Jan
28

Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat das gerade begonnene Jahr bereits abgeschrieben und rechnet erst 2010 mit einer leichten Erholung der Weltwirtschaft. Er gehe davon aus, dass die Wachstumszahlen in allen wichtigen industrialisierten Volkswirtschaften negativ sein werden. Auch die Schwellenländer könnten sich seiner Meinung nach nicht diesem Trend entziehen. Trichet ist allerdings überzeugt, dass der kräftige Rückgang des Ölpreises, die Konjunkturprogramme zahlreicher Regierungen, die massiven Zinssenkungen und immer neue Liquiditätsspritzen der Zentralbank langfristig positiv wirken werden.

Die Zinssenkungen der EZB gehen indes weiter. Bei ihrer regulären Sitzung in der vergangenen Woche hat die EZB die Leitzinsen um 50 Basispunkte auf nun 2 Prozent gesenkt. Dies ist der niedrigste Satz seit sechs Jahren. Nach Ansicht der Ökonomen spiegelt die Senkung der Leitzinsen die weitere Abschwächung der globalen und europäischen Wirtschaft wider. Die geldpolitische Lockerung sei notwendig gewesen, um den disinflationären Druck aus der negativen Rückkopplung zwischen Finanzsektor und Realwirtschaft zu durchbrechen.
Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass sich die Wirtschaft im Euro-Raum frühestens Mitte 2010 erholen wird. Die Risiken für die Konjunktur seien weiterhin enorm, so die Sprecher der Organisation. Für Deutschland prognostiziert die OECD ein Sinken der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent. Zwar habe durch die konzentrierten Bankengarantien europaweit ein Kollaps des Finanzsystems verhindert werden können. Die Möglichkeiten, die Wirtschaft etwa durch Steuererleichterungen anzukurbeln, seien jedoch zunehmend begrenzt.

Der einzige Lichtblick laut OECD sei das Sinken der Inflationsrate von vier Prozent im vergangenen Jahr auf derzeit 1,6 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit mehr als zwei Jahren. Damit liegt die Teuerungsrate in der Eurozone erstmals seit August 2007 wieder unter der Marke von 2 Prozent. Aber sie droht auch gleich schon wieder aus dem Bereich herauszufallen, bei dem die EZB ihre Preisstabilitätsnorm – also eine Inflation von knapp zwei Prozent – erfüllt sieht. Seit dem Sommer 2008 hat der Inflationsdruck stark nachgelassen. Neben den rückläufigen Ölpreisen hat auch eine Beruhigung an der Preisfront für viele Lebensmittel hierzu beigetragen. Viele Ökonomen schätzen, dass die Teuerungsrate in den nächsten Monaten weiter fallen wird.
Die Baufinanzierungszinsen befinden sich weiterhin auf einem günstigen Niveau, schwanken aber zunehmend. Hier können wir nur wiederholt den Rat aussprechen, frühzeitig alle notwendigen Unterlagen zusammen zu tragen und die Zinsentwicklung zu beobachten. Auf diese Weise können Sie schnell auf Zinsausschläge nach unten reagieren und sich günstige Konditionen sichern. Ihre Finanzierungsberater von Dr. Klein stehen Ihnen hierbei gerne zur Seite.

Derzeit ist zudem bei den Banken die Tendenz zu beobachten, die Aufschläge für Finanzierungen in den hohen Beleihungsausläufen immer weiter zu erhöhen. Wenn die Finanzierung 54 Prozent des Kaufpreises (60 Prozent des Beleihungsauslaufes) nicht übersteigt, spricht man von einer 1a-Finanzierung. Hier gelten die Bestkonditionen. Übersteigt der Finanzierungsbedarf diese Werte, so müssen Aufschläge gezahlt werden, da dies für die Banken ein größeres Risiko birgt. Hier raten wir allen Baugeldinteressenten mit wenig Eigenkapital zu einer schnellen Entscheidung, bevor die Aufschläge noch weiter angehoben werden.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Jan
21

Verteuerung wahrscheinlich / Langfristige Zinsbindungen jetzt sichern
(München, 21. Januar 2009) Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins von 2,5 auf 2,0 Prozent gesenkt hat, haben sich die Konditionen für private Baufinanzierungen nicht noch einmal nach unten bewegt: “Der Zinsschritt der EZB heißt eben nicht automatisch, dass auch die Baufinanzierungskonditionen für Laufzeiten von 10 oder 15 Jahren sinken. Schließlich kommt es hier darauf an, wie sich die langfristigen Kapitalmarktzinsen entwickeln – und diese könnten sich bald verteuern”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG. Daher raten die Finanzierungsexperten von Interhyp Immobilienkäufern und Anschlussfinanzieren zu handeln, um sich die derzeit günstigen Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum zu sichern: Die Top-Konditionen für 10jährige bzw. 15jährige Zinsbindungen liegen momentan bei 4,19 Prozent bzw. 4,33 Prozent effektiv.

“Während eine Leitzinssenkung direkt auf die Konditionen für ganz kurze Zinsbindungen durchschlägt, bilden sich die langfristigen Zinsen über Angebot und Nachfrage am Anleihemarkt. Da Investoren derzeit die mittelfristigen Auswirkungen der dramatischen weltweiten Neuverschuldung der Staaten nicht klar abschätzen können, werden sie zunehmend einen Risikoaufschlag für langfristige Zinsbindungen fordern – auch weitere Leitzinssenkungen können daher verpuffen”, analysiert Haselsteiner die derzeitige Zinssituation. Sein Rat lautet deshalb wie folgt: “Wer ein konkretes Immobilienobjekt vor Augen hat oder demnächst eine Anschlussfinanzierung vornehmen muss, sollte die Konditionen jetzt fixieren – und das mit langfristigen Zinsbindungen von zehn oder fünfzehn Jahren. Kalkulationssicherheit geht in der Baufinanzierung vor Zinsspekulation.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG

Jan
17

Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) gestern den Leitzins um 0,50 Prozentpunkte auf nunmehr 2,00% gesenkt. Damit hat sie auf die sehr schwachen Konjunkturindikatoren der letzten Wochen reagiert. Die rasante Abwärtsbewegung bei der Inflationsrate, die im Dezember mit nur mehr 1,6% in den Zielkorridor der Notenbank zurückgefallen ist, hat diesen Schritt leicht gemacht. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat angedeutet, dass für die nächste Sitzung des Zentralbankrates im Februar keine Neuigkeiten zu erwarten sind. Wir gehen jedoch davon aus, dass im März bei weiterhin schwächeren Konjunkturzahlen ein zusätzlicher Schritt nach unten folgen wird. Dieser Schritt ist in den Renditen der kurzfristigen Bundesanleihen aber bereits jetzt eingepreist. So rentieren 1-jährige Bundesanleihen derzeit bei nur noch 1,35% und die 5-jährigen Bundesanleihen bei knapp über 2%. 10-jährige Bundesanleihen lagen gestern bei einem neuen Tiefstand von 2,88%, während die für Baugeldkonditionen relevanten Pfandbriefrenditen mit 3,90% um rund einen Prozentpunkt höher stehen. In diesem Abstand spiegeln sich die aufgrund der Finanzkrise höheren Refinanzierungskonditionen der Banken wieder. Für Baugeldkunden ist also erkennbar nicht der EZB-Zins die ausschlaggebende Größe, sondern die Höhe der längerfristigen Kapitalmarktzinsen, die sich nach Angebot und Nachfrage bei Investoren bilden. Derzeit wird die Zinsstrukturkurve immer steiler, weil Investoren die Auswirkungen der dramatischen Neuverschuldung der Staaten nur schwer abschätzen können und daher für langfristige Zinsbindungen einen Risikoaufschlag gegenüber den Geldmarktzinsen fordern. Darüber hinaus werden die Banken aufgrund ihrer schwierigen finanziellen Situation versuchen, die Kreditmargen zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten weiter ausweiten wird. Das heißt, dass selbst sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden. Für die nächsten Wochen werden die Impulse für Zinsbewegungen eher vom US-Anleihemarkt kommen – Korrekturen nach oben sind daher jederzeit möglich.

Baufinanzierungskunden sollten daher die Verbilligung der vergangenen Monate jetzt konsequent nutzen und in den nächsten Tagen die Konditionen festzurren. Gerade mit 10- oder 15-jährigen Zinsbindungen kann man für hohe Kalkulationssicherheit sorgen. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen, bevor die Banken die Prämien für die Absicherung erhöhen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel mit knapp über 4% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Aber auch für Mieter scheint der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher in dieser Phase mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie im Gegensatz zu vielen Anlageformen hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Jan
12

Die US-Wirtschaft befindet sich seit rund einem Jahr in einer Rezession. Die amerikanische Notenbank (FED) hatte Mitte Dezember den Leitzins überraschend auf eine Spanne von Null bis 0,25 Prozent gesenkt. Der Zins in den USA ist damit so niedrig wie seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr. Da die FED nun keinen Spielraum mehr für eine weitere Lockerung der Geldpolitik hat, will sie unter anderem Staatsanleihen oder mit Hypotheken unterlegte Anleihen der großen Hypothekenfinanzierer aufkaufen. Von Anfang Januar bis Mitte 2009 möchte die FED Hypothekenpapiere im Volumen von 500 Milliarden Dollar kaufen. Ziel ist es, die Kosten für Kredite zum Hauskauf zu senken und den Zugang zu diesen Darlehen zu verbessern. Die Pläne sind Teil der FED-Strategie, die weltgrößte Volkswirtschaft vor einer Kreditklemme zu bewahren.

Der Internationale Währungsfond (IWF) hat sich angesichts der anhaltenden Finanzkrise erneut für drastische weltweite Konjunkturmaßnahmen ausgesprochen. Weltweit sollten die Regierungen möglichst schnell umfangreiche und nachhaltige Fiskalmaßnahmen entwickeln. Diese Maßnahmen sollten aber nicht nur auf eine Stabilisierung des Finanzsystems abzielen, sondern auch die Nachfrage antreiben und das Verbrauchervertrauen wieder herstellen. Laut IWF wird die Finanzkrise noch einige Quartale andauern.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, ist über die konjunkturellen Aussichten im Euroraum in Sorge. Er gehe davon aus, dass im Hinblick auf das Wachstum die Abwärtsrisiken überwiegen. Die Notenbankvolkswirte rechnen damit, dass die Wirtschaft des Euroraums im Jahresdurchschnitt um etwa 0,5 Prozent schrumpfen wird. Zudem befürchten sie, dass sich die Inflationsrate zu weit nach unten von der Stabilitätsmarke entfernen könnte.

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die deutsche Volkswirtschaft liefen bisher aufgrund der engen Handelsverflechtungen mit den von der Finanzkrise noch direkter betroffenen Ländern vor allem über die außenwirtschaftlichen Kanäle. Eine ausgeprägte Kreditklemme ist hierzulande bislang noch nicht festzustellen, aber eine Reihe von Indikatoren weist auf verschärfte Bedingungen bei der Refinanzierung von Unternehmen hin.

Bei den Baufinanzierungszinsen befinden wir uns derzeit weiterhin auf einem sehr günstigen Niveau. Eine Erstfinanzierung mit einer Zinsbindung von fünf Jahren ist momentan schon für unter vier Prozent zu bekommen. Hier können wir allen Interessenten nur raten, sich jetzt für eine Finanzierung zu entscheiden. Wir gehen nämlich davon aus, dass dieses sehr günstige Niveau nicht mehr lange bestehen bleiben wird. Daher auch unser Tipp für alle Darlehensnehmer bei denen in den nächsten fünf Jahren eine Umfinanzierung ansteht: Sichern Sie sich die momentanen Zinsen mit einem Forward-Darlehen. So profitieren Sie auch in der Zukunft vom derzeitig niedrigen Zinsniveau. Ihre Experten von Dr. Klein beraten Sie gerne.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Jan
12

Derzeit werden die Zinsmärkte weltweit von zwei Themen bewegt: Einerseits werden bedingt durch die extrem schwachen Wirtschaftszahlen weitere Leitzinssenkungen der Notenbanken erwartet, andererseits breitet sich zunehmend die Sorge aus, dass die Staaten durch das Anwerfen der Gelddruckmaschinen und durch die exorbitante Ausweitung der Staatsschulden die langfristigen Kapitalmarktzinsen nach oben treiben könnten. In der Folge werden die Zinsstrukturkurven steiler, da die Risikoprämien für lange Zinsbindungen steigen, obwohl derzeit die Inflationsraten im Rekordtempo fallen. Vielen Investoren wird inzwischen das Ausmaß der Schecks, die von den Politikern weltweit jede Woche in Hunderten Milliarden geschrieben werden, unheimlich. Aus diesem Grund wird auch eine weitere Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am nächsten Donnerstag nicht zwangsläufig zu niedrigeren Kapitalmarktzinsen führen. Die schwachen Exportzahlen in Deutschland und die anhaltend schwachen Konjunkturindikatoren in praktisch allen Euroländern werden unserer Ansicht nach die EZB zu einer Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte veranlassen. Für die Baugeldkonditionen sind aber weder die Leitzinsen entscheidend noch die Renditen von Bundesanleihen, sondern die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten weiter ausweiten wird. Das heißt, dass selbst sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden. Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten. Gerade längere Laufzeiten bieten sich dazu an. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel mit einer Vier vor dem Komma gesichert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und dazu noch die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Dez
20

Nach den heftigen Bewegungen der letzten Wochen, versucht sich der Zinsmarkt derzeit wieder zu stabilisieren. Die Kaufpanik Anfang Dezember und die anschließenden Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt hatten zu enormen Tagesbewegungen geführt. Die Fundamentaldaten treten jetzt wieder stärker in den Vordergrund. Die Leitzinssenkung der US-Notenbank (Fed) auf die Spanne von 0 bis 0,25% unterstreicht die Rezession in den USA und unterstützt weiterhin die Nachfrage nach Anleihen im Dollarraum. Da die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst noch deutlich höhere Leitzinsen bevorzugt, hat der Euro als Währung an Attraktivität gewonnen und kräftige Kurssteigerungen gegen fast alle Währungen sind die Folge. Das wiederum bremst die Exportchancen auch in Deutschland und drückt auf eine ohnehin schon schwache Nachfrage in den traditionellen Exportmärkten. Der aktuelle Ifo-Geschäftsklima-Index, der den tiefsten Stand seit 1982 erreicht hat, spiegelt diese Effekte wider. Vor diesem Hintergrund ist im Januar oder Februar auf jeden Fall mit einem weiteren Zinsschritt der EZB zu rechnen und diese Erwartung wird auch in den nächsten Wochen die mittelfristigen und langfristigen Kapitalmarktzinsen stützen. Wichtig für die Konditionen von Baugeld sind jedoch nicht nur die Kapitalmarktzinsen und die Renditen von Staatsanleihen, sondern vor allem auch die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten ausweiten wird. Das heißt, dass sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden. Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten und sich dazu gerade längere Laufzeiten anbieten. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel deutlich unter 5% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen bei Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten eine gute und sichere Anlage des Eigenkapitals zu sein. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Dez
15

Europäische Zentralbank senkt Leitzinsen im Euroraum deutlich

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen im Euroraum auf ihrer regulären Sitzung letzte Woche um 75 Basispunkte auf nun 2,50 Prozent gesenkt. Dies ist der größte Zinsschritt in der Geschichte der EZB. Die Entscheidung war bereits im Vorfeld von den meisten Analysten erwartet worden. Der erneute Spielraum für eine Zinssenkung ergab sich für die EZB, da die Preisstabilität wieder hergestellt ist. In der Euro-Zone halbierte sich die Inflationsrate zuletzt auf 2,1 Prozent.

Auch in Deutschland sorgte vor allem der Preisverfall bei Benzin und Heizöl im November für die geringste Teuerung seit fast zwei Jahren. Laut Statistischem Bundesamt sind die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat nur noch um 1,4 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate blieb damit erstmals seit Juni 2007 unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die EZB von stabilen Preisen spricht.

Noch vor wenigen Wochen galt die Inflation als größte Gefahr für Wirtschaft und Verbraucher. Seither drückt der weltweite Abschwung auf die Preise. Experten glauben, dass 2009 im gesamten Euroraum sogar für ein oder zwei Monate ein Minuszeichen vor der Inflationsrate stehen könnte. Jetzt warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vor den Gefahren einer internationalen Deflation. Die Deflation ist durch einen Preisverfall auf breiter Front und über einen längeren Zeitraum hinweg gekennzeichnet. Beginnen die Preise für Waren und Dienstleistungen erst einmal zu sinken, lauern Verbraucher auf noch günstigere Angebote. Das hat verheerende Folgen für den Konsum. Umsatz und Gewinn der Unternehmen brechen ein. Sie treten auf die Kostenbremse, investieren nicht mehr und bauen massiv Stellen ab.

Auch in den USA sind die Prognosen für die Konjunktur schlecht. Um das Wachstum zu fördern schließt Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (FED), weitere Zinssenkungen nicht aus. Zuletzt hatte die FED die Leitzinsen wegen der Finanzkrise und der drohenden Rezession auf ungewöhnlich niedrige 1,0 Prozent gesenkt. Manche Ökonomen erwarten, dass die FED spätestens im Frühjahr 2009 ihren gesamten geldpolitischen Spielraum ausnutzt und die Leitzinsen auf null Prozent senkt.

Die Baugeldzinsen sind momentan besonders für die Laufzeiten von 15 Jahren und mehr auf einem historisch günstigen Niveau. Zinsen von unter vier Prozent für ein Darlehen mit einer Laufzeit von 20 oder 30 Jahren waren bis vor kurzem noch undenkbar. Selbst vor etwa drei bis sechs Monaten waren die Zinsen noch 1 Prozent höher. Bei einem Darlehen von 150.000 Euro liegt die Ersparnis bei einem um 1 Prozent günstigeren Zinsniveau bei 125 Euro im Monat und bei einer Laufzeit von 20 Jahren bei insgesamt 30.000 Euro. Für alle Darlehensnehmer, bei denen in den nächsten Monaten eine Umfinanzierung ansteht, bieten wir Forward-Darlehen an. So können Sie auch zukünftig von den jetzt sehr günstigen Zinsen profitieren. Bis zum Jahresende können wir Ihnen durch unsere Bankpartner sogar noch Forward-Darlehen mit einer Vorlaufzeit von bis zu 48 Monaten ohne Zinsaufschlag anbieten.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Quelle: Zinskommentar von Dr.Klein

Dez
05

Top-Konditionen für 20jährige Zinsbindungen liegen bei nur noch 4 Prozent effektiv / Zwischentief sollte umgehend genutzt werden
(München, 5. Dezember 2008) Wie erwartet, hat die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent gesenkt. Die Aussicht auf einen deutlich niedrigeren Leitzins hat bereits die Woche über zu fallenden Baugeld-Konditionen geführt. Damit liegen die Baugeld-Zinsen nur knapp über dem historischen Allzeittief von September 2005. Nach Gewinnmitnahmen am Rentenmarkt ist jedoch laut den Baufinanzierungsexperten von Interhyp bereits in den nächsten Tagen wieder mit Zinsanstiegen zu rechnen.

“Der kontinuierliche Zinsrückgang im Oktober und November wurde diese Woche besonders drastisch: Die Best-Konditionen für 20jährige Baudarlehen tendieren heute bei 4 Prozent effektiv, das ist historisch niedrig”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG. “Dieses Zinstief gilt es jetzt zu nutzen, da die Bestätigung der erwarteten Leitzinssenkung bereits zu ersten Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt geführt hat. Das bedeutet, dass die Banken nicht lange warten können, bis sie wieder Zinsanhebungen vornehmen, um ihre Refinanzierungskosten auszugleichen.”

Haselsteiner rät: “Wer jetzt schnell handelt, kann von historisch niedrigen Baugeldzinsen profitieren und sich so schnelle Schuldenfreiheit und hohe Kalkulationssicherheit zum absoluten Sparpreis sichern.”

Die Bestsätze bei Annuitätendarlehen für fünf Jahre liegen derzeit bei 3,65%, für zehn Jahre bei 3,87%, für 15 Jahre bei 3,90%, für 20 Jahre bei 4,03% und für 25 Jahre bei 3,97% effektiv.

Über die Interhyp AG: Mit einem abgeschlossenen Finanzierungsvolumen von 5,7 Milliarden Euro in 2007 ist die Interhyp AG der größte Vermittler für private Baufinanzierungen in Deutschland. Interhyp vergibt selbst keine Darlehen, sondern wählt unabhängig aus über 70 Banken, Bausparkassen, Sparkassen und Versicherungen die optimale Finanzierung für den Kunden aus. Dabei kombiniert das Unternehmen die Vorteile des Internet mit kompetenter unabhängiger Beratung durch über 250 Baufinanzierungsspezialisten. Dadurch liegen die Interhyp-Konditionen deutlich unter denen, die bei traditionellen Filialbanken erhältlich sind. Mit bundesweit insgesamt 18 Niederlassungen sind die Interhyp-Berater auch für eine persönliche Beratung vor Ort in folgenden Städten erreichbar: Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wiesbaden.

Die Aktien der Interhyp AG sind im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Kürzel IYP, ISIN: DE 00005121701, notiert.

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG

Nov
02

Die US-Notenbank (Fed) hat am Mittwoch die Leitzinsen um weitere 0,50 Prozentpunkte auf nunmehr 1,0% gesenkt. Auch die Bank of Japan senkte am Freitag die Leitzinsen auf jetzt 0,30%. Die Federal Reserve trägt damit der nochmals verschlechterten Konjunkturlage in den USA Rechnung. Sinkende Konsumausgaben, schwächere Industrieproduktion und schwächere Exportaussichten deuten auf eine längere Rezessionsphase hin. Da gleichzeitig die Rohstoff- und Energiepreise kräftig sinken, bilden sich auch die Inflationserwartungen deutlich zurück und erlauben eine Rücknahme der Leitzinsen. Gefährlich an dieser Notenbank-Politik ist allerdings, dass das Pulver damit praktisch verschossen ist. Weitere Leitzinssenkungen in Richtung 0% werden keine Effekte mehr liefern können. Auch die Europäische Zentralbank hat inzwischen angedeutet, dass sie sich mehr Sorgen um das Wachstum als um die Inflation macht. Für die kommende Woche wird eine Leitzinssenkung um 0,50 Prozentpunkte auf dann 3,25% erwartet. Die aktuellen Inflationszahlen für Deutschland, die auf 2,5% gesunken sind, zeigen in der Tat schon die ersten Effekte der drastischen Preisrückgänge bei Energie und anderen Rohstoffen. Der Anleihemarkt hat bereits in den vergangenen Wochen diese Zinsschritte der Notenbanken vorweggenommen. Die gesunkenen Renditen über alle Laufzeiten drücken dies aus. Vor diesem Hintergrund ist eher damit zu rechnen, dass bei erfolgter Leitzinssenkung Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt kommen werden und Gegenbewegungen nach oben möglich sind.

Tage mit Zinsschwankungen nach unten gilt es daher weiterhin konsequent zu nutzen und besonders mit langen Laufzeiten für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Auch Baugeld mit Zinsbindungen von 15 bis 30 Jahren ist derzeit wieder unter 5% zu haben und bietet damit bei entsprechender Tilgungshöhe Zinssicherheit bis zur völligen Rückzahlung des Darlehens. Für Anschlussfinanzierer empfehlen wir, die immer noch sehr niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 mit damaligen Zinssätzen von über 6% können jetzt bei einem Bankwechsel mit Konditionen deutlich unter 5% verbilligt werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen der Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung erscheint gerade in diesen unsicheren Zeiten eine gute und sichere Anlage des Eigenkapitals zu sein. Wir empfehlen daher, mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulierbarkeit im Ergebnis bietet.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Aug
11

Die amerikanische Notenbank (FED) hatte in der letzten Zeit eher mit negativen Nachrichten zu kämpfen. Das Wachstum in den USA hat sich im Sommer abgeschwächt und zugleich belasten steigende Preise Wirtschaft und Privathaushalte. Zunehmend mehren sich Hinweise auf Inflationsgefahren. Der FED zufolge gibt es auch auf dem Markt für Wohnimmobilien keine Besserung. Ben Bernanke, Präsident der FED, glaubt aber nicht, dass es zu einer Stagflation, also einer Mischung aus schwacher Konjunktur und hoher Inflation, kommen werde. Die Ökonomen sind sich allerdings einig, dass der Tiefpunkt noch nicht erreicht ist. Im weiteren Verlauf des Jahres sei eine Rezession möglich.

Bei ihrer Sitzung an diesem Dienstag hat die FED sich weiter abwartend gezeigt und die Leitzinsen nicht verändert. Der Leitzins liegt bereits unter der Inflationsrate, und ist damit real negativ. Die Geldpolitik ist laut dem Internationalen Währungsfonds IWF für die Reaktion auf Rezessionsrisiken bereits angemessen positioniert. Der IWF spricht sich für eine deutliche Zinsanhebung in den USA aus, sobald sich die Wirtschaft wieder erholt.

Auch in Europa besteht die Gefahr einer Rezession. Spanien hat mit einem Bauboom zu kämpfen. Seit fast einem Jahr stagniert die Wirtschaft in Italien, um deren Wettbewerbsfähigkeit es nicht gut bestellt ist. Auch aus Frankreich häufen sich beunruhigende Meldungen, wie etwa der Absturz des Einkaufmanagerindizes. Der könnte eine Rezession ankündigen.

In Deutschland verunsichern neue Höchstwerte bei den Energiepreisen, stärker werdende Rezessionsängste sowie das Wiederaufflammen der Finanzmarktkrise die Verbraucher. Die Konjunktur- und Einkommensaussichten mussten im Juli deutliche Verluste hinnehmen. Die anhaltend hohe Inflation drückt auf die Einkommensaussichten und die Kauflaune der Verbraucher wird durch die Furcht vor weiteren Kaufkraftverlusten gebremst.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer heutigen Sitzung keine weiteren Veränderungen der Leitzinsen im Euroraum beschlossen. Die EZB steckt weiterhin in dem Dilemma niedriges Wachstum und hohe Inflation. Während Zinserhöhungen das Wachstum abzuwürgen drohen, bergen Senkungen weiteres Geldentwertungspotenzial. Experten erwarten, dass die EZB bei einer weiteren Abkühlung der Konjunktur im nächsten Jahr einen Zinssenkungszyklus beginnen wird.

An dieser Stelle berichteten wir vor wenigen Wochen über die zunehmend inverse Zinsstruktur. Dabei sind die Zinssätze für langfristige Finanzierungen niedriger als für kurzfristige. Diese Entwicklung ist weiterhin zu beobachten. Sehr lange Laufzeiten von zwanzig Jahren aufwärts erhalten Sie momentan zu historisch günstigen Konditionen. Als besonderes Highlight können wir Ihnen eine 30-jährige Zinsfestschreibung zu den Konditionen einer 10-jährigen Zinsbindung anbieten. Für Sie besitzen diese langen Laufzeiten neben den günstigen Konditionen weitere Vorteile. Sie können sich mit diesen langen Zinsfestschreibungen gegen einen zukünftigen Zinsanstieg und eine damit verbundene teure Prolongation absichern, ohne dass Sie ein größeres Risiko eingehen oder an Flexibilität verlieren. Denn das gesetzliche Sonderkündigungsrecht gibt Ihnen das Recht, nach zehn Jahren eventuell niedrigere Zinsen neu festzusetzen. Handeln Sie jetzt und sichern Sie sich die günstigen Konditionen.

Tendenz
Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: steigend

Quelle: Zinskommentar von Dr.Klein