Feb
15

Auch diese Woche wurden die Bewegungen am Zinsmarkt von der Griechenland-Krise dominiert. Die europäischen Politiker haben inzwischen die Brisanz dieses Themas erkannt und versuchen jetzt mit Worten und vagen Ankündigungen die Spekulation über Griechenland und den Euro zu stoppen. Zwar ist es ihnen mit Unterstützungsbekundungen momentan gelungen die Risikoprämien, die Investoren für griechische Anleihen verlangen, wieder zu stabilisieren – der Druck auf den Euro hat aber noch nicht nachgelassen. Mit einem Wechselkurs von derzeit 1,35 gegenüber dem Dollar hat der Euro seit Beginn der Defizitdiskussion rund 10% gegenüber der US-Währung verloren. Europäischen Exporteuren ist das zwar recht, die Dynamik des Euro-Rückgangs zeigt aber vor allem, welche Verunsicherung gerade in Bezug auf die Stabilität der europäischen Währungsunion entstanden ist. Dabei ist besonders auch die EU-Kommission zu kritisieren, die in einer unentschuldbaren Nachlässigkeit jahrelang völlig falsche Defizitzahlen der Griechen akzeptiert hat und damit das Vertrauen in EU-Statistiken unterminiert hat. Da noch dazu im vierten Quartal der zarte Aufschwung in Europa schon wieder in Stagnation übergegangen ist, entscheiden sich auch aus diesem Grund mehr Investoren für Dollar-Anlagen. Griechenland hat das Thema Defizitabbau in Euroland zum großen Diskussionspunkt gemacht. Wenn die Regierungen diesen Defizitabbau in den nächsten Jahren ernsthaft umsetzen wollen, wird das Wachstum kosten. Es wird weder Spielraum für große Konjunkturpakete noch für Steuersenkungen geben. Das bedeutet, dass sowohl die öffentliche wie auch die private Nachfrage wenig Impulse setzen werden. So werden auch die Leitzinsen tief bleiben. Bei den langen Laufzeiten wird es bei der Zinsentwicklung 2010 und 2011 zu großen Schwankungen kommen, da sich Deflationsangst und Angst vor Stagflation immer wieder abwechseln werden.

Für Baugeldkunden bedeutet das vorerst noch günstige Zinsen, die es zu nutzen gilt. Die meisten Finanzierungen laufen aber rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Daher ist es mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Laufzeiten wählt. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen und mit langen Zinsbindungen heute schon die monatlichen Belastungen auf lange Zeit festzurren. Risikofreudigere Finanzierungskunden können auch Kombinationen aus kurzen und langen Zinsbindungen wählen. Das senkt die monatliche Belastung und gibt Flexibilität bei größeren Sondertilgungen. Wir empfehlen, die tiefen Zinsen grundsätzlich für höhere Tilgungen zu nutzen und damit die Gesamtlaufzeit der Finanzierung abzukürzen. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten und dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich hier zusätzlich Geld sparen. Das Ziel sollte immer eine möglichst rasche Entschuldung sein. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie dabei gerne.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsetnwicklung 2010 und 2011 der Interhyp AG

Apr
07

Jetzt Erspartes in die Immobilienfinanzierung einsetzen und Top-Konditionen sichern

(München, 31. März 2009) Während noch vor wenigen Monaten die Banken vor dem Hintergrund hoher Leitzinsen mit Tagesgeldzinsen von 5 Prozent und mehr um private Guthaben buhlten, müssen sich Sparer heutzutage glücklich schätzen, wenn sie für ihre Rücklage mehr als 2 Prozent Verzinsung bekommen. “Das momentane Zinsumfeld ist ungeeignet, um mittels kontinuierlichen Sparens für später vorzusorgen”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und empfiehlt: “Sparer sollten in der jetzigen Zinssituation vielmehr überlegen, ob sie nicht die niedrigen Baugeld-Konditionen nutzen wollen, um über den Kauf einer eigenen Immobilie einen soliden Vermögensaufbau voran zu treiben. Denn in diesen unsicheren Zeiten ist privates Wohneigentum mit die sicherste Anlage des Eigenkapitals.”

Mit den Leitzinssenkungen der vergangenen Monate ist auch die Guthabenverzinsung für Tages- und Festgeld drastisch nach unten gegangen. Ein Ende der Niedrigverzinsung ist nicht in Sicht, EZB-Präsident Trichet hat jüngst erklärt, dass der Leitzins noch nicht auf seinem niedrigsten Stand angekommen sei. Dementsprechend könnte bereits diesen Donnerstag in der nächsten EZB-Sitzung ein weiterer Zinsschritt nach unten verkündet werden. So unschön diese Situation für Sparer auch ist, so bietet dieses Umfeld doch auch erhebliche Chancen: Schließlich befinden sich auch die Baugeld-Konditionen auf Tiefniveau während die Immobilienpreise in Deutschland seit Jahren stagnieren. Ideale Bedingungen also, um als Kapitalanleger oder Eigenheimnutzer einen Haus- oder Wohnungskauf zu finanzieren.

Aktuell kostet ein 10-Jahres-Darlehen 3,99 Prozent effektiv, wer 15jährige Zinssicherheit wünscht, erhält einen Baukredit bereits ab 4,26 Prozent. Zum Vergleich: Im Juli 2008 waren die Top-Konditionen mit 5,0 bzw. 5,2 Prozent einen ganzen Prozentpunkt teurer. “Da es bei einer Baufinanzierung meist um große Summen geht, zahlen sich die jetzt erzielbaren Zinsvorteile besonders aus”, weiß Haselsteiner und verdeutlicht: “Das eigene Sparguthaben als Eigenkapital in die Finanzierung einzubauen ist bei den derzeit tiefen Einlagezinsen besonders vorteilhaft, da Banken einen hohen Eigenkapitalanteil mit sehr günstigen Baugeld-Konditionen honorieren.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG

Apr
04

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf den neuen Tiefstand von 1,25% gesenkt. Damit hat sie die Erwartungen der meisten Analysten und auch die der Politiker, die auf 0,50 Prozentpunkte gehofft hatten, nicht erfüllt. Die EZB hat damit einmal mehr bewiesen, dass sie unabhängig agiert und sich auch von einem gleichzeitig stattfindenden G20-Gipfel in London nicht unter Druck setzen lässt. Sie hält damit, anders als die US-Notenbank oder die Bank of Japan, zumindest weiteres Pulver trocken und wahrt sich einen kleinen Handlungsspielraum. Am Anleihemarkt hat diese Entscheidung zu Gewinnmitnahmen geführt und die Renditen sind über alle Laufzeiten in den vergangenen 24 Stunden um ca. 0,20 Prozentpunkte angestiegen. Wir gehen davon aus, dass die EZB in den kommenden Monaten auf Zeit spielen wird, um zu sehen, inwieweit die drastischen Zinsmaßnahmen der US-Notenbank und der Bank of England wirken. Sie wird auch versuchen, durch eine kalkulierbare unabhängige Vorgehensweise das Vertrauen in den Euro und die Werthaltigkeit von europäischen Staatsanleihen zu stützen. Damit unterscheidet sie sich signifikant von dem extrem riskanten Handeln in den USA, wo die Notenbank in enger Koordination mit der Politik begonnen hat, Anleihen aufzukaufen und damit Inflation zu fördern. Die Vorgehensweise der EZB zielt auch darauf ab, die langfristigen Kapitalmarktzinsen stabil zu halten. Die Gefahr bleibt aber bestehen, dass die dramatische Ausweitung der Staatsdefizite im Dollarraum zu höheren Langfristzinsen führt. Während also die ganz kurzfristigen Geldmarktzinsen auf tiefem Niveau festgezurrt scheinen, werden lange Zinsbindungen schwankungsanfällig bleiben. Für die nächsten Tage erwarten wir, dass die Banken die Baugeldkonditionen als Reaktion auf die Marktzinssteigerungen nach oben nehmen werden.

Eine Möglichkeit, als Baufinanzierungskunde von den tiefen Geldmarktzinsen zu profitieren, bieten sogenannte 50/50 Kombi-Darlehen. Dabei kann die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den niedrigen Zinsen einer EURIBOR-Tranche kombiniert werden. Damit verringern sich die monatlichen Belastungen deutlich und weitere Leitzinssenkungen führen durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erreicht werden kann. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Gefragt sind derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höhere festgelegte Tilgung führt dabei zu Konditionsvorteilen. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel mit einer Vier vor dem Komma optimiert werden. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG,

Mrz
22

Zwischen der EU und der USA ist ein heftiger Streit über die richtige Antwort auf die globale Krise entbrannt. Aus Washington werden Forderungen laut, die staatlichen Konjunkturprogramme müssen weiter aufgestockt werden. Doch dagegen wehren sich die meisten EU-Staaten und die EU-Kommission. Der Streit wurde durch Meldungen über Pläne der USA und Großbritanniens, auf dem Weltfinanzgipfel Anfang April ein gigantisches, kreditfinanziertes Paket gegen den Zusammenbruch des Welthandels vorzuschlagen, angeheizt. Larry Summers, Wirtschaftsberater von US-Präsident Obama, hatte die Europäer zudem aufgefordert, kurzfristig mehr zu unternehmen, um die weltweite Nachfrage zu stärken. Die USA ist besorgt darüber, dass das globale Sparen zu einer lang anhaltenden Rezession oder gar Depression führen könnte und übt deshalb Druck auf den Rest der Welt aus.

Auch die Zentralbanken der USA (FED) und des Euro-Raums (EZB) haben unterschiedliche Konzepte beim Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise. Die FED und auch die Bank of England versuchen auf der einen Seite unter allen Umständen eine lähmende Deflation zu verhindern. Die EZB auf der anderen Seite glaubt, dass eine solche Politik nicht kostenfrei zu haben ist. Ihre Überlegung ist, dass eine zu starke oder nicht rechtzeitig zurückgenommene Lockerung die Gefahr birgt, eine nächste Blase an den Märkten zu erzeugen.

Bereits im Jahr 2002 hat sich die Vorsicht der EZB als richtig erwiesen. Damals warnte der Internationale Währungsfonds (IWF) vor Deflationsgefahren. Die FED fuhr ihren Leitzins auf 1,25 Prozent zurück, doch die EZB senkte nicht unter zwei Prozent. Laut Meinung der Ökonomen hätte sich die darauf folgende Krise wesentlich stärker ausgewirkt, wenn die EZB damals dem Beispiel der FED gefolgt wäre.

Die FED und die Bank of England haben bei den Leitzinsen kaum noch Spielraum nach unten. Die Bank of England hat daher letzte Woche ein neues Kapitel im Kampf gegen die Rezession und die Finanzkrise aufgeschlagen und mit dem Ankauf von Staatsanleihen begonnen. Finanziert werden die Ankäufe durch die Notenpresse. Ziel dieser Maßnahme ist, mehr Geld in das Finanzsystem zu pumpen und dadurch den Kreditfluss von den Banken zu Unternehmen und Haushalten wieder in Gang zu bringen und so das Renditenniveau der Volkswirtschaft zu senken. Von der Rendite der Staatspapiere hängen zahlreiche weitere Zinssätze ab.

Die Meldungen rund um die Krise drehen sich vor allem um Verluste, hohe Ausgaben, Gefahren und negative Ausblicke. Lichtblicke gibt es indes für alle, die jetzt eine Baufinanzierung abschließen. Durchschnittlich 6,60 Prozent Zinsen musste ein Baugeldinteressent in den letzten 20 Jahren für sein Darlehen zahlen. Aktuell liegen die Zinsen für ein Darlehen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren bei nur 3,86 Prozent (Stand 19.03.2009). Daher raten wir allen Erstfinanzierern oder Darlehensnehmern, bei denen in den nächsten fünf Jahren eine Umfinanzierung ansteht, sich die derzeitigen Zinsen langfristig zu sichern. Selbst 30-jährige Zinsbindungen sind schon für unter 4,50 Prozent zu bekommen. Und das gesetzliche Kündigungsrecht gibt Ihnen die Möglichkeit, die Zinsen nach zehn Jahren neu festzusetzen. Eine Zinsbindung von dreißig Jahren birgt für Sie also kein größeres Risiko als ein Darlehen mit einer zehnjährigen Laufzeit.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2009 der Dr.Klein & Co. AG

Mrz
06

Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) gestern die Leitzinsen gesenkt. Mit der Senkung um 0,50 Prozentpunkte auf nunmehr 1,50% haben die Notenbanker auf die sehr schwachen Konjunkturindikatoren der vergangenen Wochen reagiert und versuchen gemeinsam mit den anderen großen Zentralbanken nach ihren Möglichkeiten die Realwirtschaft über günstigere Kreditkonditionen zu stützen. Diese Vorgehensweise, die ja bereits die US-Notenbank auf einen Leitzins von praktisch Null und die Bank of England auf 0,50% geführt hat, hat nur zwei Haken: Die tieferen Leitzinsen werden von den Banken nur sehr zögerlich an die Kunden, also Unternehmen und Privatpersonen weitergegeben, da die Banken derzeit jeden Spielraum auf der Ertragsseite nutzen müssen, um den Verlusten aus Abschreibungen etwas entgegenzusetzen und höhere Risikopuffer für die Zukunft aufzubauen. Dazu kommt noch, dass nur wenige Kredite direkt an die Geldmarktzinsen und damit an den Leitzinssatz gekoppelt sind. Die meisten Kredite sind langfristig und somit hängen deren Konditionen von den langfristigen Kapitalmarktzinsen ab. Die Zinssätze bei den längeren Zinsbindungen reagieren aber nur bedingt auf die Leitzinsentwicklung, sondern bilden sich über Angebot und Nachfrage am Anleihemarkt. Da das Angebot dort derzeit über die zunehmende Staatsverschuldung und die starke Kreditaufnahme von Unternehmen aber sehr schnell ansteigt und auch weiter ansteigen wird, verlangen die Investoren einen zunehmenden Risikoaufschlag, um sich langfristig zu binden. Daher sind die Renditen von 10-jährigen Pfandbriefen, die auch als Referenz für Baugeldkonditionen gleicher Laufzeit dienen, trotz Leitzinssenkung nur um rund 15 Renditestellen gesunken. Für die nächste Woche erwarten wir eine Seitwärtsbewegung der Konditionen auf dem nun etwas tieferen Niveau.

Kreditnehmer, die direkt von den Leitzinssenkungen profitieren wollen, können mit dem Interhyp Kombi-Darlehen die Sicherheit einer Festzins-Tranche, z.B. mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren, mit den tiefen Zinsen einer Euribor-Tranche kombinieren. Damit fallen die monatlichen Belastungen deutlich und auch weitere Leitzinssenkungen werden durch die quartalsweise Anpassung der variablen Tranche direkt zu besseren Konditionen führen. Die variable Tranche kann aber auch zukünftig in ein Festzinsdarlehen gewandelt werden, so dass später Zinssicherheit erlangt wird. Zum Zinsanpassungstermin kann die variable Tranche zudem teilweise oder ganz getilgt werden. Damit entsteht große Flexibilität. Für Kunden, die vollständige Kalkulationssicherheit suchen, bieten sich Volltilger-Darlehen an, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten und auch zu Konditionsvorteilen führen. Für die individuelle Ausgestaltung und Optimierung Ihrer Baufinanzierung stehen Ihnen die Interhyp-Finanzierungsspezialisten jederzeit gerne zur Verfügung.

Tendenz der Zinsentwicklung:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Mrz
05

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat soeben in ihrer heutigen Sitzung eine weitere Senkung des Leitzinses im Euroraum beschlossen. Dieser wurde von bisher zwei Prozent auf 1,5 Prozent herabgesetzt. Bereits letzte Woche erklärte Bundesbank-Chef Axel Weber in einem Interview, dass er angesichts der Rezession zu weiteren Zinssenkungen bereit sei. Ganz klar sprach sich Weber gegen eine Nullzinspolitik nach dem Vorbild Japans oder der USA aus. Die Untergrenze für die Leitzinsen im Euroraum liege für ihn bei einem Prozent, so Weber. Danach müssten die Zinsen rasch wieder erhöht werden, um bei einem Aufschwung nach dem Ende der Rezession gegen einen Teuerungsanstieg gerüstet zu sein.

Unterdessen mahnte der EZB-Chef Jean-Claude Trichet, im Kampf gegen die globale Finanzkrise und weltweite Rezession nicht die Grundlage für die nächste Krise zu legen. Die EZB ist in Sorge, dass Regierungen und Notenbanken, wie nach dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000, aggressiv gegensteuern und so die Basis für neue Probleme bereiten. Gerade der niedrige US-Leitzins gilt als mitverantwortlich für die Kreditexzesse der vergangenen Jahre. Aus diesem Grund ist die EZB auch vorsichtiger als andere Notenbanken, die ihre Leitzinsen immer weiter gesenkt haben und die Geld- und Kreditmärkte mit Liquidität fluten.

In den USA versucht die US-Notenbank (FED) weiterhin, der angeschlagenen Finanzbranche mit Zinsen nahe null Prozent und massiven Liquiditätsspritzen zu helfen und die Konjunktur zu stabilisieren. Ben Bernanke, Präsident der FED, glaubt, dass ein Ende der Wirtschaftsflaute im Jahr 2009 und eine Erholung im kommenden Jahr nur möglich sind, wenn die von Regierung und Notenbanken eingeleiteten Gegenmaßnahmen wirken. Doch seiner Ansicht nach sind die Risiken für eine Verschlechterung der Lage zurzeit höher als die Chancen auf eine Verbesserung. Ein vollständiges Überwinden der Rezession werde den USA erst in zwei bis drei Jahren gelingen.

Die FED hat für ihre Arbeit zudem Reformen angekündigt. So soll zukünftig ein Inflationsziel festgelegt und die Langfristvorhersage der FED von drei auf sechs Jahre ausgeweitet werden. Die Prognose zur mittelfristigen Preisentwicklung soll wiederum als Richtschnur für das angestrebte Inflationsziel dienen. Gemäß dem Auftrag des US-Kongresses ist die FED zur Sicherung der Preisstabilität und des nachhaltigen Beschäftigungsniveaus verpflichtet. Das mittelfristig angestrebte Inflationsniveau soll die Erreichung dieser beiden Ziele unterstützen.

Bei den Baufinanzierungszinsen haben sich die Aufschläge für Finanzierungen mit weniger Eigenkapital in den vergangenen Wochen immer weiter erhöht. Vor allem Finanzierungen mit einem Beleihungsauslauf von über 80 Prozent sind dadurch teurer geworden. Hier müssen die Banken immer höhere Risikokosten einkalkulieren und die Aufschläge auf die Basiskondition bis zu (meist) 54 Prozent des Kaufpreises erhöhen sich. Bei manchen Konstellationen kann es dann vorteilhafter für den Kunden sein, ein Privatdarlehen in die Finanzierung zu integrieren, um in eine niedrige Auslaufklasse zu gelangen. Sie zahlen dann zwar für den kleinen Teil des Privatdarlehens einen höheren Zins, doch der Mischzins ist deutlich geringer. Ihre Baufinanzierungsspezialisten von Dr. Klein beraten Sie hier gerne. Wir finden die optimale Finanzierung für Sie!

Tendenz der Zinsentwicklung:
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Feb
15

Überaus schlechte Konjunkturzahlen in Europa und die steigende Unsicherheit über die Durchschlagskraft der neuen US-Regierung haben diese Woche zu einem Kursrückgang bei Aktien und zu Umschichtungen in Staatsanleihen geführt. Damit sind die Renditen bei den längeren Laufzeiten am Anleihemarkt überraschend gesunken. Sowohl die Aktien- als auch die Zinsmärkte sind derzeit sehr schwankungsanfällig und schaffen es nicht einen Trend zu entwickeln. Während am Zinsmarkt die Ausrichtung der Notenbanken klar ist und niemand daran zweifelt, dass in den USA die Leitzinsen noch lange nahe dem Nullpunkt bleiben werden (so wie in allen anderen großen Märkten die Leitzinsen auch gegen Null tendieren werden), ist die Unsicherheit bei den langen Laufzeiten sehr ausgeprägt. Einerseits gibt es die Furcht vor einer deflationären Entwicklung, die dafür sprechen würde, dass die langfristigen Zinsen noch weiter fallen können. Andererseits baut sich jedoch über die explosionsartig wachsende Staatsverschuldung ein Angebotsdruck am Kapitalmarkt auf, der zu sehr viel höheren Risikoprämien für Kredite und Anleihen mit langen Laufzeiten führen könnte. Besonders am amerikanischen Anleihemarkt, der maßgeblich auch den Trend an den übrigen Zinsmärkten bestimmt, gibt es große Verunsicherung über die Finanzierbarkeit der wachsenden Defizite, die ohne Kaufinteresse der Sparnationen China und Japan schwer darstellbar ist. Vor diesem Hintergrund ist es gefährlich, auf sinkende Baufinanzierungskonditionen zu spekulieren. Wir empfehlen, die Zinsrückgänge der vergangenen Tage konsequent zu nutzen und damit Kalkulationssicherheit zu erreichen. Der Wettbewerb unter den Banken führt weiterhin zu sehr attraktiven Konditionen über alle Laufzeiten. Besonders wichtig in diesen volatilen Marktphasen ist die Wahl der richtigen Finanzierungsstruktur in Bezug auf Laufzeiten, Tilgungsmöglichkeiten und Einsatz von Fördermitteln. So können Kombinationen aus 5-jährigen mit 15- oder 20-jährigen Zinsbindungen sehr sinnvoll sein, weil sie hohe Kalkulationssicherheit mit niedrigeren monatlichen Belastungen und Flexibilität bei der zukünftigen Rückzahlung verbinden. Wichtig für Anschlussfinanzierer: Banken gehen derzeit sehr unterschiedlich mit Forward-Aufschlägen um, woraus sich günstige Gelegenheiten ergeben können. Auch hier lohnt sich das Gespräch mit unseren Spezialisten, um das richtige Konzept für die Darlehensverlängerung zu finden.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2009 der Interhyp AG

Feb
07

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihrer gestrigen Sitzung die Leitzinsen wie erwartet unverändert bei 2,0% belassen. Da die Konjunkturzahlen für Januar aber eine weitere Eintrübung der Wirtschaftsstimmung aufzeigen und gleichzeitig die Inflationszahlen weiter rückläufig sind, gehen wir davon aus, dass bei der nächsten Sitzung im März die Leitzinsen auf 1,50% gesenkt werden. Die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet im Anschluss an die Zentralbanksitzung deuten ebenfalls in diese Richtung. Trotzdem hat der Anleihemarkt bei den längeren Laufzeiten nicht mit sinkenden Zinsen reagiert, sondern orientiert sich weiterhin an den Vorgaben aus den USA. Dort regiert im Moment die Sorge vor den immer größer werdenden Konjunkturpaketen und dem damit verbundenen explodierenden Finanzierungsbedarf des Staates. Selbst die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen, die im Januar einen Zuwachs von fast 600.000 Arbeitslosen zeigten, führen nicht zu sinkenden Renditen.

Damit zeigt sich, dass die US-Notenbank mit ihrem Leitzins von 0% bereits in der Falle sitzt. Alles was sie jetzt noch tun kann, wird von den Investoren als inflationsfördernd interpretiert und schwächt daher das Vertrauen in die Werthaltigkeit von langfristigen US-Staatsanleihen. Dementsprechend sind zuletzt die Renditen angestiegen und beeinflussen auch den Zinstrend in Euroland. Für die kommende Woche erwarten wir daher eine leicht ansteigende Tendenz bei den längerfristigen Baugeldkonditionen.

Baufinanzierungskunden sollten daher die nächsten Tage konsequent nutzen und die Konditionen festzurren. Gerade mit 10- oder 15-jährigen Zinsbindungen kann man für hohe Kalkulationssicherheit sorgen. Auch Kombinationen von 5- und 15-jährigen Zinsbindungen können sinnvoll sein. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen, bevor die Banken die Aufschläge für die Absicherung erhöhen. Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel bei knapp über 4% optimiert werden. Die Spezialisten für Anschlussfinanzierungen der Interhyp können auf mehr als 70 Banken zugreifen und die nächste Zinsperiode optimieren. Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung erscheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und noch dazu die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher in dieser Phase mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie im Gegensatz zu vielen Anlageformen eine hohe Kalkulationssicherheit bietet.

Tendenz
kurzfristig: aufwärts
mittelfristig: seitwärts

Quelle: Zinskommentar der Interhyp AG

Jan
28

Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat das gerade begonnene Jahr bereits abgeschrieben und rechnet erst 2010 mit einer leichten Erholung der Weltwirtschaft. Er gehe davon aus, dass die Wachstumszahlen in allen wichtigen industrialisierten Volkswirtschaften negativ sein werden. Auch die Schwellenländer könnten sich seiner Meinung nach nicht diesem Trend entziehen. Trichet ist allerdings überzeugt, dass der kräftige Rückgang des Ölpreises, die Konjunkturprogramme zahlreicher Regierungen, die massiven Zinssenkungen und immer neue Liquiditätsspritzen der Zentralbank langfristig positiv wirken werden.

Die Zinssenkungen der EZB gehen indes weiter. Bei ihrer regulären Sitzung in der vergangenen Woche hat die EZB die Leitzinsen um 50 Basispunkte auf nun 2 Prozent gesenkt. Dies ist der niedrigste Satz seit sechs Jahren. Nach Ansicht der Ökonomen spiegelt die Senkung der Leitzinsen die weitere Abschwächung der globalen und europäischen Wirtschaft wider. Die geldpolitische Lockerung sei notwendig gewesen, um den disinflationären Druck aus der negativen Rückkopplung zwischen Finanzsektor und Realwirtschaft zu durchbrechen.
Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass sich die Wirtschaft im Euro-Raum frühestens Mitte 2010 erholen wird. Die Risiken für die Konjunktur seien weiterhin enorm, so die Sprecher der Organisation. Für Deutschland prognostiziert die OECD ein Sinken der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent. Zwar habe durch die konzentrierten Bankengarantien europaweit ein Kollaps des Finanzsystems verhindert werden können. Die Möglichkeiten, die Wirtschaft etwa durch Steuererleichterungen anzukurbeln, seien jedoch zunehmend begrenzt.

Der einzige Lichtblick laut OECD sei das Sinken der Inflationsrate von vier Prozent im vergangenen Jahr auf derzeit 1,6 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit mehr als zwei Jahren. Damit liegt die Teuerungsrate in der Eurozone erstmals seit August 2007 wieder unter der Marke von 2 Prozent. Aber sie droht auch gleich schon wieder aus dem Bereich herauszufallen, bei dem die EZB ihre Preisstabilitätsnorm – also eine Inflation von knapp zwei Prozent – erfüllt sieht. Seit dem Sommer 2008 hat der Inflationsdruck stark nachgelassen. Neben den rückläufigen Ölpreisen hat auch eine Beruhigung an der Preisfront für viele Lebensmittel hierzu beigetragen. Viele Ökonomen schätzen, dass die Teuerungsrate in den nächsten Monaten weiter fallen wird.
Die Baufinanzierungszinsen befinden sich weiterhin auf einem günstigen Niveau, schwanken aber zunehmend. Hier können wir nur wiederholt den Rat aussprechen, frühzeitig alle notwendigen Unterlagen zusammen zu tragen und die Zinsentwicklung zu beobachten. Auf diese Weise können Sie schnell auf Zinsausschläge nach unten reagieren und sich günstige Konditionen sichern. Ihre Finanzierungsberater von Dr. Klein stehen Ihnen hierbei gerne zur Seite.

Derzeit ist zudem bei den Banken die Tendenz zu beobachten, die Aufschläge für Finanzierungen in den hohen Beleihungsausläufen immer weiter zu erhöhen. Wenn die Finanzierung 54 Prozent des Kaufpreises (60 Prozent des Beleihungsauslaufes) nicht übersteigt, spricht man von einer 1a-Finanzierung. Hier gelten die Bestkonditionen. Übersteigt der Finanzierungsbedarf diese Werte, so müssen Aufschläge gezahlt werden, da dies für die Banken ein größeres Risiko birgt. Hier raten wir allen Baugeldinteressenten mit wenig Eigenkapital zu einer schnellen Entscheidung, bevor die Aufschläge noch weiter angehoben werden.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: schwankend

Jan
21

Verteuerung wahrscheinlich / Langfristige Zinsbindungen jetzt sichern
(München, 21. Januar 2009) Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins von 2,5 auf 2,0 Prozent gesenkt hat, haben sich die Konditionen für private Baufinanzierungen nicht noch einmal nach unten bewegt: “Der Zinsschritt der EZB heißt eben nicht automatisch, dass auch die Baufinanzierungskonditionen für Laufzeiten von 10 oder 15 Jahren sinken. Schließlich kommt es hier darauf an, wie sich die langfristigen Kapitalmarktzinsen entwickeln – und diese könnten sich bald verteuern”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG. Daher raten die Finanzierungsexperten von Interhyp Immobilienkäufern und Anschlussfinanzieren zu handeln, um sich die derzeit günstigen Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum zu sichern: Die Top-Konditionen für 10jährige bzw. 15jährige Zinsbindungen liegen momentan bei 4,19 Prozent bzw. 4,33 Prozent effektiv.

“Während eine Leitzinssenkung direkt auf die Konditionen für ganz kurze Zinsbindungen durchschlägt, bilden sich die langfristigen Zinsen über Angebot und Nachfrage am Anleihemarkt. Da Investoren derzeit die mittelfristigen Auswirkungen der dramatischen weltweiten Neuverschuldung der Staaten nicht klar abschätzen können, werden sie zunehmend einen Risikoaufschlag für langfristige Zinsbindungen fordern – auch weitere Leitzinssenkungen können daher verpuffen”, analysiert Haselsteiner die derzeitige Zinssituation. Sein Rat lautet deshalb wie folgt: “Wer ein konkretes Immobilienobjekt vor Augen hat oder demnächst eine Anschlussfinanzierung vornehmen muss, sollte die Konditionen jetzt fixieren – und das mit langfristigen Zinsbindungen von zehn oder fünfzehn Jahren. Kalkulationssicherheit geht in der Baufinanzierung vor Zinsspekulation.”

Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG