit Mai 2010 sinkt der Index für Eigentumswohnungen. Mit einem Rückgang von 1,4 Prozent steht der Preisindex für Apartments im Dezember bei 100,04 Punkten. Dies entspricht einem Plus von 0,17 Prozent im Dreimonatsvergleich (September 2010: 99,87 Punkte) und einem Anstieg von 2,97 Prozent im Zwölfmonatsvergleich (Dezember 2009: 97,15 Punkte). Damit stand der Index für Eigentumswohnungen über das gesamte Jahr 2010 hinweg über den vergleichbaren Werten der Vorjahresmonate.

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Stabil

Der Neubauindex steigt im Dezember um 0,35 Prozent auf 107,46 Punkte. Damit liegt der Index für Neubaupreise um 3,81 Prozent über seinem Vorjahreswert vom Dezember 2009 (103,52 Punkte). Auch im Dreimonatsvergleich steht der aktuelle Wert um 0,24 Prozent über dem Septemberwert von 107,20 Punkten. Insgesamt hat der Neubauindex damit den höchsten Punktestand seit Beginn der Berechnungen erreicht.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Stark sinkend

Auch im Bestand ziehen die Preise im Dezember an. Nach einem starken Preisabfall im November (- 1,02 Prozent) steigt der Index für Bestandsimmobilien im Dezember um 0,66 Prozent auf 92,52 Prozent an. Der Index befindet sich damit um 0,45 Prozent unter seinem Stand vom September 2010 (92,94 Punkte). Gleichzeitig liegt er um 3,92 Prozent über dem Stand vom Dezember 2009 (89,03Punkte).

Quelle: Hauspreisindex HPX der Hypoport AG für Dezember

Jun
19

Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt bleiben auch im Mai 2010 stabil. Zwar steigen die HPX-Teilindizes für Neubauten und Bestandsimmobilien leicht an, die Immobilienpreise für Appartments gaben jedoch leicht nach. In den lezten Monaten ist eine gesteigerte Nachfrage nach selbstgenutzten Immobilien und Anlageobjekten – besonders in Großstädten – zu verzeichnen. Da die Anleger verunsichert und selbst Staatsanleihen nicht mehr vertrauen, suchen sie nach Anlagealternativen. Mittelfristig wird von Vielen eine Inflation erwartet. Mit der verbesserten wirtschaftlichen Lage gehen überraschend positive Signale vom Arbeitsmarkt einher. Immer noch begünstigt die historisch niedrige Zinsphase den Immobilienerwerb. Neubaupreise müssten auf lange Sicht stabil bleiben, denn die Energieeinsparverordnung verteuert den Hausbau. Bestandsimmobilien zeigen in der Regel in den Frühjahrs- und Sommermonaten eine verstärkte Nachfrage, so dass auch hier die Preise stabil bleiben müssten.

Leicht steigender Gesamtindex

Im Mai 2010 liegt der HPX-Gesamtindex bei 290,64 Punkten, dies ist ein Plus von 0,30 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dabei treibt vor allem ein Plus von über 1 Prozent im Bereich der Bestandsimmobilien den Hauspreisindex nach oben. Im Dreimonatsvergleich legen die Immobilienpreise um 0,67 Prozent gegenüber dem Februar zu. Auch im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine Steigerung der Hauspreise um 1,45 Prozent (Mai 2009: 286,49 Punkte).

Preise für Eigentumswohnungen („apartments“) fallen

Zum zweiten Mal in Folge liegen die aktuellen Preise für Eigentumswohnungen unter den Vormonatswerten zurück. Mit 97,54 Punkten ergibt sich ein Rückgang des HPX-appartmentsum 0,51 Prozent (April 2010: 98,04 Punkte). Im Dreimonatsvergleich zeigt sich ein sehr leichter Rückgang um 0,05 Prozent (Februar 2010: 97,59 Punkte). Der Rückgang relativiert sich im Jahresvergleich: mit 2,17 Prozent liegt der aktuelle Preisindex über dem Maiwert aus dem Jahr 2009 (Mai 2009: 95,47).

Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“) werden etwas teurer

Nachdem die Neubaupreise bereits im Vormonat einen Höchststand aufwiesen, steigerte sich der HPX “new homes” nochmals um 0,28 Prozent (April 2010: 104,95 Punkte). Mit 105,24 Punkten weist der Index damit den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen auf. Ein Anstieg um 0,74 Prozent zeigt sich im
Dreimonatsvergleich (Februar 2010: 104,47 Punkte). In Relation zum Vorjahreswert von 102,21 Punkten kletterte der Index um 2,96 Prozent nach oben.

Auch die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“) steigen

Mit 1,23 Prozent verzeichnet der HPX für Bestandsimmobilien einen Anstieg der Häuserpreise im Vergleich zum Vormonat wie seit 12 Monaten nicht mehr (April 2010: 86,79 Punkte). Der aktuelle Wert liegt bei 87,86 Punkten. Im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Anstieg um 1,40 Prozent (Februar 2010: 86,65 Punkte), im Jahresvergleich liegt die Preise für Bestandsimmobilien um 1,07 Prozent hinter dem Stand von 88,81 Punkten von Mai 2009 zurück.

Feb
21

(Berlin, 17. Februar 2010) Die Weltwirtschaft lässt die Rezession hinter sich: der IWF und auch die Bundesregierung korrigierten ihre Wachstumsprognosen für Deutschland nach oben. Dementsprechend steigen auch die Immobilienpreise wie schon in den Vormonaten leicht an. Noch immer begünstigt die Situation den Erwerb von Immobilien.

Bewertung und Prognose:

Positive Konjunkturentwicklung, niedrige Zinsen, wenig rentable Anlageoptionen und die Angst vor einer eventuellen Inflation unterstützen die Nachfrage nach Wohneigentum. Neu aufgelegte KfW-Programme
begünstigen das energieeffiziente Bauen. Auch ein Anstieg der Haushalte und vermehrte Zuzüge in Ballungszentren könnten zukünftig für steigende Nachfrage sorgen, so dass die Preise auch weiterhin stabil bleiben dürften. Bestandshäuser, die energetisch nicht auf dem neuesten Stand der Technik und aufgrund der Energieeinsparverordnungen sanierungsbedürftig sind, werden möglicherweise an Wert verlieren. Für Unsicherheit sorgen die hohe Staatsverschuldung und die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

HPX-Gesamtindex: Leicht steigend

Der Gesamtindex steigt im Vergleich zum Vormonat um 0,29 Prozent (Dezember 2009: 289,70), das ist der stärkste monatliche Anstieg seit einem halben Jahr. Auch im Dreimonatsvergleich legt der Index um 0,33 Prozent zu. Eine deutliche Steigerung weisen die Preise für Neubauten auf, auch Wohnungen legen an Wert zu. Die Preise für Bestandshäuser drücken den Index, so dass die Zunahme des Gesamtindex geringer ausfällt. Mit 290,53 Punkten steht der aktuelle Wert um 0,82 Prozent unter dem Vorjahreswert (Januar 2009: 292,92).

HPX „apartments“: Werte für Eigentumswohnungen leicht steigend

Nach einem Rückgang um 1,04 Prozent im Dezember 2009 legt der Index für Eigentumswohnungen im Januar wieder zu und steht mit aktuell 97,58 Punkten erstmals wieder über dem Vorjahreswert (Januar 2009: 97,45 Punkte).

HPX „new homes“: Werte für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind steigend

Drei Monate in Folge stieg der Hauspreisindex für Neubauten. Um 0,72 Prozent nimmt der HPX „new homes“ im Vergleich zum Jahresende 2009 zu, auf aktuell 104,27 Punkte. Dies ist eine Steigerung um 1,41 Prozent im Vergleich zu Oktober vergangenen Jahres (Oktober 2009: 102,82 ). Hinter dem Vorjahreswert von 104,46 Punkten liegt der Wert um 0,18 Prozent zurück und kommt nahe an den Höchststand des Index von 104,70 Punkten im Februar 2009.

HPX „existing homes“: Werte für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser leicht fallend

Bestandshäuser verzeichnen im Januar einen Preisrückgang. Die Kaufpreise gingen für bestehende Häuser um 0,39 Prozent auf 88,68 Punkte zurück. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang des HPX „existing homes“ um 2,56 Prozent.
(Januar 2009: 91,01 Punkte).

Jun
17

Berlin, 25. Mai 2009:  Der Hauspreisindex der Hypoport AG  ist im April abermals zurückgegangen. Während die Eigentumswohnungen nur leicht nachgegeben haben, sind vor allem die Preisindizes für Neubauten und Bestandshäuser deutlich gefallen. Auf Grund der allgemeinen Verunsicherung und des Wunsches nach detaillierten Informationen hat die Hypoport AG für diesen Monat entsprechende Spezialauswertungen zur Preisentwicklung deutscher Immobilien in verschiedenen Lagen getätigt.

Bewertung und Prognose:

Im April sind die Preisindizes aller Kategorien erneut gefallen. Dieser allgemeine Preisrückgang ist aber weder mit einer Verminderung des Transaktionsvolumens für Immobilienfinanzierungen noch mit einer bedeutsamen Veränderung der privaten Bautätigkeit einhergegangen. Im ersten Quartal 2009 und insbesondere im März liegt das Handelsvolumen für Privatimmobilien laut der Bundesbank deutlich über dem Vorjahreswert. Die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung mag zu einem gegenwärtigen Abfall des Preisniveaus geführt haben, nicht aber zu einem Stillstand am Markt. Auf Grund der ausgesprochenen Heterogenität des deutschen Marktes ist die Preisentwicklung auch nicht überall gleich ausgeprägt. Denn die Lage spielt für Immobiliewerte und deren Stabilität eine zentrale Rolle. Da sich diese Lageeinflüsse nicht intuitiv erschließen, hat Hypoport für den April zusätzliche statistische Analysen gemacht. Aus den Datensätzen der tatsächlichen – über die EUROPACEPlattform abgewickelten – Finanzierungen konnten regionale Tendenzen ermittelt werden. Während die Preisbewegung in den Metropolen und Großstädten derjenigen des Gesamtindex entsprechen, ist der Preisverfall in den ländlichen Regionen deutlich stärker. Die dazwischen liegenden deutschen Kleinstädte zeichnen sich durch eine vergleichsweise hohe Stabilität aus: die Preisentwicklung dieses Teilsegments liegt seit 2005 durchgehend über den Werten des Gesamtindex. Ebenfalls über dem Gesamtindex liegen die Werte in den Ostregionen. Der Westen und der Norden bewegen sich weitgehend entlang dem Index. Auffallend schlecht schneidet – entgegen der allgemeinen Erwartungen – der Süden über alle Kategorien ab. Bei Kaufentscheidungen sollte die Lage einer Immobilie deshalb auf fundierte Art und Weise in den Auswahlprozess mit einfließen. Ob sich die Preise kurzfristig weiter nach unten oder schon bald wieder aufwärts bewegen werden, vermag niemand mit Sicherheit zu sagen. Die durch unsere Kunden gewonnene Erfahrung ist jedoch, dass dies eher sekundäre Bedeutung hat. Denn „gerade im Privatkundenbereich investieren die Deutschen
mit eindeutig langfristiger Absicht“ weiß Prof. Dr. Thomas Kretschmar, Co-CEO der Hypoport AG.Dass die Preise in der mittleren und langen Frist über alle Kategorien wieder anziehen werden, davon ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen.

Die HPX-Preisindizes im Detail:

Fallend: Gesamtindex

April 2009: 286,93
März 2009: 288,99
Februar 2009: 291,19

Der Gesamtindex hat im April erneut nachgegeben. Nach einer Abnahme um 0,71 Prozent befindet sich der Index aktuell bei 286,93 Punkten und steht damit 1,9 Prozent unter seinem Vorjahreswert (April 2008: 292,6 Punkte). Während die Preise für Eigentumswohnungen in diesem Monat nur leicht nachgaben, haben vor allem die Preise der Bestandshäuser und Neubauten den Index nun das zweite Mal in Folge unter den Vorjahreswert gedrückt.

Leicht fallend: Werte für Eigentumswohnungen („apartments“)

April 2009: 95,81
März 2009: 96,24
Februar 2009: 97,38

Die Preise für Eigentumswohnungen sind seit vergangenem Monat um moderate 0,45 Prozent gefallen. Mit einem Punktwert von 95,81 Punkten liegt der Index somit 1,36 Prozent tiefer als im Vorjahresmonat. Da der Index über drei Monate geglättet wird, drückt der enorme Preisrückgang im März den Index auch im April und voraussichtlich ebenfalls im Mai noch nach unten. Allenfalls ist für Juni von einer Stabilisierung auszugehen.

Fallend: Werte für neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“)

April 2009: 103,63
März 2009: 104,38
Februar 2009: 104,70

Der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser ist im April das zweite Mal in Folge gesunken. Der Rückgang von 0,72 Prozent hat sich im Vergleich zum Vormonat mehr als verdoppelt (Abnahme März 2009: um 0,31 Prozent). Dennoch liegt der Index mit 103,63 Punkten gegenwärtig um 2,07 Prozent über seinem Vorjahreswert. Trotz mehrmaligen leichten Preisabfalls im vergangenen Jahr, liegen die Neubaupreise seit einem Jahr immer deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres.

Fallend: Werte für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“)

April 2009: 87,49
März 2009: 88,37
Februar 2009: 89,11

Der Index für Bestandshäuser hat im März zum wiederholten Mal nachgegeben. Im Vergleich zum Vormonat entspricht der Punktestand von 87,49 Punkten einer Abnahme um 1 Prozent. Im Dreimonatsvergleich hat der Index um 3,87 Prozent verloren (Januar 2009: 91,01 Punkte) und im Vorjahresvergleich liegen die Preise der Bestandshäuser sogar um 6,76 Prozent unter jenen vom April 2008 (93,83 Punkte).

Methodik der hedonischen HPX Indizes

Die Hauspreis-Indizes basieren auf tatsächlichen Transaktionsdaten der EUROPACE-Plattform und werden monatlich durch die Hypoport AG errechnet. Die Hypoport AG betreibt die EUROPACE-Plattform als einzigen
unabhängigen Marktplatz in Deutschland. Inzwischen werden knapp zehn Prozent der Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland über EUROPACE abgewickelt. Der Gesamtindex wird aus der gemittelten Summe der Einzelindizes gebildet. Erläuterungen zur hedonischen Berechnungsmethodik siehe auch http://www.hypoport.de/indizes.html

Quelle: EUROPACE, Hypoport AG