Zinskomentar von Dr.Klein: Keine Veränderung der Leitzinsen in den USA und im Euroraum

Die amerikanische Notenbank (FED) hatte in der letzten Zeit eher mit negativen Nachrichten zu kämpfen. Das Wachstum in den USA hat sich im Sommer abgeschwächt und zugleich belasten steigende Preise Wirtschaft und Privathaushalte. Zunehmend mehren sich Hinweise auf Inflationsgefahren. Der FED zufolge gibt es auch auf dem Markt für Wohnimmobilien keine Besserung. Ben Bernanke, Präsident der FED, glaubt aber nicht, dass es zu einer Stagflation, also einer Mischung aus schwacher Konjunktur und hoher Inflation, kommen werde. Die Ökonomen sind sich allerdings einig, dass der Tiefpunkt noch nicht erreicht ist. Im weiteren Verlauf des Jahres sei eine Rezession möglich.

Bei ihrer Sitzung an diesem Dienstag hat die FED sich weiter abwartend gezeigt und die Leitzinsen nicht verändert. Der Leitzins liegt bereits unter der Inflationsrate, und ist damit real negativ. Die Geldpolitik ist laut dem Internationalen Währungsfonds IWF für die Reaktion auf Rezessionsrisiken bereits angemessen positioniert. Der IWF spricht sich für eine deutliche Zinsanhebung in den USA aus, sobald sich die Wirtschaft wieder erholt.

Auch in Europa besteht die Gefahr einer Rezession. Spanien hat mit einem Bauboom zu kämpfen. Seit fast einem Jahr stagniert die Wirtschaft in Italien, um deren Wettbewerbsfähigkeit es nicht gut bestellt ist. Auch aus Frankreich häufen sich beunruhigende Meldungen, wie etwa der Absturz des Einkaufmanagerindizes. Der könnte eine Rezession ankündigen.

In Deutschland verunsichern neue Höchstwerte bei den Energiepreisen, stärker werdende Rezessionsängste sowie das Wiederaufflammen der Finanzmarktkrise die Verbraucher. Die Konjunktur- und Einkommensaussichten mussten im Juli deutliche Verluste hinnehmen. Die anhaltend hohe Inflation drückt auf die Einkommensaussichten und die Kauflaune der Verbraucher wird durch die Furcht vor weiteren Kaufkraftverlusten gebremst.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer heutigen Sitzung keine weiteren Veränderungen der Leitzinsen im Euroraum beschlossen. Die EZB steckt weiterhin in dem Dilemma niedriges Wachstum und hohe Inflation. Während Zinserhöhungen das Wachstum abzuwürgen drohen, bergen Senkungen weiteres Geldentwertungspotenzial. Experten erwarten, dass die EZB bei einer weiteren Abkühlung der Konjunktur im nächsten Jahr einen Zinssenkungszyklus beginnen wird.

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Tendenz
Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: steigend

Quelle: Zinskommentar von Dr.Klein

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1 Trackback von "Zinskomentar von Dr.Klein: Keine Veränderung der Leitzinsen in den USA und im Euroraum"

  1. am 4. Juni 2010 um 17:49