Alle Beiträge zum Thema'2. Neubau'

Jun
16

Niedrige Zinsen für Kredite, erwartete Preissteigerungen bei Immobilien, mangelnde Anlagealternativen: Viele Deutsche denken derzeit verstärkt über ein Immobilieninvestment nach. Dies ergab eine repräsentative Online-Befragung unter 1.000 Teilnehmern des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen (54 Prozent) ist der Ansicht, dass die aktuellen Zinssätze von unter 4 Prozent ein guter Grund sind, um eine Immobilie zu kaufen. 27,4 Prozent sagen sogar, dass sie allein durch das aktuelle Zinstief verstärkt über eine Anlage in Stein nachdenken. Aber auch moderate Preise locken Investoren. So denken weitere 23 Prozent, dass die Einstiegspreise in Wohneigentum aktuell moderat sind und in den nächsten Jahren weiter steigen werden.

Für 18 Prozent der Deutschen sind Immobilien deswegen als Investment interessant, weil andere Anlageformen als zu riskant und wenig rentabel angesehen werden. „Wohnimmobilien in Deutschland haben in der Gunst von Privat- und Kapitalanlegern in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugelegt“, bestätigt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Gerade an Immobilienstandorten wie Berlin, wo die Mieten in den vergangenen Jahren überproportional geklettert sind, denken viele Mieter über den Eigentumserwerb nach. „Wenn die Entwicklung der Kaufpreise der Entwicklung der Mietpreise hinterer hinkt, können sich gute Einstiegschancen für Selbstnutzer ergeben“, sagt Oppel. Die Bauzinsen machen den Erwerb von Immobilieneigentum aktuell leicht. Seit April sind die Konditionen für klassische Immobilienkredite um rund 0,5 Prozentpunkte gesunken. Darlehen können derzeit ab etwa 3,75 Prozent aufgenommen werden.

Die Studie in Zahlen:
Warum lohnt es sich zum aktuellen Zeitpunkt eine Immobilie zu kaufen?
- Zinsen sind günstig: 54%
- Preise sind moderat und werden in den nächsten Jahr steigen: 23%
- Kapitalanlagen sind riskant und wenig rentabel: 18%
- Steuervorteile für Immobilienbesitzer: 5%
- Durch das aktuelle Zinstief denke ich verstärkt über den Immobilienerwerb nach (28,2% Zustimmung; 27,4% teils/teils; 42,8% keine Zustimmung

Quelle: Pressemitteilung der HypothekenDiscount vom 07.06.2011

Nov
24

Der Hauspreisindex für deutsche Wohnimmobilien erreichte im September – mit einem Punktestand von 100 – seinen Ausgangswert vom August 2005. Der Einzelindex für Eigentumswohnungen stieg an. Die Preise für Bestandsbauten sanken, Neubauwerte blieben stabil. Damit stabilisierte sich auch der Gesamtindex. Für die kommenden Monate ist trotz leichtem Kostenanstieg noch von guten Bedingungen für den Erwerb von Eigentum auszugehen.

Bewertung und Prognose:
Deutschland erlebt nach wie vor eine Phase des Aufschwungs trotz leicht abkühlender Konjunktur zum Herbstbeginn. Der Arbeitsmarkt erholt sich. Das allgemeine Preisniveau zieht leicht an. Auch die Zinsen sind im September seit Monaten erstmals wieder angestiegen. Die Finanzierungssituation spricht immer noch für den Immobilienerwerb. Allerdings deuten steigende Immobilienpreise, leicht höhere Finanzierungskosten und der Anstieg in den Baukosten darauf hin, dass diese Situation nicht ewig halten wird. Im September stabilisiert sich der Gesamtindex auf vergleichsweise hohem Niveau.
Während die Preise für Bestandsimmobilien nachgaben, stehen Neubauten immer noch hoch im Kurs. Den größten Indexanstieg verzeichneten Eigentumswohnungen. Diese werden auch in den kommenden Monaten leicht steigen. Die verschiedenen Einflüsse auf die Immobilenpreise halten sich aktuell die Wage und lassen den Index auch in den kommenden Monaten seitwärts bewegen. Aussagen über einige Monate hinaus, lassen sich in der aktuellen Marktsituation nicht machen.

Gesamtindex: Immobilienpreise bleiben stabil
Der Gesamtindex als Durchschnitt der drei einzelnen Hauspreisindizes bleibt im September stabil. Seit sieben Monaten sind die Immobilienpreise sowohl im Vormonats- als auch im Vorjahresvergleich kontinuierlich angestiegen. Mit exakt 100,00 Punkten liegt der Preisindex für Immobilien heute um 3,78 Prozent über dem Vorjahreswert (September 2009: 96,36 Punkte).

Eigentumswohnungen („apartments“): Stark steigende Immobilienpreise
Die Preise für Eigentumswohnungen ist um 1,32 Prozent angestiegen und steht aktuell bei 99,87 Punkten. Der über drei Monate gemittelte Index wurde insbesondere im September nach oben getrieben. Dies könnte auf saisonale Einflüsse zurückzuführen sein. Im Vergleich zum Vorjahreswert
ist der Preisindex um 2,2 Prozent angestiegen (September 2009: 97,72 Punkte).

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Leicht sinkende Preise
Der Neubauindex konsolidiert im September mit einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent auf sehr hohem Niveau. Sein Wert von 107,2 Punkten ist um 4,32 Prozent höher als der Punktestand im September vergangenen Jahres (September 2009: 102,76 Punkte). Auch im Dreimonatsvergleich steht der Neubauindex heute um 0,65 Prozent über dem Wert vom Juni 2010 (106,51 Punkte).

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Sinkend
Erstmals seit März 2010 gibt der Index für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser wieder nach. Der Punktestand von 92,94 ist um 1,2 Prozent unter demjenigen des Vormonats (August 2010: 94,07 Punkte). Im Jahresvergleich steht der Index allerdings um 4,89 Prozent über dem Vorjahreswert (September 2009: 88,61 Punkte).

Quelle: Hauspreisindex der Hypoport AG

Nov
24

Während man das griechische Finanzdebakel noch mit gefälschten Statistiken und fiskalem Schlendrian erklären und damit als Ausrutscher innerhalb des Euroraumes darstellen konnte, trifft es mit Irland ein bis vor kurzem als Musterschüler geltendes Mitgliedsland der Eurozone. Eine geplatzte Immobilienblase und der damit ausgelöste Zusammenbruch des irischen Bankensystems bringen das Land trotz zuletzt hoher Spardisziplin zu Fall. Mit Portugal steht der nächste Kandidat für Hilfe praktisch schon fest. Spanien ist aufgrund seines maroden Immobilienmarktes und 20 Prozent Arbeitslosigkeit auch bereits auf der Shortlist der Verdächtigen. Damit wird auch immer klarer, dass am Ende nur eine kleine Zahl an Ländern – angeführt von Deutschland – übrig bleibt, um für die Rettung der anderen zu zahlen. Das erklärt auch, warum seit Wochen die Zinsen deutscher Staatsanleihen steigen, obwohl doch eine Flucht in die Qualität gerade die Bundesanleihen stützen sollte. Über diese Phase der Betrachtung sind wir jedoch offensichtlich schon hinaus. Der Markt scheint die Gesamtbelastungen aus der Erhaltung der Eurozone für so gewaltig zu halten, dass selbst Deutschland an seine Grenzen stoßen könnte. Je mehr sich für Euroland das Bild eines Quasi-Länderfinanzausgleichs verfestigt, in dem von starken zu schwachen Ländern transferiert wird, desto stärker wird auch der Druck auf die deutschen Langfristzinsen werden. Da kann die Europäische Zentralbank die Leitzinsen noch so lang bei einem Prozent halten. Für die kommenden ein bis zwei Wochen erwarten wir eine Gegenbewegung am Anleihemarkt, nachdem seit Ende August die zehnjährigen Laufzeiten um rund 60 Basispunkte angestiegen sind. Diese Phase sollten Kunden unbedingt nutzen, um ihre Konditionen festzuschreiben. Die Gefahr, dass wir in 2011 deutlich höhere Zinsen sehen, ist nicht zu unterschätzen.

Bauherren und Immobilienkäufer müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken – diese Periode heute zu historisch tiefen Zinssätzen abzusichern, kann kein Fehler sein. Zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme sollte man dabei über lange Sollzinsbindungen festschreiben und damit für Kalkulationssicherheit sorgen. Grundsätzlich ist bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2% bis 3% empfehlenswert, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind aus diesem Grund derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zu vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Zinsprognose 2012 eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: abwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG vom 19.11.2010

Nov
24

Der vom Statistischen Bundesamt gemeldete Anstieg der Baugenehmigungen im Wohnungsbau ist erfreulich, wird auf dem bisherigen Niveau aber die Probleme bei der Wohnraumversorgung nicht lösen. Auch beim Anstieg der Genehmigungen um sieben Prozent erreicht die Zahl der fertig gestellten Wohnungen bei weitem nicht das Niveau, das nötig ist, um die Bevölkerung mit bezahlbarem energieeffizienten und altersgerechtem Wohnraum zu versorgen. Nur die Politik kann hier die Weichen für ausreichenden Wohnungsbau stellen.

Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass von Januar bis September der Bau von 9.000 mehr Wohnungen genehmigt wurde als im Vorjahreszeitraum. Auch bei einer regional differenzierten Betrachtung reicht die bisherige Wohnungsbautätigkeit bei weitem nicht aus, um die regionalen Wohnungsknappheiten insbesondere in den Zuwanderungs- und Ballungsgebieten zu bekämpfen. Empfindliche Mietsteigerungen bei Neubauten und im Bestand sowie ein zunehmender Mangel an günstigem Wohnraum sind die erkennbaren Folgen. Besonders betroffen sind Erstmieter, also junge Ehepaare, Studenten und Auszubildende. Ebenso hart trifft es ältere Bürger, die zunehmend vergeblich nach bezahlbaren und barrierearmen Wohnungen suchen.

Die entscheidenden Weichstellungen für mehr altersgerechten und energieeffizienten Wohnungsbau muss die Politik vornehmen. Denn nach Angaben von Wohnungsunternehmen können auch unter den aktuell günstigen Zinsbedingungen im frei finanzierten Wohnungsbau nur höherwertige Mietwohnungen mit Kaltmieten ab 8,50 EUR pro Quadratmeter erstellt werden. Um Investitionen in preiswerte Mietwohnungen wieder rentabel zu machen, setzt sich die Wohnungsbaubranche – mit Unterstützung des Mieterbundes -für verbesserte steuerliche Anreize ein. Bundesbauminister Peter Ramsauer spricht inzwischen die Vorteile der steuerlichen Anreize offensiv an. Denn verbesserte Abschreibungssätze werden den öffentlichen Haushalten mehr Einnahmen bescheren, als sie kosten. Von den Investitionskosten eines Wohnungsneubaus fließen über 50 Prozent über Steuern und Sozialabgaben in die öffentlichen Kassen zurück.

Der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau Dr. Ronald Rast warnt davor, aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes die falschen Schlüsse zu ziehen: “Der Anstieg der Baugenehmigungen geschieht nach wie vor auf zu niedrigem Niveau. Wir brauchen eine Wende in der Wohnungspolitik. Wohnen ist und bleibt ein Grundbedürfnis. Wird es abgedeckt, werden es die Wähler honorieren.”

“Die Bundesregierung kann mit einfachen Maßnahmen wie verbesserten Abschreibungssätzen die Voraussetzung zum Bau von mehr Wohnraum schaffen,” so Michael Hölker, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel. “Mit der Aktivierung privaten Kapitals werden gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen, die Einnahmeseite der öffentlichen Haushalte verbessert und durch die Förderung energieeffizienter Neubauten der Klimaschutz vorangetrieben.”

Quelle: Pressemitteilung der DGfM Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. vom 19.11.2010

Nov
03

Die Kürzungspläne der Bundesregierung beim CO2-Sanierungsprogramm und der Städtebauförderung werden von allen gesellschaftlichen Gruppen als falsch beurteilt. Die Anhörung im Bauausschuss des Bundestages am vergangenen Mittwoch verdeutlichte erneut, dass die Kürzungen wirtschaftlich, fiskalisch und klimapolitisch kontraproduktiv sind. Vertreter von Mietern, Eigentürmern, Arbeitgebern und Kommunen sowie Wissenschaftler warnen vor einer Verwirklichung der Pläne.

Grundtenor der Kritik aller vom Bundestag befragten Experten ist die Diskrepanz zwischen den klimapolitischen Zielen der Bundesregierung und ihrem tatsächlichen Handeln im Rahmen des Haushaltsgesetzes. Mit den nun veranschlagten Mitteln wird sich nach einhelliger Meinung der Gutachter die Sanierungsrate im Gebäudebereich nicht wie politisch gewollt von 1% auf 2% pro Jahr steigern, sonder um mehr als 50% absenken. Notwendige Investitionen im Stadtumbau werden ausbleiben. Auch aus haushaltspolitischer Sicht seien die Kürzungen falsch, denn die geringeren Investitionen führten zu Steuermindereinnahmen und der Gefährdung von Arbeitsplätzen im Handwerk.

So gehen von der KfW beauftragte Analysen davon aus, dass ein Fördereuro private Investitionen in Höhe von rund neun Euro nach sich zieht. Die zwei Milliarden KfW-Mittel des vergangenen Jahres induzierten Gesamtinvestitionen von rund 18 Milliarden Euro. Damit übersteigen alleine die Mehrwertsteuereinnahmen aus den Gesamtinvestitionen die Kosten der Förderprogramme. Bezieht man in die Betrachtung die gesamten Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen mit ein, wird die positive fiskalische Wirkung der Programme noch deutlicher. Mit den nun beabsichtigten Kürzungen verschlechtern die öffentlichen Haushalte aber nicht nur ihre Gesamtbilanz. Die befragten Gutachter sehen zudem circa 150.000 Arbeitsplätze akut gefährdet. Übereinstimmend fordern die Experten deswegen eine Fortschreibung der Förderprogramme in Höhe von mindesten 1,5 Milliarden Euro für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und 600 Millionen Euro für die Städtebauförderung.

Die Experten weisen zudem darauf hin, dass die Förderprogramme im Wohnungsbau eng verzahnt werden müssen. Denn der Gebäudebestand müsse nicht nur energetisch saniert, sondern auch an die zunehmende Zahl alter Menschen angepasst werden. Auch hier sehen die Gutachter noch Handlungsbedarf.

Der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM) und Koordinator der Aktion Impulse für den Wohnungsbau Dr. Ronald Rast sieht die politischen Forderungen der Bau- und Wohnungswirtschaft durch die Anhörung bestätigt: “Die KfW-Programme unterstützen die Bereitstellung von dringend benötigten energieeffizienten und altersgerechten Wohnungen. Aber trotz der positiven Effekte des Wohnungsbaus auf den Bundeshaushalt konnten sich die Fachpolitiker der Regierungskoalition nicht gegen die Haushaltspolitiker durchsetzen. Damit zeigt sich die Regierung unfähig, ihre eigenen Ziele in politisches Handeln zu übersetzen, obwohl der Weg unumstritten ist, sich selbst finanziert, sogar Mehreinnahmen in die öffentlichen Kassen trägt und soziale Probleme beim Grundbedürfnis Wohnen löst. Ein politischer Entscheidungsprozess, der ausschließlich von Kürzungsmöglichkeiten gesteuert wird, ohne die Anschubwirkung von steuerlichen Anreizen und KfW-Fördermaßnahmen mit zu bewerten, muss ob seiner Zukunftsfähigkeit in Frage gestellt werden!”

Positiv bewertet die DGfM dagegen, dass sich Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer offen für verbesserte Abschreibungssätze im Wohnungsbau zeigt. Ramsauer hatte kürzlich steuerliche Ansätze in der Wohnungsbauförderung als “exzellente Option” bezeichnet. In diesem Zusammenhang wies er auch darauf hin, dass sich bessere Abschreibungssätze selbst refinanzieren. Dr. Rast bestätigt die Sichtweise des Ministers: “Eine Erhöhung der Abschreibungssätze im Mietwohnungsbau auf vier Prozent ist das beste Mittel, wenn man energieeffizienten und altersgerechten Wohnraum zu bezahlbaren Preisen bereitstellen möchte. Die Regierung ist gut beraten, wenn Sie sich endlich wieder dieses Mittels bedient”, so der Geschäftsführer der DGfM. Auch KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch schätzte erst letzte Woche ein, dass das derzeitige Niveau des hiesigen Wohnungsbaus den zukünftig weiter steigenden Bedarf an alters- und energieeffizientem Wohnraum nicht gerecht wird.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM)

Nov
01

Beim Bau des Eigenheims zeigen sich viele Deutsche umweltbewusst. Um Energie einzusparen, muss es zwar nicht gleich das Niedrigenergie- oder Passivhaus sein. Gut isolierte Fenster und der Einbau der richtigen Dämmung sind für einen Großteil der Deutschen allerdings unverzichtbar. Dies geht aus der aktuellen Immobilien-Trendstudie des Finanzierungs- und Immobilienvermittlers PlanetHome hervor.

Laut Umfrage sehen 56 Prozent der Befragten den Einsatz von richtig abgedichteten Fenstern beim Hausbau als unumgänglich an. 48 Prozent würden nicht auf den Einbau einer guten Dämmung verzichten wollen. Hier rät Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG, genau hinzuschauen: „Dämmdicken von deutlich mehr als 20 Zentimeter rechnen sich meist nicht. Die Kosten für die zusätzliche Dämmdicke fallen überproportional zu den daraus resultierenden Einsparungen aus.“

Immerhin knapp jeder Dritte schätzt eine günstige Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, um im Alltag das Auto in der Garage stehen zu lassen. Und: Gut jeder Zweite achtet beim eigenen Hausbau auf den Einsatz von umweltfreundlichen Baustoffen. Darunter fällt unter anderem der Einsatz von speziellen Klebern, Dichtmassen oder Farben. Rund 14 Prozent würden für die Warmwasseraufbereitung auf Solarenergie setzen. „Das ist auch gut so“, weiß Anzenberger, „denn laut dem Wärmegesetz von 2009 ist der Bauherr verpflichtet 15 Prozent der verbrauchten Wärme ressourcenschonend zu decken.“

Die Studie in Zahlen:

Wie wichtig sind für Sie die folgenden Kriterien des umweltbewussten Bauens bei einer selbstgenutzten Immobilie?

- Fenster mit guter Isolierung: 56 Prozent
- Einbau einer guten Dämmung: 48 Prozent
- gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel: 29 Prozent
- umweltfreundliche Heizungsanlage: 22 Prozent
- Energiepass / Energieausweis: 21 Prozent
- Niedrigenergie- bzw. Passivhaus: 17 Prozent
- umweltfreundliche Baustoffe: 17 Prozent
- Solaranlage für Warmwasserbereitung: 14 Prozent
- Wasserzisterne für Regenwasser: 10 Prozent
- biologisch einwandfreier Garten: 7 Prozent

Sep
25

Immobilien sind derzeit attraktiv – Im August steigen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland erneut an. Alle drei Einzelindizes des Hypoport-Hauspreisindex legten zu, am deutlichsten der Wert für Bestandshäuser. Gute Finanzierungsbedingungen, wirtschaftlicher Aufschwung und steigende Mietpreise favorisieren aktuell den Hauskauf. Auf Grund von saisonalen Preiseffekten ist für die kommenden Monate von einer Stabilisierung auszugehen.

Der generelle Anstieg im Hauspreisindex wurde in den Sommermonaten von saisonalen Effekten unterstützt. Der über drei Monate gemittelte HPX erhöhte sich somit im August nochmals deutlich. Doch auch das kontinuierlich sinkende Zinsniveau, verschiedene Fördermaßnahmen und der generelle wirtschaftliche Aufschwung haben den Immobilienmarkt erreicht und treiben die Preise weiter nach oben. Steigende Mietpreise kurbeln die Nachfrage nach dem Eigenheim zusätzlich an. Insbesondere Preise für Bestandsimmobilien und für neue Ein- und Zweifamilienhäuser legten im vergangenen Monat nochmals deutlich zu. In den kommenden Monaten schwächt sich der Einfluss des Sommers ab, die Preise werden sich entsprechend auf hohem Niveau stabilisieren.

Die HPX-Preisindizes im Detail: Insgesamt – Stark steigend

Seit März diesen Jahres steigt der Hauspreisindex und sein Punktestand liegt jeweils über dem entsprechenden Vorjahreswert. Im August erhöhte sich der Preisindex für Immobilien um 1,03 Prozent gegenüber dem Vormonat (Juli 2010: 296,88 Punkte) und steht damit aktuell bei 299,94 Punkten. Damit liegt die Häuserpreise um 4,03 Prozent über ihren Vorjahreswerten (August 2009: 96,11 Punkte) und um 3,2 Prozent höher als zum Sommerbeginn im Mai 2010 (96,88 Punkte).

HPX-Eigentumswohnungen („apartments“): Leicht steigend

Mit 98,57 Punkten erhöhte sich die Preise für Eigentumswohnungen um 0,17 Prozent im Vergleich zum Juli 2010 (98,40 Punkte). Der HPX-”apartments” stieg somit erneut an, allerdings weniger stark als in den vergangenen Monaten. Schon seit März 2010 liegen die Werte um mindestens 2 Prozent über Vorjahr. Aktuell steht der Index erstmals seit November 2008 wieder um 3,23 Prozent über dem Vorjahreswert (August 2009: 95,49 Punkte).

HPX-Neue Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“): Steigend

Der Neubauindex erreicht im Juli mit 107,31 Punkten – und einer Steigerung gegenüber dem Vormonat um 0,64 Prozent – einen neuen Höchststand. Im Dreimonatsvergleich entspricht dies einer Zunahme von 1,97 Prozent (Mai 2010: 105,24 Punkte), gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 4,28 Prozent (August 2010: 102,91 Punkte).

HPX: Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“): Stark steigend

Auch im August sind die Werte für Bestandsimmobilien mit einem Plus von 2,42 Prozent gegenüber
dem Vormonat (Juli 2010: 91,85 Punkte) deutlich angestiegen. Der aktuelle Stand von 94,07 Punkten
liegt um 4,59 Prozent über dem Vorjahreswert (August 2009: 89,94 Punkte) und um 7,07 Prozent über
dem Wert vom Mai 2010 von 87,86 Punkten.

Quelle: Hauspreisindex der Hypoport AG für August 2010

Jun
19

Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt bleiben auch im Mai 2010 stabil. Zwar steigen die HPX-Teilindizes für Neubauten und Bestandsimmobilien leicht an, die Immobilienpreise für Appartments gaben jedoch leicht nach. In den lezten Monaten ist eine gesteigerte Nachfrage nach selbstgenutzten Immobilien und Anlageobjekten – besonders in Großstädten – zu verzeichnen. Da die Anleger verunsichert und selbst Staatsanleihen nicht mehr vertrauen, suchen sie nach Anlagealternativen. Mittelfristig wird von Vielen eine Inflation erwartet. Mit der verbesserten wirtschaftlichen Lage gehen überraschend positive Signale vom Arbeitsmarkt einher. Immer noch begünstigt die historisch niedrige Zinsphase den Immobilienerwerb. Neubaupreise müssten auf lange Sicht stabil bleiben, denn die Energieeinsparverordnung verteuert den Hausbau. Bestandsimmobilien zeigen in der Regel in den Frühjahrs- und Sommermonaten eine verstärkte Nachfrage, so dass auch hier die Preise stabil bleiben müssten.

Leicht steigender Gesamtindex

Im Mai 2010 liegt der HPX-Gesamtindex bei 290,64 Punkten, dies ist ein Plus von 0,30 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dabei treibt vor allem ein Plus von über 1 Prozent im Bereich der Bestandsimmobilien den Hauspreisindex nach oben. Im Dreimonatsvergleich legen die Immobilienpreise um 0,67 Prozent gegenüber dem Februar zu. Auch im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine Steigerung der Hauspreise um 1,45 Prozent (Mai 2009: 286,49 Punkte).

Preise für Eigentumswohnungen („apartments“) fallen

Zum zweiten Mal in Folge liegen die aktuellen Preise für Eigentumswohnungen unter den Vormonatswerten zurück. Mit 97,54 Punkten ergibt sich ein Rückgang des HPX-appartmentsum 0,51 Prozent (April 2010: 98,04 Punkte). Im Dreimonatsvergleich zeigt sich ein sehr leichter Rückgang um 0,05 Prozent (Februar 2010: 97,59 Punkte). Der Rückgang relativiert sich im Jahresvergleich: mit 2,17 Prozent liegt der aktuelle Preisindex über dem Maiwert aus dem Jahr 2009 (Mai 2009: 95,47).

Ein- und Zweifamilienhäuser („new homes“) werden etwas teurer

Nachdem die Neubaupreise bereits im Vormonat einen Höchststand aufwiesen, steigerte sich der HPX “new homes” nochmals um 0,28 Prozent (April 2010: 104,95 Punkte). Mit 105,24 Punkten weist der Index damit den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen auf. Ein Anstieg um 0,74 Prozent zeigt sich im
Dreimonatsvergleich (Februar 2010: 104,47 Punkte). In Relation zum Vorjahreswert von 102,21 Punkten kletterte der Index um 2,96 Prozent nach oben.

Auch die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser („existing homes“) steigen

Mit 1,23 Prozent verzeichnet der HPX für Bestandsimmobilien einen Anstieg der Häuserpreise im Vergleich zum Vormonat wie seit 12 Monaten nicht mehr (April 2010: 86,79 Punkte). Der aktuelle Wert liegt bei 87,86 Punkten. Im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Anstieg um 1,40 Prozent (Februar 2010: 86,65 Punkte), im Jahresvergleich liegt die Preise für Bestandsimmobilien um 1,07 Prozent hinter dem Stand von 88,81 Punkten von Mai 2009 zurück.

Mai
31

Bauherren profitieren bei der Zinsentwicklung 2010 immer stärker von anhaltenden Marktturbulenzen

Mannheim, 27. Mai 2010. Immobilienkäufer und Häuslebauer können in Deutschland so günstig Kredite aufnehmen wie nie zuvor. Wie eine Erhebung des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount unter mehr als 70 Banken, Sparkassen und Versicherungen ergeben hat, liegen die Bestkonditionen für klassische Annuitätendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung bei 3,25 Prozent effektiv. Selbst Darlehen mit 20-jähriger Zinsbindung liegen wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise bei deutlich unter 4 Prozent.

„Allein in den vergangenen drei Monaten sind die Zinsen für 10-jährige Zinsbindungen um knapp 0,5 Prozentpunkte gefallen. Damit wurde das 50-Jahrestief aus dem Jahr 2005 geknackt. Wer im Mai einen 200.000-Euro-Kredit aufnimmt, spart insgesamt 8.000 Euro gegenüber Februar“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. „Die Zinsen befinden sich seit Wochen im freien Fall. Deshalb ist die monatliche Rate für einen Immobilienkredit mittlerweile für viele Deutsche kaum höher als die Monatsmiete. Der Immobilienkauf rückt daher für immer mehr Mieter in greifbare Nähe.“

Wer über Eigenkapital verfügt und aktuell einen Kredit über 200.000 Euro aufnehmen möchte, kann sein Darlehen theoretisch mit einer monatlichen Rate von 700 Euro bedienen – wenn er mit einer einprozentigen Tilgung startet. HypothekenDiscount rät Kreditnehmern jedoch zu Anfangstilgungen von mindestens zwei Prozent oder mehr. Denn: Bei einer einprozentigen Rückführung dauert die Kreditrückzahlung bis zu 44 Jahre. Eine Starttilgung von 4 Prozent würde zwar die monatliche Kreditbelastung auf 1200 Euro erhöhen. Dafür wäre der Kreditnehmer jedoch in 18 Jahren schuldenfrei. „Eine hohe Anfangstilgung ist im Zinstief ein Muss. Sie spart nicht nur Zinskosten. Sie ist auch ein Garant dafür, dass der Kreditnehmer die Aufwendungen selbst dann schultern kann, wenn die Kreditzinsen nach Ablauf der Zinsbindung steigen sollten“, sagt Oppel.

Quelle: Pressemitteilung der Hypothekendiscount vom 27.05.2010

Mai
31

Wie das Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (ifs) in Berlin mitteilte, sind 2009 ist die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland erstmals seit 2006 wieder gestiegen – allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Das leichte Plus von 1,9 Prozent auf rund 178.000 Genehmigungen bedeutet aber, dass der absolute Nachkriegstiefstand des Jahres 2008 im letzten Jahr gerade einmal um rund 3.500 Genehmigungen überschritten worden ist. 1999 waren bundesweit noch mehr als 437.000 Wohnungen neu gebaut worden.

Wie niedrig die Bautätigkeit immer noch sei, werde auch an der Kennzahl „Genehmigungen pro 1.000 Einwohner“ deutlich: Hier lägen Brandenburg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern mit 2,9 an der Spitze. Es folgte Schleswig-Holstein mit 2,8 und Baden-Württemberg mit 2,5 Wohnungen pro 1.000 Einwohner. Am Ende dieser Skala rangierten Sachsen-Anhalt mit 1,1, Sachsen mit 1,3 und das Saarland mit 1,4. Der Bundesdurchschnitt liege bei 2,2. Deutschland nehme damit den letzten Platz im europäischen Vergleich ein.

Die ganze Mitteilung ist auf der Webseite des ifs verfügbar.