Jun
22

Die langfristigen Kapitalmarktzinsen haben nach dem starken Anstieg in den vergangenen drei Monaten jetzt eine Phase der Orientierung auf diesem höheren Niveau erreicht. Größere Tagesschwankungen sind daher vor dem Hintergrund recht unterschiedlicher Konjunkturindikatoren zu erwarten. Auf der einen Seite stehen die Konjunkturoptimisten, die in den nächsten Monaten mit einer ersten Erholung der US-Wirtschaft rechnen und daher schon für Anfang 2010 von einer Umkehrung der Nullzins-Politik in den USA ausgehen. Diese Investoren setzen derzeit auch auf steigende Aktienkurse und Rohstoffpreise und verkaufen Staatsanleihen. Auf der anderen Seite nutzen die Konjunkturpessimisten schwache Tage am Anleihemarkt, um insbesondere länger laufende Anleihen zu kaufen, weil sie von lang anhaltend tiefen Leitzinsen ausgehen und eher Deflation als Inflation am Horizont sehen. In den vergangenen drei Monaten hatten ganz klar die Optimisten die Oberhand und wir gehen davon aus, dass nach einer kurzen Konsolidierung auch in den folgenden Monaten die Optimisten bestimmend bleiben. Daher erwarten wir auch weiterhin ein ansteigendes Zinsniveau bei längeren Laufzeiten und in der Folge auch steigende Konditionen für Baugeld.

Wir empfehlen darum, nicht auf fallende Zinsen zu spekulieren. Käufer und Bauherren, die mit einem engen Budget planen müssen, sollten auf Kalkulationssicherheit für ihr Projekt achten und lange Laufzeiten mit guten Sondertilgungsoptionen wählen. Wenn man von der derzeit steilen Zinskurve profitieren möchte, bieten sich auch Kombinationen mit 5-jährigen Laufzeiten an oder sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen, die von den tiefen Geldmarktzinsen profitieren. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erreicht wird. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei aufgrund der steilen Zinskurve zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Mai
17

Nachdem die Kapitalmarktzinsen Ende vergangener Woche als Reaktion auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) einen kräftigen Sprung nach oben gemacht hatten, ist es in den letzten Tagen wieder zu einem Rückgang der Zinssätze gekommen. Grund dafür war die kräftige Abwärtskorrektur an den Börsen, die reflexartig immer zu einer Flucht in Staatsanleihen und daher zu einem Ansteigen der Anleihekurse führt. Am heutigen Freitag ist es im Tagesverlauf dagegen als Reaktion auf etwas bessere als erwartete US-Konjunkturzahlen schon wieder zu einer Gegenreaktion und einem Zinsanstieg um 0,10% bei den 10-jährigen Laufzeiten gekommen. Mit diesen nervösen Ausschlägen wird deutlich, dass es zwei Lager auf der Investorenseite gibt. Diejenigen, die bereits eine Stabilisierung der Konjunktur voraussehen, verkaufen Anleihen mit längeren Laufzeiten, weil sie steigende Renditen erwarten. Die Investoren, die auf Deflation und weitere Konjunkturschwäche setzen, nutzen dagegen schwache Tage, um lange Anleihen zu kaufen und dann von Kursgewinnen zu profitieren. Die Notenbanken und Regierungen versuchen ihrerseits, durch tiefe Leitzinsen und große Ausgabenprogramme genau dieses Abrutschen in eine deflatorische Stagnation der Wirtschaft zu verhindern. In den vergangenen Wochen hat das Lager der Optimisten die Börsen nach oben getrieben und die langfristigen Zinsen ebenfalls steigen lassen. Für die nächsten Wochen erwarten wir, dass die Optimisten weiterhin den Trend bestimmen werden und gehen daher von Zinsausschlägen nach oben aus.

Da der Wettbewerb um Baufinanzierungskunden weiterhin recht intensiv ist, profitieren Kunden von Baugeldzinsen, die sehr nahe an den Refinanzierungskonditionen im Interbankenmarkt liegen. Kalkulationssicherheit sollte besonders bei Neubauvorhaben und für junge Familien oberste Priorität haben, was für lange Laufzeiten mit guten Sondertilgungsoptionen spricht. Wenn man von der derzeit steilen Zinskurve profitieren möchte, bieten sich Kombinationen mit 5-jährigen Laufzeiten an, oder sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen, die aus den niedrigen Geldmarktzinsen Nutzen ziehen. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erreicht wird. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei aufgrund der steilen Zinskurve zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Mai
10

Wie erwartet, hat die Europäische Zentralbank (EZB) gestern die Leitzinsen nochmals um 0,25 Prozentpunkte auf den neuen Tiefstand von 1,00% gesenkt. Zur Überraschung des Marktes hat EZB-Präsident Jean-Claude Trichet aber auch angekündigt, dass die Notenbank in den nächsten Monaten 60 Milliarden Euro an langfristigen Anleihen im Markt aufkaufen und damit dem Beispiel der USA, Japans und Englands folgen wird. Den Banken soll zudem über eine Verlängerung ihrer Refinanzierungsgeschäfte mit der EZB auf nunmehr zwölf Monate mehr Sicherheit eingeräumt und damit die Kreditvergabe angekurbelt werden. Im Kern ist das ein weiteres Sanierungsprogramm für die Geschäftsbanken neben direkten Staatshilfen der Politik. Mit diesen Schritten hat offensichtlich die Bundesbank den Richtungsstreit innerhalb der EZB verloren und die EZB ist vor dem Druck der Politik und der politisch geführten US-Notenbank eingeknickt, um dem Vorwurf fehlender Kooperationsbereitschaft in der Krisenbekämpfung zu entgehen. Als Reaktion auf die Leitzinssenkung ist es daher auch nicht zu einem Rückgang der langfristigen Zinsen gekommen, sondern im Gegenteil zu einem Zinsanstieg der 10-jährigen Staatsanleihen und Pfandbriefrenditen um rund 20 Renditestellen. Auch in den USA geht der Zinsanstieg derzeit unter dem Druck weiterer enormer Refinanzierungssummen des Staates weiter und die Zinsstrukturkurven werden immer steiler. Während also die Geldmarktzinsen auf historisch tiefen Niveaus fest verankert scheinen, steigen die Risikoprämien für das Halten von langen Laufzeiten an. Für die nächsten Wochen erwarten wir vor diesem Hintergrund weiter steigende Zinsen.

Die Banken werden in den nächsten Tagen ihre Baugeldkonditionen zum Teil kräftig anheben müssen. Für Baufinanzierungskunden ist daher Eile geboten, die langfristigen Konditionen rasch festzuzurren! Wenn man von der derzeit steilen Zinskurve profitieren möchte, bieten sich Kombinationen mit 5-jährigen Laufzeiten an, oder sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen, die von den niedrigen Geldmarktzinsen Nutzen ziehen. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit eingezogen werden kann. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei aufgrund der steilen Zinskurve zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Interhyp AG vom 08.05.2009

Jan
28

Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat das gerade begonnene Jahr bereits abgeschrieben und rechnet erst 2010 mit einer leichten Erholung der Weltwirtschaft. Er gehe davon aus, dass die Wachstumszahlen in allen wichtigen industrialisierten Volkswirtschaften negativ sein werden. Auch die Schwellenländer könnten sich seiner Meinung nach nicht diesem Trend entziehen. Trichet ist allerdings überzeugt, dass der kräftige Rückgang des Ölpreises, die Konjunkturprogramme zahlreicher Regierungen, die massiven Zinssenkungen und immer neue Liquiditätsspritzen der Zentralbank langfristig positiv wirken werden.

Die Zinssenkungen der EZB gehen indes weiter. Bei ihrer regulären Sitzung in der vergangenen Woche hat die EZB die Leitzinsen um 50 Basispunkte auf nun 2 Prozent gesenkt. Dies ist der niedrigste Satz seit sechs Jahren. Nach Ansicht der Ökonomen spiegelt die Senkung der Leitzinsen die weitere Abschwächung der globalen und europäischen Wirtschaft wider. Die geldpolitische Lockerung sei notwendig gewesen, um den disinflationären Druck aus der negativen Rückkopplung zwischen Finanzsektor und Realwirtschaft zu durchbrechen.
Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass sich die Wirtschaft im Euro-Raum frühestens Mitte 2010 erholen wird. Die Risiken für die Konjunktur seien weiterhin enorm, so die Sprecher der Organisation. Für Deutschland prognostiziert die OECD ein Sinken der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent. Zwar habe durch die konzentrierten Bankengarantien europaweit ein Kollaps des Finanzsystems verhindert werden können. Die Möglichkeiten, die Wirtschaft etwa durch Steuererleichterungen anzukurbeln, seien jedoch zunehmend begrenzt.

Der einzige Lichtblick laut OECD sei das Sinken der Inflationsrate von vier Prozent im vergangenen Jahr auf derzeit 1,6 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit mehr als zwei Jahren. Damit liegt die Teuerungsrate in der Eurozone erstmals seit August 2007 wieder unter der Marke von 2 Prozent. Aber sie droht auch gleich schon wieder aus dem Bereich herauszufallen, bei dem die EZB ihre Preisstabilitätsnorm – also eine Inflation von knapp zwei Prozent – erfüllt sieht. Seit dem Sommer 2008 hat der Inflationsdruck stark nachgelassen. Neben den rückläufigen Ölpreisen hat auch eine Beruhigung an der Preisfront für viele Lebensmittel hierzu beigetragen. Viele Ökonomen schätzen, dass die Teuerungsrate in den nächsten Monaten weiter fallen wird.
Die Baufinanzierungszinsen befinden sich weiterhin auf einem günstigen Niveau, schwanken aber zunehmend. Hier können wir nur wiederholt den Rat aussprechen, frühzeitig alle notwendigen Unterlagen zusammen zu tragen und die Zinsentwicklung zu beobachten. Auf diese Weise können Sie schnell auf Zinsausschläge nach unten reagieren und sich günstige Konditionen sichern. Ihre Finanzierungsberater von Dr. Klein stehen Ihnen hierbei gerne zur Seite.

Derzeit ist zudem bei den Banken die Tendenz zu beobachten, die Aufschläge für Finanzierungen in den hohen Beleihungsausläufen immer weiter zu erhöhen. Wenn die Finanzierung 54 Prozent des Kaufpreises (60 Prozent des Beleihungsauslaufes) nicht übersteigt, spricht man von einer 1a-Finanzierung. Hier gelten die Bestkonditionen. Übersteigt der Finanzierungsbedarf diese Werte, so müssen Aufschläge gezahlt werden, da dies für die Banken ein größeres Risiko birgt. Hier raten wir allen Baugeldinteressenten mit wenig Eigenkapital zu einer schnellen Entscheidung, bevor die Aufschläge noch weiter angehoben werden.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend