Jun
14

In der gestrigen Sitzung des Zentralbankrates hat EZB-Präsident Trichet den Leitzins von 1,0% für angemessen erklärt und damit Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins noch einmal senken könnte, vorerst den Boden entzogen. Da gleichzeitig aus China hohe Zuwächse im Export gemeldet wurden, die auf steigende Nachfrage in den USA und in Europa hindeuten, haben im Wochenverlauf wieder die Konjunkturoptimisten die Oberhand gewonnen und ein leichter Zinsanstieg war die Folge. Der Bund-Future hat sich bei rund 128,50 Punkten eingependelt, nachdem er am Wochenanfang sogar die Marke von 130 Punkten überschritten hatte. Allgemein beschäftigt die Marktteilnehmer weiterhin die Frage der Staatsverschuldung. Besonderes Augenmerk gilt dabei Spanien. Für viele Beobachter wird sich an Spanien die weitere Entwicklung des Euros und der Währungsunion entscheiden. Während Griechenland und Portugal noch klein genug sind, um eventuell auch längerfristig von Kerneuropa mitfinanziert werden zu können und so die Einheit nicht zu gefährden, erscheint das bei Spanien nur schwer möglich. Spanien befindet sich seit mehr als zwei Jahren in Rezession, hat mit 20% die höchste Arbeitslosigkeit und leidet unter einer geplatzten Immobilienblase, die auch viele Spanier privat auf einem Schuldenberg sitzen lässt. Die dringend notwendigen Reformen am Arbeitsmarkt finden derzeit keine politische Mehrheit und machen das Krisenmanagement für Regierungschef Zapatero immer schwieriger. Auch die mittelfristige Gesundheit des spanischen Bankensektors wirft große Fragezeichen auf und hat bereits zu Spannungen im Interbanken-Markt geführt. Sollten die Strukturreformen nicht schnell zu Erfolgen führen, so wird die Staatsverschuldung in Spanien rasch wachsen und zu einem weiteren Test der neu gebildeten Transfergemeinschaft Euroraum werden. Damit könnte auch die EZB sehr schnell gezwungen sein, Spanien mit Aufkäufen von Staatsanleihen zu Hilfe zu kommen und damit die Geldmenge weiter aufzublähen. Fest steht, dass deutsche Bundesanleihen weiterhin als sicherer Hort gesehen werden und damit vorerst auch die Referenzzinsen für das Pricing von Baufinanzierungen in Deutschland günstig bleiben. Längerfristig drohen natürlich deutlich höhere Zinsen – und zwar, wenn das Gelddrucken der Notenbanken seinen Weg in die Preise findet und die Inflationserwartungen steigen.

Baugeldkunden sollten daher die Gunst der Stunde nutzen und ihre Konditionen mit längeren Laufzeiten absichern. Trotz aller kurzfristigen Schwankungen und der Verlockung auf noch tiefere Konditionen zu warten, gilt weiterhin eine Grundaussage: Wir empfehlen, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Sollzinsbindungen festzuschreiben und damit für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Baufinanzierungskunden müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken, in denen sie monatliche Zahlungen leisten und sollten sich daher auf keine Spekulation einlassen. Die Zinsen sind derzeit historisch tief und implizieren ein Deflationsumfeld für die nächsten Jahre. Eine Inflationsprämie ist in den aktuellen Zinssätzen nicht mehr enthalten. Grundsätzlich empfehlen wir bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2 – 3% zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind zum Beispiel auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung bereits heute eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2010 der Interhyp AG

Jun
07

Nach dem rasanten Zinsrückgang der letzten Wochen ist es in den vergangenen Tagen zu ersten Gewinnmitnahmen der Investoren am Anleihemarkt gekommen. Immer wieder hat der Bund-Future versucht, sich über der Marke von 129 Punkten festzusetzen, aber immer wieder haben ihn Verkäufe unter diese Marke gedrückt. Kein Wunder, befinden wir uns doch in noch nie gesehenen Höhen, die uns nicht nur bei den Zinsen auf deutsche Staatsanleihen, sondern auch beim Baugeld inzwischen neue historische Tiefstände beschert haben. Da ist eine Orientierungsphase angebracht. Im Kern sehen wir derzeit die Auseinandersetzung zweier Lager am Kapitalmarkt: Die Konjunkturpessimisten, die in den vergangenen Wochen ganz klar den Ton angegeben haben, setzen auf einen Rückfall in eine Rezession und sehen damit Deflation als mögliche Konsequenz an. Für sie sind lang laufende Anleihen mit bester Bonität auch bei den erreichten tiefen Zinsniveaus ein sehr attraktives Investment. Dagegen stehen die Konjunkturoptimisten, die an eine schrittweise Erholung der Weltwirtschaft glauben und für die Leitzinserhöhungen der Notenbanken vor der Tür stehen. Sie nehmen an, dass die Märkte momentan die Gefahr höherer Inflationsraten kräftig unterschätzen und erwarten sogar einen regelrechten Crash an den Anleihemärkten und damit stark steigenden Zinsen in den nächsten Jahren. Dazu kommt noch, dass beide Seiten sich natürlich Sorgen um die ausufernde Staatsverschuldung und die daraus entstehenden längerfristigen Konsequenzen für die Wertstabilität vieler Währungen machen. Selbst die Rezessionsanhänger sehen, dass sich bei Wirtschaftsschwäche das Schuldendesaster noch verschärfen und die Bonitäten der schwächeren Länder belasten wird. Höhere Risikoaufschläge für lange Laufzeiten müssten daher die logische Folge sein. Den klarsten Indikator, dass die Lage immer schwerer einzuschätzen ist, gibt der Goldpreis. Gold wird mehr und mehr zu einer Ersatzwährung und klettert munter zu neuen Höchstständen. Gold kann nicht einfach von Notenbanken gedruckt werden und es gibt auch keinen Emittenten, dessen Bonität herabgestuft werden kann. Damit ist es vor allem ein Indikator für die enorme Vertrauenskrise, die augenblicklich die Märkte bestimmt.

Wir empfehlen Baugeldkunden, die aktuell günstigen Zinssätze möglichst lange festzuschreiben und dabei eine Tilgung von 2 – 3% zu wählen, um in einem Zeithorizont von rund 20 Jahren schuldenfrei zu sein. Die aktuellen Konditionen für lange Zinsbindungen sind die niedrigsten, die Deutschland historisch je gesehen hat. Der Zinsmarkt ist auf Deflation gepreist und gerade am langen Laufzeitende ist momentan keinerlei Risikoprämie für eventuelle Inflation in den nächsten Jahren erkennbar. Jeder, der Inflation in den nächsten Jahren fürchtet und auch aus diesem Grund in Immobilien als stabilen Realwert investiert, muss daher zwangsläufig lange Laufzeiten zur Finanzierung wählen. Für Eigennutzer, die vom Mieter zum Eigentümer werden wollen, bleibt es besonders wichtig, den durch die tiefen Zinsen erreichten finanziellen Spielraum für höhere Tilgungen zu nutzen. 1% Tilgung ist derzeit viel zu wenig und führt zu Gesamtlaufzeiten der Darlehen von über 40 Jahren. Das Ziel sollte lauten, nach rund 20 Jahren schuldenfrei zu sein. Das ist mit einer guten Kombination aus regelmäßiger Tilgung und Sondertilgungsoptionen möglich. Die Finanzierungsspezialisten von Interhyp stehen jederzeit für eine detaillierte Diskussion aller Varianten zur Verfügung.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2010 der Interhyp AG

Jun
04

Angesichts der weltweiten Schuldenkrise und der dadurch bedingten staatlichen Stützungsmaßnahmen hält Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (Fed), einen Konjunkturrückschlag für möglich. Er warnte daher vor einer politischen Einmischung in die Geldpolitik der Zentralbanken, da sonst unerwünschte „Boom-Bust-Zyklen“ ausgelöst werden können. Diese sind mit Spekulationsblasen zu vergleichen; dabei folgen auf eine Phase übermäßiger Kreditvergabe hastige Kapitalrückzüge.

Durch die Finanzkrise wurden die Zentralbanken vor ihre größte Herausforderung seit der Weltwirtschaftskrise gestellt. Viele Notenbanken haben angesichts scharfer Wirtschaftseinbrüche mit außergewöhnlichen Maßnahmen reagiert. Um sich gegen den Preisverfall zu stemmen, hat Japans Notenbank gerade erst unter politischem Druck die geldpolitischen Zügel noch weiter gelockert, unter anderem durch den Kauf von Regierungsanleihen. Bernanke mahnte, dass eine solche Entscheidung frei von politischer Einmischung erfolgen muss, da ein Missbrauch durch Regierungen hinsichtlich der Ausgabe von Geld zur Finanzierung ihrer Ausgaben zu einer weniger stabilen Wirtschaft und zu höherer Inflation und Zinsentwicklung 2011 führe.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) korrigierte in der vergangenen Woche ihren Wachstumsausblick für die Weltwirtschaft deutlich nach oben. Besonders die exportlastige deutsche Wirtschaft wird nach Meinung der OECD davon profitieren können. Sie steigerte ihre Prognose für Deutschland von 1,4 auf 1,9 Prozent Wachstum im laufenden Jahr und von 1,9 auf 2,1 Prozent im kommenden Jahr.

In der vergangenen Woche hat auch die deutsche Bundesbank ihren Monatsbericht veröffentlicht. Darin schreibt sie, dass sich die deutsche Wirtschaft auf einem soliden Erholungspfad befindet. Besonders die Exportwirtschaft, die in Übersee und Europa wieder an Kraft gewinnt, wird das Wachstum antreiben. Auch in der Industrie herrscht positive Stimmung, da es einen Schub von Auftragseingängen gab. Zudem hofft die Bundesbank darauf, dass auch der zuletzt schwache private Konsum wieder anzieht. Im ersten Quartal 2010 hatten die Zurückhaltung der Verbraucher und die sinkenden Bruttoinvestitionen die Wirtschaft gebremst. So legte das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, dabei gaben die Verbraucher 0,8 Prozent weniger für den Konsum aus. Diese Kaufzurückhaltung hat nach Ansicht der Bundesbank mit den Nachwehen der abgeschafften Abwrackprämie zu tun, wohingegen die Einzelhandelsumsätze weitgehend stabil geblieben sind.

Viele Sparer haben derzeit große Sorgen vor einer Geldentwertung als Folge der milliardenschweren Rettungsprogramme europäischer Notenbanken. Immobilien bieten sich als Schutz gegen Inflation an, denn Profiteure der Geldentwertung sind die Schuldner, weil der Realwert ihrer Verbindlichkeiten sinkt. Zudem sind die Zinsen für Baugeld zurzeit sehr niedrig, so dass sich die Entscheidung zum Kauf einer Immobilie doppelt lohnt. Kredite mit einer 10-jährigen Zinsbindung sind schon für unter 3,30 Prozent und mit einer 15-jährigen Zinsbindung schon für unter 3,60 Prozent zu bekommen. Sprechen Sie uns an – unsere Baufinanzierungsexperten finden die passende Finanzierung für Sie.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Quelle: Zinsprognose 2011 und 2010 der Dr. Klein & Co. AG auf Zinsentwicklung.de

Mai
31

Bauherren profitieren bei der Zinsentwicklung 2010 immer stärker von anhaltenden Marktturbulenzen

Mannheim, 27. Mai 2010. Immobilienkäufer und Häuslebauer können in Deutschland so günstig Kredite aufnehmen wie nie zuvor. Wie eine Erhebung des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount unter mehr als 70 Banken, Sparkassen und Versicherungen ergeben hat, liegen die Bestkonditionen für klassische Annuitätendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung bei 3,25 Prozent effektiv. Selbst Darlehen mit 20-jähriger Zinsbindung liegen wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise bei deutlich unter 4 Prozent.

„Allein in den vergangenen drei Monaten sind die Zinsen für 10-jährige Zinsbindungen um knapp 0,5 Prozentpunkte gefallen. Damit wurde das 50-Jahrestief aus dem Jahr 2005 geknackt. Wer im Mai einen 200.000-Euro-Kredit aufnimmt, spart insgesamt 8.000 Euro gegenüber Februar“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. „Die Zinsen befinden sich seit Wochen im freien Fall. Deshalb ist die monatliche Rate für einen Immobilienkredit mittlerweile für viele Deutsche kaum höher als die Monatsmiete. Der Immobilienkauf rückt daher für immer mehr Mieter in greifbare Nähe.“

Wer über Eigenkapital verfügt und aktuell einen Kredit über 200.000 Euro aufnehmen möchte, kann sein Darlehen theoretisch mit einer monatlichen Rate von 700 Euro bedienen – wenn er mit einer einprozentigen Tilgung startet. HypothekenDiscount rät Kreditnehmern jedoch zu Anfangstilgungen von mindestens zwei Prozent oder mehr. Denn: Bei einer einprozentigen Rückführung dauert die Kreditrückzahlung bis zu 44 Jahre. Eine Starttilgung von 4 Prozent würde zwar die monatliche Kreditbelastung auf 1200 Euro erhöhen. Dafür wäre der Kreditnehmer jedoch in 18 Jahren schuldenfrei. „Eine hohe Anfangstilgung ist im Zinstief ein Muss. Sie spart nicht nur Zinskosten. Sie ist auch ein Garant dafür, dass der Kreditnehmer die Aufwendungen selbst dann schultern kann, wenn die Kreditzinsen nach Ablauf der Zinsbindung steigen sollten“, sagt Oppel.

Quelle: Pressemitteilung der Hypothekendiscount vom 27.05.2010

Mai
31

Auch in dieser Woche waren die Schwankungen an den Aktien-, Zins- und Währungsmärkten wieder sehr groß. Die Investoren versuchen derzeit, sich für das nunmehr von vielen erwartete Szenario eines neuerlichen Schwächeanfalls der Weltwirtschaft zu positionieren. Immer klarer wird, dass die Sparpakete und die Haushaltskonsolidierung, die Europa und auch die USA vor sich haben, im klaren Gegensatz zu der noch vor einigen Monaten als Postulat geltende Annahme der führenden Politiker stehen, dass man aus der Krise „herauswachsen“ und dann die Schulden zurückführen werde. Dieser Weg wird immer mehr als naive politische Wunschvorstellung enttarnt. Die Politik hat angesichts der Eurokrise längst Angst vor ihrer eigenen Courage bekommen und legt nun den Rückwärtsgang ein. Nicht Konjunkturpakete sollen jetzt die Antwort sein, sondern radikale Sparpakete in ganz Euroland – eine bemerkenswerte Kehrtwende innerhalb weniger Monate. Interessant ist dabei besonders, dass die USA seit Monaten nur mehr die Rolle des nahezu unbeteiligten Beobachters spielen. Auch bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Verschuldungsquote in den USA sowohl im öffentlichen Haushalt als auch im privaten Bereich deutlich höher liegt und die USA, im Gegensatz zu Euroland, für die Finanzierung ihres Defizits auf ausländische Geldgeber angewiesen ist. Da trifft es sich gut, wenn der Euro – der gerade dabei war, dem US-Dollar ernsthaft Konkurrenz als Reservewährung zu machen – in eine Vertrauenskrise stürzt. Allein im April haben internationale Geldgeber, allen voraus China und Japan, US-Anleihen für 140 Mrd. Dollar gekauft und die Renditen in den USA weiter nach unten getrieben. Da lassen sich Defizite gut aushalten. Den US-Dollar aber auf Dauer für die sichere Alternative zum Euro zu halten, könnte sich aber als großer Fehler erweisen. Schon jetzt besteht eine fatale gegenseitige Abhängigkeit zwischen den USA und China. China ist der Schlüssel zum Weltwirtschaftswachstum und damit als Impulsgeber für die USA unverzichtbar. Die USA wiederum muss die Chance auf Wachstum bekommen, sonst sieht China als größter Gläubiger der USA sein in US-Staatsanleihen investiertes Geld nicht wieder. Und auch Japan ist als zweitgrößter Gläubiger der USA daran interessiert, dass die Zinsen weiter bezahlt werden können. Europa ist in diesem Spiel der gegenseitigen Abhängigkeiten in einer Zuschauerrolle und muss darauf achten, nicht überrollt zu werden, obwohl es eigentlich gar nicht auf dem Spielfeld vertreten ist. Für die nächsten Wochen erwarten wir weitere Tests der 1,20er Marke bei Dollar/Euro, Abwärtsdruck am Aktienmarkt und weiterhin gute Nachfrage nach sicheren deutschen Bundesanleihen. Gefahr für den Zinsmarkt könnte von den USA ausgehen, wo es nach Wochen fallender Renditen zu größeren Gewinnmitnahmen kommen könnte. Das würde auch die Renditen in Euro steigen lassen.

Vorerst sind die Konditionen für Baugeld extrem günstig. Baugeldkunden sollten deshalb die Chancen konsequent nutzen, um Konditionen langfristig festschreiben. Wir empfehlen, einen großen Teil der Finanzierung über lange Laufzeiten abzusichern und dabei auch eine Tilgung von 2 – 3 % zu wählen, um in einem Zeithorizont von rund 20 Jahren schuldenfrei zu sein. Die aktuellen Konditionen für lange Zinsbindungen sind die niedrigsten, die Deutschland historisch gesehen hat. Der Zinsmarkt ist auf Deflation gepreist und gerade am langen Laufzeitende ist momentan keinerlei Risikoprämie für eventuelle Inflation in den nächsten Jahren erkennbar. Das steht in krassem Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass man sich derzeit vor Inflation schützen muss und Gold und andere Realwerte wie Immobilien kaufen sollte. Jeder, der Inflation in den nächsten Jahren fürchtet und Immobilien daher für eine gute Anlage hält, muss deshalb zwangsläufig lange Laufzeiten zur Finanzierung wählen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung 2010 und 2011 eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsemtwicklung 2011 der Interhyp AG vom 28.05.2010

Mai
15

Das am vergangenen Wochenende von den EU-Staatschefs, unter dem Druck der Märkte, beschlossene monumentale Rettungspaket hat weitreichende Konsequenzen. Im Gegensatz zum erst vor zwei Wochen beschlossenen Rettungspaket für Griechenland hat man sich jetzt entschieden nicht auf bilaterale Zahlungen und Beiträge der einzelnen Mitgliedsländer zu setzen, sondern bei der EU selbst eine Finanzierungsgesellschaft zu gründen. Diese wird am Kapitalmarkt als Kreditnehmer auftreten und dieses Geld dann den schwächsten Ländern bereitstellen. Damit stellen die stärksten Länder de facto, allen voran Deutschland, ihre Bonität den anderen zur Verfügung. In den vergangenen Jahren hatte es von deutscher Seite für solche Überlegungen immer wieder vehemente, und auch berechtigte, Absagen gegeben. Angesichts der aktuellen Krise ist Deutschland hier eingeknickt. Die zweite und noch viel dramatischere Entwicklung ist die Entscheidung der EZB, jetzt selbst Staatsanleihen von schwachen Ländern aufzukaufen und damit die Kreditaufnahme dieser Länder zu stützen. Damit hat die EZB ihre Prinzipien über Bord geworfen und begonnen Geld zu drucken. Wie auch immer die EZB das jetzt darstellen und erklären will, Tatsache ist, dass die EZB ihren Status als letztes Bollwerk einer unabhängigen Geldpolitik aufgegeben hat. Somit stellt sie sich in eine Reihe mit den politisch beeinflussten Notenbanken in den USA, England und Japan. Es ist damit genau das geschehen, was viele Beobachter immer wieder als größte Gefahr für den Euro gesehen haben: Die Politiker werden eine Krisensituation schamlos ausnutzen und die EZB praktisch unter ihre Kontrolle bringen und zum Handlanger der eigenen schlechten Wirtschafts- und Finanzpolitik machen. Genau das ist an diesem Wochenende passiert. Trotz angeblich erbitterten Widerstands der Vertreter der deutschen Bundesbank, die genau wissen, dass die Stabilität des Euros langfristig viel mehr an einer glaubwürdigen und unabhängigen Notenbank hängt, als an irgendwelchen Rettungspaketen von wankelmütigen Politikern, die in einigen Jahren längst abgewählt sein werden und deren angebliches Interesse an Nachhaltigkeit vom eigenen Drang zum Machterhalt überlagert wird. Für die Zinsmärkte und für den Euro bedeutet das vor allem Unsicherheit. War bis letzten Freitag die EZB ein berechenbarer und vertrauenssichernder Fels in der Brandung, so ist die Berechenbarkeit jetzt verschwunden. Wer einmal einen Tabubruch begeht, der wird auch vor dem nächsten nicht zurückschrecken. Potenziell ist auch das bisherige Primat der Inflationskontrolle auf niedrigem Niveau in Gefahr. Das kann mittelfristig die Risikoaufschläge für Euro-Anleihen steigen lassen. Die Rolle der EZB als Wächter und Gegenspieler der finanzpolitischen Ambitionen der Politiker in vielen europäischen Ländern ist damit gefallen. Im Moment sieht es so aus, als ob sich Herr Trichet zum Verbündeten der Schuldenmacher machen hat lassen.

Die Konditionen für Bundesanleihen und damit auch für Baugeld haben sich im Wochenverlauf auf niedrigem Niveau stabilisiert. Wir erwarten für die nächsten Tage allerdings weitere Schwankungen, da die Finanzmärkte gerade dabei sind diese neuen Rahmenbedingungen zu verarbeiten und die weitere Entwicklung abzuschätzen. Das Spektrum reicht dabei von Deflationsgefahr bis Inflationsangst. Für Baugeldkunden bieten die aktuell niedrigen Zinsen jedenfalls eine ausgezeichnete Chance die Konditionen langfristig günstig festzuschreiben und für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Wir empfehlen daher einen großen Teil der Finanzierung auch über lange Laufzeiten abzusichern und dabei auch eine Tilgung von 2-3% zu wählen, um in einem Zeithorizont von rund 20 Jahren schuldenfrei zu sein. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Mai
03

Nun ist es offiziell: Die Anleihen Griechenlands haben nur noch Ramsch-Status. Weder Rating-Agenturen noch Investoren glauben noch an eine Rückzahlung der mehr als 300 Milliarden Euro, die dieses kleine Land an Staatsschulden aufgebaut hat. Einzig die Politik in Deutschland und einigen weiteren Ländern hält an dem Glauben fest, dass mit riesigen Überbrückungskrediten und einigen oberflächlichen Reformen in Griechenland die griechische Wirtschaft wieder zum Wachsen und damit zur Bedienung und Rückzahlung seiner Schulden gebracht werden kann. Hier ist der fromme Wunsch Vater des Gedanken, aber nicht die ökonomische Analyse der Tatsachen. Mit dem Argument, den Euro stabilisieren zu wollen, wird ein Scheck über wahrscheinlich 130 – 150 Milliarden Euro für Athen ausgestellt. Skurrilerweise werden auf diesem Scheck auch die Unterschriften für Milliardenbeträge von Portugal und Spanien stehen – Länder, deren Ratings gerade gesenkt werden und die schon in einigen Wochen oder Monaten selbst Schecks in noch viel größeren Beträgen benötigen könnten. Es wird sehr schnell klar, welche Unterschrift auf dem letzten Scheck stehen wird, der für ein Euroland ausgestellt wird, wenn das Beispiel Griechenland Schule macht: die des deutschen Steuerzahlers! Denn niemanden anderen vertritt Frau Merkel, sobald sie diese Schecks für Deutschland unterschreibt. Wenn die Stabilisierung des Euro ernsthaft gesichert werden soll, dann muss erkannt und gesagt werden, dass Griechenland nicht eurofähig ist – und es nie war. Die strukturellen Probleme Griechenlands sind so tiefgreifend, dass sie nur durch drei gleichzeitige Schritte gelöst werden können: 1. Austritt aus dem Euro und signifikante Abwertung der neuen Währung, 2. Gläubigerverhandlung mit Abschreibung der Schulden auf unter 50% des heutigen Standes und 3. Tiefgreifende strukturelle Reformen in Griechenland. Damit hätte Griechenland die Chance auf einen erfolgreichen Neustart mit einer neuen Wettbewerbsfähigkeit. Und der Rest Europas würde einen Teil der 130 – 150 Milliarden Euro nur einmal einsetzen, um seine Gläubiger bei der Verarbeitung der Abschreibungen zu unterstützen. Einen großen Teil müssten die Gläubiger aber selbst tragen, denn das Risiko war ihnen vorher bewusst. Da es “politisch” natürlich viel einfacher ist, Schecks auf Kosten der Steuerzahler zu schreiben, geben wir dieser Lösung aber nur wenige Chancen. Wir müssen uns daher auf die Fortsetzung der Politik “Schuldenprobleme lösen wir, indem wir neue Schulden machen” einstellen. Damit steigt für die Zinsentwicklung 2010 aber täglich die Gefahr, dass auch die deutschen Anleihen, die derzeit noch als letzter Hort der Sicherheit gesehen werden und damit historisch tiefe Zinsen erreicht haben, vom Markt mit höheren Risikoaufschlägen versehen werden. Wenn dieses Rettungspaket für Griechenland durchgeht, dann steckt – salopp gesagt – schon mal Griechenland in jeder Bundesanleihe drin. Portugal und Spanien werden folgen. Naiv ist derjenige, der dann noch glaubt, dass Bundesanleihen einzig die Bonität Deutschlands widerspiegeln.

Für Baufinanzierungskunden hat die zuletzt hohe Nachfrage nach Bundesanleihen nur gute Seiten. Historisch tiefe Zinsen haben auch die Konditionen für Baugeld kräftig sinken lassen. Angesichts der skizzierten Szenarien empfehlen wir jedoch weiterhin, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Zinsbindungen festzuschreiben und damit für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Baufinanzierungskunden müssen in Zeithorizonten von 20 – 30 Jahren denken, in denen sie monatliche Zahlungen leisten. Sie sollten sich daher auf keine Spekulation einlassen. Grundsätzlich raten wir, bei diesem niedrigen Zinsniveau die Tilgung mit zwei Prozent zu wählen. So bleibt die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar. Gefragt sind derzeit zum Beispiel sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Prolongationsangebote vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Der Wettbewerb unter den Banken führt weiterhin zu sehr attraktiven Konditionen über alle Laufzeiten, die man nutzen sollte. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Apr
26

Bessere Konjunkturindikatoren, gute Unternehmensergebnisse, steigende Inflationsraten – vieles hat in den vergangenen beiden Wochen für besorgte Mienen am Anleihemarkt gesprochen. Eigentlich müssten sich die Investoren auf baldige Leitzinserhöhungen in den USA und in Euroland vorbereiten und sich vorsichtshalber von langen Laufzeiten trennen. Eigentlich. Aber das Gegenteil ist der Fall: Der Bund-Future zeigt seit einigen Tagen neue Höchststände und die 10-jährige Bundesanleihe ist dabei, die 3,0%-Marke nach unten zu durchbrechen. Dafür gibt es nur einen Grund. Es läuft ein Ausverkauf von griechischen Staatsanleihen und die Investoren/Spekulanten setzen auf Bundesanleihen aufgrund der sehr guten Bonität. Gleichzeitig verkaufen sie aber im großen Stil auch Euros gegen Dollar. Seit die europäische Statistikbehörde die Defizitquote Griechenlands von 12,7% auf 13,6% korrigiert hat, gewinnt die Spekulation an Dynamik. Die Renditen für griechische Staatsanleihen liegen inzwischen bei über 8%! Schon am Wochenende könnte die EU gezwungen sein, finale Rettungsmaßnahmen einzuleiten, um einen völligen Ausverkauf zu verhindern. Aktuell hat Griechenland praktisch keinen Zugang mehr zu neuen Finanzmitteln am Markt. Das Geld zur Prolongation der fälligen Schulden wird also von der EU kommen müssen oder es bleibt nur die Einstellung der Zahlungen. Im Grunde genommen drücken die Spekulanten die EU an die Wand und erzwingen eine finale Aussage, wie sie dieses Desaster wirklich lösen möchte. Die Zeit der Phrasen und halbherzigen Bekenntnisse ist bereits jetzt vorbei. Entweder kommen nun klare Schritte oder die griechischen Titel sind nächste Woche zu 10% Rendite zu haben. Das Schlimme an der Situation ist, dass die Bundesanleihen nur kurzzeitig ein sicherer Hort sind. Denn kommt es wirklich zur befürchteten teuren Rettungsaktion für Griechenland, die dann wahrscheinlich rasch an die 100 Mrd. Euro gehen könnte, ist Deutschland der Hauptzahler. Und nicht nur das, die Karawane der Spekulanten wird weiterwandern und sich Spanien und Portugal zuwenden. Die echten Investoren werden das befürchten und so wird sich die nächste Welle aufbauen. Die potentiellen Kosten für Deutschland sind dann nur mehr schwer einzuschätzen. Bundesanleihen, die begeben werden, um Rettungspakete für halb Europa zu finanzieren, werden deutlich höher verzinst sein müssen als die heutigen. Die nächsten Wochen könnten daher von sehr starken Schwankungen am Zinsmarkt geprägt sein und Kunden sollten die aktuellen Ausschläge nach unten auf jeden Fall nutzen, um die historisch tiefen Zinsen zu fixieren.

Angesichts der skizzierten Szenarien empfehlen wir weiterhin, zumindest einen großen Teil der Finanzierungssumme über lange Zinsbindungen festzuschreiben und damit für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Gefragt sind derzeit zum Beispiel sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht heute schon eine Rate über eine höhere laufende Tilgung fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Prolongation vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Baufinanzierungskunden müssen in Zeithorizonten von 20-30 Jahren denken, in denen sie monatliche Zahlungen leisten und sollten sich daher auf keine Spekulation einlassen, wenn die Wahrscheinlichkeiten schief verteilt sind. Grundsätzlich empfehlen wir, bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von mindestens 2% zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Der Wettbewerb unter den Banken führt weiterhin zu sehr attraktiven Konditionen über alle Laufzeiten die man nutzen sollte. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung. Zur Analyse der eigenen Situation und zur Beobachtung der Zinsentwicklung 2010 eignen sich auch die Zins-Charts und Tools auf der Interhyp-Website.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung 2010 der Interhyp AG

Apr
09

Mannheim, 08. April 2010. Die neuesten amerikanischen Wirtschaftszahlen sind überraschend positiv. Ein gutes Zeichen auch für deutsche Unternehmen – ein schlechtes jedoch für Bauherren und Anschlussfinanzierer hierzulande. „Sie müssen bei der Zinsentwicklung für 2010 und 2011 mittelfristig mit steigenden Kondititionen rechnen. Denn gute Konjunkturdaten im Anschluss an eine Krise führen zu höheren Inflationsraten – und damit zu teureren Bauzinsen“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Dazu kommt, dass angesichts des optimistischen Trends immer mehr Anleger ihr Kapital aus sichern Staatsanleihen abziehen und in Aktien investieren. Das führt zu einem Anstieg der langfristigen Bauzinsen.

„Zunächst jedoch bleiben die Zinsen weiterhin auf Tiefstniveau. Hintergrund ist, dass es noch dauert, bis die US-amerikanischen Daten ihre Wirkung im europäischen Raum entfalten“, sagt Kai Oppel. Immobilienkredite mit zehn Jahren Zinsbindung kosten durchschnittlich nur rund 3,9 Prozent effektiv, 15-jährige Zinsbindungen kosten 4,5 Prozent. Topanbieter bieten das Baugeld bei HypothekenDiscount in beiden Varianten sogar noch einmal bis zu 0,4 Prozentpunkte billiger an. Damit bewegen sich die Zinsen auf einem Level, das in der 60-jährigen deutschen Nachkriegsgeschichte nur einmal unterboten wurde.

Die Zinswende jedoch rückt näher. So war selbst mancher Experte überrascht, als vergangene Woche die aktuellsten Wirtschaftsdaten aus den USA verlauteten: Der Pfeil zeigt nach oben, sowohl bezüglich der Unternehmens- als auch der Börsenwerte. Erstmals nach Monaten wurden auch wieder deutlich mehr Mitarbeiter eingestellt. Da die US-amerikanischen Daten oft ein Indikator für die deutschen Märkte sind, ist zu erwarten, dass sich der Trend auch hierzulande fortsetzt.

Wer überlegt, eine Immobilie zu kaufen oder wer demnächst eine Anschlussfinanzierung benötigt, dem rät Kai Oppel, die aktuell günstigen Konditionen für mindestens 15 Jahre festzuschreiben: „Im Durchschnitt waren die Zinsen während der vergangenen 50 Jahre etwa zwei Prozentpunkte teurer als jetzt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich der Zinssatz auch langfristig deutlich über dem aktuellen bewegt“.

Zinstrend:

kurzfristig: stabil, leicht schwankend
mittelfristig: steigend
langfristig: steigend

Quelle: Pressemitteilung von HypothekenDiscount vom 08.04.2010

Apr
06

Schwache Konjunkturdaten in den USA haben diese Woche den Anleihemarkt unterstützt und die Nachfrage nach Staatsanleihen hoch gehalten. Besonders der US-Arbeitsmarkt zeigt weiterhin keine wirkliche Dynamik und nach Angaben der privaten Arbeitsagentur ADP scheinen, entgegen den Erwartungen, auch im März wieder Arbeitsplätze abgebaut worden zu sein. Auch in Euroland blieb die Nachfrage nach sicheren Bundesanleihen angesichts der anhaltenden Diskussion um Griechenland hoch. Das hat die Zinsentwicklung für die langfristigen Zinsen vorerst tief gehalten. Zwar hat Griechenland diese Woche eine neue siebenjährige Anleihe platzieren können, der Risikoaufschlag betrug aber mehr als drei Prozent gegenüber Deutschland. Das wirft weiterhin große Fragezeichen bezüglich der mittelfristigen Fähigkeit Griechenlands auf, seine Staatsschulden bedienen zu können. Generell wird das Thema Staatsverschuldung für die mittelfristige Entwicklung der Zinsmärkte (z.B.Zinsentwicklung 2011) eine immer bedeutendere Rolle einnehmen, da Griechenland nur die Spitze eines großen Eisberges ist.

Baugeldkunden sollten die aktuell historisch tiefen Zinsen konsequent nutzen, um für langfristige Kalkulierbarkeit ihrer finanziellen Belastung zu sorgen. Da die meisten Finanzierungen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung laufen, ist es mit erheblichen Risiken verbunden, zu kurze Zinsbindungen zu wählen. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf fünf oder gar zehn Jahre zu machen, denn das wirkliche Prolongationsrisiko ist nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Im historischen Vergleich gehören die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten jedoch zu den tiefsten der vergangenen 50 Jahre. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Zinssätze in fünf oder zehn Jahren deutlich höher liegen. Dieses Risiko sollten deshalb gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen. Über lange Zinsbindungen können Sie heute schon die monatlichen Belastungen auf viele Jahre festzurren. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten ist eine schnelle Entschuldung möglich und durch den optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen. Dafür sollte man bei der Erarbeitung des richtigen Finanzierungskonzeptes Sorge tragen. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Quelle: Kommentar zur Zinsentwicklung der Interhyp AG