Mrz
10

Immer mehr Anleger drängen auf den deutschen Immobilienmarkt: Jeder vierte Kaufinteressent sucht aktuell eine Immobilie als Kapitalanlage. Im Vorjahr war es nur jeder achte. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24. Die Umfrage, für die im Februar 2011 über 2.300 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden, wird als Vergleichsstudie jedes Jahr wiederholt.

Kapitalanleger glauben derzeit an das Renditepotenzial von Betongold: Mehr als jeder Zehnte (10,5 Prozent) rechnet beim Kauf mit einem hohen Wertzuwachs. Weitere 73 Prozent erwarten eine Wertsteigerung, welche die Inflation ausgleicht. Eigennutzer hingegen achten weit weniger auf die Wertsteigerung des Objekts. Rund 15 Prozent können die Wertentwicklung nicht einschätzen und weitere 18 Prozent interessieren sich nicht für den Wert ihres Hauses oder ihrer Wohnung in der Zukunft.

Eine weitere auffällige Tendenz zeichnet sich bei den Immobilienpreisen ab: Sie werden im Vergleich zum Vorjahr als teurer eingeschätzt. Derzeit geben nur noch 6,8 Prozent aller Kaufinteressenten (Kapitalanleger als auch Eigennutzer) ‚günstige Preise‘ als Grund für ihren Immobilienerwerb an. Vor einem Jahr fanden immerhin noch 12,5 Prozent, also fast doppelt so viele, dass Immobilien preiswert zu erstehen sind. Der Hauptgrund für einen Haus- oder Wohnungskauf der Deutschen ist nach wie vor die Altersvorsorge, sowohl bei den Eigennutzern (49 Prozent) als auch bei den Kapitalanlegern (55 Prozent).

Die Top-5-Gründe für den Immobilienerwerb im Überblick:

1. Altersvorsorge (49 Prozent)
2. Günstige Zinsen (40 Prozent)
3. Mietzahlungen vermeiden (29 Prozent)
4. Immobilien sind krisensicher (28 Prozent)
5. Unabhängigkeit vom Vermieter (24 Prozent)

“Obwohl die Zinsen seit September letzten Jahres stetig gestiegen sind, ist das Zinsniveau immer noch extrem attraktiv. Das wird auch in 2011 für eine hohe Nachfrage nach Betongold sorgen”, kommentiert Robert Haselsteiner, Vorstand der Interhyp AG die Ergebnisse. Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, ergänzt: “Immobilien erleben seit Monaten einen wahren Boom. Selbst renditeorientierte Anleger wittern in diesem Markt lukrative Geschäfte.”

Quelle: Pressemitteilung von Immobilienscout24.de vom 10.März 2011

Feb
19

Immer wieder versuchen Immobilienbesitzer, ihr Objekt auf eigene Faust zu verkaufen. Die Ergebnisse sind nach Angaben des Immobilienvermittlers PlanetHome meist nicht optimal. Falsche Preisvorstellungen und fehlendes Vermarktungswissen ziehen den Verkauf in die Länge und können den Verkaufserlös schmälern. Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG, hat die 6 größten Fehler beim Immobilienverkauf zusammengetragen.

1. Fehler: Falscher Verkaufspreis
„Oft überschätzen Immobilienbesitzer den Wert ihres Objekts“, weiß Anzenberger. Mangelnde Kenntnis des Immobilienmarktes sorgt dafür, dass Preise zu hoch angesetzt werden. In der Folge geistert ein Angebot zu lange durch Zeitungen und Verkaufsportale – woraufhin sich selbst interessierte Investoren abwenden. Wird der Verkaufspreis schrittweise nach unten angepasst, vermuten potenzielle Käufer einen Ladenhüter. Wer die Immobilie indes nach 3 Stunden verkauft hat, hat zu wenig angesetzt.

2. Fehler: Aufwand für Hausverkauf wird unterschätzt
Fünf Besichtigungen und anschließend Notartermin – so einfach stellen sich viele Verkäufer die Immobilienveräußerung vor. Aber: Mit einer Zeitungsannonce ist es selten getan. Die Vermarktung eines Objekts fordert viel Zeit. Neben der Vorbereitung wollen Interessenten professionell informiert und betreut werden.

3. Fehler: Emotionale Bindung
Ob Hochzeit, Geburtstage oder die Geburt des Kindes: Eine zu starke emotionale Bindung des Eigentümers an die vier Wände führt laut PlanetHome nicht selten dazu, dass Verkäufer nicht loslassen können. Im Verkaufsgespräch werden unbewusst Bemerkungen gemacht, die den Verkauf behindern. Zudem stellen viele das eigene Objekt über andere Objekte.

4. Fehler: Schlechter Verkaufszeitpunkt
Im Frühling ist ein besserer Verkaufszeitpunkt als im Winter. Schlechte Verkaufszeitpunkte sind zudem einschneidende Ereignisse, die einen Verkauf zwingend machen – wie etwa der Tod eines Lebenspartners. Besser ist es, den Immobilienverkauf langfristig zu planen.

5.Fehler: Falsche Anzeigentexte
„Langweilige Inserate hemmen den Verkauf ebenso wie zu reißerische Angebote“, weiß Anzenberger. Der Text sollte sachlich und korrekt sein. Zudem muss die Anzeige im richtigen Medium geschaltet sein – damit es weniger Streuverluste in der Zielgruppe potenzieller Käufer gibt. Das Problem: Die zielgruppengerechte Vermarktung und Ansprache erfordern Fachwissen, das Immobilieneigentümer selten mitbringen.

6. Fehler: Mangelnde oder fehlende Unterlagen
Das Exposé spielt als wichtigste Handreichung und Informationsquelle eine zentrale Rolle – und muss entsprechend gestaltet sein. Wer ein Einfamilienhaus mittels eines schwarz-weiß kopierten Handzettels verkaufen will, bleibt erfolglos. Grundrisse, Fotos, Berechnungen und genaue Angaben zum Bau sind wesentliche Verkaufsargumente, die in keinem Exposé fehlen dürfen.

Quelle: Pressemitteilung der PlanetHome AG vom 15.02.2011

Jan
15

Zum ersten Mal seit langer Zeit hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, am Donnerstag die Inflationszahlen für den Euroraum kritisch kommentiert und auf die Gefahr steigender Inflation hingewiesen. Damit wollte er offensichtlich dem Markt zeigen, dass die EZB ihren Stabilitätsauftrag weiterhin sehr ernst nimmt und bei Bedarf auch über Leitzinserhöhungen nachdenken wird. Die Inflationsrate liegt derzeit, bedingt durch steigende Rohstoff- und Energiepreise, bei 2,2% und damit leicht über der Zielgröße der EZB. Das klingt noch nicht bedrohlich, ist aber vor dem Hintergrund einer in vielen Ländern Europas weiterhin sehr schwachen Wirtschaftsentwicklung doch überraschend hoch. Da auch in anderen Teilen der Welt – vornehmlich in den Boomländern China, Indien, Brasilien und weiten Teilen Asiens – ebenfalls ein starker Aufwärtsdruck bei den Preisen herrscht, sind zuletzt die langfristigen Kapitalmarktzinsen gestiegen, weil Investoren eine höhere Risikoprämie für diese Anleihen fordern. Offensichtlich hat Herr Trichet auch diese Entwicklung im Blick, wenn er gegenüber den Investoren jetzt erhöhte Aufmerksamkeit der Notenbank auf Preisstabilität signalisiert. Nichts wäre für die Bemühungen zur Krisenbekämpfung der Regierungen und Notenbanken schädlicher als stark steigende Kapitalmarktzinsen. Verlieren die Notenbanken die Kontrolle über diese, werden die Staatsschulden immer weniger beherrschbar und die Investitionsfinanzierungen für die Unternehmen teurer. Dieser Effekt ist in den hochverschuldeten und wachstumsschwachen Ländern Europas bereits zu beobachten. Die drastisch gestiegenen Finanzierungskosten hängen den Griechen, Iren und Portugiesen wie ein Mühlstein um den Hals. Und auch die Spanier spüren das Gewicht schon. Auch wenn die EU versucht, durch einen subventionierten Zinssatz für die Länder unter dem Rettungsschirm die Kapitalkosten vorübergehend zu senken, so zeichnet sich parallel schon ein weiteres Ergebnis ab: Die Kapitalkosten für die Retter steigen. Dieser Effekt ist an den steigenden Renditen der Bundesanleihen genauso zu sehen, wie an den gestiegenen Prämien für eine Ausfallversicherung Deutschlands. Je stärker Deutschland als Garantiegeber für schwache Länder auftritt, desto stärker wird dieser Effekt sichtbar werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Retter am Ende nicht übernehmen und damit selbst bei der nächsten Konjunkturdelle in die Defensive oder sogar in die Handlungsunfähigkeit geraten. Derzeit spricht aber vieles für eine starke Entwicklung der deutschen Wirtschaft und damit auch eine anziehende Zinsentwicklung 2011 und 2012. Mehr Beschäftigung, mehr Konsum und höhere Einkommenserwartungen haben auch begonnen, die Aktivitäten am Immobilienmarkt positiv zu beeinflussen. Steigende Neubauaktivität und steigende Nachfrage bei Bestandsobjekten sind die Folge. Sachwerte sind stark gefragt und das mit gutem Grund. In einzelnen Städten sind 2010 die Preise bereits deutlich gestiegen und auch die Mieten bei Neuvermietung haben angezogen. Das ist eine Abkehr von der schwachen Entwicklung der vergangenen zehn Jahre und sollte Immobilieninteressenten aufrütteln. Noch sind die Zinsen für Baugeld im historischen Vergleich extrem günstig und das gilt es zu nutzen.

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2012 der Interhyp AG vom 14.01.2011

Jul
17

Trotz leichter Schwankungen im Wochenverlauf schließt der Zinsmarkt praktisch unverändert zum vergangenen Freitag. Und trotz schwacher Konjunkturzahlen in den USA und einem im Gegensatz zu den Erwartungen im zweiten Quartal etwas schwächeren Wirtschaftswachstum in China zeigten sich die Investoren doch risikobereiter. Leichte Kursgewinne an den Aktienmärkten und eine gute Nachfrage nach höher verzinsten Anleihen schwächerer Schuldner waren die Folge. Auch am signifikanten Wertzuwachs des Euro gegenüber dem US-Dollar ist diese Tendenz zu erkennen. Das hat zu einer recht deutlichen Korrektur des Goldpreises geführt, der von einem Höchststand von 1.040 Euro pro Unze auf jetzt 920 Euro korrigiert hat. Der Euro hat selbst gegenüber Schweizer Franken und Sterling im Wochenverlauf deutlich gewonnen. Offensichtlich haben viele Investoren zuletzt doch gemerkt, dass der Euro nicht nur aus Griechenland, Portugal und Spanien besteht, sondern auch Globalisierungsgewinner wie Deutschland und Holland enthält, die sich zuletzt sehr viel besser schlugen als die USA. Die alte D-Mark wäre daher sicher derzeit ähnlich stark wie der Schweizer Franken. Von den Notenbanken ist vorerst keine Gefahr für den Zinsmarkt zu erkennen. Die US-Notenbank hat angesichts einer abflauenden Konjunktur und eines schwachen Arbeitsmarktes keinen Spielraum für eine restriktivere Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank muss weiterhin ihre Zinspolitik nach den schwachen Südländern ausrichten und die Banken mit billigem Geld versorgen. Für Deutschland ist das vorerst ein perfektes Umfeld. Hohe Produktivität, attraktive Produkte und jetzt zusätzlich noch Kapitalmarktzinsen, die bezogen auf die deutsche Konjunktursituation eigentlich zu niedrig sind, bieten gute Chancen für weiteres Exportwachstum und steigenden Binnenkonsum. Davon könnte in den nächsten Jahren ebenso der Immobilienmarkt stark profitieren. Die tiefsten Finanzierungskonditionen seit 50 Jahren treffen auf erhöhte Kaufkraft und ein zuletzt geringes Angebot an neuen Immobilien. In vielen Städten liegen die Kaufpreise für Bestandsimmobilien noch dazu deutlich unter den heutigen Herstellungskosten. Vor diesem Hintergrund könnte nach rund 15 Jahren Flaute wieder Bewegung in den Markt kommen.

Baugeldkunden sollten die aktuell sehr tiefen Zinsen konsequent nutzen und ihre Konditionen mit längeren Laufzeiten absichern. Trotz aller kurzfristigen Schwankungen und der Verlockung noch tieferer Konditionen, gilt weiterhin: Wir empfehlen, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Sollzinsbindungen festzuschreiben und damit für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Baufinanzierungskunden müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken, in denen sie monatliche Zahlungen leisten. Daher sollten sie sich auf keine Spekulation einlassen. Die Zinsen sind derzeit historisch tief und implizieren ein Deflationsumfeld für die nächsten Jahre. Eine Inflationsprämie ist in den aktuellen Zinssätzen nicht mehr enthalten. Grundsätzlich empfehlen wir, bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2 bis 3 Prozent zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind momentan zum Beispiel sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit bereits jetzt ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Zinsprognose 2011 der Interhyp AG

Mrz
16

- Immobilienumsatz geht um 15,8 Prozent zurück
- Umsatzrückgänge in allen Bundesländern, vor allem bei Gewerbeimmobilien

Im Jahr 2009 wurden in Deutschland private und gewerbliche Immobilien im Gesamtwert von über 135,13 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden damit wertmäßig rund 15,81 Prozent (= 25,38 Milliarden Euro) weniger Immobilien umgesetzt als im Jahr zuvor. Der aktuelle Immobilienumsatz in Höhe von 135 Milliarden Euro befindet sich auf dem Niveau der Jahre 2002 bis 2005. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung der IVD-Marktforschung auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens.

„Der wesentliche Rückgang des Transaktionsvolumens stammt aus dem Bereich der gewerblichen Investments“, berichtet Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD Bundesverbands. „Der Umsatzrückgang der Immobilienverkäufe wird sich erst im Laufe des Jahres vermehrt auf die Preise auswirken. Nachgebende Preise sehen wir in Teilen des Gewerbeimmobilienmarktes, in kleineren Städten und in schlechten Lagen von Großstädten, während zentrale Lagen in großen Städten und vermietete Wohnimmobilien preisstabil sein werden“, prognostiziert Schick. Ein Indikator seien die lediglich schwachen Preisrückgänge, die der IVD bei den Immobilienpreisen verzeichnet hat. „Beim Immobilienumsatz werden wir uns wohl vorerst mit den unterdurchschnittlichen Werten der umsatzschwachen Jahre 2002 bis 2005 abfinden müssen. In den Metropol- und Wachstumsregionen gehen wir von einer Normalisierung der Umsätze auf langjährigem Niveau aus“, so Schick weiter.

„Der sonst so robuste deutsche Immobilienmarkt, der sich vor allem im Wohnimmobilienmarkt der Metropolregionen preislich unbeeindruckt von der Finanzmarktkrise und der aktuellen Wirtschaftskrise zeigt, musste jedoch beim Blick auf den Gesamtumsatz zurückstecken“, sagt der Vizepräsident. Verglichen mit anderen Branchen sei der Immobilienmarkt jedoch stabil.

Der Immobilienumsatz im Jahr 2009 liegt nach drei Jahren wieder unter dem langfristigen Durchschnitt in Höhe von knapp 154 Milliarden Euro und damit nur knapp unter dem Niveau der Jahre 2000 bis 2005. In den Jahren 2006 bis 2008 trieben vor allem internationale Finanzinvestoren die Immobilienumsätze in die Höhe.

Vom aktuellen Umsatzvolumen in Höhe von 135,13 Milliarden Euro entfielen 122,48 Milliarden Euro (minus 15,20 Prozent) auf die westdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin und 12,65 Milliarden Euro (minus 21,34 Prozent) auf die ostdeutschen Bundesländer. Damit liegen die prozentualen Rückgänge ähnlich hoch wie im Vorjahr.

Regionale Einzeldaten

In allen Bundesländern sind relativ hohe Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Einstellige Umsatzrückgänge sind lediglich in Bayern (- 9,92 Prozent), Schleswig-Holstein
(- 7,74 Prozent) und Brandenburg (- 1,36 Prozent) zu verzeichnen. Die höchsten prozentualen Umsatzrückgänge sind in Berlin (- 39,17 Prozent), Sachsen (- 31,11 Prozent) und Thüringen (- 33,55 Prozent) zu beobachten.

Das umsatzstärkste Bundesland ist Nordrhein-Westfalen mit 28,89 Milliarden Euro, gefolgt von Bayern (26,13 Milliarden Euro) und Baden-Württemberg (19,68 Milliarden Euro). Hessen liegt mit 11,82 Milliarden Euro wie in den Vorjahren auf Platz vier. Niedersachsen und Berlin folgen mit 9,93 beziehungsweise 6,77 Milliarden Euro. Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein liegen zwischen rund 5,5 und 5,9 Milliarden Euro.

Zur Ermittlungsmethode

Das so genannte Immobilientransaktionsvolumen beziehungsweise der Immobilienumsatz umfasst sämtliche privaten und gewerblichen Immobilientransaktionen, die der Grunderwerbsteuer unterliegen. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen – mit Ausnahme der Fälle, die der Erbschafts- und Schwenkungssteuer unterliegen, sowie Share-Deals – dieser besonderen Umsatzsteuer auf Grundstücksumsätze unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.

Quelle: Pressemitteilung des Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.
vom 15.03.2010

Sep
07

München, 07. September 2009. Immer mehr Deutsche liebäugeln mit einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung im eigenen Land. Doch die Suche nach einem passenden Objekt kann mitunter langwierig und schwierig sein. Wie findet man ein passendes Objekt in fremder Umgebung? Wo befinden sich bevorzugte Lagen? Wie sieht die künftige Bauerschließung für das Wunschgebiet aus? Wo lauern Umweltrisiken wie Hochwasser- oder Sturmanfälligkeit? Welcher Quadratmeterpreis ist für welche Lage angemessen?

“Da die bevorzugte Urlaubsregion nicht vor der Haustür liegt, sind Interessenten mit dem lokalen Immobilienmarkt nicht vertraut. Der Weg in die Wunschregion ist weit und die Suche nach dem Urlaubsdomizil mit vielen Unbekannten verbunden”, weiß Robert Anzenberger, Vorstand des Immobilienvermittlers PlanetHome AG.

Suchende haben meistens noch keine Freunde oder Nachbarn in der fraglichen Region, die sie fragen und auf deren Urteil sie vertrauen könnten. Um sich Klarheit zu verschaffen, lohnt der Gang zu einem ortsansässigen Makler. Der Immobilienmakler kennt nicht nur die Preise und Gegebenheiten vor Ort, er hat auch erste Angebote parat. Anhand konkreter Beispiele lassen sich Vorzüge und Nachteile bestimmter Lagen oder ausgewählter Landstriche erörtern und neue Erkenntnisse gewinnen. Wie sieht es beispielsweise mit der täglichen Versorgung etwa durch Bäcker oder Supermärkte aus, wo befinden sich Ärzte oder Apotheker und wie ist es um den öffentlichen Nahverkehr bestellt? Auch auf Fragen des Besucherandrangs oder des Verkehrsaufkommens während der Urlaubszeit kann der Makler Antwort geben.

Wer in eine neu zu bauende Ferienimmobilie investieren möchte, der findet in Immobilienvermittlern ebenfalls hilfreiche Ansprechpartner. “Aus der täglichen Praxis wissen Wohnungsmakler, wo neue Bauprojekte geplant sind beziehungsweise welche Objekte gerade realisiert werden”, erläutert Robert Anzenberger. Sie können gezielt Informationen einholen oder Exposés besorgen. In vielen Fällen eröffnet sich Kaufinteressenten die Möglichkeit, ihr Ferienobjekt aktiv mitzugestalten. Ein weiterer Vorteil ist die Zeit- und Aufwandsersparnis. Denn Käufer können Makler gezielt mit der Suche nach ihrem Wunschobjekt beauftragen und brauchen sich nicht selbst auf den Weg zu machen. Der Vermittler wird regelmäßig die in Frage kommenden Immobilien vorlegen – solange, bis ein wirklich geeignetes Objekt gefunden ist.

Quelle: Pressemitteilung der Planethome AG

Mrz
06

Zinsen für Darlehen um weitere 0,1 Prozentpunkte gesunken

Mannheim, 6. März 2009. Immobilienkäufer können sich besonders über die jüngste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) freuen. „Die Zinsen für Immobilienkredite haben in der ersten Märzwoche nochmals um 0,1 Prozentpunkte nachgegeben“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount.

Ein 200.000-Euro-Immobilienkredit mit zehnjähriger Zinsbindung verbilligt sich laut HypothekenDiscount allein durch den jüngsten Zinsrutsch um 2.170 Euro. „Da nicht alle Kreditinstitute Zinssenkungen zeitnah an den Kunden weitergeben, sollten Kreditnehmer unbedingt mehrere Angebote einholen“, rät Oppel. Wie ein aktueller Vergleich des Baugeldvermittlers unter 70 Kreditanbietern ergeben hat, können Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung derzeit ab rund 3,9 Prozent aufgenommen werden. Die teuersten Anbieter verlangen mehr als 5,5 Prozent.

Ausgelöst wurde der Zinsrückgang durch die Wirtschaftsentwicklung. Der Leitzins in der Euro-Zone hat ein neues historisches Tief erreicht: Am ersten Donnerstag im März verkündete Jean-Claude Trichet, Chef der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, eine Senkung des Refinanzierungssatzes um 50 Basispunkte auf nun 1,5 Prozent. „Damit setzen die Notenbanker ihre Zinspolitik der kleinen Schritte fort. Seit Oktober haben Europas Währungshüter den Leitzins um 275 Basispunkte gesenkt“, erläutert Oppel. Geschäftsbanken können sich nun noch günstiger bei der EZB refinanzieren. Mit der Verbilligung des Geldes sollen Investitionen und Konsum der brachliegenden Wirtschaft angekurbelt werden, um den Verlauf der Rezession abzumildern.

Doch wichtiger als die Zinsentscheidung selbst war der Ausblick für die nächsten Monate. Trichet rechnet mit einer „langen Phase eines großen wirtschaftlichen Abschwungs.“ Die EZB korrigierte ihre Wachstums- und Inflationsprognose nach unten. Für 2009 erwarten die Notenbanker nun ein Schrumpfen der Wirtschaft um 3,2 bis 2,2 Prozent. Frühestens 2010 sei mit einem Aufschwung zu rechnen. Die Inflation taxieren die EZB-Experten dieses Jahr nun auf 0,1 bis 0,7 Prozent und 2010 auf maximal 1,4 Prozent.

Gewinner der Krise bleiben Eigenheimer. „Anders als in Großbritannien, in den USA oder in Spanien ist der deutsche Immobilienmarkt stabil“, erklärt Oppel. Hier zahlt sich jetzt die konservative Finanzierung insbesondere bei selbstgenutzten Immobilien aus. Gleichzeitig profitieren Verbraucher mit Kreditbedarf von einem Zinsniveau nahe seiner historischen Tiefstände.

Quelle: Pressemitteilung der Hypothekendiscount