In den vergangenen sechs Wochen ist es zu einer bemerkenswerten Kurserholung am amerikanischen und deutschen Anleihemarkt gekommen. Dies hat auch die Zinsen für Baugeld in Deutschland wieder um rund 40 Renditestellen vergünstigt. Die Nachfrage nach Staatsanleihen dieser beider Länder hat mehrere Gründe: In den USA hat eine Reihe von schlechten Konjunkturdaten das Vertrauen in einen nachhaltigen Aufschwung erschüttert und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer raschen Leitzinserhöhung durch die Notenbank gesenkt. Es sieht also doch so aus, als ob uns die Phase historisch tiefer Kurzfristzinsen in den USA erhalten bleibt. Das stützt zumindest kurzfristig auch die Nachfrage nach längerfristigen Anleihen, da Gelder vom Aktienmarkt in den scheinbar sicheren US-Treasury-Markt umgeschichtet werden. Da US-Staatsanleihen für viele Überschussländer wie China, Brasilien oder Singapur die Hauptanlageform für ihre Währungsreserven sind, steigt die Nachfrage immer dann, wenn andere Alternativen noch risikobehafteter erscheinen. Da die ausweglose Situation Griechenlands zu vielen Fragezeichen zur der Zukunft des Euroraums führt, schrecken diese Länder derzeit auch vor Erhöhungen der Euro-Quote ihrer Reserven zu Lasten der Dollar-Quote zurück – auch wenn sie das grundsätzlich gerne verändern würden. Innerhalb des Euroraums konzentriert sich die Nachfrage ganz klar auf deutsche Bundesanleihen, was wiederum zu fallenden Zinsen in Deutschland führt. Es ist also vor allem das bekannte Muster der Flucht in die Qualität, das in den vergangenen Wochen die Zinsen nach unten bewegt hat. Leider ist das nur eine kurze Phase des Aufatmens. Die zugrundeliegenden Probleme sind groß und die Wurzeln liegen tief.
Keine Entwarnung aus den USA
Der Immobilienmarkt in den USA zeigt weiterhin keine Anzeichen von Stabilisierung, immer noch sinken die Preise und die Schuldenprobleme der Konsumenten werden nicht geringer. Das drückt auf die Konsumnachfrage und lässt kein echtes Wachstum aufkommen. Die riesigen Konjunkturpakete des Staates verpuffen und hinterlassen wenig mehr als einen Staatsschuldenberg, der relativ gesehen die USA bald in griechische Dimensionen hieven wird, wenn es nicht zu dramatischen Sparmaßnahmen kommt – was wiederum das Wachstum weiter beschneiden wird. Da in den USA sowohl der Staat als auch die privaten Haushalte hoch verschuldet sind, versucht die US-Notenbank derzeit, durch ihre praktische Null-Zins-Politik Entlastung zu schaffen, indem sie die Kapitalmarktzinsen nach unten manipuliert. Das macht sie sowohl durch einen tiefen Leitzins als auch durch Aufkäufe von Staatsanleihen am Markt. Weil der Staat für seine Schulden nur ganz geringe Zinsen zahlt, die inzwischen unter der Inflationsrate liegen, werden die Halter und Käufer dieser Anleihen um ihren realen Ertrag gebracht. Währenddessen gewinnt der Staat Zeit und hält seine Zinslast unter Kontrolle. Das wirkt wie eine Art Steuer. Man kann auch sagen, dass China, Japan und andere Großinvestoren in US-Staatsanleihen die USA derzeit subventionieren. Wie lange sie das noch tun werden, ist allerdings eine berechtigte Frage. Wenn das Vertrauen zum Beispiel im Zuge der aktuellen Diskussion der Rating-Agenturen über eine Herabstufung der Schuldnerqualität der USA nachhaltig sinkt, dann könnte die Risikoprämie auch für die USA kräftig nach oben schnellen. Ein Zinsschock, der dann natürlich auch Auswirkungen auf alle anderen Anleihemärkte weltweit hätte, wäre die Folge.
Druck auf Zinsentwicklung bleibt bestehen
Doch auch die Flucht in die Qualität deutscher Bundesanleihen könnte von nur kurzer Dauer sein. Schließlich ist schon heute Deutschland der Zahlmeister der EU und diese Rolle wird sich bei einer Fortsetzung des bisherigen prekären Umgangs mit der Schuldenkrise einiger Euroländer noch weiter verfestigen. Der Widerstand von Kanzlerin Angela Merkel gegen die Etablierung einer Transferunion nach Wunsch einer Reihe der anderen Mitgliedsländer ist schwach und auch die Gefahr einer „Verpolitisierung“ der Europäischen Zentralbank (EZB) unter neuer Führung ist durchaus gegeben. Dabei darf nicht vergessen werden, dass selbst Deutschland in 2010 bei phänomenalen 3% Wirtschaftswachstum 45 Mrd. Euro Neuschulden gemacht hat. Einzelne Bundesländer, Städte und Gemeinden hängen heute schon am innerdeutschen Transfertopf so wie Griechenland an den Rettungspaketen, ohne dass nachhaltige Reformen zu einer Verbesserung der Situation führen würden. Wie stark sind also die angeblich starken Euroländer wirklich, wenn es um Staatsverschuldung und Schuldenabbau geht? Auch für Deutschland, dem ultimativen Euroland-Schuldner, besteht also die Gefahr, dass höhere Risikoprämien gefordert werden, wenn neue Schulden finanziert werden sollen. Und natürlich führt auch in Deutschland die Tiefzinspolitik der EZB inzwischen zu einer Verzinsung der Bundesanleihen, die bei Berücksichtigung der Abschlagsteuer zu weniger Ertrag führt, als die Inflation ausmacht. Eine versteckte Steuer also für Sparer.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass Baufinanzierungskunden die aktuelle Phase sinkender Zinsen auf jeden Fall nutzen sollten. Sie können sich neben dem Staat derzeit auf die Gewinnerseite stellen, während die Sparer kein leichtes Leben haben. Die Gefahr, dass bei weiter ausufernden Staatsschulden die Anleihemärkte in den nächsten Jahren in massive Stürme geraten, steigt kontinuierlich. Daher sollten auch alle potentiellen Anschlussfinanzierer die Gunst der Stunde nutzen und für Kalkulationssicherheit auf lange Frist sorgen.
Quelle: Zinsprognose 2011 der Interhyp AG vom 03.06.2011
Die langfristigen Kapitalmarktzinsen haben nach dem starken Anstieg in den vergangenen drei Monaten jetzt eine Phase der Orientierung auf diesem höheren Niveau erreicht. Größere Tagesschwankungen sind daher vor dem Hintergrund recht unterschiedlicher Konjunkturindikatoren zu erwarten. Auf der einen Seite stehen die Konjunkturoptimisten, die in den nächsten Monaten mit einer ersten Erholung der US-Wirtschaft rechnen und daher schon für Anfang 2010 von einer Umkehrung der Nullzins-Politik in den USA ausgehen. Diese Investoren setzen derzeit auch auf steigende Aktienkurse und Rohstoffpreise und verkaufen Staatsanleihen. Auf der anderen Seite nutzen die Konjunkturpessimisten schwache Tage am Anleihemarkt, um insbesondere länger laufende Anleihen zu kaufen, weil sie von lang anhaltend tiefen Leitzinsen ausgehen und eher Deflation als Inflation am Horizont sehen. In den vergangenen drei Monaten hatten ganz klar die Optimisten die Oberhand und wir gehen davon aus, dass nach einer kurzen Konsolidierung auch in den folgenden Monaten die Optimisten bestimmend bleiben. Daher erwarten wir auch weiterhin ein ansteigendes Zinsniveau bei längeren Laufzeiten und in der Folge auch steigende Konditionen für Baugeld.
Wir empfehlen darum, nicht auf fallende Zinsen zu spekulieren. Käufer und Bauherren, die mit einem engen Budget planen müssen, sollten auf Kalkulationssicherheit für ihr Projekt achten und lange Laufzeiten mit guten Sondertilgungsoptionen wählen. Wenn man von der derzeit steilen Zinskurve profitieren möchte, bieten sich auch Kombinationen mit 5-jährigen Laufzeiten an oder sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen, die von den tiefen Geldmarktzinsen profitieren. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erreicht wird. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei aufgrund der steilen Zinskurve zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG
Nachdem die Kapitalmarktzinsen Ende vergangener Woche als Reaktion auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) einen kräftigen Sprung nach oben gemacht hatten, ist es in den letzten Tagen wieder zu einem Rückgang der Zinssätze gekommen. Grund dafür war die kräftige Abwärtskorrektur an den Börsen, die reflexartig immer zu einer Flucht in Staatsanleihen und daher zu einem Ansteigen der Anleihekurse führt. Am heutigen Freitag ist es im Tagesverlauf dagegen als Reaktion auf etwas bessere als erwartete US-Konjunkturzahlen schon wieder zu einer Gegenreaktion und einem Zinsanstieg um 0,10% bei den 10-jährigen Laufzeiten gekommen. Mit diesen nervösen Ausschlägen wird deutlich, dass es zwei Lager auf der Investorenseite gibt. Diejenigen, die bereits eine Stabilisierung der Konjunktur voraussehen, verkaufen Anleihen mit längeren Laufzeiten, weil sie steigende Renditen erwarten. Die Investoren, die auf Deflation und weitere Konjunkturschwäche setzen, nutzen dagegen schwache Tage, um lange Anleihen zu kaufen und dann von Kursgewinnen zu profitieren. Die Notenbanken und Regierungen versuchen ihrerseits, durch tiefe Leitzinsen und große Ausgabenprogramme genau dieses Abrutschen in eine deflatorische Stagnation der Wirtschaft zu verhindern. In den vergangenen Wochen hat das Lager der Optimisten die Börsen nach oben getrieben und die langfristigen Zinsen ebenfalls steigen lassen. Für die nächsten Wochen erwarten wir, dass die Optimisten weiterhin den Trend bestimmen werden und gehen daher von Zinsausschlägen nach oben aus.
Da der Wettbewerb um Baufinanzierungskunden weiterhin recht intensiv ist, profitieren Kunden von Baugeldzinsen, die sehr nahe an den Refinanzierungskonditionen im Interbankenmarkt liegen. Kalkulationssicherheit sollte besonders bei Neubauvorhaben und für junge Familien oberste Priorität haben, was für lange Laufzeiten mit guten Sondertilgungsoptionen spricht. Wenn man von der derzeit steilen Zinskurve profitieren möchte, bieten sich Kombinationen mit 5-jährigen Laufzeiten an, oder sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen, die aus den niedrigen Geldmarktzinsen Nutzen ziehen. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erreicht wird. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei aufgrund der steilen Zinskurve zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG
Wie erwartet, hat die Europäische Zentralbank (EZB) gestern die Leitzinsen nochmals um 0,25 Prozentpunkte auf den neuen Tiefstand von 1,00% gesenkt. Zur Überraschung des Marktes hat EZB-Präsident Jean-Claude Trichet aber auch angekündigt, dass die Notenbank in den nächsten Monaten 60 Milliarden Euro an langfristigen Anleihen im Markt aufkaufen und damit dem Beispiel der USA, Japans und Englands folgen wird. Den Banken soll zudem über eine Verlängerung ihrer Refinanzierungsgeschäfte mit der EZB auf nunmehr zwölf Monate mehr Sicherheit eingeräumt und damit die Kreditvergabe angekurbelt werden. Im Kern ist das ein weiteres Sanierungsprogramm für die Geschäftsbanken neben direkten Staatshilfen der Politik. Mit diesen Schritten hat offensichtlich die Bundesbank den Richtungsstreit innerhalb der EZB verloren und die EZB ist vor dem Druck der Politik und der politisch geführten US-Notenbank eingeknickt, um dem Vorwurf fehlender Kooperationsbereitschaft in der Krisenbekämpfung zu entgehen. Als Reaktion auf die Leitzinssenkung ist es daher auch nicht zu einem Rückgang der langfristigen Zinsen gekommen, sondern im Gegenteil zu einem Zinsanstieg der 10-jährigen Staatsanleihen und Pfandbriefrenditen um rund 20 Renditestellen. Auch in den USA geht der Zinsanstieg derzeit unter dem Druck weiterer enormer Refinanzierungssummen des Staates weiter und die Zinsstrukturkurven werden immer steiler. Während also die Geldmarktzinsen auf historisch tiefen Niveaus fest verankert scheinen, steigen die Risikoprämien für das Halten von langen Laufzeiten an. Für die nächsten Wochen erwarten wir vor diesem Hintergrund weiter steigende Zinsen.
Die Banken werden in den nächsten Tagen ihre Baugeldkonditionen zum Teil kräftig anheben müssen. Für Baufinanzierungskunden ist daher Eile geboten, die langfristigen Konditionen rasch festzuzurren! Wenn man von der derzeit steilen Zinskurve profitieren möchte, bieten sich Kombinationen mit 5-jährigen Laufzeiten an, oder sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen, die von den niedrigen Geldmarktzinsen Nutzen ziehen. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit eingezogen werden kann. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei aufgrund der steilen Zinskurve zu Konditionsvorteilen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.
Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: aufwärts
Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Interhyp AG vom 08.05.2009
Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat das gerade begonnene Jahr bereits abgeschrieben und rechnet erst 2010 mit einer leichten Erholung der Weltwirtschaft. Er gehe davon aus, dass die Wachstumszahlen in allen wichtigen industrialisierten Volkswirtschaften negativ sein werden. Auch die Schwellenländer könnten sich seiner Meinung nach nicht diesem Trend entziehen. Trichet ist allerdings überzeugt, dass der kräftige Rückgang des Ölpreises, die Konjunkturprogramme zahlreicher Regierungen, die massiven Zinssenkungen und immer neue Liquiditätsspritzen der Zentralbank langfristig positiv wirken werden.
Die Zinssenkungen der EZB gehen indes weiter. Bei ihrer regulären Sitzung in der vergangenen Woche hat die EZB die Leitzinsen um 50 Basispunkte auf nun 2 Prozent gesenkt. Dies ist der niedrigste Satz seit sechs Jahren. Nach Ansicht der Ökonomen spiegelt die Senkung der Leitzinsen die weitere Abschwächung der globalen und europäischen Wirtschaft wider. Die geldpolitische Lockerung sei notwendig gewesen, um den disinflationären Druck aus der negativen Rückkopplung zwischen Finanzsektor und Realwirtschaft zu durchbrechen.
Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass sich die Wirtschaft im Euro-Raum frühestens Mitte 2010 erholen wird. Die Risiken für die Konjunktur seien weiterhin enorm, so die Sprecher der Organisation. Für Deutschland prognostiziert die OECD ein Sinken der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent. Zwar habe durch die konzentrierten Bankengarantien europaweit ein Kollaps des Finanzsystems verhindert werden können. Die Möglichkeiten, die Wirtschaft etwa durch Steuererleichterungen anzukurbeln, seien jedoch zunehmend begrenzt.
Der einzige Lichtblick laut OECD sei das Sinken der Inflationsrate von vier Prozent im vergangenen Jahr auf derzeit 1,6 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit mehr als zwei Jahren. Damit liegt die Teuerungsrate in der Eurozone erstmals seit August 2007 wieder unter der Marke von 2 Prozent. Aber sie droht auch gleich schon wieder aus dem Bereich herauszufallen, bei dem die EZB ihre Preisstabilitätsnorm – also eine Inflation von knapp zwei Prozent – erfüllt sieht. Seit dem Sommer 2008 hat der Inflationsdruck stark nachgelassen. Neben den rückläufigen Ölpreisen hat auch eine Beruhigung an der Preisfront für viele Lebensmittel hierzu beigetragen. Viele Ökonomen schätzen, dass die Teuerungsrate in den nächsten Monaten weiter fallen wird.
Die Baufinanzierungszinsen befinden sich weiterhin auf einem günstigen Niveau, schwanken aber zunehmend. Hier können wir nur wiederholt den Rat aussprechen, frühzeitig alle notwendigen Unterlagen zusammen zu tragen und die Zinsentwicklung zu beobachten. Auf diese Weise können Sie schnell auf Zinsausschläge nach unten reagieren und sich günstige Konditionen sichern. Ihre Finanzierungsberater von Dr. Klein stehen Ihnen hierbei gerne zur Seite.
Derzeit ist zudem bei den Banken die Tendenz zu beobachten, die Aufschläge für Finanzierungen in den hohen Beleihungsausläufen immer weiter zu erhöhen. Wenn die Finanzierung 54 Prozent des Kaufpreises (60 Prozent des Beleihungsauslaufes) nicht übersteigt, spricht man von einer 1a-Finanzierung. Hier gelten die Bestkonditionen. Übersteigt der Finanzierungsbedarf diese Werte, so müssen Aufschläge gezahlt werden, da dies für die Banken ein größeres Risiko birgt. Hier raten wir allen Baugeldinteressenten mit wenig Eigenkapital zu einer schnellen Entscheidung, bevor die Aufschläge noch weiter angehoben werden.
Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend