Die Preise für Häuser geben auch im Oktober weiter nach. Die für Wohnungen setzen ihr Wachstum fort. Das geht aus dem Hauspreisindex (HPX) der Hypoport AG hervor.
Der Rückgang fällt mit 0,12 Punkten geringer aus als im September (-0,22 Punkte). Mit 100,82 Punkten konnten die Eigentumswohnungen im Oktober abermals an Wert zulegen. Der Anstieg schwächt sich mit 0,43 Prozent aber zunehmend ab. Im August betrug der Anstieg noch 1,4 Prozent, im September 1,0 Prozent.
Leicht rückläufig sind die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser. Sie liegen bei 102,79 Punkten, nach 102,81 im September und 102,94 im August. Die Häuser im Bestand verlieren derzeit am stärksten an Wert, wenngleich sich der Preisverfall leicht abschwächt. Derzeit beträgt der Wert 93,22 Punkte, nach 93,97 im September.
Bewertung und Prognose
Die Neubaupreise spiegeln die höheren Rohstoffpreise und die gute konjunkturelle Lage wieder, heißt es in einer Mitteilung der Hypoport. Die geringe Neubautätigkeit der vergangenen Jahre hat zudem den Anbietermarkt konsolidiert. Ein deutlicher Rückgang durch die sich abschwächende Wirtschaftslage ist vorerst nicht zu erwarten.
Preiskorrekturen gab es hingegen bei Bestandsobjekten, hier zeichnet sich aber bereits eine Bodenbildung im Index ab. Vom Trend zum Wohnen in der Stadt profitieren weiter Wohnungen, die im Oktober erneut leicht zulegen konnten. Generell blieben deutschen Immobilien – im Vergleich zu europäischen Nachbarländern wie Spanien oder England – deutliche Preiskorrekturen erspart. Nach dem Boom der Wiedervereinigung wies der deutsche Markt in den vergangenen Jahren faktisch keine Wertzuwächse auf, während sich international spekulationsgetriebene Preisblasen bildeten. Insofern wird sich der deutsche Markt weiterhin robust entwickeln.
Quelle: (Haufe Online-Redaktion)