Angesichts der weltweiten Schuldenkrise und der dadurch bedingten staatlichen Stützungsmaßnahmen hält Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (Fed), einen Konjunkturrückschlag für möglich. Er warnte daher vor einer politischen Einmischung in die Geldpolitik der Zentralbanken, da sonst unerwünschte „Boom-Bust-Zyklen“ ausgelöst werden können. Diese sind mit Spekulationsblasen zu vergleichen; dabei folgen auf eine Phase übermäßiger Kreditvergabe hastige Kapitalrückzüge.
Durch die Finanzkrise wurden die Zentralbanken vor ihre größte Herausforderung seit der Weltwirtschaftskrise gestellt. Viele Notenbanken haben angesichts scharfer Wirtschaftseinbrüche mit außergewöhnlichen Maßnahmen reagiert. Um sich gegen den Preisverfall zu stemmen, hat Japans Notenbank gerade erst unter politischem Druck die geldpolitischen Zügel noch weiter gelockert, unter anderem durch den Kauf von Regierungsanleihen. Bernanke mahnte, dass eine solche Entscheidung frei von politischer Einmischung erfolgen muss, da ein Missbrauch durch Regierungen hinsichtlich der Ausgabe von Geld zur Finanzierung ihrer Ausgaben zu einer weniger stabilen Wirtschaft und zu höherer Inflation und Zinsentwicklung 2011 führe.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) korrigierte in der vergangenen Woche ihren Wachstumsausblick für die Weltwirtschaft deutlich nach oben. Besonders die exportlastige deutsche Wirtschaft wird nach Meinung der OECD davon profitieren können. Sie steigerte ihre Prognose für Deutschland von 1,4 auf 1,9 Prozent Wachstum im laufenden Jahr und von 1,9 auf 2,1 Prozent im kommenden Jahr.
In der vergangenen Woche hat auch die deutsche Bundesbank ihren Monatsbericht veröffentlicht. Darin schreibt sie, dass sich die deutsche Wirtschaft auf einem soliden Erholungspfad befindet. Besonders die Exportwirtschaft, die in Übersee und Europa wieder an Kraft gewinnt, wird das Wachstum antreiben. Auch in der Industrie herrscht positive Stimmung, da es einen Schub von Auftragseingängen gab. Zudem hofft die Bundesbank darauf, dass auch der zuletzt schwache private Konsum wieder anzieht. Im ersten Quartal 2010 hatten die Zurückhaltung der Verbraucher und die sinkenden Bruttoinvestitionen die Wirtschaft gebremst. So legte das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, dabei gaben die Verbraucher 0,8 Prozent weniger für den Konsum aus. Diese Kaufzurückhaltung hat nach Ansicht der Bundesbank mit den Nachwehen der abgeschafften Abwrackprämie zu tun, wohingegen die Einzelhandelsumsätze weitgehend stabil geblieben sind.
Viele Sparer haben derzeit große Sorgen vor einer Geldentwertung als Folge der milliardenschweren Rettungsprogramme europäischer Notenbanken. Immobilien bieten sich als Schutz gegen Inflation an, denn Profiteure der Geldentwertung sind die Schuldner, weil der Realwert ihrer Verbindlichkeiten sinkt. Zudem sind die Zinsen für Baugeld zurzeit sehr niedrig, so dass sich die Entscheidung zum Kauf einer Immobilie doppelt lohnt. Kredite mit einer 10-jährigen Zinsbindung sind schon für unter 3,30 Prozent und mit einer 15-jährigen Zinsbindung schon für unter 3,60 Prozent zu bekommen. Sprechen Sie uns an – unsere Baufinanzierungsexperten finden die passende Finanzierung für Sie.
Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend
Quelle: Zinsprognose 2011 und 2010 der Dr. Klein & Co. AG auf Zinsentwicklung.de
Die Börsen sind enttäuschend in das neue Jahr gestartet und finden sich rund 8% unter den Jahresendkursen von 2009 wieder. Damit zeigt sich, dass im starken Kursaufschwung sehr hohe Erwartungen an die Performance der Unternehmen aufgebaut wurden, die sich bisher nicht erfüllten. In solchen unsicheren Phasen an der Börse parken Investoren die Liquidität gerne in hochqualitativen Staatsanleihen. Damit sind die Renditen in den vergangenen Wochen rund 0,20 Prozentpunkte gesunken. Deutsche Bundesanleihen haben dabei auch noch von der Krise in Griechenland profitiert, wo die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen drastisch angestiegen sind. Deutschland wird dagegen als bester Schuldner in Euroland gesehen und Bundesanleihen stehen daher bei konservativen Anlegern ganz hoch im Kurs.
Da aus den Konjunkturindikatoren zwar eine leichte Verbesserung, aber keine wirklich dynamische Erholung zu erkennen ist, setzt sich im Markt immer stärker die Meinung durch, dass die Notenbanken im gesamten Jahr 2010 nur wenig Spielraum für eine Leitzinserhöhung haben werden. Auch das stützt vorerst die Nachfrage nach längeren Laufzeiten am Anleihemarkt. Für die nächsten Monate bleiben aber zwei Themen bestimmend: Wie bekommen die Staaten die ausufernden Budgetdefizite in den Griff? Und wie würde die Politik damit umgehen, sollte sich herausstellen, dass die bisherigen Stützungspakete keinen anhaltenden Erfolg bringen und neue Hilfe notwendig ist? Dann würde die Investorenmeinung immer stärker von einer Kombination aus Stagnation und mittelfristiger Inflationsangst über ausufernde Staatsschulden beherrscht. Dies wäre weder für Aktien noch für Anleihen ein gutes Umfeld. Vielmehr würde das zu einer noch steileren Zinskurve, also höheren Langfristzinsen bei weiterhin tiefen Leitzinsen führen.
Für Baugeldkunden ist diese Entwicklung sehr positiv. Sie können von der Flucht der Investoren in sichere deutsche Bundesanleihen profitieren, weil damit auch die Konditionen für langfristige Baugeldzinsen in Deutschland tief bleiben. Der starke Wettbewerb der Banken um das Neugeschäft in der Baufinanzierung, welches derzeit unter der geringen Neubautätigkeit leidet, führt ebenfalls zu attraktiven Angeboten. Es bleibt wichtig, den Markt mit Hilfe eines erfahrenen Baugeldvermittlers genau zu durchleuchten und damit den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können inzwischen auf mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie gerne. Prinzipiell sollten Baugeldkunden derzeit die Absicherung auf lange Frist suchen. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Es ist deshalb mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Laufzeiten wählt. Dieses Risiko sollten daher gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen und mit langen Zinsbindungen heute schon die monatlichen Belastungen festzurren. Wir empfehlen, die niedrigen Zinsen für höhere Tilgungen zu nutzen und damit die Gesamtlaufzeit der Finanzierung abzukürzen, denn eine möglichst rasche Entschuldung ist die beste Zielsetzung. Mit dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Interhyp AG
Die Zinsmärkte befinden sich weiterhin im Spannungsfeld der Konjunkturerwartungen. Waren noch im Dezember die Zinssätze für kurze Laufzeiten um rund 0,25 Prozentpunkte angestiegen, so hat sich diese Bewegung in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres schon wieder umgekehrt. Noch Ende des vierten Quartals 2009 sahen die Investoren das Konjunkturglas halb voll und tippten auf eine erste Leitzinserhöhung der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) für Sommer 2010. Nun macht sich die Überzeugung breit, dass frühestens im vierten Quartal 2010 der erste Zinsschritt kommen wird. Damit fühlen sich die eher nervösen Anleger in langlaufenden Anleihen wieder etwas sicherer und die Zinsen für diese Instrumente sind zuletzt um rund 0,15 Prozentpunkte gefallen. Die weltweite Konjunkturentwicklung zeigt weiterhin eine klare Zweiteilung. Die USA, Europa und Japan, also die alten Industrieländer, bauen immer noch Arbeitsplätze ab und belasten so den privaten Konsum und damit ihre Wachstumspotentiale. China, Indien, Brasilien und viele weitere Emerging Markets wachsen dagegen sehr dynamisch und bieten den alten Industrieländern zumindest Exportchancen. Diese Länder profitieren aber auch von den für ihr Wachstum viel zu niedrigen Zinsen, die aufgrund der Dollar-Koppelungen ihrer Währungen eigentlich von der US-Notenbank gesetzt werden. Ähnliches haben wir in den vergangenen zehn Jahren in Euroland gesehen, wo Länder wie Spanien, Irland, Portugal oder Griechenland von Euro-Zinsen profitiert haben, die in Bezug auf ihr eigenes Wachstumstempo viel zu tief waren und zu spekulativen Entwicklungen führten, die geplatzt sind. Im Kern ist die US-Notenbank die Welt-Notenbank geworden, die einerseits die dramatisch angeschlagene US-Wirtschaft unterstützen soll, andererseits für Blasenbildungen in China und den aufstrebenden Märkten verantwortlich gemacht werden wird. Solange die US-Notenbank bei den Leitzinsen tief bleibt, kann auch die EZB nur still halten, will sie nicht einen deutlich stärkeren Euro und damit einen Konjunkturdämpfer für Europa produzieren. Die Notenbanken sind nicht zu beneiden. Schwere Monate stehen ihnen bevor.
Baugeldkunden profitieren derzeit jedoch in zweifacher Hinsicht: einerseits von den niedrigen absoluten Zinsen am Kapitalmarkt, andererseits aber auch von der wieder verbesserten Bereitschaft einzelner Banken, diese günstigen Kapitalmarktzinsen an die Kunden weiter zu geben, nachdem die Refinanzierungsmöglichkeiten der Institute sich erneut verbessert haben. Umso wichtiger ist es, den Markt genau zu durchleuchten, um den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Die Spezialisten bei Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie gerne dabei. Prinzipiell sollten Baugeldkunden derzeit die Absicherung auf lange Frist suchen. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Daher ist es mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Zinsbindungen wählt. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf fünf oder gar zehn Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten jedoch zu den tiefsten der letzten 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in fünf oder zehn Jahren die Zinssätze deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Über lange Zinsbindungen können Sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und durch den optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
Die Teuerungsrate im Euroland ist so hoch wie seit Monaten nicht mehr und hat zum Jahresende deutlich zugelegt. Die jährliche Inflationsrate betrug im Dezember 0,9 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Im November hatten die Preise 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und in den Monaten davor waren sie sogar rückläufig gewesen. Als Hauptgrund für die steigenden Lebenshaltungskosten gilt der höhere Ölpreis. Ökonomen erwarten dennoch keine Inflationswelle, da wahrscheinlich hohe Arbeitslosenzahlen und schlechte Aussichten der Industrie eine Blasenbildung verhindern.
Einige Ökonomen, Notenbanker und Vertreter von Finanzministerien machen die lange Zeit lockere Geldpolitik vor allem der USA für die derzeitige Finanzkrise mitverantwortlich. Daher warnen sie davor, die gleichen Fehler noch einmal zu begehen, und drängen die Notenbanken, frühzeitig Szenarien für einen Ausstieg aus der großzügigen Liquiditätsbereitstellung festzulegen und die Geldpolitik wieder zu straffen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) reduziert derweil die Liquidität, mit der sie seit Ausbruch der Finanzkrise das europäische Bankensystem gestützt hat. Im vergangenen Jahr ist die Bilanzsumme der EZB, die die an die Kreditwirtschaft geflossenen Mittel widerspiegelt, bereits um 9,5 Prozent zurückgegangen.
Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (FED), hat erneut die Politik der FED vor Ausbruch der Finanzkrise verteidigt und sagte, dass nicht der niedrige Leitzins, sondern “exotische Hypotheken” und ein zu starkes Vertrauen in die Immobilienpreise die schlimmste Rezession in den USA seit den 1930er Jahren ausgelöst hätten. Der beste Weg, die Blase am Häusermarkt und den Konjunktureinbruch zu verhindern, sei eine strengere Finanzregulierung gewesen, so Bernanke. Sorge bereitet den Mitgliedern der FED zurzeit zunehmend der Arbeitsmarkt. Im Vergleich zu früheren schweren Rezessionen gestaltet sich die Erholung nach Meinung von Mitgliedern der FED eher verhalten. Die Arbeitslosigkeit in den USA werde vermutlich für einige Zeit hoch bleiben, die Wirtschaft werde sich hingegen erholen, so die FED. Weiterhin rechnen einige Mitglieder der FED mit Risiken durch den Ausstieg aus dem massiven Ankauf von hypothekengesicherten Anleihen. Dadurch könne die Erholung des Immobilienmarktes gefährdet werden.
2009 lagen die Zinsen für Baugeld weit unter dem historischen Mittelwert. Besonders zum Jahresende sanken die Zinsen noch einmal. Im Vergleich zum Herbst 2008 sind die Konditionen für ein Darlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung etwa ein Prozent günstiger. Wir raten allen Kunden, diese Ersparnis zur höheren Tilgung einzusetzen und so schneller zu entschulden. Doch die Baugeldzinsen werden auf dem günstigen Niveau nicht verharren. Gerade die Zinsen für Finanzierungen mit einer Zinsbindung von fünf oder zehn Jahren werden vermutlich in den nächsten Monaten steigen. Handeln Sie daher rasch und sichern Sie sich so die günstigen Konditionen. Ihr Finanzierungsexperte von Dr. Klein berät Sie gern!
Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend
Entgegen den Erwartungen vieler Analysten hat die US-Wirtschaft auch im Dezember 85.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die Arbeitslosenquote liegt damit unverändert mit 10,0% im zweistelligen Bereich. Während also der Aktienmarkt weiter eine rasante Erholung der Konjunktur vorwegnimmt, enttäuschen die realen Daten. Diese Konstellation verschlimmert das Dilemma der Notenbanken nur noch mehr. Mit der Nullzinspolitik befeuern sie die Kapitalmärkte und treiben die Aktienkurse und Vermögenswerte weltweit nach oben. Die auf die Realwirtschaft wirkenden Wachstumsimpulse dieser im historischen Vergleich lockersten Geldpolitik sind aber enttäuschend gering. Natürlich haben die direkten Ausgabenprogramme im Automobil- oder im Infrastrukturbereich und die Konjunkturpakete in China Impulse gezeigt. Die Frage bleibt aber, ob die Erholung auch selbsttragend sein wird. Für die Notenbanken bedeutet das eine fast unlösbare Aufgabe: Bleiben sie bei ihrer Nullzinspolitik und die Konjunktur fängt sich überraschend gut, riskieren sie einen Inflationsschub, den sie dann nur durch kräftige Zinserhöhungen wieder einfangen können. Entziehen sie die Liquidität zu rasch und die Konjunktur sackt doch wieder ab, so wird es zu harten Auseinandersetzungen mit der Politik kommen, die unter dem bereits bestehenden Budgetdefizit-Druck auf jeden Fall weitere Konjunkturpakete verhindern möchte. Da die Notenbanken ihre Käufe am Anleihemarkt reduzieren bzw. einstellen werden, bleibt die Ungewissheit zur Zinsentwicklung 2010, wer genau das große Angebot an neuen Anleihen abnehmen wird. Tendenziell spricht also viel für höhere langfristige Zinsen im Verlauf der nächsten Monate. Günstige Tage am Zinsmarkt, wie sie sich aufgrund der Arbeitsmarktzahlen Anfang der nächsten Woche ergeben werden, sollten daher zur Absicherung der Baugeldzinsen genutzt werden.
Dabei ist es wichtig, den Markt genau zu durchleuchten, um den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen und unterstützen Sie gerne dabei. Prinzipiell sollten Baugeldkunden derzeit die Absicherung auf lange Frist suchen. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Daher ist es mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Zinsbindungen wählt. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf 5 oder gar 10 Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten jedoch zu den tiefsten der letzten 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in 5 oder 10 Jahren die Zinssätze deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Mit langen Zinsbindungen können Sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und mit dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
Historische Zinstiefs in 2009 erreicht / Günstiges Baugeld dauerhaft sichern / Langfristige Baukredite und Forward-Darlehen werden teurer
(München, 22. Dezember 2009) Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu – ein guter Zeitpunkt, um eineZinsprognose für die Entwicklung der Baugeldzinsen in 2010 zu wagen. Robert Haselsteiner, Zinsexperte und Vorstand der Interhyp AG, erklärt im Anschluss die jüngsten Marktentwicklungen, deren Folgen für Baugeld-Konditionen und worauf Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer im neuen Jahr unbedingt achten sollten.
Robert Haselsteiner zum aktuellen und zukünftigen Zinsumfeld für Baugeld: “Das Jahr 2009 war maßgeblich von der anhaltenden Finanzmarktkrise und Rezession in USA und Europa geprägt. Die Notenbanken haben die Leitzinsen massiv gesenkt und verharren seit Mai auf Rekordtief. Diese Nahe-Nullzinspolitik sowie die sinkenden Renditen von Staatsanleihen haben zu historisch niedrigen Baugeldzinsen in Deutschland geführt. Kurzum, 2009 waren Bauherren und Immobilienkäufer klare Gewinner der Finanzmarktkrise.
In 2010 wird entscheidend sein, wie die Zentralbanken ihre Leitzinspolitik ausrichten. Wir gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank ihren Leitzins die nächsten sechs Monate bei 1,0 Prozent halten wird. Damit dürften die Baugeldzinsen mit kurzen Laufzeiten relativ stabil bleiben. Bei den Zinskonditionen mit langfristiger Fixierung hingegen wird es starke Schwankungen geben. Im zweiten Halbjahr wird es dann zu ersten Leitzinserhöhungen kommen, die höhere Baugeldzinsen nach sich ziehen werden. Daher sollten Bauherren und Immobilienkäufer die ersten Monate des neuen Jahres nutzen, um die dann noch günstigen Baugeldkonditionen für einen möglichst langen Zeitraum festzuschreiben. Des Weiteren erlauben die niedrigen Zinsen eine erhöhte Tilgungsrate und damit eine schnellere Schuldenfreiheit.
Mit Top-Konditionen von unter 4,5 Prozent effektiv gehören die aktuellen Zinssätze für lange Laufzeiten zu den tiefsten der vergangenen 50 Jahre. So kann selbst bei einer Tilgung von 2 Prozent mit einer Monatsrate von 800 Euro ein 15jähriges Darlehen über 150.000 Euro aufgenommen werden. Für ein 200.000 Euro-Kredit fällt eine monatliche Rate von 1.050 Euro an.
Auch Darlehensnehmer, die bereits in den eigenen vier Wänden wohnen, sollten das Frühjahr 2010 nutzen, um mit einem unabhängigen Berater abzuklären, wie sie bei ihrer Anschlussfinanzierung ein späteres Zinsanstiegs-Risiko vermeiden können. Denn auch wenn die Zinsbindung bestehender Baukredite erst in 12 bis 60 Monaten abläuft, können Anschlussfinanzierer auch jetzt von den aktuell niedrigen Zinsen profitieren – je nach Vorlaufzeit durch bereitstellungszinsfreie Baukredite oder Forward-Darlehen.”
Quelle: Pressemitteilung der Interhyp AG
Auf ihrer Sitzung letzte Woche Donnerstag hat die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen, den Ausstieg aus der krisenbedingten expansiven Geldpolitik zu beginnen. Aufgrund der verbesserten Bedingungen an den Finanzmärkten würden nicht mehr alle Liquiditätsmaßnahmen im gleichen Maße wie bisher benötigt. Ziel ist es, die Liquiditätsversorgung in der zweiten Jahreshälfte 2010 zurückzufahren und zu verteuern. Ab Januar wird die EZB einjährige Refinanzierungskredite für Banken nicht mehr anbieten. Als Reaktion auf die Finanzkrise hatte sie die Märkte mit diesen Krediten praktisch geflutet. Eine Erhöhung der Leitzinsen des Euroraums hat es dagegen nicht gegeben. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet betonte, dass der Leitzins von derzeit einem Prozent angemessen sei.
Bei der US-Notenbank FED wird offenbar heftig über eine Exit-Strategie gestritten. Dabei geht es um den Zeitpunkt und die Schnelligkeit beim Abbau der in der Krise in den Markt gepumpten Billionenliquidität. Einige Mitglieder der FED wollen im Gegensatz zu FED-Chef Ben Bernanke auch bei schwachem Wirtschaftswachstum zügig und drastisch vorgehen. Wann die FED eine Ausstiegsstrategie nutzt, ist deshalb weiterhin unklar. Ökonomen erwarten eine straffere Geldpolitik frühestens Mitte 2011.
Die FED hatte sich zuletzt selbst drei Kriterien gesetzt: die Inflationserwartungen, die Inflation und die Kapazitätsauslastung in der Industrie. Keine Risiken für die Geldwertstabilität signalisieren bislang die messbare Inflation und die geringe Kapazitätsauslastung. Die Rekordjagd des Goldes deutet dafür auf eine drastisch gestiegene Inflationserwartung hin, die in eine reale Inflation umschlagen könnte. Analysten sehen noch keinen Handlungszwang für die FED, aber das könne sich schnell ändern.
Auch bei anderen Volkswirtschaften geht es weiterhin turbulent zu. In Japan wurde für Oktober ein leichter Zuwachs verzeichnet, doch die japanische Volkswirtschaft erholt sich nur langsam von der Krise. Sollte es an den Finanzmärkten zu weiteren Turbulenzen kommen, so hat Japans Notenbank weitere Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft in Aussicht gestellt. Japan steckt wieder in einer „milden Deflationsphase“, das mussten Regierung und Notenbank einräumen. Infolge fallender Preise fürchtet die Regierung einen Rückfall in die Rezession und hat zuletzt den Druck auf die Bank of Japan erhöht. Die hat jedoch erklärt, dass sie abgesehen von einer Fortsetzung ihrer Nullzinspolitik nur wenig Spielraum hat. Der stark exportlastigen japanischen Wirtschaft macht neben dem Preisverfall auch der Absturz des Dollars zu schaffen.
Die Baufinanzierungszinsen sind in den letzten Wochen weiter gesunken. Im Vergleich zu den Baugeldzinsen von vor eineinhalb Jahren sind jetzt für ein Darlehen mit 20-jähriger Zinsbindung rund 0,80 Prozent weniger zu zahlen.
Das entspricht bei einer Finanzierungssumme von 150.000 Euro monatlich 100 Euro oder 24.000 Euro in zwanzig Jahren.
Bei einer Zinsbindung von zehn Jahren sind die Konditionen sogar um 1,10 Prozent gesunken, was monatlich 137,50 Euro oder 16.500 Euro in zehn Jahren entspricht.
Die Experten sind sich einig: Das aktuelle Zinstief wird nicht ewig dauern. Entscheiden Sie sich also jetzt für Ihre Baufinanzierung!
Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend
Quelle: Zinsprognose 2010 der Dr.Klein & Co. AG auf Zinsentwicklung.de